Andachten Ende Mai 2019 auf Charivari 98,6

Wo geht der Tag hin?

Guten Morgen
Eben hat der neue Tag angefangen. Bis heute Abend werde ich alles Mögliche mit diesem Tag angestellt haben.
Manches Sinnvolle wird getan.
Einige Zeit wird verplempert.
Ich werde öfter lachen und ein paar mal gernervt die Augen verdrehen.
Essen, trinken, mit Menschen reden. Ja… und abends ist der Tag dann zu Ende. Was passiert eigentlich mit diesem Tag, wenn er vorbei ist?
Ist der dann einfach weg?
In einem alten Abendgebet habe ich eine schöne Vorstellung entdeckt: „Gott, du hast mir diesen Tag gegeben. Ich lege ihn zurück in deine Hand.“
Dieser Gedanke gefällt mir: Dass meine Tage bei Gott aufbewahrt sind. Mit all ihren schönen und belastenden Stunden.
Da denke ich: Wenn ich Tag versaut habe, dann ist er vielleicht der Einzige, der daraus noch was Gutes machen kann.
Und wenn der Tag mal so richtig toll war, dann will ich meinem Gott sagen: Danke, für diesen wunderbaren Tag – hier hast du ihn zurück– und wenn du mal wieder so einen übrig hast: Es wäre mir ein Vergnügen.

Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

Himmelfahrt

Guten Morgen
Wir haben den Himmelfahrtstag! In der Kirche feiern wir heute, dass Jesus nach Kreuzigung und Auferstehung zu Gott zurückgekehrt ist.
Himmelfahrt – das hat auf den ersten Blick schon ein bisschen was von NASA und Star Wars: Denn da kam dieser Jesus von irgendwo hierher auf unseren Planeten. Landete im Stall von Bethlehem, hat seinen irdischen Auftrag erledigt, und schwebt nun zurück in seine Heimatgalaxie.

Klingt auf den ersten Blick cool – hat aber einen kleinen Denkfehler. Denn Jesus ist kein Außerirdischer, der nichts weiter zurücklässt als schicke Parolen von Peace, Papst und Happyness.
Bei seinem Abschied an Himmelfahrt hat er nicht „lebt wohl, und schickt mal ne mail“ gesagt. Seine Botschaft war: „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt. Denn letztlich habe ich diese Welt in meiner Hand“.

An Himmelfahrt feier ich genau das! Jesus hat sich nicht in eine ferne Galaxie verdrückt. Sondern er ist unsichtbar in unserer Welt am Wirken. Ihn kann ich um seine Hilfe bitten, und er ist mir auch nahe genug, um etwas für mich zu tun.Deshalb ist Himmelfahrt für mich ein wichtiger Tag

Armband mit Gefühlserkennung

Guten Morgen
Am Wochenende habe ich gelesen Es soll demnächst eine Smartwatch geben, die nicht nur Schritte und Puls zählt, sondern auch Emotionen erkennt. Also ob ich hungrig, gernervt oder erschöpft bin. Entsprechend werden dann Handlungs- oder Produktvorschläge gemacht.
Sagen Sie mal: Haben die alle einen Batscher? Glauben die, dass wir inzwischen zu blöd sind, zu erkennen, was in uns selber vor geht? Dass wir nicht mal mehr in der Lage sind, mit unseren eigenen Gefühlen … Moment! … Zumindest glaube ich, dass viele Menschen nicht mehr fähig sind, die Gefühle der anderen Menschen zu erkennen. Die Leute, die Unfallopfer fotografien statt zu helfen sind da nur die Spitze des Eisbergs. Auf Facebook findet man laufend Beispiele, wie Einfühlungsvermögen und Mitgefühl am Schrumpfen sind.

Wenn das so weitergeht, hat das Smartpone mehr Emotionen als sein Besitzer.
Dabei haben wir es doch selbst in der Hand:
Gefühle zuzulassen und über sie zu reden.
Anderen zu sagen, was mich freut oder verletzt.
Liebe weitergeben und liebgehabt werden.Das brauchen wir – wie könnten wir sonst Menschen sein, wenn die Menschlichkeit fehlt?

Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

Strategiewechsel

Guten Morgen
„Erzähle deinem Gott nicht immer, wie groß deine Probleme sind. Sondern erzähle deinen Problemen, wie groß dein Gott ist“. Ein cooler Satz – im Internet habe ich ihn  entdeckt. Dabei habe ich mich ein bisschen ertappt gefühlt: Ja ich erzähle meinem Gott oft, was mir alles an Problemen durch den Kopf geht. Wo ich ratlos bin, und keine Lösung finde. Das tut es mir auch gut, da mal mein Herz auszuschütten.

Aber ich gebe zu: Die meisten Probleme lösen sich dadurch nicht in Luft auf.
Soll ich wirklich anfangen, meinen Problemen zu erzählen, wie groß mein Gott ist? Erhlich gesagt, wüsste ich nicht, wie man mit einem Problem reden soll. Aber zumindest könnte ich mir selber sagen: Alexander, du hast doch einen großen Gott. Einer, der auf deiner Seite ist. Also sei nicht so ängstlich. Habe Mut, sei kreativ, lass dich von deinen Sorgen nicht unterkriegen. Undpack es an, mit Zuversicht und Gottvertrauen.

Erzähle deinem Gott nicht immer, wie groß deine Probleme sind. Sondern erzähle deinen Problemen, wie groß dein Gott ist“.
Ich denke, das wäre manchmal ja schon ein Anfang.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

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