Predigt: Wenn Herzen sich verändern… (Jesaja 29, 17-24) 11. September 2011, Predigt zur Installation in den Gemeinden Brunn und Wilhelmsdorf

PBild "Herz" - Simone Hainz/pixelio.deredigt zu meiner Installation als Pfarrer für Wilhelmsdorf und Brunn.

Predigttext : Jesaja 29, 17-24
Wohlan, es ist noch eine kleine Weile, so soll der Libanon fruchtbares Land werden, und was jetzt fruchtbares Land ist, soll wie ein Wald werden. 18 Zu der Zeit werden die Tauben hören die Worte des Buches, und die Augen der Blinden werden aus Dunkel und Finsternis sehen; 19 und die Elenden werden wieder Freude haben am HERRN, und die Ärmsten unter den Menschen werden fröhlich sein in dem Heiligen Israels. 20 Denn es wird ein Ende haben mit den Tyrannen und mit den Spöttern aus sein, und es werden vertilgt werden alle, die darauf aus sind, Unheil anzurichten, 21 welche die Leute schuldig sprechen vor Gericht und stellen dem nach, der sie zurechtweist im Tor, und beugen durch Lügen das Recht des Unschuldigen. 22 Darum spricht der HERR, der Abraham erlöst hat, zum Hause Jakob: Jakob soll nicht mehr beschämt dastehen, und sein Antlitz soll nicht mehr erblassen. 23 Denn wenn sie sehen werden die Werke meiner Hände – seine Kinder – in ihrer Mitte, werden sie meinen Namen heiligen; sie werden den Heiligen Jakobs heiligen und den Gott Israels fürchten. 24 Und die, welche irren in ihrem Geist, werden Verstand annehmen, und die, welche murren, werden sich belehren lassen.

Das Herz ist das Problem!

Herr Doktor, aber des wird so wieder? – Oder? Ich meine, sie kennen sich da doch aus … also … sie haben so was schon mal behandelt, gell? Da muss man doch was machen können.
Ja, sagt der Arzt, neigt seinen Kopf nach unten und schaut seinen Patienten über die Oberkante der Brille hinweg an, ihr offenes Beis ist ja eigentlich nicht das zentrale Problem. ich will weiterlesen

Predigt: An der Hand gehalten (Jesaja 41,13) 8. März 2009 , Taufe von Valentin

Jes 41,13: Denn ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir

Liebe Familie P.,

Am Sonntagnachmittag ist Spaziergehzeit. Im Minimalfall umkreisen wir das Dorf: Beim Kindergarten Richtung Sportplatz runter, auf der anderen Seite bei den Wirschings wieder hoch. Unsere Töchter sind noch mit dabei, meistens ein paar Meter vor oder hinter uns. Aber eben nur meistens – denn wenn z.B. andere Spaziergänger mit Hund kommen, dann sind unsere Kleinen ein bisschen näher, und dann dauerts nicht lange, bis eine kleine Hand nach meiner sucht. „Papa, Hand geben…!”. Und an Papas Hand ist auch ein großer ungewaschener Hund kein Problem. ich will weiterlesen

Predigt: Alles richtig gemacht … und doch falsch! ( Jesaja 58 1-9) 3. Februar 2008

Liebe Gemeinde,fasten
der Prophet Jesaja hat mal wieder eine schwere Aufgabe. Gott hat ihm aufgetragen, dem Volk Israel eine ordentliche Strafpredigt zu halten. Das ist er ja gewohnt – aber diesmal fühlt er sich gar nicht wohl in seiner Haut. Denn diejenigen, die sich sein prophetisches Donnerwetter anhören müssen, sind diejenigen, die in religiöser Hinsicht eigentlich alles richtig machen.
Fromme Leute, die alle kultischen Regeln des Alten Testaments einhalten. Sie bringen alle vorgeschriebenen Opfern dar und fasten an den dafür vorgesehenen Tagen. Es geht um die Menschen, die sich das Leben nicht leicht machen, sondern die Regeln Gottes einhalten.  Deshalb gehören diese Leute zu jenen, für die Jesaja eine gewisse Wertschätzung empfindet. ich will weiterlesen

Predigt: Um Hilfe rufen und sich trösten lassen (Jesaja 51,9-16) 14. Januar 2007

Predigt zur Jesaja-Verheißung mit Seitenblicken auf das aktuelle Stück des Gollhöfer Theatervereins “Auch Drachen sind nur Menschen”.

Unser Predigttext für den heutigen Sonntag steht beim Propheten Jesaja, im 51. Kapitel:
Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des HERRN! Wach auf, wie vor alters zu Anbeginn der Welt! Warst du es nicht, der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat?
Warst du es nicht, der das Meer austrocknete, die Wasser der großen Tiefe, der den Grund des Meeres zum Wege machte, daß die Erlösten hindurchgingen?
So werden die Erlösten des HERRN heimkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen. ich will weiterlesen

Predigt: Es ist ein Ros entsprungen (Jesaja 11 mit einem Bild von Barbara Helfer) 25. Dezember 2006, Erster Weihnachtsfeiertag

Liebe Gemeinde,Rosentsprungen

Mutter und Kind in der Rose

ein Bild, gemalt von der Künstlerin Barabara Helfer, haben Sie in der Hand. Und wahrscheinlich nehmen Sie zwei Dinge gleichzeitig wahr: Eine Rose, in rot-gelbem Farbton … und zugleich diese angedeutete Frau mit dem Kopftuch. Sie ist leicht vornüber gebeugt, und im Halbrund vor ihrer Brust scheint der Kopf eines Kindes sichtbar zu sein.
Es ist fast wie ein Vexierbild – bei dem mal das Eine, mal das Andere erkennbar wird und sich in den Vordergrund schiebt. ich will weiterlesen

Schwerter zu Pflugscharen … auch im globalen Sandkasten (Jesaja 2, 1-5) 17. Juli 2005

Hinweis: Eine aktuellere Predigt zu Jesaja 2,1-5 aus dem Jahr 2019 gibt es hier:

https://www.pastors-home.de/?p=3894

Liebe Gemeinde unser Predigttext zum heutiges Sonntag steht beim Propheten Jesaja im 2. Kapitel:
Dies ist’s, was Jesaja, der Sohn des Amoz, geschaut hat über Juda und Jerusalem:
2  Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen,
3 und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns auf den Berg des HERRN gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn  von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem.
4 Und  er wird richten unter den Heiden und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.
5 Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, laßt uns wandeln im Licht des HERRN!

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Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet (Jesaja 49, 15+16) 24. Oktober 2004, Silberne Konfirmation

Liebe Festgemeinde, Liebe silberne Konfirmanden

Gestern Abend saßen viele von Ihnen der Gastwirtschaft zusammen zum Klassentreffen. Ich stelle mir das schon ganz schön interessant vor: “ Ja, wohin hat es denn dich verschlagen?“ wird gefragt. Und da gibt es natürlich alles mögliche zu erzählen – gerade dann, wenn man sich viele Jahre nicht mehr gesehen hat.
Und je später der Abend, um so interessanter werden die Geschichten … ich will weiterlesen

Predigt: Aufbruch ist mehr als „Kopf hoch“ (Jesaja 40, 26-31) 7. April 2002

Predigt zur  Erinnerung an die Zerstörung des Dorfes am 6. April 1945

Liebe Gemeinde,
Unser heutiger Predigttext steht beim Propheten Jesaja im 40. Kapitel.

26 Hebet eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und  ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, daß nicht eins von ihnen fehlt.
27 Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst: »Mein Weg ist dem HERRN verborgen, und mein Recht geht vor meinem Gott vorüber«?
28 Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der HERR, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich.
29 Er gibt dem Müden Kraft, und Stärke genug dem Unvermögenden.
30 Männer werden müde und matt, und Jünglinge straucheln und fallen;
31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln  wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden.
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Predigt zum Karfreitag 2002: Schwäche ist eine Stärke höherer Ordnung (Jesaja 52, 1-12) 29. März 2002

Liebe Gemeinde,

Wie wird es wohl den Jüngern Jesu ergangen sein – nachdem ihr Herr gekreuzigt worden war? Ich stelle mir da zum Beispiel Matthäus vor. Er war Zolleinnehmer gewesen bis er Jesus begegnet ist. Diese Begegnung hat sein Leben völlig verändert: Er hat seinen sehr lukrativen aber auch anrüchigen Job aufgegeben und ist mit Jesus durch das Land Israel gezogen.
Er hat erlebt, wie Jesus handelte, wie er Kranke heilte, wie er anders mit den Menschen umging als die Schriftgelehrten, und wie überzeugend er seine Botschaft vom kommenden Reich Gottes verkündigte. In Matthäus reifte die Erkenntnis: Jesus muss der Messias sein.

Und er hat mitbekommen, wie sich eine Gegnerschaft gegen Jesus bildete, wie immer deutlicher wurde, dass diese Botschaft manche begeisterte und andere ihr ganz ablehnend gegenüberstanden.
Dann die Woche vor der Kreuzigung. Alles war sehr schnell gegangen… Jesus scheint es gespürt zu haben, was da auf ihm zukam, denn er redete immer wieder von seinem kommenden Leiden. Dann das letzte Mahl am Donnerstag, gleich darauf die Festnahme und am Morgen danach die Kreuzigung.
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Predigt zur Jahreslosung 2002: Ja, Gott ist meine Rettung (Jesaja 12,2) 20. Januar 2002

Liebe Gemeinde,

heute möchte ich mit Ihnen zusammen die Jahreslosung betrachten.
Bei dem Propheten Jesaja steht sie im 12. Kapitel, Vers 2.
Ja, Gott ist meine Rettung, ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.

Angenehm und fromm klingt sie in meinen Ohren. Und seit langem ist es eine Jahreslosung, die einem so richtig persönlich entgegen kommt, weil sie nämlich ein „Ich“ hat. Es ist eben keine allgemeine Aussage, wie „in Christus liegen verborgenen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis“. In diesem Jahr hat die Jahreslosung ein „ich“.
Und darin besteht auch ein bisschen die Herausforderung dieser Losung. Denn sie ist ja eine „Ich-Aussage“. Und vielleicht kann die nicht jeder und jede unterschreiben. Es tut niemandem weh, wenn man sagt, das in Christus Weisheit ist. Aber traut sich auch jeder zu sagen: „Gott ist meine Rettung, ihm will ich vertrauen und niemals verzagen“??
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