{"id":951,"date":"2013-10-19T23:25:26","date_gmt":"2013-10-19T22:25:26","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=951"},"modified":"2017-10-24T07:45:30","modified_gmt":"2017-10-24T06:45:30","slug":"predigt-gottes-schokoladenbrunnen-voller-liebe-joh-159-19-oktober-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=951","title":{"rendered":"Predigt: Gottes Schokoladenbrunnen voller Liebe (Joh 15,9) 19. Oktober 2013"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"952\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=952\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/schokoliebe.jpg?fit=400%2C267&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"400,267\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"schokoliebe\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/schokoliebe.jpg?fit=400%2C267&amp;ssl=1\" class=\"alignright size-full wp-image-952\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/schokoliebe.jpg?resize=400%2C267\" alt=\"schokoliebe\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/schokoliebe.jpg?w=400&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/schokoliebe.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/schokoliebe.jpg?resize=150%2C100&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/schokoliebe.jpg?resize=224%2C150&amp;ssl=1 224w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><span style=\"color: #800080;\">In Johannes 15, 9-12 spricht Jesus von der Liebe Gottes. Sie kommt von ihm, aber bleibt auch immer ein schwieriger Auftrag<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe!<br \/>\n10 Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, wie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe.<br \/>\n11 Das sage ich euch, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde.<br \/>\n12 Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe.<\/em><\/p>\n<p><b><i>Der Schokoladenbrunnen der Liebe Gottes<\/i><\/b><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nin K\u00f6ln, nicht weit weg vom Dom, direkt am Rhein, gibt es das Schokoladenmuseum. Eine der gro\u00dfen Attraktionen ist der Schokoladenbrunnen. Warme, fl\u00fcssige Schokolade rinnt da \u00fcber mehrere Ebenen von oben nach unten. Verbreitet einen bezaubernden Duft . Und als Besucher bekommt man eine Waffel, und die wird dort eingetaucht und so kann man Schokolade naschen.<!--more--><br \/>\nEin Gedicht. Und egal, wie viele Menschen an diesem Tag das Museum auch besuchen: Die Schokolade wird nicht alle! Ohne Ende quillt neue Schokolade von der oberen \u00d6ffnung hervor, flie\u00dft herunter und kommt unten bei mir an.<br \/>\nJeder kann sich bedienen, man muss nicht neidisch auf den Nebenmann sein, der ein etwas gr\u00f6\u00dfere Portion bekommen hat. Es ist mehr da, als alle je brauchen &#8230;<br \/>\nSie merken ich komme ins Schw\u00e4rmen &#8211; da h\u00f6re ich jetzt lieber mal auf.<\/p>\n<p>Aber doch erinnert mich das, was Johannes schreibt, an so einen \u00fcberflie\u00dfenden Schokoladenbrunnen der Liebe Gottes: Die Liebe, die von Gott kommt, flie\u00dft weiter an Jesus, und von da an die J\u00fcnger, und diese geben die Liebe weiter an andere Menschen. Und das alles scheint keine Ende zu haben; im \u00dcberfluss ist diese Liebe Gottes da. Keiner muss neidisch auf den Anderen schauen, weil der mehr abbekommt als man selbst, es ist ja genug f\u00fcr alle da.<br \/>\nUnd weil jeder wei\u00df, dass er nicht zu kurz kommen wird, g\u00f6nnt er dem anderen jedes St\u00fcck dieser Liebe.<br \/>\nWo das passiert, da m\u00f6chte man leben.<br \/>\nSo, wie mancher sich gerne mal \u00fcber Nacht in dem Schokoladenmuseum einsperren lassen m\u00f6chte, um dann buchst\u00e4blich in Schokolade zu baden, so ist der Evangelist Johannes einer, der immer wieder den Menschen den Mund danach w\u00e4ssrig macht, wie sch\u00f6n es ist, wenn wir Menschen Teil dieses Liebesbrunnens Gottes sind.<\/p>\n<p>-Wenn ich erlebe, dass man mich wertsch\u00e4tzt; man mir sagt: Sch\u00f6n, dass es dich gibt, dass du mein Nachbar bist.<br \/>\n&#8211; Wenn ich erfahre, dass ich mich auf die Unterst\u00fctzung und Hilfe der Anderen verlassen kann. In Kleinigkeiten und in den gro\u00dfen Krisen des Lebens. Menschen kommen vorbei, fragen, ob sie helfen k\u00f6nnen, erkundigen sich, wie es mir geht.<br \/>\n&#8211; Wo ich sp\u00fcre, dass die Fehler, die ich mache,\u00a0 zwar wahrgenommen werden, aber nicht zum Thema des Dorftratsches werden. Weil die Mitmenschen sich ihrer eigenen Unzul\u00e4nglichkeiten und Schuld bewusst sind. Ich merke: Ich bin angenommen, so seltsam wie ich manchmal auch bin.<br \/>\n&#8211; Und vielleicht darf ich es sogar erleben, dass andere Opfer f\u00fcr mich bringen. Auf Freizeit verzichten, um mich zu unterst\u00fctzen. Einen schr\u00e4gen Blick riskieren, weil man sich bewusst auf meine Seite stellt und einem Ger\u00fcchtestreuer \u00fcbers Maul f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Wo Menschen ein Teil des Schokoladenbrunnens der Liebe Gottes werden, da l\u00e4sst es sich gut leben. Das entsteht eine andere Welt, eine Gegen-Welt zu dem, was wir oft erleben. Da z\u00e4hlt das \u201eDU\u201d mehr als das \u201eICH\u201d. Das ist der Andere wertvoll &#8211; einfach so; egal, ob er f\u00fcr mich \u201en\u00fctzlich\u201d sein kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nklingt das jetzt zu s\u00fc\u00df, zu rosarot, zu ideal?<br \/>\nFreilich: Auch unter uns Christen ist dieses Bad in der von Gott geschenkten Liebe kein Dauerzustand. Manchmal gelingt es uns, und manchmal klappt es nicht. Jeder von uns wird solche Beispiele kennen, in denen er erlebt hat, wie N\u00e4chstenliebe ihm gut getan oder weitergeholfen hat; oder wie er selber in der Lage war, andern etwas Liebe, Hilfe und Wertsch\u00e4tzung weiterzugeben.<br \/>\nUnd genauso wird er davon erz\u00e4hlen k\u00f6nnen, dass ihm von Mitmenschen \u00fcbel mitgespielt wurde, dass man mit ihm nicht im Sinne der Liebe Gottes umgegangen ist. Und vielleicht muss er sich auch eingestehen, manchmal selbst herzlos und lieblos oder gar mit b\u00f6sem Vorsatz gehandelt oder geredet zu haben.<\/p>\n<p><b><i>Regeln f\u00fcr die Liebe<\/i><\/b><\/p>\n<p>Das Leben auf unserer Erde ist kein Ponyhof, und auch keine Schokoladenfabrik &#8211; darum hat der Predigttext bei Johannes noch eine zweite H\u00e4lfte<br \/>\n<i>Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, wie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe. (&#8230;) Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe.<\/i><\/p>\n<p>Von Geboten ist die Rede, die die Liebe regeln. Jesus beschreibt eine recht einfache Logik: Wer den Rahmen der Gebote nicht \u00fcbertritt, der verl\u00e4sst auch nicht den Bereich der Liebe. \u201eIch habe das so gemacht\u201d sagt Jesus, \u201eund ich will, dass ihr das genauso handhabt\u201d.<br \/>\nRegeln f\u00fcr die Liebe?!<br \/>\nDas klingt ein bisschen seltsam. Ist denn die Liebe nicht gerade der Bereich, wo Freiheit, vielleicht auch Grenz\u00fcberschreitungen einfach dazugeh\u00f6ren? Es hei\u00dft ja auch \u201egrenzenlose Liebe\u201d!<br \/>\nEs kommt wohl auf die Regeln an. Und wenn ich mir ansehe, welche Gebote unsere Bibel, unser Glaube kennt, dann sind das Regeln, die eher de Liebe sch\u00fctzen, als sie einengen.<\/p>\n<p>Denn so sch\u00f6n das Wort \u201eLiebe\u201d klingt: Oft wird es brutal und egoistisch in Gei\u00dfelhaft genommen und f\u00fcr etwas missbraucht, was absolut nichts mit Liebe zu tun hat. Da pappt dann das W\u00f6rtchen \u201eLiebe\u201d auf Dingen, die eher \u201eVerbrechen an der Liebe\u201d hei\u00dfen m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Ich denke daran, wie in Partnerschaften emotionale Ausbeutung betrieben wird, die mit dem Begriff \u201eLiebe\u201d kaschiert wird. \u201eDu liebst mich doch\u201d oder \u201eich liebe dich doch\u201d, ein eigentlich wunderbarer Satz. Der aber bitter schmeckt, wenn er verwendet wird, um eigene Interessen und W\u00fcnsche durchzusetzen. Wenn eigentlich das \u201eich\u201d z\u00e4hlt, und nicht das \u201edu\u201d.<\/p>\n<p>Da muss man gar nicht verheiratet sein. Das kannst du auch in der Schule erleben. Wenn ein guter oder sogar bester Freund im Namen der Freundschaft Dinge von dir verlangt, die du eigentlich nicht mitmachen w\u00fcrdest. Wie viele Leute sind schon fertiggemacht und gemobbt worden, von Leuten, die das eigentlich so nie wollten. Die haben beim Mobben eben mitgemacht, weil sie Angst hatten: wenn mich dagegen stelle, m\u00f6gen mich die Anderen nicht mehr. Ich will geliebt werden, um mache darum jeden Unfug mit.<\/p>\n<p>Gottes Gebote geben unserer Liebe einen Schutzraum, eine Form und eine Grenze. Wer das alles entgrenzen will und alles im Namen der Liebe verkauft, der muss sich fragen lassen, welches Spiel er eigentlich spielt. Jesus sagt: Man kann nicht alles mit der Liebe begr\u00fcnden oder in Einklang bringen. Weil die Liebe zu machtvoll, aber eben auch verletzlich ist, braucht sie diesen Schutz.<\/p>\n<p><b><i>Liebe als Auftrag<\/i><\/b><\/p>\n<p>Ein letzter Gedanke: Jesus sagt: \u201eDas ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe\u201d.<\/p>\n<p>Wer sagt, dass sich Liebe nicht \u201ebefehlen\u201d oder \u201everordnen\u201d l\u00e4sst &#8211; der muss sich von Jesus sagen lassen: \u201eDOCH! Du sollst lieben. Das ist dein Auftrag\u201d.<br \/>\nDas ist nicht gerade romantisch von unserem Herrn &#8230; aber immer wieder lesen wir in unserer Bibel, wie Jesus uns die Liebe als Auftrag gibt . \u201eLiebe deinen N\u00e4chsten wie dich selbst\u201d. Du, Christ, das ist deine Stellenbeschreibung!<\/p>\n<p>Deinen N\u00e4chsten!<br \/>\nNicht die Sch\u00f6nen. Nicht den, der dir sympathisch ist. Nicht den, der schon 2000 Freunde auf facebook hat. Nicht den, bei dem dir Helfen echt Spa\u00df machen w\u00fcrde.<br \/>\nDeinen N\u00e4chsten, den, der grade mal vor deiner Nase auftaucht und bei dem du merkst: Da ist \u201eLiebe\u201d angesagt.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nLiebe kann dir sogar in der REWE an der Kasse passieren. Da steht jetzt zuf\u00e4llig diese sehr attraktive junge Frau hinter dir. OK, da f\u00e4llt dir das mit der Liebe nicht so schwer: Aber vor dir gibt es den anderen an der Kasse. So ein Schn\u00f6sel mit Anzug, Krawatte und gegeltem Haar . Du hast ihn vorhin auf dem Parkplatz gesehen, wie er seine fette Kiste so geparkt hat, dass sie zwei Parkpl\u00e4tze blockiert. 55 Euro kostet das, hat die Kassiererin gesagt. Seine Angeber-Kreditkarte funktioniert irgendwie nicht, und er hat grade mal 53 Euro in seinem Bugatti -Geldbeutel. Jetzt wei\u00df der Held nicht, was er machen soll, zaudert, \u00fcberlegt hin und her, und h\u00e4lt den ganzen Laden auf! Und du sollst in 10 Minuten deine Kinder am Kindergarten abholen.<\/p>\n<p>Jesus sagt: Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe.<br \/>\nUnd denkst: Gott gibt jetzt bitte\u00a0 ganz ganz viel von deinem Schokoladenbrunnen der Liebe ab &#8211; denn ich merke, ich bin noch blutiger Anf\u00e4nger in Sachen Liebe.<\/p>\n<p>AMEN<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Johannes 15, 9-12 spricht Jesus von der Liebe Gottes. Sie kommt von ihm, aber bleibt auch immer ein schwieriger Auftrag &nbsp; Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. 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