{"id":4,"date":"2014-01-19T12:49:13","date_gmt":"2014-01-19T10:49:13","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=4"},"modified":"2014-05-07T00:00:12","modified_gmt":"2014-05-06T22:00:12","slug":"predigt-zu-gott-gehoeren-jesaja-43-1-4-19-januar-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=4","title":{"rendered":"Predigt: Zu Gott geh\u00f6ren (Jesaja 43, 1-4) 19. Januar 2014"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/jesaja43.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"5\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=5\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/jesaja43.jpg?fit=500%2C320&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"500,320\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"jesaja43\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/jesaja43.jpg?fit=500%2C320&amp;ssl=1\" class=\" wp-image-5 alignright\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/jesaja43.jpg?resize=337%2C216\" alt=\"jesaja43\" width=\"337\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/jesaja43.jpg?w=500&amp;ssl=1 500w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/jesaja43.jpg?resize=300%2C192&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/jesaja43.jpg?resize=400%2C256&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/jesaja43.jpg?resize=150%2C96&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/jesaja43.jpg?resize=234%2C150&amp;ssl=1 234w\" sizes=\"auto, (max-width: 337px) 100vw, 337px\" \/><\/a><span style=\"color: #800080;\">Es ist schon erstaunlich, wem ich eigentlich alles geh\u00f6re &#8211; wer alles Anspruch auf mich erhebt. <\/span><br \/>\n<span style=\"color: #800080;\">In Jesaja 42 erkl\u00e4rt Gott seinen Anspruch auf mein Leben. Er sagt: \u201cDu bist mein\u201d.\u00a0<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Predigttext: Jesaja 43, 1-4<br \/>\n<i>Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: F\u00fcrchte dich nicht, denn ich habe dich erl\u00f6st; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! 2 Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Str\u00f6me nicht ers\u00e4ufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen.<br \/>\n3 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland.<\/i><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\njeder der in Franken gro\u00df geworden ist, dem ist irgendwann im Leben einmal diese eine seltsame Frage gestellt worden &#8211; diese Frage, die es so wohl nur in unseren Breitengraden gibt: \u201eSag mal, wem g\u00b4h\u00f6rst denn du?\u201d.<!--more--><\/p>\n<p><b><i>Wem geh\u00f6rst du denn?<\/i><\/b><\/p>\n<p>Ja &#8211; wem geh\u00f6re ich? &#8211; Die Fragestellerin (meistens sind da ja etwas \u00e4ltere Damen) will eigentlich nur wissen, wer meine Eltern sind. Aber die Frage hat es in sich: \u201cWem geh\u00f6rst du denn?\u201d.<br \/>\nIch habe es mir mal \u00fcberlegt: Irgendwie habe ich das Gef\u00fchl, dass ich ziemlich vielen geh\u00f6re: Zuallererst meiner Familie. Da wird ja auch manchmal darum gerungen, wem der Papa jetzt geh\u00f6rt, mit wem er jetzt spielen muss &#8211; und auch sonst f\u00fchle ich mich meinen Damen daheim ziemlich verpflichtet. Ich kann nicht einfach abhauen &#8211; anscheinend geh\u00f6re ich ihnen.<br \/>\nDann denke ich an meinen Arbeitgeber, die Kirche &#8211; die nimmt mich ziemlich in Anspruch. Auch wenn sie nie sagen w\u00fcrde: \u201cDer Seidel geh\u00f6rt mir\u201d. Irgendwie ist es ja doch so, dass in der Kirche wie in vielen Firmen auch, der Arbeitgeber Engagement erwartet, das \u00fcber die offizielle Arbeitszeit hinausgeht, man soll jederzeit f\u00fcr Anrufe zur Verf\u00fcgung stehen &#8230; naja, irgendwie geh\u00f6rt man seinem Chef auch ein bisschen. Familie &#8230; Arbeitgeber &#8230; man k\u00f6nnte viele andere Beispiele finden, wo wir erleben, dass jemand uns haben m\u00f6chte, Besitz von uns ergreifen.<\/p>\n<p>Ob es die Liebe ist, die sagt: Du geh\u00f6rst mir!<br \/>\nOder eine Firma, eine Partei, eine Organisation die sagt: Du bist unser Mann!<br \/>\nDa steckt beides darin: Hinwendung, Wertsch\u00e4tzung, aber eben auch ein Besitzanspruch. &#8211; Jeder von uns muss seinen Weg finden, mit diesem Besitzanspr\u00fcchen, diesen Forderungen umzugehen.<\/p>\n<p><b><i>Gott sagt: Du geh\u00f6rst mir<\/i><\/b><\/p>\n<p>Unser Predigttext ist ein Abschnitt aus dem Prophetenbuch des Jesaja, in dem Gott seinen Besitzanspruch an uns Menschen formuliert. \u201edu bist mein\u201d! Du geh\u00f6rst mir. Du, Mensch geh\u00f6rst Gott!<br \/>\nF\u00fcrchte dich nicht, denn ich habe dich erl\u00f6st; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!<br \/>\nDieser Satz ist ein Klassiker im Bereich der Taufspr\u00fcche. Wahrscheinlich deshalb, weil es um den Namen geht, bei dem der Mensch gerufen wird. Aber viel happiger und schwerwiegender sind die letzten drei W\u00f6rter: \u201eDu bist mein\u201d. Denn hier geht da ja auch um einen Besitzanspruch &#8211; n\u00e4mlich den Anspruch Gottes auf das Leben eines Menschen.<\/p>\n<p>Bedeutet das, dass da noch einer an mir herumzerrt? Dass da noch jemand ist, der eine Scheibe von mir besitzen will?\u00a0 Nein, es geht um viel mehr! Was das konkret hei\u00dfen kann, m\u00f6chte ich an vier Punkten deutlich machen.<\/p>\n<p><b><i>Heimat haben<\/i><\/b><\/p>\n<p>Erstens: Wenn ich Gott geh\u00f6re, wei\u00df ich auch, wohin ich geh\u00f6re. &#8211; Ich habe eine Heimat bei Gott.<br \/>\nIn einer unglaublich mobilen und sich in jeder Hinsicht wandelnden Welt ist es gut, wenn man wei\u00df, wo man hingeh\u00f6rt. Wenn man einen Ort, eine Heimat, eine Herkunft hat. Einen Ruhepunkt, wo man ausschnaufen kann, wenn einem alles zuviel wird. Einen Schutzraum, wo hin\u00a0 man sich zur\u00fcckziehen kann, wenn gerade alles schief geht. Ein \u201ewoher\u201d, wo man nahe bei seinen Wurzeln ist.<br \/>\nHeimat in dieser Hinsicht kann einem die Familie und das Heimatdorf sein &#8211; selbst dann, wenn man nur einmal im Jahr zur Kirchweih nach Brunn kommt. Aber man wei\u00df: Das ist mein \u201eDaheim\u201d.<\/p>\n<p>Und dann denke ich an den verlorenen Sohn: Der nach seiner Odyssee froh ist, dass er sich an seine Heimat, an seinen Vater erinnert, und dort einen Neuanfang finden kann. Offene Arme, die schon lange auf ihn gewartet haben. Ein liebevolles \u201eWillkommen\u201d, das Gef\u00fchl, wieder zur Ruhe zu kommen &#8211; und wieder zu sich selbst zu kommen.<br \/>\nJesus sagt: Gott ist dieser Vater, diese Heimat. Er kennt dich seit deiner Geburt, du geh\u00f6rst zu ihm, er hat dich geschaffen und zu ihm kannst du jederzeit kommen. Egal war kommt, egal was war.<\/p>\n<p><b><i>Identit\u00e4t<\/i><\/b><\/p>\n<p>Zweites: Gott sagt \u201eich habe dich bei deinem Namen gerufen\u201d &#8211; und sagt mir damit, wer ich bin. Kein Mensch kann von alleine wissen, wer er ist. Erst wenn ich anderen gegen\u00fcberstehe, wenn sie mich ansprechen, dann wei\u00df ich, wer ich bin, was ich ihnen bedeute, was sie von mir halten. Philosophisch gesprochen: Erst durch das Du werde ich zum Ich!<\/p>\n<p>So manches Du dr\u00fcckt mir Wertsch\u00e4tzung und Zuneigung aus. Als Eltern zum Beispiel haben wir da eine gewaltige Verantwortung, f\u00fcr das \u201cIch\u201d der Kinder. Denn wir sind es, die ihnen vermitteln, dass sie geliebt, wertvoll, und wunderbare Einzelst\u00fccke sind. Oder wir bringen ihnen bei dass sie unerw\u00fcnscht, wertlos und st\u00f6rend sind &#8211; und sie werden genau das werden.<\/p>\n<p>Jetzt m\u00fcssen wir noch einmal zur Taufe zur\u00fcck. Wir haben unseren Namen nat\u00fcrlich schon vor der Taufe bekommen. Sonst h\u00e4tten die nicht Getauften ja gar keinen Namen. Aber bei der Taufe sprechen wir den Namen des kleinen Erdenb\u00fcrgers vor Gott aus. Er wird auch f\u00fcr Gott ein Du &#8211; und so kann er auch ein \u201eich\u201d werden. Ein \u201eich\u201d im Gegen\u00fcber von Gott.<\/p>\n<p>Wem das zu abstrakt ist: Ich kenne jemanden, der hat sich damit gebr\u00fcstet, dass sein Vater einmal Barack Obama, den Pr\u00e4sidenten der USA getroffen hat und ihm vorgestellt worden ist. Und er ist der festen \u00dcberzeugung, dass sein Vater deshalb ein ganz Besonderer ist. Da k\u00f6nnen wir als Getaufte nur m\u00fcde l\u00e4cheln. Denn wir wurden in\u00a0 der Taufe Gott h\u00f6chstpers\u00f6nlich mit Namen vorgestellt &#8211; und nicht nur irgend einem Pr\u00e4sidenten. Und das ist nun wirklich etwas ganz gro\u00dfartiges.<\/p>\n<p><b><i>Einer k\u00e4mpft f\u00fcr mich<\/i><\/b><\/p>\n<p>Drittens: <i>F\u00fcrchte dich nicht, denn ich habe dich erl\u00f6st; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Str\u00f6me nicht ers\u00e4ufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen<\/i><\/p>\n<p>Gott geht mit seinen Kindern anders um als Konfirmanden mit ihrem Smartphone. Es passt n\u00e4mlich auf sie auf. Wer ihm geh\u00f6rt, auf den wirft er auch ein achtsames Auge.<br \/>\n<i>Wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen &#8211; <\/i>das klingt auf den ersten Blick fast \u00fcbermenschlich-unverletzlich. Aber halt: Idylle ist etwas Anderes!\u00a0 \u201eWenn du ins Feuer gehst\u201d steht da. Wer geht schon gerne freiwillig durchs Feuer. Hier steht nichts davon, dass Gott uns alles Unangenehme und Schwere vom Hals h\u00e4lt, dass alles glatt l\u00e4uft. Aber wenns durch Feuer geht, dann ist er auf meiner Seite und bewahrt mich davor, darin zugrunde zu gehen. Darum geht es bei Gottes Segen.<\/p>\n<p><b><i>Ein Weg und ein Ziel<\/i><\/b><\/p>\n<p>Der Vierte und letzte Punkt: Wenn ich zu Gott geh\u00f6re, bringt das auch Verantwortung mit sich. Eingangs habe ich es schon erw\u00e4hnt: Wenn ich jemandem geh\u00f6re, erhebt er auch einen Anspruch an mich, will mitbestimmen. Wenn ich meiner Familie geh\u00f6re, m\u00f6chte sie meine Anwesenheit und mein Mithelfen und Mitdenken daheim.<br \/>\nWenn ich als Getaufter zu Gott geh\u00f6re &#8211; dann m\u00f6chte er auch etwas von mir. Dann ist die Nachfolge die logische Konsequenz. So, wie Jesus seinen J\u00fcngern gesagt hat \u201efolge mir nach\u201d, so sind auch wir gefordert, in unsrem Reden und Handeln seinem Willen zu entsprechen. Unsere Begabungen und F\u00e4higkeiten f\u00fcr ihn einzusetzen. Liebe zu \u00fcben und bereit sein, anderen zu vergeben. Und nicht zuletzt andere f\u00fcr den Glauben zu gewinnen.<\/p>\n<p>Getauftes Kind Gottes zu sein ist Gabe und Aufgabe. Gott zu geh\u00f6ren ist ein Geschenk, aber es fordert mich auch heraus, dem entsprechend mein Leben zu gestalten. Mal gelingt es mir besser, mal f\u00e4llt es mir richtig schwer. Ein auf und ab.<\/p>\n<p>Und manchmal fragt man sich vielleicht, ob man das denn \u00fcberhaupt gut genug hinbringt &#8211; oder Gott vielleicht schon abwinkt und sagt: Das war wohl nichts. Genau dann hat unser Predigttext wieder seinen Auftritt und erinnert uns daran: Dass wir zu Gott zu geh\u00f6ren ist seine Entscheidung gewesen, nicht unser K\u00f6nnen:<i> F\u00fcrchte dich nicht, denn ich habe dich erl\u00f6st; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!<\/i><\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hinweis: Das Bild rechts oben zeigt den \u201cVerstaler\u201d der Goldschmiedin Claudia Mohr mit den eingravierten Vers aus Jesaja 43: Weitere Verstaler finden Sie in ihrem Atelier <a id=\"Text1Link1\" href=\"http:\/\/www.herrlichkeiten.com\">Herrlichkeiten.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist schon erstaunlich, wem ich eigentlich alles geh\u00f6re &#8211; wer alles Anspruch auf mich erhebt. In Jesaja 42 erkl\u00e4rt Gott seinen Anspruch auf mein Leben. 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