Predigt: Von Opfern und Spenden (Hebräer 13, 15-16) Erntedankfest am 6. Oktober 2002

Liebe Gemeinde,

Zum Erntedankfest werden landauf landab die Kirchen richtig schön voll: Nicht nur mit Gottesdienstbesuchern, sondern auch mit vielen vielen verschiedenen Erntegaben. Viel können wir da entdecken: Kartoffeln, Zuckerrüben, Tomaten und Äpfel, Getreide und die großen Kürbisse. Das alles haben Sie, die Gollhöfer Gemeindeglieder, hier hergebracht, in die Kirche als ein Dankeschön Gott gegenüber.
Unser Predigttext von heute ist nur ganz kurz, zwei kleine Verse aus dem Ende des Hebräerbriefs. Darin ist die Rede von anderen Dingen, die wir eigentlich auch am Erntedankfest zu Gott bringen könnten: ich will weiterlesen

Predigt: Sind wir eine Armee von gleichfarbigen christlichen Gummibärchen? (Epheser 4, 1-6 ) 22. September 2002

Der Predigttext steht im Epheserbrief im 4. Kapitel.
1 So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn, daß ihr  der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid,
2 in aller Demut und Sanftmut, in Geduld.  Ertragt einer den andern in Liebe,
3  und seid darauf bedacht, zu wahren die  Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens:
4  EIN Leib und EIN Geist, wie ihr auch berufen seid zu EINER Hoffnung eurer Berufung;
5  EIN Herr, EIN Glaube, EINE Taufe;
6 EIN Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen. ich will weiterlesen

Predigt: Werfe dein Vertrauen nicht weg (Hebräer 10, 35-39) 15. September 2002

Der Predigttext steht im Hebräerbrief, 10. Kapitel:
35 Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.
36  Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt.
37 Denn »nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben.
38 Mein  Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zurückweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm«
39 Wir aber  sind nicht von denen, die zurückweichen und verdammt werden, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten.
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Predigt: Ein Loch ist im Eimer, oh Henry (1. Thessalonicher 5, 14-24 ) 1.September 2002

Der Predigttext für heute steht im ersten Brief des Paulus an die Thessalonicher, am Briefschluss, im 5. Kapitel:
14 Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann.
15 Seht zu, daß keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander und gegen jedermann.
16 Seid allezeit fröhlich,
17 betet ohne Unterlaß,
18 seid a dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.
19  Den Geist dämpft nicht.
20 Prophetische Rede verachtet nicht.
21 Prüft aber alles, und das Gute behaltet.
22 Meidet das Böse in jeder Gestalt.
23 Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.
24 Treu ist er, der euch ruft; er wird’s auch tun
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Predigt: Tu das, was du kannst (Apostelgeschichte 6, 1-7) 25. August 2002

Liebe Gemeinde,

von der Urgemeinde schwärmen viele Christen. – Die Urgemeinde, die ersten Christen, unter der Führung der Jünger Jesu, kurz nach seiner Auferstehung. Begeisterte Jünger, engagierte Christen, jeder half dem andern wo er gebraucht wurde. Menschen wurden von Krankheiten geheilt; ja, das ist die gute alte Zeit, davon darf man schon einmal schwärmen.
Aber die Urgemeinde damals in Jerusalem war keine Insel der Seligen. Unser heutiger Predigttext zeigt, dass es damals auch ordentlich Schwierigkeiten, richtiggehend Streit gab. ich will weiterlesen

Predigt: Mittendrin statt nur dabei (Matthäus 7,21) 14. Juli 2002

Liebe Gemeinde,

„Mittendrin statt nur dabei“ – mit diesem Slogan wirbt das „Deutsche Sportfernsehen“ DSF für sein Programm. Ich habe erst ein bisschen gebraucht, bis ich gespannt hatte, worauf sie hinaus wollen.

Beispiel: Tour de France
Es ist gut, wenn man dabei ist; bei einem sportlichen Ereignis wie der Fußball-WM oder jetzt aktuell bei der Tour de France. Man bekommt mit, was passiert, wer führt, wer eine Etappe gewonnen hat, wer ausgefallen ist, und wer sich das Gelbe Trikot überstreifen darf. Man ist dabei! Man weiß Bescheid. Man kennt den Stand der Dinge. Und das geht sogar ganz prima vom Fernseher aus.
Wir daheim – meine Frau und ich – fiebern seit einigen Jahren mit der Tour de France mit. Meine Frau hofft auf das Team Telekom mit Erik Zabel. Ich bin fasziniert von Lance Armstrong, seit ich seine spannende Autobiographie gelesen habe. Wir wissen also Bescheid.
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Predigt mit Anspiel zum 450-jährigen Jubiläum der Reformation in Gollhofen 30. Juni 2002

Anspiel: Reformation in Gollhofen

Sprecher
Wir möchten Ihnen davon erzählen, wie es vor sich ging, dass Gollhofen evangelisch wurde.

Dazu reisen wir zunächst in das Jahr 1528, in das Arbeitszimmer von Erbschenk Karl von Limpurg; dem Herrn von Gollhofen, Sommerhausen, Lindelbach und etlichen anderen Ländereien.
Luthers 95 Thesen sind gerade einmal elf Jahre alt. Aber dennoch hatte sich die Lehre der Anhänger Luthers schon weit in Deutschland verbreitet. Damals durfte nicht jeder Mensch selbst entscheiden, ob er evangelisch oder katholisch sein wollte. Der jeweilige Landesherr hatte das Sagen. Wenn der Fürst, Markgraf oder Landesherr beschloss, dass es besser sei evangelisch zu sein, wurde das einfach in die Tat umgesetzt – und diese Entscheidung galt für sein ganzes Herrschaftsgebiet. Wer regierte, der bestimmte auch die
Konfession seiner Untertanen. Und so wurden nach und nach viele deutsche Landstriche evangelisch. ich will weiterlesen

Predigt: Sich herausreden gilt nicht! (Heskiel 18) 16. Juni 2002

Unser heutiger Predigttext steht beim Propheten Hesekiel im 18. Kapitel.
Und des HERRN Wort geschah zu mir:
2 Was habt ihr unter euch im Lande Israels für ein Sprichwort:  »Die Väter haben saure Trauben gegessen, aber den Kindern sind die Zähne davon stumpf geworden«?
3 So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: dies Sprichwort soll nicht mehr unter euch umgehen in Israel.
4 Denn siehe, alle Menschen gehören mir; die Väter gehören mir so gut wie die Söhne; jeder, der sündigt, soll sterben.
21  Wenn sich aber der Gottlose bekehrt von allen seinen Sünden, die er getan hat, und hält alle meine Gesetze und übt Recht und Gerechtigkeit, so soll er am Leben bleiben und nicht sterben.
22 Es  soll an alle seine Übertretungen, die er begangen hat, nicht gedacht werden, sondern er soll am Leben bleiben um der Gerechtigkeit willen, die er getan hat.
23 Meinst du, daß ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht Gott der HERR, und nicht vielmehr daran, daß  er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt?
24 Und  wenn sich der Gerechte abkehrt von seiner Gerechtigkeit und tut Unrecht und lebt nach allen Greueln, die der Gottlose tut, sollte der am Leben bleiben? An alle seine Gerechtigkeit, die er getan hat, soll nicht gedacht werden, sondern in seiner Übertretung und Sünde, die er getan hat, soll er sterben.
30 Darum will ich euch richten, ihr vom Hause Israel, einen jeden nach seinem Weg, spricht Gott der HERR. Kehrt um und kehrt euch ab von allen euren Übertretungen, damit ihr nicht durch sie in Schuld fallt.
31 Werft von euch alle eure Übertretungen, die ihr begangen habt, und macht euch  ein neues Herz und einen neuen Geist. Denn warum wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel?
32 Denn ich habe kein Gefallen am Tod des Sterbenden, spricht Gott der HERR. Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben
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Predigt: Stell dich nicht so an! (1. Korinther 8, 1-13) 9. Juni 2002

Liebe Gemeinde,

DIE SITUATION 

Achaikus, einer der Gemeindeleiter in Korinth machte sich ernsthafte Sorgen. Wieder einmal gab es einen großen Streit unter den Christen in der jungen aufstrebenden Gemeinde. Er erinnerte sich noch gut an den Beginn der Streitigkeiten.

Ganz aufgeregt war ein Gemeindeglied abends zu ihm gekommen und hatte ihm eine haarsträubende Geschichte erzählt:
“ Stell dir vor, als ich vorhin an einem griechischen Tempel vorbeigegangen bin, kamen gerade zwei unserer christlichen Brüder aus diesen Gebäude heraus. Aus einem heidnischen Tempel! Ich habe natürlich beide sofort zur Rede gestellt. Sie haben mir gesagt, dass sie bei einem Festmahl zu Ehren der Götter waren. Da gehen sie immer wieder einmal hin, weil man dort günstig essen kann. Es scheint den beiden völlig egal zu sein, dass die Tiere den heidnischen Göttern zu Ehren geschlachtet wurden. Sie haben mir gesagt  komm, stell dich doch nicht so an! Es gibt doch nur unseren Gott, die Götter in diesem Tempel sind doch sowieso nur menschliche Hirngespinste. Achaikus, ich bin erschüttert „. ich will weiterlesen

Predigt: Wenn Rechtfertigung eine Beziehung prägt (Galater 3, 1-5) Pfingstsonntag, 19. Mai 2002

Liebe Gemeinde,

ich möchte Ihnen von einer jungen Liebe erzählen: das frisch verheiratete Paar nenne ich einfach einmal Sabine und Martin. Beide haben sich vorgenommenen, ein Leben lang zusammen zu bleiben und den anderen liebevoll zu begegnen und dem anderen niemals weh tun zu wollen. „Wir wollen nichts falsch machen.“
Es lief über einige Monate ganz hervorragend – ein echtes Traumpaar – kein Streit, kein böses Wort, alles wunderbar. Bis dieser Tag kam, an dem Martin etwas schlecht gelaunt von der Arbeit heim kam. Sabine hatte Geschnetzeltes mit Reis gekocht. Martin sagte nicht, was ihn den Tag über geärgert hatte, er wollte seine Liebste nicht damit belasten. Stattdessen  stocherte er lustlos im Abendessen herum. Sabine fragte „was ist los?“. Aber als Antwort kam nur ein kurzes Knurren.
Am nächsten Morgen, als Martin ins Büro gegangen war, setzte sich Sabine an den Küchentisch und schlug ein kleines Heftchen auf. „Kein Geschnetzeltes mit Reis kochen, das mag Martin nicht“, das war der erste Eintrag in ihr Merkheft für eine gute Ehe..
Ja – Sabine meinte es sehr sehr gut mit ihrem Mann. Auf keinen Fall wollte sie ihn ärgern oder verletzten. Alles wollte sie so tun wie es ihm gefällt. ich will weiterlesen