Predigt: Resonanz – Welche Töne sollen erklingen? (2. Chronik 6) 10. Mai 2020

2. Chr. 6

Der Predigtext zum ersten Gottesdienst nach dem Corona-Shutdown schaut gleich auf eine Szene mit Eventcharakter: Die Weihe des Salomonischen Tempels. In der Predigt geht es um die Erfahrung von gemeinsamen Feiern und den damit verbundenen Phänomen des emotionalen Resonanz.

Predigttext 2. Chronik 6, 2-5. 12-14

Da versammelte Salomo alle Ältesten Israels, alle Häupter der Stämme und die Fürsten der Sippen Israels in Jerusalem, damit sie die Lade des Bundes des HERRN hinaufbrächten aus der Stadt Davids, das ist Zion. 3 Und es versammelten sich beim König alle Männer Israels zum Fest, das im siebenten Monat gefeiert wird. 4 Und es kamen alle Ältesten Israels, und die Leviten hoben die Lade auf 5 und brachten sie hinauf samt der Stiftshütte und allem heiligen Gerät, das in der Stiftshütte war; es brachten sie hinauf die Priester und Leviten

12 und alle Leviten, die Sänger waren, nämlich Asaf, Heman und Jedutun und ihre Söhne und Brüder, angetan mit feiner Leinwand, standen östlich vom Altar mit Zimbeln, Psaltern und Harfen und bei ihnen hundertundzwanzig Priester, die mit Trompeten bliesen. 13 Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem HERRN. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den HERRN lobte: »Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig«, da wurde das Haus des HERRN erfüllt mit einer Wolke, 14 sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.

Auf dem Zionsberg

Liebe Gemeinde, was wir hier gerade beschrieben bekommen, war ein Event, auf das die Israeliten jahrelang hingefiebert hatten: Die Einweihung des Tempels, den König Salomo erbaut hatte. Bislang war die kleine Stiftshütte mit der Bundeslade das Heiligtum, der Ort der Begegnung mit Gott. Aber jetzt war endlich der Tempel fertiggestellt, und mit einer gewaltigen Veranstaltung wird das begangen

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Predigt: Hosianna im Tempel (Matthäus 21, 14-17) 2. Mai 1999 – Kantate

Liebe Gemeinde

Es ist Sonntag, in einer Landgemeinde keine 20km von hier. Die schmucke Kirche, sie hat sogar einen tollen Markgrafenaltar,
ist ganz gut gefüllt. In der aller-ersten Reihe sitzt der Pfarrer. Und, einige Stühle seitlich von ihm noch jemand. Ein Mann um die 50. Klein, in sich zusammengesunken, zugleich irgendwie unruhig. Nein, der Meßner ist es nicht. Ein komischer Typ, wohl auch etwas verwahrlost, zumindest unrasiert.
An diesem Tag singt ein Jugendchor im Gottesdienst. Da wird der Mann lebendig: Er klatscht bei den Liedern mit, als einziger, und er schunkelt dazu: hin und her: Der Spaß daran ist ihm deutlich anzumerken. ich will weiterlesen