Predigt: Lastenträger statt Besserwisser (Matthäus 11, 25-30) 21. Juni 2020

Mt 11, 25-30

„Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir“ – wie wir von Jesus lernen können, Lasten zu tragen – und weshalb es Besserwisser damit immer ein bisschen schwerer haben.

Das Elend der Besserwisser

Liebe Gemeinde
Es muss einer der Momente gewesen sein, wo Jesus die Nase gestrichen voll hatte. Wo er genug hatte von all diesen Schlaubergern, die immer alles ganz genau und vor allem besser wussten.
Die ja schon seit Jahrzehnten eingeübt hatten: Wir wissen genau, wie das ist, mit Gott, und Glauben und dem Leben. Uns kann keiner etwas weis machen. Und wenn einer anfängt zu predigen, dann wissen wir sofort, was wir davon halten sollen:

Wenn er sagt, was wir hören wollen, dann ist er gut
Wenn er unsere bisherige Sichtweise in Frage stellt, wenn seine Worte uns herausfordern, wenn seine Gedanken unbequem sind, dann  …. ja dann hat er eben keine Ahnung, dann kann er gerne wieder gehen.

So hat Jesus das erleben müssen – vor allem in seiner Heimatregion in Galiläa. Das Sprichwort hatte mal wieder recht: Der Prophet gilt nichts im eigenen Lande.

Ja, die, die sich für schlau halten, die immer alles besser wissen, und nicht mal bereit sind, ernsthaft auf die Anderen zu hören, die sind immer ein Problem. Das hat sich seit Jesu Zeit nicht wirklich verändert.

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Predigt: Zur Kirchweih wird sich rausgeputzt (Matthäus 22, 2-14) 17. August 2014, Kirchweih in Wilhelmsdorf

Zrausgeputztu dieser Kirchweih-Predigt gab es eine Aktion. Die Gemeindeglieder waren aufgerufen worden, sich zum Kirchweihgottesdienst „herauszuputzen“ entweder besonders elegant, oder auch auch provokant leger (bis zum Schlafanzug). Vor der Kirche wurden dann alle Besucher durch die Kerwa-Buschen und Kerwa-Madli empfangen und einer optischen Prüfung unterzogen. Immer mit dem gleichen Ergebnis: „Eine Kleinigkeit fehlt noch!“ SO wurden sie ausgestattet mit einer Auswahl verschiedener schmückender Accessoires. Was das alles soll? Das erklärt erst die Predigt.

Liebe Wilhelmsdorfer Gemeinde,

zur Kirchweih wird sich rausgeputzt. Eigentlich, könnte man denken, ist es doch heutzutage völlig egal, was einer anhat. Ob Blümchenkleid, Dirndl, Hochzeitsanzug, Jeans, Arbeits-Overall oder Schlafanzug. Es ist doch nur etwas öberflächlich-äußeres, was wir da auf der Haut tragen … könnte man denken. ich will weiterlesen

Predigt: Willkommen im Haus mit dem besonderen Fundament (Epheser 2, 12-22) 13. Juni 2010

Soepheser2_b seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist.

Zutritt verboten

“Zutritt verboten.  Nur für Befugte.” Solche Schilder kennen wir aus unserem Alltag. Sie sperren uns aus; sagen: Dieser Bereich hier ist nichts für dich; vielleicht weil er jemand anderem gehört, oder weil dort Gefahren lauern. Wenn ich so ein Schild lese, freue ich mich nicht besonders, weil ich es nicht mag, wenn man mich aussperrt, ich nicht zu denen gehöre, die dorthin dürfen.
Wenn ich vor 2000 Jahren leben würde, und in Jerusalem den Tempel besuchen wollte, dann würde ich da auch so ein Schild entdecken: In Stein gemeißelt, eingelassen in ein Mäuerchen, das den gesamten Tempelbezirk umgab: „Achtung: Kein Fremder darf den Bereich innerhalb der Brüstung um den Tempel betreten. Wer erfasst wird, ist für seinen Tod selbst verantwortlich.” ich will weiterlesen

Predigt: Ich mach mich doch (nicht) zum Deppen (1. Korinther 9, 16-23) 1. Juni 2008

„Ich mach mich doch nicht zum Deppen!” – sagt Max Mustermann.  Und Recht hat er; er hat das wirklich nicht nötig. Es ist ja auch schon allerhand, dass sie mal wieder IHN fragen, ob er ….. – Aber diesmal ist er hart geblieben.
„Nein, macht euer Zeug doch selber, ihr habt es euch ja selber eingebrockt. Da hat mich ja auch keiner gefragt. Und jetzt kommt ihr zu mir, und wollt, dass ich hier einspringe. Ihr wisst ja selber, dass das kein dankbarer Job ist, das wird eh wieder nicht ohne Ärger abgehen – und ich bin nachher der Dumme! Vergesst es, sucht euch doch einen Anderen, der sich zum Deppen macht!” ich will weiterlesen