{"id":881,"date":"2013-05-10T21:02:51","date_gmt":"2013-05-10T19:02:51","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=881"},"modified":"2014-05-10T21:17:35","modified_gmt":"2014-05-10T19:17:35","slug":"radioandachten-auf-charivari-986-im-mai-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=881","title":{"rendered":"Radioandachten auf Charivari 98,6 im Mai 2013"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Montag: Pfingsten<br \/>\nDienstag:Bunt!<br \/>\nMittwoch:in Gedanken versinken<br \/>\nDonnerstag: Der Name Gottes<br \/>\nFreitag: Der Kaktus<br \/>\nSamstag: Grundlagen<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Montag: Pfingsten weltweit<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen,<br \/>\nwir haben Pfingstmontag. Gestern waren \u00fcberall die Gottesdienste zum Pfingstfest.<br \/>\nIn den meisten wurde wahrscheinlich die Pfingsterz\u00e4hlung aus der Bibel vorgelesen:<br \/>\nDie Geschichte mit den J\u00fcngern, die ganz unerwartet vom Geist Gottes ergriffen waren und nun begeistert ihren Glauben weitererz\u00e4hlten, und das in allen m\u00f6glichen Sprachen.<br \/>\nUnd dann kommt diese Aufz\u00e4hlung der Gegenden, aus denen die Leute kamen, die das erlebten: Parther, Meder, Elamiter waren dabei, Menschen aus Phrygien und Pamphylien, \u00c4gypten und der Gegend von Kyrene.<br \/>\nAllein die Ortsnamen sind Zungenbrecher &#8211; und so mancher Pfarrer stolpert auch beim Lesen dr\u00fcber.<br \/>\nIch h\u00f6re dies Liste immer wieder gerne, weil das zeigt, was Pfingsten ausmacht: In alle Himmelsrichtungen wurde die Botschaft vom auferstandenen Jesus weitergetragen. Und sie hat sich weder von sprachlichen Hindernissen, noch von kulturellen Unterschieden bremsen lassen.<br \/>\nEhrlich gesagt: ich habe keine Ahnung, wo Phrygien und Pamphylien sind. &#8211; Aber ich freue mich, dass auch dorthin Menschen den Glauben weitergetragen haben. Diesen Glauben, der Grenzen \u00fcberwindet und den Menschen im Leben weiterhilft.<br \/>\nEinen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen.<\/p>\n<p><strong>Dienstag: Bunt!<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen,<br \/>\nein Freund vor mir hat zur Zeit einen m\u00e4chtigen Streit mit seinem Nachbarn:<br \/>\nDer will n\u00e4mlich, dass mein Freund den Rasen immer rechtzeitig m\u00e4ht, dass keine Blumen bl\u00fchen. Denn sonst w\u00fcrden ja der Samen der Blumen durch den zu ihm in den Garten geweht &#8211; Und dann h\u00e4tte er n\u00e4mlich lauter G\u00e4nsebl\u00fcmchen,\u00a0 Margeriten, und auch noch L\u00f6wenzahn auf seinem edlen Rasen. Und das geht seiner Ansicht nach schon mal gar nicht.<\/p>\n<p>Ich wusste nicht ob, ich lachen oder weinen soll.<br \/>\nDas sind doch Blumen! Die sind doch dazu da, dass sie bl\u00fchen, dass es bunt ist im Garten. Man kann dich nicht alles einf\u00f6rmig in gr\u00fcn lackieren, und dann meinen, das w\u00e4re ein Garten!<\/p>\n<p>Schon der Erfinder des allerersten Gartens &#8211; Gott selber &#8211; hat gesagt: Das alles soll aufgehen und bl\u00fchen, ein jedes nach seiner Art. Jede Blume anders, jedes Gras so, wie es ihm gegeben ist.<br \/>\nUnd auch wir sind bunt und vielf\u00e4ltig gemacht: Ein jeder nach seiner Art!<br \/>\nMit unterschiedlichen Charakterz\u00fcgen, je eigenen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen. Unverwechselbar mit der einen Augen-, Haar und Hautfarbe.<\/p>\n<p>Gott hat unsre Welt bunt geschaffen &#8211; und dar\u00fcber k\u00f6nnen wir froh sein:<br \/>\nBunte Menschen in B\u00fcros und Klassenzimmern, und bittesch\u00f6n auch bunte Blumen in den G\u00e4rten.<\/p>\n<p><strong>\fMittwoch: in Gedanken versinken<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen,<br \/>\ngestern habe ich beim Joggen eine Frau ganz f\u00fcrchterlich erschreckt. Eigentlich habe ich ja nur \u201eguten Morgen\u201d gerufen, als ich sie beim Stra\u00dfenkehren gesehen habe.<br \/>\nMensch, ist die zusammengezuckt. &#8211; Die war total in ihren Gedanken versunken mit ihrem Besen in ihrer Garageneinfahrt.<br \/>\nJa, so richtig tief in seine Gedanken versinken, seinen eigenen \u00dcberlegungen zuh\u00f6ren, und dabei mal wieder zur Ruhe und zu sich selbst finden. Das hat etwas!<br \/>\nViel zu oft lenke ich mich ab, hole mir den MP3-Player und lass mich gut berieseln mit Musik oder einem Podcast &#8211; und merke: Ich werde gut unterhalten &#8211; aber mit mir selbst unterhalte ich mich viel zu selten.<br \/>\nEs wird Zeit, dass ich mal wieder so etwas ganz Langweiliges mache:<br \/>\nStra\u00dfenkehren, oder Unkraut j\u00e4ten &#8211; ganz ohne Entertainment &#8211; ganz allein mit mir und mit meinen Gedanken.<br \/>\nEinen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen.<\/p>\n<p><strong>\fDonnerstag: Der Name Gottes<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen,<br \/>\nmanchmal k\u00f6nnen Sch\u00fcler ja Fragen stellen, die nur auf den ersten Blick einfach und harmlos klingen: \u201eHerr Seidel, wie hei\u00dft denn eigentlich Gott? Der muss doch auch einen richtigen Namen haben! &#8211; Oder?\u201d<br \/>\nNat\u00fcrlich gibts da eine Antwort und ich kanne ja auch die biblische Geschichte dazu:<br \/>\nMose entdeckt diesen brennenden Dornbusch wo Gott zu ihm spricht und ihn beauftragt, sein Volk aus \u00c4gypten zu befreien. Und als Mose diesen Gott nach seinen Namen fragt, latet die Antwort: \u201eIch bin, der ich bin\u201d.<br \/>\nBis heute r\u00e4tselt man herum, was es mit diesem seltsamen Wortspiel auf sich hat.\u201eIch bin, der ich bin\u201d.<br \/>\nEin Gott, der da ist, der dieses Volk rettet &#8211; aber der sich nicht so einfach auf einen sch\u00f6nen Namen oder eine bestimmte Vorstellung festnageln l\u00e4sst.<br \/>\nEr ist da, aber immer wieder anders. Mal erscheint alles klar, ein andermal verstehe ich diesen Gott und seine Wege \u00fcberhaupt nicht.<br \/>\nEinen richtigen Namen hat mein Sch\u00fcler h\u00f6ren wollen. \u201eIch bin, der ich bin\u201d. &#8211; nein, das hat ihm nicht behagt, das war ihm zu wenig.<br \/>\nAber sp\u00e4ter im Unterricht, als wir mit Mose am Schilfmeer mitgefiebert und bei der Rettung mitgejubelt, haben &#8211; da war ihm klar: Egal, was, dieser Name bedeutet: Es scheint sich zu lohnen, diesem Gott in seinem Leben Vertrauen zu schenken.<br \/>\nEinen guten Tag w\u00fcnsche ich ihnen.<\/p>\n<p><strong>\fFreitag: Der Kaktus<\/strong><br \/>\nGuten Morgen,<\/p>\n<p>In meinem Dorf gibts ein Haus, das wohnt schon lange keiner mehr drin. Die letzte Bewohnerin ist vor einiger Zeit verstorben- und seitdem liegt es im Dornr\u00f6schenschlaf. Die Blumen auf dem Fensterbrett sind vertrocknet, die Vorh\u00e4nge staubig, alles trist und leblos &#8211; nur der gro\u00dfe Kaktus im Wohnzimmerfenster scheint das alles zu \u00fcberstehen. K\u00fcrzlich hat er sogar gebl\u00fcht. Einfach so, inmitten dieser verlassenen Welt.<br \/>\nSo ein Kaktus ist einfach ein Ph\u00e4nomen &#8211; der \u00fcberlebt ja offenbar unglaublich lange Zeit ohne jegliche Pflege und Aufmerksamkeit.<br \/>\nJetzt hatten wir in unserer Kirche Silberne Konfirmation. Da kommen ja auch Menschen, die in den 25 Jahren seit ihrer Konfirmation ihren Glauben nicht besonders intensiv gepflegt haben. Jedenfalls sind sie mir im Gottesdienst\u00a0 nicht aufgefallen.<br \/>\nDenen habe ich dann in der Predigt vom kleinen Kaktus \u201eGlaube\u201d erz\u00e4hlt. Von dieser Pflanze, die lange ohne jede Zuwendung und Pflege \u00fcberlebt. Aber in der gro\u00dfes Potential steckt. Das merkt man gerade dann, wenn da, wo keiner damit gerechnet h\u00e4tte. wo jeder andere aufgegeben h\u00e4tte, sich \u00fcber Nacht eine wundersch\u00f6ne\u00a0 Kaktusbl\u00fcte entfaltet.<br \/>\nIch sags ihnen: ich bin froh, \u00fcber jeden, der seinen alten vertrockneten Glaubens-Kaktus nicht \u00fcber Bord schmei\u00dft &#8211; auch wenn er ert wieder zur Goldenen Konfirmation vorbeischaut.<br \/>\nEinen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen<\/p>\n<p><strong>Samstag: Grundlagen schaffen<\/strong><br \/>\nGuten Morgen,<br \/>\nzwei Kilometer von uns entfernt entsteht eine neue Eisenbahnbr\u00fccke. Ein riesiges Monstrum soll das werden 500 Meter lang<br \/>\nNur sieht man davon fast nichts. Nur eine Maschine, die 60 Meter tiefe L\u00f6cher in den Boden bohrt &#8211; und das seit Monaten. Also: gef\u00fchlt passiert da momentan rein gar nichts, was nach Eisenbahnbr\u00fccke aussieht.<br \/>\nAber eigentlich ist klar: Diese gewaltige Br\u00fccke braucht eine vern\u00fcnftige Grundlage &#8211; tiefe Fundamente im Boden, der hier im Aurachtal eher weich und nachgiebig ist. Das w\u00e4re ja sonst nicht das erste Bauwerk, bei dem Millionen in den Sand gesetzt werden, weil man bei den Grundlagen geschlampt h\u00e4tte.<br \/>\nFundamente setzen, vern\u00fcnftige Grundlagen schaffen &#8211; das ist im ganzen Leben nichts spektakul\u00e4res.<br \/>\nIn der Schule die Vokabeln lernen.<br \/>\nAls Konfirmand Gebote und Gleichnisse kennenlernen.<br \/>\nIn einer Liebesbeziehung Vertrauen aufbauen, indem man Krisenzeiten zusammen durchsteht.<br \/>\nDas sind nicht die Dinge, die besonders viel Spa\u00df machen &#8211; aber wir tun gut daran, in diese Grundlagen Zeit und Kraft zu investieren &#8211; Damit darauf das ganze, was Sch\u00f6n ist im Leben ist, vern\u00fcnftig aufbauen kann.<\/p>\n<p>Einen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag: Pfingsten Dienstag:Bunt! 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