Predigt: Wenn die Zukunft die Gegenwart erhellt (Jesaja 35, 3-10) 10. Dezember 2000, 2. Advent

Liebe Gemeinde,
unser Predigttext steht beim Propheten Jesaja, im 35. Kapitel.
Ich möchte ihnen diesenText nicht einfach so vorlesen. Ich möchte ihn in eine Geschichte hineinstellen. Damit er dort zu Wort kommt, wo er ursprünglich gehört worden ist: Vor über zweieinhalb tausend Jahren in Israel. Von Miriam und ihrer Mutter Rahel möchte ich Ihnen erzählen:
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Predigt: Die kleinen Lichter am Weihnachtsbaum, und das große Licht, das kommen soll! (Jesaja 9, 1-6) 24. Dezember 1999, Heilig Abend

Liebe Gemeinde,

Heilig Abend – das ist ein ganz besonderer Abend. Anders, als andere Abende. Ein Abend, der voll ist mit Erinnerungen: Man denkt zurück, wie es war, das allererste Weihnachten, an das man sich erinnern kann. Das war faszinierend, geheimnisvoll. Und dabei der Weihnachtsbaum, mit Kerzen – aus Wachs oder mit Glühbirnchen -. Gefunkelt hat er. Sie haben als kleines Kind vielleicht daran hochgeblickt, an den Baum, der sonst ja nie in der Wohnung stand. Haben sie auch die Glaskugeln in Erinnerung: Glänzende mit kräftigen Farben: rot und grün. Oder matte Kugeln, mit einer fremdartig rauen Oberfläche. Und überall Kerzen und Lichter:
– Der Baum,
– beim Frühstück der Adventskranz,
– die Weihnachtspyramide, die mit vier Kerzen am Drehen gehalten wird,
– Ein Lichterbogen aus dem Erzgebirge im Fenster.
Lichter überall.
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Predigt: Brandblasen und wackelnde Knie (Jesaja 6, 1-10) 30. Mai 1999 – Trinitatis

Liebe Gemeinde,

Jesaja Ben Amoz war ein Israelit, wie viele andere auch. Er lebte in Jerusalem, gehörte zur etwas besseren Gesellschaft. War verheiratet, hatte einige Kinder. Am Sabbat ging er in den Tempel. Für ihn eine Selbstverständlichkeit. Man geht halt hin, um den Gott der Israeliten zu loben, ihm Opfer darzubringen. Auch dieses eine Mal, an das er sich immer wieder erinnern wird. Er war in den Tempel gegangen. Wie immer. Aber als er den Innenhof des Tempels betrat, war alles ganz anders: Er sah nur noch leuchtendes Weiß. Er sah nicht mehr die anderen Menschen, die dort herumstanden, wie an jedem Sabbat. Jesaja sah etwas Anderes, etwas, das man mit den normalen menschlichen Augen nicht erkennen kann: Er hatte eine Visison. Er war verzückt, entrückt, perplex. ich will weiterlesen