{"id":3776,"date":"2019-03-12T21:02:49","date_gmt":"2019-03-12T20:02:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=3776"},"modified":"2019-03-12T21:04:46","modified_gmt":"2019-03-12T20:04:46","slug":"radionandachten-im-maerz-2019-auf-charivari-986","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=3776","title":{"rendered":"Radionandachten im M\u00e4rz 2019 auf Charivari 98,6"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-playlist wp-audio-playlist wp-playlist-light\">\n\t\t\t<div class=\"wp-playlist-current-item\"><\/div>\n\t\t<audio controls=\"controls\" preload=\"none\" width=\"858\"\n\t\t\t><\/audio>\n\t<div class=\"wp-playlist-next\"><\/div>\n\t<div class=\"wp-playlist-prev\"><\/div>\n\t<noscript>\n\t<ol>\n\t\t<li><a href='https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Unbewegliche_leiter.mp3'>unbewegliche leiter<\/a><\/li><li><a href='https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Palmkaetzchen.mp3'>Palmkaetzchen<\/a><\/li><li><a href='https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Aschermittwoch.mp3'>Aschermittwoch<\/a><\/li><li><a href='https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Messnerin_Frieda.mp3'>Messnerin Frieda<\/a><\/li><li><a href='https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Tacheles.mp3'>Tacheles reden<\/a><\/li><li><a href='https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Lebenssuppe.mp3'>Lebenssuppe<\/a><\/li>\t<\/ol>\n\t<\/noscript>\n\t<script type=\"application\/json\" class=\"wp-playlist-script\">{\"type\":\"audio\",\"tracklist\":true,\"tracknumbers\":true,\"images\":false,\"artists\":false,\"tracks\":[{\"src\":\"https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Unbewegliche_leiter.mp3\",\"type\":\"audio\/mpeg\",\"title\":\"unbewegliche leiter\",\"caption\":\"\",\"description\":\"\\\"unbewegliche 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So, als h\u00e4tte\nsie ein Handwerker eben mal stehen lassen, weil er etwas repariert hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber in Wirklichkeit lehnt sie da schon seit \u00fcber 250\nJahren. Und keiner r\u00e4umt sie auf. Denn diese Kirche teilen sich sechs\nverschiedene christliche Konfessionen: Katholische Kirche,\ngriechisch-orthodoxe, Syrisch-orthodoxe und einige andere. Die sind dich\nuntereinander eher selten einig. Immer wieder gibt es Streit \u2013 seit\nJahrhunderten ist das so. Sie ahnen es: In der Frage, wem die Leiter geh\u00f6rt,\nund was man damit macht, wurde man sich nie einig \u2013 also steht sie immer noch\nda. Seit 250 Jahren!<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df nicht, ob ich dar\u00fcber lachen oder weinen\nsoll. Vor allem, wenn ich daran denke, dass es das ja auch mitten unter uns\ngibt. Wo in Familien nichts mehr vorw\u00e4rts und r\u00fcckw\u00e4rts geht \u2013 weil die\nSituation so verfahren ist, und keiner sein Gesicht verlieren will.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Da m\u00f6chte ich sagen: Kommt \u2026 fasst euch ein Herz!\nSpringt mal \u00fcber euren Schatten, \u00fcber euren Stolz oder \u00fcber euer Gekr\u00e4nktsein.\nUnd sucht nach L\u00f6sungen. Ihr habt keine 250 Jahre Zeit, um das auszusitzen.\nEuer Leben ist zu kurz und zu wertvoll, um es mit sturem Stillstand zu\nvergeuden.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Palmk\u00e4tzchen<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Guten Morgen<br>Letzte Woche habe ich beim Sonntagsspaziergang tats\u00e4chlich die ersten Palmk\u00e4tzchen entdeckt. Direkt an der Stra\u00dfe haben mir entgegen gegl\u00e4nzt: Silbern, mit ihrer flauschigen Oberfl\u00e4che. Palmk\u00e4tzchen, die allerersten Fr\u00fchlingsboten, die mir sagen: So, der Winter ist jetzt bald rum, es geht wieder nausw\u00e4rts.<\/p>\n\n\n\n<p>Palmk\u00e4tzchen haben schon ihren besonderen Reiz \u2013 und\nso mancher nimmt sich da auch gerne ein paar mit nach Hause und stellt sie in\neine Vase. Aber das soll man ja nicht machen! Denn die Pollen des Palmk\u00e4tzchens\nsind das erste und wichtigste Futter f\u00fcr Bienen nach der Winterruhe. Die\nbrauchen das dringend, sonst kommen die nicht in die G\u00e4nge! <\/p>\n\n\n\n<p>Und ich wei\u00df schon, wie viele dann sagen: Ach, die\npaar \u00c4stchen, die ich mir nehme \u2026. Und da kriege ich einen Zorn: Unterschriften\nf\u00fcr \u201erettet die Bienen\u201c das kriegen wir alle super hin. Da tut ja auch nicht weh!\nMan fordert ja, dass die anderen was f\u00fcr die Bienen tun sollen. <br>\nAber selber mal was machen! Das rettet die Bienen! Wer f\u00fcr die Bienen schreit,\nder muss jetzt die Palmk\u00e4tzchen drau\u00dfen lassen und in seinem Garten daf\u00fcr\nsorgen, dass etwas bl\u00fcht \u2013 statt nur Golfrasen und Steine zu pflegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles andere w\u00e4re scheinheilig<\/p>\n\n\n\n<p>Einen guten Tag w\u00fcnsche\nich Ihnen<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Aschermittwoch<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAm Aschermittwoch ist alles vorbei!\u201d Das alte\nKarnevalslied kennen wohl auch die gr\u00f6\u00dften Faschingsmuffel.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eAlles vorbei!\nDas klingt ja fast nach Weltuntergang. Wie gut, wenn man am Faschingsdienstag\nnoch mal gescheit das Leben genossen hat.<br>\nNaja, vielleicht schlagen ja deshalb einiger v\u00f6llig \u00fcber die Str\u00e4nge.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber eigentlich geht\u2019s am Aschermittwoch erst richtig\nlos! N\u00e4mlich die 7 Wochen vor Ostern fangen da an. &nbsp;Diese \u201eFastenzeit\u201d \u2013 wo manche versuchen auf\nAlkohol oder Schokolade zu verzichten \u2013 die hat ihr &nbsp;Vorbild darin, dass Jesus auch einmal 40 Tage\nlang in der W\u00fcste gefastet hat: Da hat er sich darauf vorbereitet, anschlie\u00dfend\nsein Leben als Prediger und Heiler zu f\u00fchren .<\/p>\n\n\n\n<p>Am Aschermittwoch muss nichts vorbei sein \u2013 da k\u00f6nnte\neher etwas anfangen: N\u00e4mlich das Nachdenken dar\u00fcber, was mir im Leben wirklich\nwichtig ist, und was ich dringend machen oder \u00e4ndern will. <\/p>\n\n\n\n<p>In Ruhe nachdenken, was mir wichtig ist \u2013 um dann\nentschlossen seinen Weg zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr w\u00fcnsche ich ihnen alles Gute.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Gerne arbeiten<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Guten morgen<\/p>\n\n\n\n<p>Frieda, mitte Siebzig wird im Krankenhaus aufgenommen.\nSie ist gest\u00fcrzt, und hat sich den Arm gebrochen. Den Krankenschwestern erz\u00e4hlt\nsie, wie das bl\u00f6d ist, weil jetzt auf der Arbeit grade so viel zu tun w\u00e4re. Und\nes ist ja so schwierig Leute zu finden, die ihren Job kurzfristig \u00fcbernehmen\nk\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schwestern schauen sich an: Mitte Siebzig \u2026 und\nsie redet davon, dass sie bald wieder auf Arbeit m\u00fcsste? \u2026 Ob man da mal einen\nDemenz-Test machen sollte?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Story ist tats\u00e4chlich passiert. Frieda ist\nMessnerin in ihrer Kirchengemeinde. Putzt das Gotteshaus, richtet die Blumen\nund sorgt daf\u00fcr, dass vor dem Gottesdienst alles perfekt vorbereitet ist. Und\ndas schon seit Jahrzehnten. <\/p>\n\n\n\n<p>Das ist ihre Arbeit \u2013 Arbeit, die Frieda gl\u00fccklich\nmacht. Ein Aufgabe, die sie auch mit Mitte siebzig noch gerne tut. Weil es ihr\nsoviel gibt \u2013 f\u00fcr die Menschen&nbsp; und deren\nKirche da zu sein. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben viele solche Friedas in unserem Land. Nur\nnehmen wir sie oft erst wahr, wenn sie sich den Arm gebochen haben. <br>\nAch \u2026 sollten Sie Ihre Frieda mal treffen \u2013 sagen sie ihm doch mal danke f\u00fcr\ndas, was sie tut.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ohne Schwindeln<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die beginnende Fastenzeit hat die Evangelischen\nKirche in diesem Jahr ein etwas ungew\u00f6hnliches Motto ausgegeben: 7 Wochen ohne\nL\u00fcgen!<\/p>\n\n\n\n<p>Da hab ich erst mal gestutzt: Hey, ich bin doch kein notorischen\nL\u00fcgner. Auf der anderen Seite kenne ich nat\u00fcrlich die Versuchung, nicht immer\nganz ehrlich zu sein. Im Restaurant fragt die Bedienung, \u201ehats denn\ngeschmeckt?\u201c, oder eine Freundin strahlt mich an \u201cNa, wie findest du meine neue\nBrille?\u201d <\/p>\n\n\n\n<p>Da erlebe ich, dass es nicht immer einfach ist,\nWahrheit und Freundlichkeit zusammen zu bringen. Und schon bin ich mittendrin\nim Dilemma: Mit kleinen L\u00fcgen und etwas zurechtgebogener (Un-)Wahrheit mache\nich mir das Leben oft leichter und gehe Konflikten aus dem Weg. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df nicht, ob mit knallharter Ehrlichkeit immer\nallen gedienst ist. Aber in den kommenden Fastenzeit k\u00f6nnte man ja mal \u00f6fter\nnachdenken: Ob ich vielleicht zu h\u00e4ufig den bequemen Weg gehe, statt einmal Tacheles\nzu reden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mal sehen, ob ich es schaffe.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen guten Tag w\u00fcnsche\nich Ihnen<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Haar in der Suppe<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eHerr Ober, da ist ein Haar in meiner Suppe.\u201c \u2013 so\nf\u00e4ngt ein Dutzend Witze an. Was aber meistens auf so einem Satz folgt, ist ja\ngar nicht lustig, sondern ein Drama \u2013wenn n\u00e4mlich der Gast wegen dieses\nH\u00e4rchens \u00fcber dem Koch zu Gericht sitzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da frage ich mich schon, ob da in der Suppe au\u00dfer dem\nHaar wirklich gar nichts drin war? Keine Nudeln, kein Markkl\u00f6schen, weder\nSchnittlauch noch Selleriew\u00fcrfel? \u2013 Kann ich mir echt nicht vorstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber es gibt sie wirklich \u2013 die\n\u201eHaar-in-der-Suppe-Finder\u201c! Ich suche in meiner Suppe lieber Leberkl\u00f6\u00dfle, oder\nkleine Broccoli-St\u00fcckchen, oder Rindfleischw\u00fcrfel. Da freue ich mich dann.<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich muss jeder selber wissen, wonach er in\nseiner Lebenssuppe sucht. <br>\nDenn das bestimmt dann seinen Blick aufs Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Haar in der Suppe wird es immer geben \u2013 manchmal\nist es sogar \u00e4rgerlich dick und lang. Aber es ist immer&nbsp; noch meine Entscheidung, ob ich an einem Haar\nverzeifle, oder ob ich munter und dankbar all die anderen guten Zutaten meiner\nLebenssuppe genie\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen guten Tag w\u00fcnsche\nich Ihnen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die unbewegliche Leiter In Jerusalem steht am einem Kirchenfenster &nbsp;der Grabeskirche eine Leiter. So, als h\u00e4tte sie ein Handwerker eben mal stehen lassen, weil er etwas repariert hat. Aber in Wirklichkeit lehnt sie da schon seit \u00fcber 250 Jahren. Und keiner r\u00e4umt sie auf. 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