{"id":971,"date":"2010-12-29T13:08:28","date_gmt":"2010-12-29T11:08:28","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=971"},"modified":"2014-05-11T13:12:05","modified_gmt":"2014-05-11T11:12:05","slug":"andachten-auf-charivari-986-zum-jahresende-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=971","title":{"rendered":"Andachten auf Charivari 98,6 zum Jahresende 2010"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><span style=\"text-decoration: underline;\"><em>Andachten zum Jahresend<\/em>e:<\/span><br \/>\nDienstag: Taufe am Weihnachtstag<br \/>\nMittwoch: Was macht einen Christen aus?<br \/>\nDonnertag: Meditatives Holzaufschichten<br \/>\nSilvester: Wer die Hand an den Pflug legt<br \/>\nNeujahr: Lebensteppich<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Taufe am Weihnachtsfest.<\/strong><\/p>\n<p>Beim Weihnachtsgottesdienst gestern hatten wir mal wieder ein echtes Baby mit dabei. Nein, kein lebendiger Ersatz f\u00fcr die Weihnachtsrippe; wie haben den kleinen Friedrich getauft.Vorne an Taufstein, da lag er auf dem Arm seiner Patin, ein paar Meter daneben die gro\u00dfe Krippe vom Krippenspiel am Heiligen Abend; mit einer lebensgro\u00dfen Puppe drin. Man h\u00e4tte fast tauschen k\u00f6nnen, in die Krippe h\u00e4tte der kleine Friedrich direkt reingepasst. Wie so zwei Br\u00fcder, die sich zuwinken von Taufstein zu Krippe und zur\u00fcck. Und sie tauschen sich dr\u00fcber aus, wie es hier ist, neu auf dieser Erde, abh\u00e4ngig von der F\u00fcrsorge der Eltern, und zugleich ausgestatet mit allen F\u00e4higkeiten und Anlagen, einmal ihr Leben in die Hand zu nehmen und diese Welt zu ver\u00e4ndern.<br \/>\nJa, du kleiner frisch getaufter Friedrich, dieser Jesus ist einer wie du.<br \/>\nEin Mensch.<br \/>\nBesser gesagt: Ein Gott der Mensch geworden ist, um bei dir zu sein. Weil es ihm nicht gefallen hat, nur aus der Ferne seiner himmlischen Sph\u00e4re zuzusehen bei deinem Leben, beim Leben aller Menschen.<br \/>\nWir haben einen Gott, der uns Menschen nahe kommen will, und sich auch nicht davor scheute, das alles aus der Sicht eines Babys zu betrachten.<br \/>\nDas feiern wir an Weihnachten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was macht eigentlich einen Christen aus?<\/strong><\/p>\n<p>Woran erkennt man eigentlich einen Christen? Diese Frage habe ich meinen Sch\u00fclern der elften Klasse gestellt, und ich war ziemlich \u00fcberrascht: Die haben relativ klare Vorstellungen. Tolerant muss er sein, seinen N\u00e4chsten lieben, fair sein und vieles mehr. Ja, f\u00fcr sie war das richtige Handeln der ausschlaggebende Punkt. Ziemlich anspruchsvoll, was die jungen Leute einem abverlangen, der sich Christ nennen will.<\/p>\n<p>Also ehrlich gesagt, wen ich mir diese Liste ansehe, was man so alles drauf haben muss, komme ich selber in Schwierigkeiten. Ich habe ja auch so meine Macken. Was bin ich froh, dass Martin Luther das damals anders definiert hat. Er sagte: \u201eWenn du dich an Jesus festh\u00e4ltst und vertraust, dass er f\u00fcr dich da ist, dann bist du ein Christ. Dann sind dir auch deine S\u00fcnden vergeben.\u201c<\/p>\n<p>Enorm: Luther, der ja eigentlich sehr hohe Ma\u00dfst\u00e4be an sein Leben angelegt hat, der sagt: Es kommt drauf an, dass die innere Einstellung stimmt, dass Vertrauen auf Gott da ist. &#8211; Dann kommt der Wunsch, das Richtige zu tun von ganz alleine. Naja, meine Sch\u00fcler k\u00f6nnen halt auch nicht in die Menschen reinschauen. Sie erkennen zwar, das da Christen manchmal beeindruckend handeln, aber der Grund, der Glaube, der sie antreibt bleibt halt doch unsichtbar.<br \/>\nTja, da w\u00e4re das Thema f\u00fcr die n\u00e4chste Relistunde schon gesichert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Meditatives Holzaufschichten<\/strong><\/p>\n<p>Schon seit Herbst liegen in meiner Garage\u00a0 drei Festmeter Brennholz. Die hat ein Bauer einfach da reingekippt. Uns bisher hab ich mich ums ordentliche Stapeln der Holzscheite gedr\u00fcckt. Aber jetzt im Urlaub musste ich ran.<br \/>\nImmer zwei oder drei St\u00fccke vom Holzhaufen genommen, drei Meter zur Wand getragen, und dort eins nach dem andern aufgeschichtet &#8211; m\u00f6glichst exakt, damit der Stapel nicht zu wackelig wird. Dann zur\u00fcck zum angelieferten Holz, ein paar St\u00fccke nehmen &#8230; und so weiter.<\/p>\n<p>Das klingt jetzt zwar langweilig und monoton &#8211; aber mir hat das genau wegen dieser Eint\u00f6nigkeit gefallen &#8211; es war so eine Art \u201cmeditatives Holzaufschichten\u201d. Andere gehen f\u00fcr sowas in teure Seminare.<\/p>\n<p>Ich habe einfach nur das gemacht, was gerade dran war, Schritt f\u00fcr Schritt ohne langfristiges Planen und Gr\u00fcbeln. Und in dieser Einfachheit war ich bei der Sache und sonst nirgends. &#8211; Und das war wundervoll entspannend.<\/p>\n<p>Das zu tun, was gerade dran ist, und sich nicht schon wieder in dem zu verlieren, was demn\u00e4chst kommt &#8211; diesen Ratschlag hat schon Jesus den Menschen mitgegeben. Er sagte:<\/p>\n<p>\u0081g sorgt nicht f\u00fcr morgen, denn der morgige Tag wird f\u00fcr das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wer die Hand an den Pflug legt<\/strong><\/p>\n<p>Haben sie schon ihre ersten guten Vors\u00e4tze f\u00fcrs neue Jahr formuliert? Oder haben sie es schon aufgegeben, weil sie ja sowieso wissen, dass es nichts bringt? Und eigentlich haben sie dabei recht! Die guten Vors\u00e4tze f\u00fcr 2010 haben gerade mal bis Mitte Februar gehalten, im Jahr zuvor war auch nicht besser.<br \/>\nAlso: Lassen wir\u00b4s. Machen wir halt so weiter, wie bisher. Jesus hat einmal gesagt: Wer seine Hand an den Pflug legt, um eine neue Furche zu ziehen, und dabei nur immer nach hinten schaut: Der wird nichts zustande bringen.<br \/>\nViele kennen das: Der Frust \u00fcber die alten Misserfolge l\u00e4hmen mich, und ich traue mich nicht, etwas Neues anzufangen &#8211;\u00a0 es k\u00f6nnte ja wieder schief gehen.<br \/>\n&#8211; \u201eAlso lassen wirs\u201c, so h\u00f6re ichs von ungl\u00fccklichen Singles.<br \/>\n&#8211; So boykottiert einer seine Schullaufbahn.<br \/>\n&#8211; So dr\u00fcckt sich ein Rentner ewig vor einer wichtigen Operation.<br \/>\n&#8211; So qu\u00e4lt sich eine B\u00fcrokraft weiter in einem vergifteten Betriebsklima.<\/p>\n<p>Jesus meint: Hand an den Pflug, Blick nach vorne, und eine neue Furche ziehen! Ich werde dir nicht garantieren, dass der neue Vorsatz gelingt. Aber wenn du nicht losziehst, wird sich garantiert nichts \u00e4ndern!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Leben wie ein Teppich<\/strong><\/p>\n<p>Das neue Jahr ist frisch angebrochen. Und so neu es auch ist, letztlich ist es eben eine neue Runde in einem Leben, das schon 20, 40 oder 60 Jahre so vor sich hin l\u00e4uft. Vielleicht wie so ein langer Teppich, an dem sie schon seit ihrer Kindheit herumweben.<br \/>\nBeziehungen und Pl\u00e4ne, Erfolgsgeschichten und Trag\u00f6dien, das sind die F\u00e4den und Farben, aus denen so ein Lebensteppich gewoben wird.<\/p>\n<p>Manches erscheint v\u00f6llig wirr und ohne Zusammenhang. Mancher Faden ist auch abgerissen und ich wei\u00df nicht, obs mir gelingt, ihn wieder anzukn\u00fcpfen. Andere Teile sind seit Jahren konstant und bilden ein stabiles regelm\u00e4\u00dfiges Ornament in diesem Lebensteppich.<br \/>\nEs gibt Phasen, da hab ich die Krise und fragte mich, ob das noch mal was gescheites wird.<br \/>\nIch habe gemerkt: Man braucht etwas Geduld, und ich entdecke, dass trotz mancher Dinge, die ich in meinem eigenen Leben nicht verstehe, langsam ein sch\u00f6nes gar nicht mehr so chaotisches\u00a0 Muster erscheint.<br \/>\nVielleicht anders als ein gedacht und geplant, aber dennoch ganz individuell und stimmig. Liegt es daran, dass da einer unsichtbar mitwebt und so manche F\u00e4den zieht?\u00a0 Das ist meine Hoffnung: Das Gott mir hilft, einen guten Lebensteppich zusammenzubekommen.<br \/>\nmit den sch\u00f6nen Ornamenten des Glaubens, mit den wunderbaren Verzierungen der Liebe,\u00a0 und dem unvergleichlichen Muster der Hoffnung.So einen Lebensteppich, so ein neues Jahr w\u00fcnsche ich Ihnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andachten zum Jahresende: Dienstag: Taufe am Weihnachtstag Mittwoch: Was macht einen Christen aus? 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