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Radioandachten im März 2004 auf Radio 8

Apfel-Pfirsich-Schorle

Apfel-Pfirsich-Schorle - Das ist bei uns in der Familie zur Zeit der Renner. Im Getränke-Shop haben wir den vor einem halben Jahr stehen sehen und probeweise mitgenommen ... und inzwischen sind alle begeistert: Unsere Töchter genauso wie Mama und Papa.

Komisch - hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt: Nimm doch mal Apfelsaft, tu Pfirsichsaft dazu und gieße das mit Mineralwasser auf - ich hätte ihn ungläubig angesehen: Der knackige, säuerliche Apfel, passt der zusammen mit dem zart-flauschigen süßen Pfirsich? Ich hätts nicht geglaubt.  Aber manches muss man wirklich erst ausprobieren.

 

Bei Menschen habe ich das auch schon gesehen. Da kommt ein Unternehmer selbstbewusst, mit Biss und Energie wie der Apfel. Und auf dem zweiten Blick merke ich: Der hat auch so eine Pfirsich-Seite! Der ist so so richtig fromm, vertraut seinem Gott mehr als sich selbst. Eine beeindruckende Mischung!

In freue mich immer wieder, wenn ich sie entdecke, diese menschliche Apfel-Pfirsich-Schorle: Leute mit gesunden Selbstbewusstsein und einen festen Gottvertrauen.

 

Der Wein braucht Ruhe

Da denke ich mir nichts dabei, und bringe einem Freund, einem Weinliebhaber, als Gastgeschenk zum Abendessen eine Flasche guten Rotwein mit. Er freut sich riesig, aber aufmachen und trinken ... daraus wird nichts. Unser Weinspezialist erklärt: „Der Wein muss jetzt erst mal einige Tage wieder ruhig liegen ... der muss nach dem Transport erst mal zur Ruhe kommen. - Sonst kommt er aus dem geschmacklichen Gleichgewicht.“

So ein Wein hats gut, den stresst keiner ! Und wenns mal ein bischen gerumpelt hat, dann kommt gleich der Fachmann und sagt: „Gemach gemach ... der braucht jetzt erstmal ein bischen Ruhe.“ - Ich bin da glatt neidisch geworden.

Warum gönne ich mir das nicht selbst öfter? Nach den Trubel des Tages: abschalten ... den Fernseher ausmachen...ein Buch lesen ...den Tag bedenken...gar nichts tun. Wie so ein Rotwein: Einfach Ruhen, und wieder ins Gleichgewicht kommen.

 

Alcopops

Noch kein einziges von diesen Alcopos habe ich bisher getrunken. Und ich hab das auch gar nicht vor.  Wenn das stimmt, was man so liest: sie schmecken süß wie Limo, haben aber jede Menge Alkohol drin - aber das merkt man ja kaum, weil alles so pappsüß ist. Das ist schon hinterhältig: Da trinke ich einen Abend lang ein Gebräu, das wie Limo schmeckt, und später bin ich besoffen und kriege Kopfweh.

Da lobe ich mir ein ehrliches Bier. Da merke ich genau was drin ist - auch den Alkohol. So eine Alkopop-Flasche ist sowas wie ein Wolf im Schafspelz.  Nach außen harmlos und nett, aber eigentlich innendrin richtig gefährlich. Jesus hat damals vor Menschen gewarnt, die nach außen harmlos und freundlich erscheinen - aber in Wirklichkeit für die anderen eine echte Gefahr darstellen. Gerade, weil sie so harmlos daherkommen.

Solche Menschen gibt es immer noch - vor denen muss man sich hüten. Aber Jesus hätte wohl nicht vermutet, dass sowas auch einmal für Getränkeflaschen gelten kann.

 

Mineralwasser

12 Meter Wasser! Ja, wenn ich in meinem Getränkeshop einkaufe, laufe ich gleich am Anfang an 12 Metern Wasser vorbei: Das Stille Wasser neben dem Spritzigen aus Neustadt an der Aisch, die Noblen aus Frankreich, daneben auch ein paar günstige in Plastikflaschen  aus Italien, dann die Heilwässer aus allen möglichen Kur-Städten - Wasser ohne Ende.

Da kann ich mir gar nicht vorstellen, dass es auf unserem Planeten eine Milliarde Menschen gibt, die überhaupt nicht die Chance haben, an sauberes Trinkwasser zu kommen. Und oft müssen sie etliche Kilometer laufen, um an einem Brunnen eine bräunlich-trübe Brühe zu schöpfen. - Die haben keine andere Wahl.

Und bei mir stehts meterweise schön verpackt im Regal und rinnt scheinbar unerschöpflich aus der Leitung. Irgendwie bekomme ich da ein schlechtes Gewissen. Mir ist schon klar: Ich kann auch nichts dafür. .... Aber vielleicht bin ich auch nur zu träge, um Wege zu finden, etwas gegen diese Ungerechtigkeit zu tun.

 

Red Bull verleiht Flügel

Red Bull verleiht Flügel! - Diese Werbung habe ich schon lange nicht mehr gesehen; aber die Botschaft habe ich noch im Kopf:  Wenn du ratlos vor einem unüberwindlichen Problem stehst: mach so ne Dose mit dem Energy-Drink auf und schon flatterst du elegant darüber hinweg. So ein Energieschub zwischendrin, wenn nichts mehr vorwärts geht - den kann ich öfters mal gebrauchen. 

Unterwegs, zwischen zwei Terminen im Auto zum Beispiel. Die eine Sitzung ist grade mit wenig Erfolg zu Ende gangangen, und schon wartet die nächste Konferenz, wo schwierige Entscheidungen anstehen. Damit ich mit neuem Schwung und gutem Gefühl im Bauch die nächste Herausforderung angehen kann, dafür schlucke ich keinen Energy-Drink. Ich versuchs oft mit einem Gebet. - Sage meinem Gott, was mich bedrückt und bitte um seine Hilfe.

Die Idee ist nicht neu, die Werbung dafür hat vor zweieinhalb Tausend Jahren der Prophet Jesaja geschrieben (Jes 40,31): „Die auf Gott hoffen, bekommen neue Kraft, damit sie auffahren mit Flügeln wie Adler.“

Ja: Nicht nur Red Bull verleiht Flügel!

 

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