Predigt: Offene Türen (Johannes 20, 19-23) Pfingstmontag, 1. Juni 2020

Joh 20

Jesus kommt durch verschlossene Türen zu seinen Jüngern. So blickt diese Predigt auf verschiedene Türen, die das Pfingstereignis öffnen sollte.

Predigttext:

19 Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! 20 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen. 21 Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 22 Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist! 23 Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.

Liebe Gemeinde, diese Pfingst-Geschichte, die Johannes uns überliefert, hat mich schon als kleines Kind fasziniert. Denn da heißt es ja, dass Jesus zu den Jüngern kam, obwohl sie die Türen fest verschlossen hatten. Das hat mich total beschäftigt: Wie hat es Jesus nur geschafft, da zu den Jüngern hineinzukommen? Und im Kindergarten haben wir dann miteinander überlegt, ob Jesus vielleicht durch Schlüsselloch gekommen ist.

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Predigt: Herzenssache (Jeremia 31, 31-34) 24. Mai 2020

Jer 31, 31-34

Wenn ich wie von selbst Gottes Willen erkennen und tun würde … das wäre wunderbar! Aber die Verheißung aus Jer 31 ist wie das Reich Gottes: Zugleich ganz nach und doch auch fern.

Was treibt mich an?

Mittwoch vormittag in der Schule: Reli-Unterricht mit der elften Klasse. Alle sitzen im vorgechriebenen Mindestabstand voneinander entfernt. Und ich überlege, wie das mit dem Mindestabstand zu meinem Unterricht aussieht. Sind die eigentlich noch bei der Sache? Wegen Corona dürfen keine neuen Noten mehr gemacht werden. Dahingehend ist das Schuljahr eigentlich durch.

Wer jetzt mitdenkt, mitdiskutiert, Texte liest, und Aufgaben erledigt, macht das nicht wegen der guten Noten, sondern, weil er es will. Von innen heraus! Weil ihn das Thema interessiert oder es ihm mit diesem Lehrer einfach Spaß macht.

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Video-Andacht: Himmelfahrt

Wir dürfen wieder Gottesdienste feiern. Aber aus vielen Ecken wird der Wunsch geäußert, dass wir die begonnenen Videoandachten weiterführen.
Nicht einfach, wenn man bedenkt, dass vom leeren Blatt über Aufnahme und Schnitt bis zum fertig über digitale und analoge Wege verbreiteten Video ein ganzer Arbeitstag dafür benötigt wird.
Aber vielleicht geht es ja parallel zu den anlaufenden Gottesdiensten auch etwas kleiner? Hier mal ein Versuch: Gestraffte Predigt, kein Drumherum – mal sehen, wie es ankommt.
Dummerweise hat die Idee, mit dem Lied von Revolverheld zu arbeiten, dann doch beim Schnitt und digitalem Rechte-Handling etwas Mehraufwand gekostet…

Predigt: Himmelfahrt – Beziehung auf Distanz (Joh 17 und Lied „Liebe auf Distanz“ von Revolverheld) 21. Mai 2020

In dieser Predigt verschmelzen drei Themen miteinander: Die Wehmut der Jünger nach Jesu Himmelfahrt, unsere Sehnsucht nach menschlicher Nähe in der Corona-Situation und die Problematik von Fernbeziehungen aus dem Lied „Liebe auf Distanz“ von Revolverheld.

Abschied für …. wielange?

Himmelfahrt ist kein Fest.
Himmelfahrt ist keine Bier-Wallfahrt.
Himmelfahrt ist eher eine Katastrophe. Jedenfalls für Jesu Jünger.

Da haben Sie den Alptraum von Verhaftung Jesu und seiner Kreuzigung durchgemacht. Sind am Ostermorgen aus allen Wolken gefallen, als die Frauen sagten: “Das Grab ist leer, er ist auferstanden!”
So langsam haben sie wieder Boden unter den Füßen bekommen. Irgendwie entstand das Gefühl: Es wird wieder gut! Auch wenn wohl nicht alles wieder wie zuvor war. Zumindest ist unsere Bibel recht wortkarg, wenn es um die Zeit zwischen Auferstehung und Himmelfahrt geht.

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Radioandachten im Mai 2020 auf Charivari 98,6: Reihe die dümmsten Entscheidungen in der Bibel

Nabal, der Geizkragen

Guten Morgen, ich möchte Ihnen in dieser Woche die dümmsten Entscheidungen vorstellen, die Menschen in der Bibel getroffen haben.
Zum Beispiel Nabal. Ein sehr wohlhabender Mann mit riesigen Schafherden. Aber er war auch ein geiziger Stoffel. Dachte nur an sich, und nie an andere.
Einmal hats dann richtig gekracht: Der berühmte David, hat ihn in einer schwierigen Situation um etwas Unterstützung gebeten. Schließlich hatte David sich auch oft für ihn eingesetzt.

Eine Hand wäscht die andere – so sagt man – aber Nabal liebt nur das Nehmen, nicht das Geben. Und er machte die Freunde des David, die nett gefragt hatten derart zur Sau, dass David der Kragen platzt, und er reitet los, mit dem Messer in der Tasche. Letztlich verhindet Nabals Frau Mord und Totschlag, mit unglaublichen Mengen von Kuchen und Wein stellt sie den Frieden wieder her.
Und doch gehts für den geizigen Nabal nicht gut aus: Als seine Frau ihm später von allem erzählte, traf ihn buchstäblich der Schlag. Aus die Maus! So hatte er dann auch nichts mehr von seinem Reichtum, das er so verbissen verteidigt hatte.
Machen Sie es besser! Einen guten Tag wünsche ich Ihnen.

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Predigt: Resonanz – Welche Töne sollen erklingen? (2. Chronik 6) 10. Mai 2020

2. Chr. 6

Der Predigtext zum ersten Gottesdienst nach dem Corona-Shutdown schaut gleich auf eine Szene mit Eventcharakter: Die Weihe des Salomonischen Tempels. In der Predigt geht es um die Erfahrung von gemeinsamen Feiern und den damit verbundenen Phänomen des emotionalen Resonanz.

Predigttext 2. Chronik 6, 2-5. 12-14

Da versammelte Salomo alle Ältesten Israels, alle Häupter der Stämme und die Fürsten der Sippen Israels in Jerusalem, damit sie die Lade des Bundes des HERRN hinaufbrächten aus der Stadt Davids, das ist Zion. 3 Und es versammelten sich beim König alle Männer Israels zum Fest, das im siebenten Monat gefeiert wird. 4 Und es kamen alle Ältesten Israels, und die Leviten hoben die Lade auf 5 und brachten sie hinauf samt der Stiftshütte und allem heiligen Gerät, das in der Stiftshütte war; es brachten sie hinauf die Priester und Leviten

12 und alle Leviten, die Sänger waren, nämlich Asaf, Heman und Jedutun und ihre Söhne und Brüder, angetan mit feiner Leinwand, standen östlich vom Altar mit Zimbeln, Psaltern und Harfen und bei ihnen hundertundzwanzig Priester, die mit Trompeten bliesen. 13 Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem HERRN. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den HERRN lobte: »Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig«, da wurde das Haus des HERRN erfüllt mit einer Wolke, 14 sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.

Auf dem Zionsberg

Liebe Gemeinde, was wir hier gerade beschrieben bekommen, war ein Event, auf das die Israeliten jahrelang hingefiebert hatten: Die Einweihung des Tempels, den König Salomo erbaut hatte. Bislang war die kleine Stiftshütte mit der Bundeslade das Heiligtum, der Ort der Begegnung mit Gott. Aber jetzt war endlich der Tempel fertiggestellt, und mit einer gewaltigen Veranstaltung wird das begangen

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Video-Andacht: Weinstock und Rebe (Johannes 15, 1-8) 3. Mai 200

“Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben” hat Jesus gesagt. In der letzten Videoandacht in Zeiten der Coronoa-Gottesdienst-Pause geht es anhand dieses Bildes darum, dass eine Rebe, die keine Verbindung zum Weinstock hat, keine guten Zukunftsaussichten hat.

Videoandacht: Hirtensonntag (Johannes 10, 11-16) 26. April 2020

“Hirtensonntag” nennt man den zweiten Sonntag nach Ostern, Miserikordias domini, gerne. Denn in ihm geht es um Jesus als den Guten Hirten. In dieser Videoandacht schauen wir darauf, was ein Hirte für die Schafe bedeutet, hören die Worte Jesu, hören wir ein Lied dazu, und wir erfahren, wann es mit Gottesdiensten wieder losgehen wird.