Symbolpredigt zur Konfirmation: Glaube in der Dose, 14. April 2019

Glaube in der Dose

Aus eineinhalb Jahren Konfizeit hat jeder Konfirmand einen Vorrat an Eindrücken, Erlebnisen und Wissen über den Glauben angesammelt. Wie aus einer Vorratsdose kann es sich in Laufe seines Lebens in unterschiedlichen Situationen immer wieder seines Glaubens bedienen.
Ich vergleiche es mit einer Bergwanderung, die durch düstere Täler und über glänzende Gipfel führt. Und immer ist diese Vesperdose dabei, aus der man Kraft, Bestätigung und manchmal auch Korrektur für sein Leben beziehen kann.
Jeder Konfirmand erhält auch eine Konservendose, die mit dem Motiv der Dorfkirche, dem eigenen Namen und Konfirmationsspruch versehen ist.

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,
heute ist das Fest des vollgeschlichteten Altars. So viel wie heute steht ja nicht mal an Erntedank hier drauf: Fürs Abendmahl Kanne, Kelch, Hostienbüchse. Eure Konfirmationsurkunden, die Kreuze, die ihr bekommt, und diese Dosen hier: „Glaube in der Dose“ steht da drauf. Die gibt’s nur heute. Da ist nämlich eure Konfi-Zeit eingedost. 

Könnt ihr euch vorstellen, was ich damit meine?

Die Konfirmations-Dose
Eineinhalb Jahre haben wir ja miteinander verbracht:  Präparandenkurs, Gemeindepraktikum, Präpinacht, Konfikurs, Fishlife-Zeltlager, Konfifreizeit, Vorstellungsgottesdienst … und manches mehr. Das geht ja nicht spurlos an einem vorbei. Ihr habt euch untereinander besser kennen gelernt, auch die Wilhelmsdorfer Konfis und die Mitarbeiter. Ihr habt gemerkt, wie euer Pfarrer tickt.

Und natürlich war unser Glaube immer wieder Thema: Über Vertrauen haben wir gesprochen, den Sinn der 10 Gebote, wie Kirchengemeinde funktioniert, weshalb wir Kinder taufen. Bei Andachten haben wir Kerzen für unsere Hoffnungen angezündet. So viel an Erlebnissen, Erfahrungen, Erinnerungen.

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Symbol-Predigt zur Konfirmation: Wo stehst du, und wo willst du hin? (Kompass als Symbol) 18. März 2018

Das Symbol des Kompasses führt durch diesen Konfirmationsgottesdienst. Es geht um die Frage des eigenen Standpunktes, der eigenen Ziele und um die Frage, wie man seine Ziele verfolgen will. Alle Konfis erhalten zum Beginn einen Kompass. Am Ende dieser Seite gibts Tipps zu einigen praktischen Fragen.

Liebe Konfirmanden,

endlich ist es soweit: Ihr feiert heute eure Konfirmation. Eine wichtige Etappe in eurem Leben habt ihr hinter euch gebracht: Eineinhalb Jahre wart ihr Präparanden und dann Konfirmanden.
In eurem Leben absolviert ihr ja immer wieder nacheinander verschiedene Etappen: Kindergarten, Schule, Konfizeit, später kommt die Berufsausbildung, der erste Job …. so ein Lebensweg führt über viele Stationen. Wenn man so einen langen Weg zurücklegt, da schadet es nicht, wenn man eine Orientierung hat! Und genau dafür habe ich etwas dabei: Einen Kompass für jeden von euch. ich will weiterlesen

Predigt zur Konfirmation: Die Schatzkiste des Glaubens (Symbolpredigt zu Matthäus 13, 44ff) 9. April 2017

Das Gleichnis vom Schatz im Acker bietet die Grundlage  für diese Predigt, in der Konfirmanden eine Schatzkiste bekommen, in der sie fünf Symbole finden, die ihnen zeigen sollen, welche Schätze unser Glaube birgt. Hinweise zur Beschaffung der Materialien finden Sie wie immer am Ende der Predigt.

Liebe Konfirmanden

Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand. So haben wir es gerade im Evangelium gehört.

Ich versuche mir das mal vorzustellen: Da schaut irgendwo aus der Erde die Ecke von einer alten dreckigen Kiste. Vielleicht schon ein bisschen morsch, müffelt recht vergammelt … aber wer schlau ist, der schaut sich die Kiste genauer an: Buddelt sie aus, stellt sie auf festen Boden und öffnet den Deckel, um zu sehen, welche Schätze darin verborgen sind.
Ich glaube, unser christlicher Glaube ist manchmal auch so eine Schatzkiste. Der liegt da ja auch schon ewig rum – der ist nicht neu und hip! Schaut von außen manchmal nicht so sensationell aus. Alte Lieder, Gottesdienste, die manchmal auch ein bisschen langweilig sind, ein Pfarrer, der nervt, weil irgendwas noch nicht gelernt worden ist. Also von außen …..?
Man muss die Schatzkiste des Glaubens öffnen, um herauszufinden, ob da wirklich ein Schatz drin ist, der mein Leben reich machen kann. Und genau das will ich mit euch heute machen. Dazu müsst ihr erst mal die Kiste finden! Irgendwo wird sie ja wohl sein. Vielleicht sind da sogar so viele, versteckt dass für jeden eine dabei ist. ich will weiterlesen

Predigt: Viele Körner – ein Brot (Symbolpredigt zur Konfirmation) 28. März 2015

Für Viele Körner - Ein Brotdie Konfirmationen in unseren beiden Dörfern hat Vikar Jonas Moßdorf angeregt, das Motiv „Viele Körner – ein Brot“ in verschiedenen  eigenständigen Predigt-Sequenzen zu entfalten. So entstand eine Zwei-Autoren-Predigt mit sehr selbstständigen Bilderwelten.

1. Das Bild von den Körnern und dem Brot

Liebe Konfirmandinnen, (liebe Konfirmanden),
ihr habt es sicher schon längst hier liegen sehen: Wir haben hier ein Brot – und darum soll es in den nächsten Minuten gehen. Ein Brot … in Worten: “Eines” – aber ihr wisst: So ein Brot ist aus vielen vielen einzelnen und unterschiedlichen Körnern gemacht. Weizen, Roggen, Dinkel, eine Handvoll Sonnenblumen und auch etwas Hafer. Ein echtes Körnerbrot! Viele Körner – ein Brot.
Wir haben uns gedacht: Das ist eigentlich auch ein passendes Bild für die christliche Gemeinde. Da wird auch aus vielen unterschiedlichen Menschen eine Gemeinschaft. Ihr sagt heute “ja” zu eurem Christsein, “ja” zu eurer Taufe. Damit ist jede(r) von euch ein Teil, ein Korn dieses Gemeinschafts-Brots.

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Predigt: Hat dein Gott auch schon Touchscreen? (Apg 17,27 ) 6. April 2014, Konfirmation

konfi2014Predigt zur Konfirmation in Wilhelmsdorf und Brunn im Jahr 2014.  Ein Blick auf die Areopagrede des Paulus (Apg 17, 16-28) und auf unseren Umgang mit den allgenwärtigen Smartphones. Denn von denen lässt sich einiges für den Glauben lernen – gerade auch für unsere Konfirmanden.

(Lesung, Apg 17, 16-28)

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,

da gehen Paulus uns Timotheus durch die Straßen von Athen und an jeder Ecke entdecken sie einen anderen Gott. Zeus, Hera, Poseidon, Morpheus, beindruckend aus Stein gemeißelt, immer mit einem Schildchen dazu, damit man weiß, welcher Gott das gerade ist – bei so vielen Göttern kann man da schon durcheinanderkommen.
Es ist anscheinend schön, wenn man viele Götter zur Auswahl hat. Je nach den eigenen Bedürfnissen verehrt man eher den einen oder den anderen.
Luther hat einmal gesagt: Dein Gott ist das, worum sich dein Leben dreht, was dir wichtig ist, worum deine Gedanken kreisen. ich will weiterlesen

Predigt: Schau was du hast, und mach was draus (Symbolpredigt mit Reagenzgläsern und Gummibärchen) 17. März 2013, Konfirmation

konfi2013aDie Kirche wird zum Gen-Labor: Wir analysieren die Gene unserer Konfis und entdecken: Aus dem, was Gott euch schenkt, kann viel Gutes werden.

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,

eineinhalb Jahre haben wir miteinander in Konfers und Präpers zusammengearbeitet, ein Gemeindepraktikum durchgemacht, ein Zeltlager überstanden und die Konfifreizeit gemeinsam erlebt.
Das ist hoffentlich alles nicht ganz ohne Spuren geblieben: Bei euch nicht und bei mir auch nicht. Ihr habt diese Gemeinde, unseren Glauben und auch euren Pfarrer ein bisschen näher kennen gelernt – ich hoffe, da bleibt ein bisschen was hängen. Und ihr habt auch bei uns, bei mir, den ehrenamtlichen Mitarbeitern und in der Gemeinde Spuren hinterlassen. Da, wo ihr mit Menschen zu tun hattet. Zuletzt ja auch durch euren Vorstellungsgottesdienst.
Sozusagen ein bisschen Konfi-DNA! ich will weiterlesen

Predigt: Das Geheimnis des Luftballon-Glaubens (Symbolpredigt) 25. März 2012, Konfirmationspredigt

 Luftballon:  S. Hofschlaeger / pixelio.deSymbol-Predigt zur Konfirmation in Brunn und Wilhelmsdorf: Was man von einem Luftballon alles über den Glauben lernen kann. (inkl. praktischen Hinweisen am Ende der Seite)

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,

Lisas Luftballon bewirkt ein Wunder

die kleine Lisa läuft über den Kirchweihplatz. Mit Mama, Papa, und ihrem großen Bruder. Vor 10 Minuten sah sie noch aus wie das Elend. Ihr war langweilig, sie war schlecht gelaunt hat genörgelt, hat sich an Mamas Hand hängen lassen….

Aber jetzt ist die anscheinend tausend mal besser drauf. Sie geht aufrecht, strahlt über das ganze Gesicht. Denn in ihrer Hand hält sie eine dünne Schnur, und daran hängt über ihr fröhlich baumelnd ein roter Luftballon. (Pfarrer kommt mit großem, roten Luftballon)
Sie hat jetzt den Ballon, der ist was besonderes. Sie hat, und irgendwie ist sie jetzt auch was Besonderes. Was so ein kleiner Luftballon so alles bewirken kann! ich will weiterlesen

Predigt: „Aufgeweckt statt eingeweckt” (Symbolpredigt zum Wecker) 17. April 2011, Konfirmation

Swecker1ymbolpredigt zur Konfirmation: Es geht um den Wecker und seine vielfältigen Möglichkeiten im Leben … und um den Glauben, der aufgeweckt werden will.

Liebe Laura, lieber Markus,

es gibt Geräusche, die rufen in uns sofort bestimme Gefühle hervor. Zum Beispiel ein klingelnder Wecker. Wenn ich den höre, kriege ich fast reflexartig schlechte Laune, es zieht sich in mir etwas zusammen, ich ziehe unmerklich den Kopf ein, als wollte ich tiefer unter die Bettdecke schlupfen … ach, ich will jetzt nicht aufstehen, im Bett isses so gemütlich, muss das wirklich sein? Ihr merkt, wer so auf den Wecker reagiert, der ist ne echte Schlafmütze.
Aber ehrlich gesagt: Wenn diese unerfreulichen 10 Minuten rum sind, da bin ich dann doch froh, dass der Wecker nicht erst um 8 geklingelt hat. Denn dann ist der Tag noch jung, man kann etwas anpacken, man kommt mit netten oder interessanten Menschen zusammen – ja es wird ein guter Tag – aufgeweckt und munter kremple ich die Ärmel hinter: Es geht los! ich will weiterlesen

Predigt: Die Anziehungskraft des Glaubens (Hebr. 10,23) 28. März 2010, Konfirmation mit dem Symbol des Magneten

Die konf10_1Anziehungskraft des Glaubens wird am Beispiel von verschiedenen Magneten entfaltet. Ein bisschen Physikunterricht und ein großes Stück Glaubens-Kurs.
Hebr 10,23 Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat.

Liebe Konfirmanden, liebe Eltern und Paten, liebe Gemeinde,
in der biblischen Lesung von vorhin ging es darum, dass man am Bekenntnis, am Glauben festhalten soll. Da ist mir eingefallen: An etwas Festhalten, das können nicht nur Menschen, da sind Magnete unglaublich fit. Ich möchte heute morgen mal schauen, ob Menschen und Magnete, Glaube und Festhalten nicht irgendwie etwas miteinander zu tun haben und wir was daraus lernen können.Ich hoffe, ihr verzeiht, wenn da jetzt ein bisschen Physikstunden-Feeling entsteht. ich will weiterlesen

Predigt: Das Geheimnis des Buddelschiff-Glaubens (2. Kor 4, 7-9) 5. April 2009, Symbolpredigt zur Konfirmation

konfi2009Liebe Lisa, liebe Marlene, lieber Daniel

ihr Konfirmanden seid manchmal so richtige Flaschen!  Damit ihr mich richtig versteht: Eine richtige Flasche hat den Zweck, etwas wertvolles – zum Beispiel einen ganz besonderen Wein – aufzubewahren.

Die Flasche deines Lebens

Ihr seid drei Gefäße, die viel Wunderbares enthalten. In den vergangenen Jahren habt ihr mich immer wieder auch verblüfft, weil ich in euch Dinge entdeckt habe, die ich geschätzt habe, und die teilweise auch recht selten sind.
Manches habt ihr selber in eure Lebensflasche eingefüllt: Das Wissen, das euch eure Lehrer in der Schule servieren, habt ihr zum Großteil drin untergebracht; spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten sind da drin. Und es gibt Dinge, die sind in eurer Lebensflasche, die kamen da irgendwann rein und haben sich von alleine entwickelt. Charme, Humor, Selbstironie, Umsicht – das alles habe ich gefunden, und freue mich drüber. Dabei sehe ich natürlich nur einen Teil von dem, was in euch steckt; was euer Leben prägt. ich will weiterlesen