Predigt: Lastenträger statt Besserwisser (Matthäus 11, 25-30) 21. Juni 2020

Mt 11, 25-30

„Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir“ – wie wir von Jesus lernen können, Lasten zu tragen – und weshalb es Besserwisser damit immer ein bisschen schwerer haben.

Das Elend der Besserwisser

Liebe Gemeinde
Es muss einer der Momente gewesen sein, wo Jesus die Nase gestrichen voll hatte. Wo er genug hatte von all diesen Schlaubergern, die immer alles ganz genau und vor allem besser wussten.
Die ja schon seit Jahrzehnten eingeübt hatten: Wir wissen genau, wie das ist, mit Gott, und Glauben und dem Leben. Uns kann keiner etwas weis machen. Und wenn einer anfängt zu predigen, dann wissen wir sofort, was wir davon halten sollen:

Wenn er sagt, was wir hören wollen, dann ist er gut
Wenn er unsere bisherige Sichtweise in Frage stellt, wenn seine Worte uns herausfordern, wenn seine Gedanken unbequem sind, dann  …. ja dann hat er eben keine Ahnung, dann kann er gerne wieder gehen.

So hat Jesus das erleben müssen – vor allem in seiner Heimatregion in Galiläa. Das Sprichwort hatte mal wieder recht: Der Prophet gilt nichts im eigenen Lande.

Ja, die, die sich für schlau halten, die immer alles besser wissen, und nicht mal bereit sind, ernsthaft auf die Anderen zu hören, die sind immer ein Problem. Das hat sich seit Jesu Zeit nicht wirklich verändert.

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Predigt: Offene Türen (Johannes 20, 19-23) Pfingstmontag, 1. Juni 2020

Joh 20

Jesus kommt durch verschlossene Türen zu seinen Jüngern. So blickt diese Predigt auf verschiedene Türen, die das Pfingstereignis öffnen sollte.

Predigttext:

19 Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! 20 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen. 21 Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 22 Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist! 23 Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.

Liebe Gemeinde, diese Pfingst-Geschichte, die Johannes uns überliefert, hat mich schon als kleines Kind fasziniert. Denn da heißt es ja, dass Jesus zu den Jüngern kam, obwohl sie die Türen fest verschlossen hatten. Das hat mich total beschäftigt: Wie hat es Jesus nur geschafft, da zu den Jüngern hineinzukommen? Und im Kindergarten haben wir dann miteinander überlegt, ob Jesus vielleicht durch Schlüsselloch gekommen ist.

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Predigt: Herzenssache (Jeremia 31, 31-34) 24. Mai 2020

Jer 31, 31-34

Wenn ich wie von selbst Gottes Willen erkennen und tun würde … das wäre wunderbar! Aber die Verheißung aus Jer 31 ist wie das Reich Gottes: Zugleich ganz nach und doch auch fern.

Was treibt mich an?

Mittwoch vormittag in der Schule: Reli-Unterricht mit der elften Klasse. Alle sitzen im vorgechriebenen Mindestabstand voneinander entfernt. Und ich überlege, wie das mit dem Mindestabstand zu meinem Unterricht aussieht. Sind die eigentlich noch bei der Sache? Wegen Corona dürfen keine neuen Noten mehr gemacht werden. Dahingehend ist das Schuljahr eigentlich durch.

Wer jetzt mitdenkt, mitdiskutiert, Texte liest, und Aufgaben erledigt, macht das nicht wegen der guten Noten, sondern, weil er es will. Von innen heraus! Weil ihn das Thema interessiert oder es ihm mit diesem Lehrer einfach Spaß macht.

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Predigt: Himmelfahrt – Beziehung auf Distanz (Joh 17 und Lied „Liebe auf Distanz“ von Revolverheld) 21. Mai 2020

In dieser Predigt verschmelzen drei Themen miteinander: Die Wehmut der Jünger nach Jesu Himmelfahrt, unsere Sehnsucht nach menschlicher Nähe in der Corona-Situation und die Problematik von Fernbeziehungen aus dem Lied „Liebe auf Distanz“ von Revolverheld.

Abschied für …. wielange?

Himmelfahrt ist kein Fest.
Himmelfahrt ist keine Bier-Wallfahrt.
Himmelfahrt ist eher eine Katastrophe. Jedenfalls für Jesu Jünger.

Da haben Sie den Alptraum von Verhaftung Jesu und seiner Kreuzigung durchgemacht. Sind am Ostermorgen aus allen Wolken gefallen, als die Frauen sagten: “Das Grab ist leer, er ist auferstanden!”
So langsam haben sie wieder Boden unter den Füßen bekommen. Irgendwie entstand das Gefühl: Es wird wieder gut! Auch wenn wohl nicht alles wieder wie zuvor war. Zumindest ist unsere Bibel recht wortkarg, wenn es um die Zeit zwischen Auferstehung und Himmelfahrt geht.

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Predigt: Resonanz – Welche Töne sollen erklingen? (2. Chronik 6) 10. Mai 2020

2. Chr. 6

Der Predigtext zum ersten Gottesdienst nach dem Corona-Shutdown schaut gleich auf eine Szene mit Eventcharakter: Die Weihe des Salomonischen Tempels. In der Predigt geht es um die Erfahrung von gemeinsamen Feiern und den damit verbundenen Phänomen des emotionalen Resonanz.

Predigttext 2. Chronik 6, 2-5. 12-14

Da versammelte Salomo alle Ältesten Israels, alle Häupter der Stämme und die Fürsten der Sippen Israels in Jerusalem, damit sie die Lade des Bundes des HERRN hinaufbrächten aus der Stadt Davids, das ist Zion. 3 Und es versammelten sich beim König alle Männer Israels zum Fest, das im siebenten Monat gefeiert wird. 4 Und es kamen alle Ältesten Israels, und die Leviten hoben die Lade auf 5 und brachten sie hinauf samt der Stiftshütte und allem heiligen Gerät, das in der Stiftshütte war; es brachten sie hinauf die Priester und Leviten

12 und alle Leviten, die Sänger waren, nämlich Asaf, Heman und Jedutun und ihre Söhne und Brüder, angetan mit feiner Leinwand, standen östlich vom Altar mit Zimbeln, Psaltern und Harfen und bei ihnen hundertundzwanzig Priester, die mit Trompeten bliesen. 13 Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem HERRN. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den HERRN lobte: »Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig«, da wurde das Haus des HERRN erfüllt mit einer Wolke, 14 sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.

Auf dem Zionsberg

Liebe Gemeinde, was wir hier gerade beschrieben bekommen, war ein Event, auf das die Israeliten jahrelang hingefiebert hatten: Die Einweihung des Tempels, den König Salomo erbaut hatte. Bislang war die kleine Stiftshütte mit der Bundeslade das Heiligtum, der Ort der Begegnung mit Gott. Aber jetzt war endlich der Tempel fertiggestellt, und mit einer gewaltigen Veranstaltung wird das begangen

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Video-Andacht: Weinstock und Rebe (Johannes 15, 1-8) 3. Mai 200

“Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben” hat Jesus gesagt. In der letzten Videoandacht in Zeiten der Coronoa-Gottesdienst-Pause geht es anhand dieses Bildes darum, dass eine Rebe, die keine Verbindung zum Weinstock hat, keine guten Zukunftsaussichten hat.

Videoandacht: Hirtensonntag (Johannes 10, 11-16) 26. April 2020

“Hirtensonntag” nennt man den zweiten Sonntag nach Ostern, Miserikordias domini, gerne. Denn in ihm geht es um Jesus als den Guten Hirten. In dieser Videoandacht schauen wir darauf, was ein Hirte für die Schafe bedeutet, hören die Worte Jesu, hören wir ein Lied dazu, und wir erfahren, wann es mit Gottesdiensten wieder losgehen wird.

Videoandacht: Aufbruch statt Angst (Jesaja 40, 26-31) 19.April 2020

„Die auf Gott hoffen, kriegen neue Kraft“ – Der Prophet Jesaja macht da ein ziemlich vollmundiges Versprechen. Aber vielleicht brauchen gerade jetzt so eine Zusage, die Mut macht und Energien freisetzt. Zu oft blicken wir momentan auf das, was uns lähmt und uns Energien raubt.
In diesem Video sind auch einige Eindrücke von dem zu sehen, was unsere Gemeindeglieder zu Ostern auf die Beine gestellt haben.