{"id":973,"date":"2010-12-11T13:12:25","date_gmt":"2010-12-11T11:12:25","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=973"},"modified":"2014-05-11T13:14:46","modified_gmt":"2014-05-11T11:14:46","slug":"andachten-auf-charivari-986-im-advent-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=973","title":{"rendered":"Andachten auf Charivari 98,6 im Advent 2010"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><span style=\"text-decoration: underline;\">Andachten in der ersten Adventswoche<\/span><br \/>\nMontag: Startschuss f\u00fcr den Advent<br \/>\nDienstag. Abgefahrene Reifen<br \/>\nMittwoch: Adventskalender<br \/>\nDonnerstag: Memoryeffekt<br \/>\nFreitag: Laden in der Nebenstra\u00dfe<br \/>\nSamstag: Pl\u00e4tzchenbacken<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Start in den Advent<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen, gestern war erster Advent \u2013 wir befinden uns auf der Zielgeraden vor Weihnachten. Der Endspurt kann beginnen.\u00a0 Moment, was sag ich da gerade \u2013 Mist \u2013 k\u00f6nnen wir das rausschneiden? Stimmt doch gar nicht, was ich da sage! Also: Nat\u00fcrlich war gestern der Erste Advent. Aber: Zielgerade, Endspurt? Wir sind ja nicht bei der Formel 1, wo es drum geht, der Erste und Schnellste zu sein.\u00a0 Ruhe, einen Gang zur\u00fcckschalten ist das Thema. Den Schneeflocken zuschauen, ein Glas Tee trinken, Mit Tante Frieda am Telefon ein Viertelst\u00fcndchen entspannt plaudern. Sich anh\u00f6ren, wie andere sagen, dass es in der Innenstadt der totale Stre\u00df ist mit dem Einkaufen, und dann sagen: \u201eAch? Ich habe hier ums Eck ein paar nette Kleinigkeiten eingekauft, das langt.\u201c<\/p>\n<p>In welche Richtung solls in diesem Advent gehen?\u00a0 Formel 1 oder Sofaecke? Jetzt ist noch Zeit, sich zu entscheiden, wie die n\u00e4chsten Wochen aussehen sollen. Mein Tipp: Lassen sie\u00b4s langsam angehen, schrauben Sie Ihre Erwartungen herunter, denn hektischer als geplant wird es sowieso ganz von alleine. Einen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen.<\/p>\n<p><strong>Abgefahrene Reifen<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen. Vor einer Woche hat mich beim Reifenwechsel fast der Schlag getroffen. Ich montiere den Vorderreifen herunter und sehe:\u00a0 Der ist ja total abgefahren.\u00a0 Aber derart \u2026 an der inneren Seite, da wo man eigentlich nie\u00a0 hinschaut, da war schon der gesamte Gummi weg; da lag dieses gitterartige Gewebe ausgefranzt frei. Moanoman \u2013 ich habe keine Ahnung, wieviel Reserve da noch war, bis es ihn zerrissen h\u00e4tte. Und am Tag vorher bin ich noch mit einem Kollegen damit \u00fcber die Autobahn gedampft. Gott sei Dank, dass da nichts passiert ist. Schon seltsam: Da f\u00e4hrst du seit Wochen v\u00f6llig ahnungslos durch die Gegend, zischt \u00fcber die Autobahn und ahnst gar nicht, in welcher Gefahr du schwebst.<\/p>\n<p>Ich denke, das passiert uns Menschen h\u00e4ufiger, als wir es vermuten. Dass wir wie durch ein Wunder vor Schlimmen bewahrt werden, ohne dass wir es merken. Und wenn wirs dann doch mal im nachhineinen mitbekommen, reden wir davon, dass wir halt Gl\u00fcck gehabt haben.\u00a0 Ich glaube: Das ist mehr als Gl\u00fcck. Darum sage ich in solchen Momenten ganz gerne ganz bewusst: Gott sei dank! Einen beh\u00fcteten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen<\/p>\n<p><strong>Adventskalender<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen, wir haben den 1. Dezember,\u00a0 ab sofort werden die Adventskalender in Betrieb genommen. Und, haben sie schon das erste Fenster aufgemacht?\u00a0 Wie? Sie haben keinen Adventskalender? Ach, sie sind erwachsen? &#8230;aber das ist doch kein Argument!<\/p>\n<p>Also ich m\u00f6chte nicht drauf verzichten. Allein das t\u00e4gliche Ritual mit dem T\u00fcrchen ist Gold wert. Mittags nach dem Essen einen Espresso rauslassen, das Kalendert\u00fcrchen aufmachen, was naschen und 5 Minuten noch ein Plausch am K\u00fcchentisch, bevors wieder ins B\u00fcro geht.\u00a0 Das gibt\u2019s bei mir blo\u00df im Advent. Und ohne Worte sp\u00fcre ich: Das Warten auf Weihnachten ist einfach was besonderes. Eine Zeit, in der ich mir auch Zeit nehmen will. Manchmal auch um dr\u00fcber nachzudenken, welche Bedeutung dieser an Weihnachten geborene Jesus in diesem Jahr f\u00fcr mich hatte. Dazu braucht man dazu eigentlich keinen Adventskalender, aber ich gebe offen zu: Ohne Kalender w\u00fcrde ich mir noch seltener Zeit zum Nachdenken g\u00f6nnen. Darum: Besorgen sie sich mal wieder einen Kalender!\u00a0 Einen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen.<\/p>\n<p><strong>Memoryeffekt<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen, Memoryeffekt, dieses Wort lehrt allen Fans von Elektrospielzeug das Grauen: Bestimme wiederaufladbare Batterien haben das: Wenn man die immer gleich nach einer kurzen Benutzung wieder aufl\u00e4dt, merken die sich sozusagen, dass man nur ganz wenig Energie von ihnen verlangt. Und nach einiger Zeit k\u00f6nnen sie dann wirklich nur noch so lange Strom abgeben, wie sie es in der letzten Zeit gew\u00f6hnt sind. Das gro\u00dfe Potenzial der Batterie habe ich nie ausgesch\u00f6pft, und darum ist es verk\u00fcmmert \u2013 Memoryeffekt. Ich habe das Gef\u00fchl: Diesen Effekt haben wir auch in Glaubensfragen.\u00a0 Eigentlich h\u00e4tte ich mit dem christlichen Glauben eine gewaltige Energiequelle f\u00fcr mein Leben. Aber meist rufe ich das Potential nicht ab: Glaube wird nur hie und da eingesetzt .. da, wo ich halt mal nicht weiter wei\u00df. Aber Gro\u00dfes erwarte ich das selten. Und wenns mal drauf ankommt, dann kommt der Memoryeffekt: Soll ich wirklich in dieser schwierigen Situation auf Gott vertrauen? Was ist, wenns schief geht? Ich habe ja keine Erfahrungen damit. Da wird\u2019s dann Zeit, was gegen den Memoryeffekt zu tun: Mal Glauben zu riskieren, zu schauen: Was geht mit Hoffen und Beten. &#8211;\u00a0 Immerhin: \u201eDer Glaube kann Berge versetzen\u201c hat Jesus gesagt.\u00a0 Der Versuch ist es also wert. Einen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen<\/p>\n<p><strong>Laden in der Nebenstra\u00dfe<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen, \u201eTschuldigung. Haben Sie Ersatzgl\u00fchbirnen f\u00fcr Taschenlampen?\u201c Mit dieser Frage bin ich durch Herzogenaurach getingelt. Die Birne meiner Taschenlampe hatte den Geist aufgegeben, ich brauchte eine neue.\u00a0 Und in allen m\u00f6glichen L\u00e4den bekam ich ein \u201eNein\u201c. Mal ein freundliches \u201eTut mir Leid\u201c, mal h\u00f6rte ich eher ein derbes \u201en\u00f6, blo\u00df komplette Taschenlampen\u201c. Woanders gabs dann diese Modernen LED- Dinger. Irgendwann hatte ich fast alle diese schicken und modernen L\u00e4den in der Hauptstra\u00dfe durch. Dann fiel mir der altmodische kleine Elektroladen in einem kleinen Nebeng\u00e4sschen ein. &#8211; Gab es den Laden eigentlich noch?<br \/>\n\u201eGuten Abend, haben Sie Gl\u00fchbirnen f\u00fcr Taschenlampen?\u201c &#8211; Sie l\u00e4chelt mich an, verschwindet nach hinten. Dann kommt sie wieder. Eine h\u00f6lzerne Schublade tr\u00e4gt sie; mit vielen vielen F\u00e4chern. Und da drin funkelten Sie: Gl\u00fchbirnchen. Alle ganz verschieden. &#8211; \u201eNa, was f\u00fcr eine brauchen Sie denn?\u201c<\/p>\n<p>Schon bemerkenswert. Das, was ich eigentlich brauchte, habe ich nicht in der bunten, modernen, pulsierenden Hauptstra\u00dfe gefunden. Die Dinge, die das Leben wirklich hell machen, denen begegnet man eher in den ruhigen Ecken. Dort \u00fcberdauern sie die Zeiten, warten darauf, von mir entdeckt zu werden, wie die kleinen funkelnden Gl\u00fchbirnen. Einen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen<\/p>\n<p><strong>Pl\u00e4tzchenbacken<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen, backen Sie ihre Pl\u00e4tzchen noch selber? Das ist ja mittlerweile echt unsinnig: Die gibt\u2019s beim Discounter ja so g\u00fcnstig, da rentiert sich das ja gar nicht mehr. Und die Sauerei in der K\u00fcche \u2026 alles pappt, dann f\u00e4llt beim Ausstechen was runter, das h\u00e4ngt dann an den Schlappen. Und die Ausstecher, da hat man ja auch nur ein paar F\u00f6rmchen, da hat die gekaufte Packung ja auch ein viel breiteres Angebot. Und die Zuckerstreusel, und was man sonst draufmacht: Da gibts ja immer nur so Riesenpackungen, die man in 10 Jahren nicht aufbraucht. Vom Backen, den verbrannten und zerbrochenen Exemplaren will ich gar nicht reden. Ich sags ihnen: In dem Jahr \u2026 machen wirs wieder: Wir backen mit der ganzen Familie. Da ganze Haus duftet danach, die Kinder machen mit und naschen Teig und Pl\u00e4tzchen. Das ist Advent! Wir sp\u00fcren: Es geht nicht um Konsum, um Effizienz oder Schn\u00e4ppchenpreise. Es geht um eine besondere Zeit, wo man sich auf das und diejenigen besinnt, die einem wichtig sind.\u00a0 Wenn Gott \u00fcberlegt h\u00e4tte, ob es sich rentiert, Jesus auf die Welt zu schicken, dann w\u00e4re Weihnachten vielleicht auch ausgefallen. Einen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andachten in der ersten Adventswoche Montag: Startschuss f\u00fcr den Advent Dienstag. 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