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Andacht zum Thema: “Ernten, was man sät”
Hinweis zur Durchführung. In der gestalteten Mitte liegen 6 verschiedene Saattütchen (siehe Bastelbogen). Während der Andacht können die Teilnehmer die verschiedenen Tütchen nehmen,
betrachten, den Inhalt inspizieren und sie wieder zurücklegen, damit andere sie nehmen können.
Begrüßung
Einführung in die Stille - Die leere Schale
Ich habe ich habe hier in der Mitte eine leere Schale. Ich lasse mich nieder, auch innerlich . Ich spüre meinen Körper, aufgerichtet aus der Mitte heraus. Ich spüre, wie der Boden mich trägt.
Mit meinen Händen forme ich eine Schale. Ich lege alles hinein, was ich mitgebracht habe, was mich bewegt, was mich beschäftigt was mich aufregt, was mich freut.
Alles halte ich in der Schale meiner Hände. Nun stelle ich mir vor, wie ich alles in die Schale vor mir hineinlege. Alles lege ich ab. Meine Hände sind leer. Ich werde ganz leer.
Ich versuche, nur auf meinen Atem zu achten und dabei zu bleiben. Ich lasse immer wieder die Ruhe kommen.
Ich halte still. Ich warte auf das Kommende
Einführung: Ernten und säen
Säen und ernten - das kennen wir seit Menschengedenken. Und von klein auf kennen wir den Zusammenhang von Saatgut und Ernteergebnis: Man erntet, was man sät. Wer Radieschen sät wird Radieschen ernten
und wird sich wundern, wenn plötzlich Bohnen in den Himmel wachsen. Der Mensch wird ernten, was er sät - sagt man im Sprichwort - das im übrigen auch in der Bibel zu finden ist. Uns spätestens da ist
es auch im übertragenen Sinn gemeint:
Der Mensch wird ernten, was er sät - wir selbst sind können nicht erwarten dass gutes wächst, wo wir schlechtes ausgesät haben. Im Lied von Xavier Naidoo geht es darum: Ernten, was man sät.
Lied: Naidoo: Ernten, was man sät
Aktion mit Saattütchen
Ernten, was man sät - ist es wirklich so, dass wir im Leben immer das ernten, was wir gesät haben; im Guten wie im schlechten? Ich habe hier Saattütchen hingelegt. Beschriftet mit dem, was wir
Menschen so alles säen: Gutes, Tränen, Gerechtigkeit, Unrecht, und manch Anderes. Ich lade Sie ein greifen sie zu mal zu und schauen Sie außen drauf, was da gesät wird - und: gucken sie innen rein,
was dann geerntet wird ... nach dem, was biblische Sprichworte sagen - lassen sie sich überraschen.
Nehmen sie sich mehrere nach einander - und legen sie sie dann wider zurück - damit auch andere reinschauen können.
-> 6 Minuten Zeit für Aktion + Musik (Michael Gettel: Cumbrian Autumn)
Gedanke: “Ich kann mir keinen Reim drauf machen”
Ein weites Feld hat sich da aufgetan: - Das sät einer Wind und erntet Sturm - Der mit Tränen sät wird Freue ernten - Der Unrecht ausstreut wird nur Unglück davon ernten
- aber es passiert auch, dass einer Weizen sät und Unkraut bekommt
Die Bibel bildet gottes Welt ab: Es ist nicht so einfach, dass immer das Gute zum Guten und das Böse zum Bösen führt. Gott hält hie und da auch Überraschungen bereit: Dass man etwas anderes erntet, als
man gesät hat, .... und als Mensch, der auch immer wieder Fehler macht sage ich: “Gott sei dank”. Ich bin froh, dass ich einen Gott habe, der mehr ist als eine Rechenmaschine der meine guten und
schlechten Taten zusammenaddiert und dann als Ernte das hochgerechnete Ergebnis ausspuckt. - Seine Liebe macht ihm da offenbar immer wieder einen Strich durch die Rechnung.
Dazu möchte ich ein Gedicht von Lothar Zenetti vorlesen:
Einmal wird uns gewiß die Rechnung präsentiert für den Sonnenschein und das Rauschen der Blätter, die sanften Maiglöckchen und die dunklen Tannen,
für den Schnee und den Wind, den Vogelflug und das Gras und die Schmetterlinge, für die Luft, die wir geatmet haben, und den Blick auf die Sterne und für alle die Tage,
die Abende und die Nächte. Einmal wird es Zeit, daß wir aufbrechen und bezahlen. Bitte die Rechnung. Doch wir haben sie ohne den Wirt gemacht: Ich habe euch eingeladen,
sagt der und lacht, soweit die Erde reicht: Es war mir ein Vergnügen!
Überleitung zum Lichtergebet
Vielleicht ist das für sie Anlass danke zu sagen, oder zu klagen, oder sich von Gott etwas zu erwarten. Sie können das nun im Gebet der Lichter tun.
Zünden Sie ein Licht für ihren Dank, ihre Bitte oder Klage an.
- Vaterunser
- Segen
- Musik zum Abschied (Clannad Last Mohican)
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