Predigt: Ist der Maßkrug halbvoll oder halbleer? (Lukas 6,38) 28. Oktober 2007

Liebe Gemeinde,masskrug2

ist die Maß hier halbvoll oder ist sie halbleer? Genau ein halber Liter ist da drin. Und zu später Stunde könnten zwei leicht angesäuselte Kerwabuschen wahrscheinlich über Stunden diskutieren und streiten, ob dieser Füllstand halbvoll oder halbleer heißt. Weil irgendwie ja beides stimmt.

Halbvoll oder halbleer ?

Die Frage um das halbleere Bierglas hat schon Philosophen auf den Plan gerufen, und vor ein paar Jahren kam sogar ein Buch heraus, in dem sich eine amerikanische Psychologin (Susan Vaughan) mit diesem Problem auseinander gesetzt hat. Sie sagt, dass die Sichtweise davon abhängt, ob man eher optimistisch oder pessimistisch eingestellt ist. ich will weiterlesen

Predigt: Gott als Bodyguard? (Gedanken zu Psalm 121,7) 9. September 2007, Taufe von Finn S.

Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht. (Psalm 121 ,7)

Liebe Familie S.bodyguard2,
im Taufspruch von Finn ist mir vor allem die zweite Hälfte hängen geblieben. Der geht es um einen, der mich behütet und nicht schläft. Also ein Bodyguard. Denn dessen Aufgabe ist es ja, immer wachsam zu sein und aufzupassen, dass seiner Schutzperson nichts widerfährt.

Wenn mir in der Schule ein Schüler sagen würde: „Gott ist wie ein Bodyguard”, dann würde ich wahrscheinlich die Stirn runzeln und sagen „naja …irgendwie schon… aber….”
Angeregt von Finns Taufspruch habe ich begonnen, einmal genau darüber nachzudenken, ob Gott vielleicht doch mit einem Bodyguard vergleichbar ist, und ich möchte euch diesen Vergleich einmal vorstellen: ich will weiterlesen

Predigt: Der Mensch erntet, was er sät … oder? (Themenpredigt zu einem biblischen Sprichwort) 2. September 2007

Liebeerntenwasmansaet Gemeinde,
man erntet, was man sät. Dieser uralte Zusammenhang von Ursache und Wirkung hat auch in der Bibel seine Spuren hinterlassen. Dort nennen ihn die Fachleute den „Tun-Ergehens-Zusammenhang“. Der Name ist dabei Programm: entsprechend meinem Tun wird es mir auch einmal ergehen. Wer Böse handelt, dem wird Böses widerfahren. Der Gerechte wird für sein Handeln belohnt.

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Anspiel und Predigt: “Der lange Atem” (Gottesdienst zum Sommerfest der Gemeinde) 17. Juni 2007

Das Anspiel wurde verfasst, inszeniert und aufgeführt von Petra Keller und Klaus Wagner vom Theaterverein Gollhofen.

Anspiel:

Einleitung: „Der lange Atem” – das ist der Thema für unseren Gottesdienst heute morgen. Gestern beim Straßenlauf war er auch das Thema: Schon den Kids beim Bambilauf versucht man beizubringen, wie wichtig es ist, nicht nur schnell 50 Meter zu rennen, und anschließend schnaufend abzubrechen: Man muss sich seine Strecke einteilen, damit die Puste für die geplanten 500 Meter, 2 Km, oder 5 wenn nicht sogar 10 Kilometer reicht. ich will weiterlesen

Gottesdienst am Pfingstmontag 2007: “Hopp etz…” 28. Mai 2007

Die Texte dieses Gottesdienstes wurden  von Pfr. Helmut Spaeth und Pfr. Alexander Seidel entworfen.Pfingsten07c

Szene: Der Couch-Potatoe
(Darsteller: A: Der Faulenzer im Jogginganzug; B: der normal gekleidete Fragesteller)

Sprecher:Jesu Himmelfahrt, haben wir eben gehört. Eigentlich ein sinnvoller Schluss des Weges Jesu mit seinen Jüngern. Jesus ist auferstanden, die Jünger sind frohund zufrieden … und Jesus kehrt zurück zu seinen himmlischen Vater.
Alles in Ordnung … die J ünger sind von da an auf sich gestellt und bewältigen die Arbeit allein.
Wozu da noch Pfingsten? Da kommt doch eigentlich nix anderes mehr nach – oder?
Naja, tatsächlich könnte man manchmal den Eindruck haben, es hätte Pfingsten unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Ohne einen bleibenden Eindruck bei den Menschen zu hinterlassen.  ich will weiterlesen

Predigt: Willkommen auf dem unwahrscheinlichen Planeten Erde (1. Mose 1) 29. April 2007

Liebe Gemeinde,
für die Hobby-Astronomen ist die Meldung der letzten Woche eine Sensation: Sie haben erstmals einen Planeten entdeckt, der unserer Erde ähnlich ist. Die europäische Sternwarte in Garching hat es in der vergangenen Woche bekannt gegeben. Auf diesem fernen Planeten, der 20 Lichtjahre entfernt und etwas größer als unsere Erde ist, herrschen Temperaturen zwischen Null und 40 Grad. Theoretisch, so sagen sie, wäre dort also Leben möglich, das mit dem auf unserer Erde vergleichbar wäre. ich will weiterlesen

Osterpredigt „Was soll der Osterhase in der Kirche?” (Themenpredigt / Symbolpredigt) 8. April 2007

Liebe Gemeinde,
heute darf der Osterhase mal mit in die Kirche. Schließlich gehört er da ja zur allgemeinen Grundausstattung des Osterfestes – Oder?

Jaja, ich weiß schon einige fangen jetzt schon innerlich zu schimpfen an: „Was hat denn der Langlöffel mit unserem christlichen Fest zu tun? Der ist doch ein genauso überflüssiger Kommerzartikel wie der Weihnachtsmann, denn der war auch nie an der Krippe vom Jesuskind gestanden!”
Wenn ich ehrlich bin: Unsere Pfarrerskinder naschen auch Schokoladenosterhasen! Obwohl ich weiß, dass dieser Brauch nicht direkt etwas mit der Auferstehung Jesu zu tun hat. ich will weiterlesen

Predigt zur Konfirmation: “Prioritäten setzen!” (Matthäus 8,33) 1. April 2007

Lesung Lk 14, 25-33Konfi2007_4
25 Wie schon oft, war Jesus von einer großen Menschenmenge umlagert. Bei dieser Gelegenheit machte er seinen Zuhörern deutlich: 26 «Wenn einer mit mir gehen will, so muß ich für ihn wichtiger sein als alles andere in seinem Leben: wichtiger als seine Eltern,1 seine Frau, seine Kinder, seine Geschwister, ja wichtiger als das Leben selbst. Nur so kann er mein Jünger sein. 27 Wer nicht bereit ist, diese Lasten um meinetwillen auf sich zu nehmen2 und mir nachzufolgen, der gehört nicht zu mir. 28 Will sich jemand ein Haus bauen, dann überlegt er doch auch vorher, ob er das überhaupt bezahlen kann. 29 Kein vernünftiger Bauherr wird einfach anfangen und dabei riskieren, daß er bereits nach dem Bau des Fundaments aufhören muß. Die Leute werden ihn auslachen: 30 ‚Ein Haus wollte er bauen! Aber es reichte nur bis zum Fundament!‘ 31 Oder welcher König würde wohl auf die Idee kommen, einem anderen den Krieg zu erklären, ohne mit seinen Beratern zu überlegen, ob seine Armee von zehntausend Mann stark genug ist, um die feindlichen Truppen mit zwanzigtausend Mann zu schlagen? 32 Erscheint ihm das Risiko zu groß, dann wird er, wenn die feindlichen Truppen noch weit entfernt sind, Unterhändler schicken, um über einen Frieden zu verhandeln. 33 Überlegt es euch vorher, ob ihr wirklich bereit seid, alles für mich aufzugeben und mir nachzufolgen. ich will weiterlesen

Predigt: Gott hat deinen Namen aufgeschrieben ( Taufe von Felix und Talina) 11. Februar 2007

Taufsprüche:namenschreiber
Felix: Lk 10,20: Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben sind
Talina:
Ps 91,11 Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

 

Frau Meyer im Einwohnermeldeamt

Frau Meyer will rechtzeitig vor ihrem nächsten Urlaub ihren Personalausweis verlängern lassen; der ist nämlich schon seit 6 Monaten abgelaufen. Sie geht ins Rathaus und sucht die Einwohnermeldestelle auf. Der nette Herr am Schalter nimmt den alten Ausweis entgegen und tippt auf der Tastatur seines Computers herum. Seine Stirn zieht sich in Falten: „Tut mir leid, sie sind hier nicht verzeichnet. Wir haben keinen Eintrag unter ihrem Namen.”
Er überprüft, ob irgendwo ein Tippfehler die Ursache ist … aber es bleibt dabei: Frau Rosamunde Meyer ist nicht im Computer des Einwohnerverzeichnisses zu finden.
„Und was heißt das jetzt?” fragt sie den nun nicht mehr ganz so netten Beamten.
„Naja … das heißt … sie sind eigentlich gar nicht existent … tut mir leid!”
Frau Meyer fragt nach: „Dann tragen sie mich halt einfach ein … in ihre komische Datenbank! Sie sehen ja, dass ich existiere!” ich will weiterlesen

Predigt: Um Hilfe rufen und sich trösten lassen (Jesaja 51,9-16) 14. Januar 2007

Predigt zur Jesaja-Verheißung mit Seitenblicken auf das aktuelle Stück des Gollhöfer Theatervereins “Auch Drachen sind nur Menschen”.

Unser Predigttext für den heutigen Sonntag steht beim Propheten Jesaja, im 51. Kapitel:
Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des HERRN! Wach auf, wie vor alters zu Anbeginn der Welt! Warst du es nicht, der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat?
Warst du es nicht, der das Meer austrocknete, die Wasser der großen Tiefe, der den Grund des Meeres zum Wege machte, daß die Erlösten hindurchgingen?
So werden die Erlösten des HERRN heimkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen. ich will weiterlesen