{"id":903,"date":"2012-09-10T21:36:03","date_gmt":"2012-09-10T19:36:03","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=903"},"modified":"2014-05-10T22:07:21","modified_gmt":"2014-05-10T20:07:21","slug":"andachten-auf-charivari-986-im-september-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=903","title":{"rendered":"Andachten auf Charivari 98,6 im September 2012"},"content":{"rendered":"<p>&#8211; Montag: Der Pfarrer mit dem Colt<br \/>\n&#8211; Dienstag: Ich in meinem Raumschiff Wohnmobil<br \/>\n&#8211; Mittwoch: Der Preis des richtigen Wegs<br \/>\n&#8211; Donnerstag: 200 Km Landschaft<br \/>\n&#8211; Freitag: Wozu sind M\u00e4use gut?<br \/>\n&#8211; Samstag:Die V\u00f6gel unter dem Himmel <!--more--><\/p>\n<p><strong><em>Montag: Der Pfarrer mit dem Colt<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen,<br \/>\nin den Nachrichten im Fernsehen habe ich jetzt endlich mal den amerikanischen Prediger Terry Jones gesehen. Diesen Pastor, der schon \u00f6ffentlich einen Koran verbrannt hat und sich jetzt daf\u00fcr einsetzt das dieses \u201eAnti-Islam-Video\u201d \u00f6ffentlich gezeigt wird.<br \/>\nStolz pr\u00e4sentiert er sich auf dem Bildschirm mit Sonnenbrille und einem Revolver am G\u00fcrtel. Terry Jones, hat bis vor 4 Jahren sogar in K\u00f6ln eine christliche Gemeinde geleitet. Und ich muss sagen: Er hat sich ganz sch\u00f6n weiterentwickelt!<br \/>\nN\u00e4mlich weiter weg von dem, was Jesus gepredigt und getan hat. Meilenweit weg!<br \/>\nJesus hat gesagt: Liebe deinen N\u00e4chsten &#8211; und liebe sogar deinen Feind. Von Hass war bei Jesus nie die Rede. Frieden stiften, lieber die andere Backe hinhalten statt Gewalt zu sch\u00fcren. Da denkt man: Die Kreuzz\u00fcge und den Hexenwahnsinn des Mittelalters ist vorbei.<br \/>\nUnd schon wieder muss man sich daf\u00fcr sch\u00e4men, dass Menschen sich Christen nennen und genau das Gegenteil von dem tun, was Jesus gesagt hat.<br \/>\nManche lernen es nie: \u201eChristlich leben\u201d hei\u00dft nicht gegen etwas zu sein, sondern f\u00fcr etwas: N\u00e4mlich f\u00fcr das, was Jesus uns vorgelebt hat.<br \/>\nEinen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen.<\/p>\n<p><strong><em>Dienstag: Raumschiff Wohnmobil<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen,<br \/>\nim Sommer haben wir Urlaub auf einem Campingplatz gemacht. Gegen\u00fcber von uns wohnte eine Familie in einem gro\u00dfen Wohnmobil.\u00a0 Papa, Mama, etwa 10- j\u00e4hrige Tochter. Aber mehr haben wir nicht mitbekommen. Fr\u00fch holte der Vater noch die Semmeln, und dann war das Ding f\u00fcr den Rest des Tages verrammelt. Lediglich die vollautomatische Satellitensch\u00fcssel aus dem Wohnmobil bewegte sich manchmal, mann sie drinnen den Fernseher einschalteten. Es war, als w\u00e4re hier ein Raumschiff mit Au\u00dferirdischen gelandet, die keinen Kontakt mit den Bewohnern des Planeten w\u00fcnschen. Au\u00dfer \u00fcber diese geheimnisvolle Satellitensch\u00fcssel. Vielleicht waren es wirklich Aliens vom andern Stern.<br \/>\nOder diese Familie ist uns einfach ein paar Jahre voraus! Denn wenn ich sehe, wie in der U-Bahn jeder auf sein Smartphone glotzt und \u00fcbers Internet mit seinen Freunden Inhalte teilt &#8211; aber nicht mitbekommt, wer neben ihm sitzt. Dann ist das nicht viel anders als diese Familie in der Blechb\u00fcchse.<br \/>\nLeben, eingedost in facebook und twitter.\u00a0 Ich merke selber: Das geht schneller als man denkt. Da gibts nur einen Ausweg: F\u00fcr ein paar Stunden: H\u00e4nde und Augen weg vom elektronischen Netzwerk. Und die Menschen anschauen, anreden, aber nicht anklicken!<br \/>\nEinen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen.<\/p>\n<p><strong><em>Mittwoch: Der Preis des richtigen Wegs<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen<br \/>\nIn einem Roman habe ich die Geschichte von einem jungen Hirten gelesen, dem eine Zigeunerin verhei\u00dfen hat, er w\u00fcrde an einer bestimmten Stelle in \u00c4gypten einen Schatz finden. Aber aufgrund der weiten Strecke dorthin blieb er daheim. Bis er Monate sp\u00e4ter einen weisen Mann traf, der ihm versprach, er werde ihn genau sagen, wo er f\u00fcndig werden w\u00fcrde, aber daf\u00fcr m\u00fcsste er ihm die H\u00e4lfte seiner Schafherde \u00fcberlassen, Letztlich ging der Hirte auf den Handel ein &#8211; und der weise Mann erkl\u00e4rte ihm den Fundort: Es gar genau der gleiche Platz, wie ihn schon die Zigeunerin beschrieben hatte. Der Hirte war w\u00fctend: \u201eDaf\u00fcr habe ich dir die H\u00e4lfte meiner Schafherde gegeben &#8211;\u00a0\u00a0 f\u00fcr diese wertlose Information?\u201d<br \/>\n\u201eNein\u201d, sagte der Weise Mann \u201eweil du nun weist, wo der Schatz liegt und so einen hohen Preis gezahlt hast, deshalb wirst du nun wirklich gehen, den Schatz suchen und finden.\u201d\u00a0 Gib zu: Seit Monaten hattest du die Chance deines Lebens vor Augen, und hast sie doch nicht ergriffen. Erst jetzt, wo du bereit bist, einen gewissen Preis f\u00fcr deinen Traum zu zahlen und die kommenden M\u00fchen nicht zu scheuen &#8211; erst jetzt kann dein Traum wahr werden.<br \/>\nEinen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen<\/p>\n<p><strong><em>Donnerstag: 200 km Landschaft<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen,<br \/>\nauf dem Weg in den Urlaub nach Italien sind wir hoffnungslos am Brenner in einem Mega-Stau geraten. Auf 200 Kilometern haben wir uns im Schneckentempo bewegt &#8230; und es war toll! Fei ehrlich! Weil wir ja die meiste Zeit standen, hatten wir stundenlang Zeit, diese herrliche Alpenlandschaft zu bewundern. Unglaublich, was man da alles entdeckt. Wir haben das Fernglas rausgeholt und die Bergketten betrachtet, die Apfelplantagen und die Bergwiesen. Nicht mal die Kinder sind quengelig geworden.\u00a0 Fast schon schade, dass man da normalerweise mit Tempo 130 dran vorbeirauscht.<br \/>\nUnterm Strich haben wir f\u00fcr die Fahrt doppelt so lange gebraucht wie geplant &#8211; aber doch kam gar kein \u00c4rger oder Frust auf, weil die Landschaft uns so f\u00fcrstlich entsch\u00e4digt hat.<br \/>\nWie so ein altes Sprichwort sagt: Man k\u00f6nnte sich andauernd \u00e4rgern &#8230; aber man ist Gott sei Dank nicht dazu verpflichtet.<br \/>\nEinen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen<\/p>\n<p><strong><em>Freitag: Wozu sind M\u00e4use gut?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen!<br \/>\nWozu sind eigentlich M\u00e4use gut? Als Futter f\u00fcr Katzen? Damit sie \u00fcberfl\u00fcssigen K\u00e4se wegfressen? Um Elefanten zu erschrecken? Nichts \u00fcberzeugt so richtig. Also &#8230; eigentlich sind M\u00e4use zu gar nichts gut. Die Welt w\u00e4re nicht besser oder schlechter ohne sie. &#8211; Und doch sind sie da.\u00a0 Was hat sich Gott dabei blo\u00df gedacht? Im Kindergottesdienst kam ein Junge auf die rettende Idee:<br \/>\nEs hat Gott einfach gefallen, dass es diese kleinen grauen und wei\u00dfen Tierchen auf der Welt gibt. Und deshalb sind sie da! \u201eEinfach so.\u201d sagt der kleine Kerl \u201eEs muss doch nicht immer alles f\u00fcr irgendwas gut sein.\u201d Stimmt: Das Sch\u00f6ne an unserer Welt sind oft die Dinge, die einfach so, auf der Welt sind. Ohne dass sie unbedingt n\u00f6tig w\u00e4ren:<br \/>\nDer Blumenstrau\u00df beim Nachhausekommen.<br \/>\nDas bunte Laub an den B\u00e4umen im Herbst.<br \/>\nDas freundliche L\u00e4cheln an der Supermarktkasse.<br \/>\nJa, und eigentlich sind wir &#8211; sie und ich &#8211; eigentlich auch nicht n\u00f6tig. Die Welt w\u00e4re ohne uns nicht schlechter als mit uns Menschen. Aber wir sind da! Anscheinend hat Gott es einfach so gefallen &#8211; und dar\u00fcber bin ich so richtig froh.<br \/>\nEinen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen<\/p>\n<p><strong><em>Samstag: Die V\u00f6gel unter dem Himmel<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen<br \/>\nDie Obsternte im Herbst ist ja manchmal eine rechte Plage. So ein Gl\u00fcck, dass ich einen Kirschbaum habe, der sich von ganz alleine aberntet. Und das geht so. Im Sommer, wenn die Kirschen sch\u00f6n reif und weich sind, sind sie anscheinend in den Augen aller V\u00f6gel in 4 km Umkreis die absolute Delikatesse . Und aus heiterem Himmel wimmelt es pl\u00f6tzlich von V\u00f6geln &#8230;. und 3 Stunden sp\u00e4ter h\u00e4ngen da nur noch 600 abgeknabberte Kirschkerne. &#8211; Unglaublich.<br \/>\nSoll ich deshalb ein Netz dr\u00fcber h\u00e4ngen oder Vogelscheuchen aufstellen? Bei dem Baum muss ich immer an Jesu Bergpredigt denken: \u201cSeht euch die V\u00f6gel unter dem Himmel an: Sie s\u00e4en nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ern\u00e4hrt sie doch.\u201d<br \/>\nNaja, dann bin ich mit meinem Baum einer mit mithilft, dass die V\u00f6gel von Gott ern\u00e4hrt werden. Da kann ich ja nicht anfangen Netze zu spannen. Ich bin ja selber froh, dass Gott sich um mich k\u00fcmmert, mich versorgt &#8211; und dass ihn dabei keiner dazwischen kommt. Da w\u00e4re ich n\u00e4mlich auch recht entt\u00e4uscht.<br \/>\nDarum werde ich den V\u00f6geln wohl auch im N\u00e4chsten Jahr die Mahlzeit an meinem Bergpredigt-Baum g\u00f6nnen.<br \/>\nEinen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; Montag: Der Pfarrer mit dem Colt &#8211; Dienstag: Ich in meinem Raumschiff Wohnmobil &#8211; Mittwoch: Der Preis des richtigen Wegs &#8211; Donnerstag: 200 Km Landschaft &#8211; Freitag: Wozu sind M\u00e4use gut? &#8211; Samstag:Die V\u00f6gel unter dem Himmel <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=903\">ich will weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"Andachten auf Charivari 98,6 im September 2012","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[238],"tags":[322,325,326,324,323],"class_list":["post-903","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-radioandachten-2012","tag-bergpredigt","tag-camping","tag-gewalt","tag-schoepfung","tag-stau"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4BNB2-ez","jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/903","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=903"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/903\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":904,"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/903\/revisions\/904"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=903"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=903"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=903"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}