{"id":3653,"date":"2018-11-23T22:16:56","date_gmt":"2018-11-23T21:16:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=3653"},"modified":"2021-11-24T14:33:35","modified_gmt":"2021-11-24T13:33:35","slug":"predigt-schoene-graeber-schoene-bilder-jesaja-65-17-25-ewigkeitssonntag-25-november-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=3653","title":{"rendered":"Predigt: Sch\u00f6ne Gr\u00e4ber &#8211; sch\u00f6ne Bilder (Jesaja 65, 17-25) Ewigkeitssonntag, 25. November 2018"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-image-fill has-background\" style=\"background:linear-gradient(341deg,rgb(238,238,238) 0%,rgb(169,184,195) 100%)\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\" style=\"background-image:url(https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Johannesfriedhof-1024x576.jpg);background-position:50% 50%\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"880\" height=\"495\" data-attachment-id=\"3655\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=3655\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Johannesfriedhof.jpg?fit=1750%2C984&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1750,984\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Johannesfriedhof\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Johannesfriedhof.jpg?fit=880%2C495&amp;ssl=1\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Johannesfriedhof.jpg?resize=880%2C495&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3655 size-full\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Johannesfriedhof.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Johannesfriedhof.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Johannesfriedhof.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Johannesfriedhof.jpg?resize=1536%2C864&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Johannesfriedhof.jpg?resize=400%2C225&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Johannesfriedhof.jpg?resize=150%2C84&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Johannesfriedhof.jpg?w=1750&amp;ssl=1 1750w\" sizes=\"auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-large-font-size\"> Jesaja 65, 17-25 <\/p>\n\n\n\n<p>Ich gehe mit Konfirmanden \u00fcber den Friedhof und wir erahnen, wie unterschiedlich die Menschen ihren Abschied von geliebten Menschen betrachten. Der Tod steht auf der einen Seite &#8211; aber auf der anderen Seite leuchten uns frohe Bilder entgegen. Die des Propheten Jesaja und die Hoffnungsbilder in unserem Herzen. <\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>Jes 65, 17-19. 23-25<\/em><\/strong><br><em>17 Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird.<br>18 Freuet euch und seid fr\u00f6hlich immerdar \u00fcber das, was ich schaffe. Denn siehe, ich erschaffe Jerusalem zur Wonne und sein Volk zur Freude,<br>19 und ich will fr\u00f6hlich sein \u00fcber Jerusalem und mich freuen \u00fcber mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr h\u00f6ren die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.<br>23 Sie sollen nicht umsonst arbeiten und keine Kinder f\u00fcr einen fr\u00fchen Tod zeugen; denn sie sind das Geschlecht der Gesegneten des HERRN, und ihre Nachkommen sind bei ihnen.<br>24 Und es soll geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich h\u00f6ren.<br>25 Wolf und Lamm sollen beieinander weiden; der L\u00f6we wird Stroh fressen wie das Rind, aber die Schlange muss Erde fressen. Man wird weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>\u201eSch\u00f6ne\u201d Gr\u00e4ber<\/strong><\/em><br>Am Freitag sind wir mit unseren Konfirmanden \u00fcber den Friedhof gegangen.<br>Haben die Gr\u00e4ber in Wilhelmsdorf angesehen.Haben geschaut, welche Symbole und Worte auf den Grabsteinen zu sehen sind. <br>Und die Konfirmanden haben viel entdeckt. Worte, die von Hoffnung sprechen. Von Erinnerung. Davon, dass es hinter unserem Horizont immer etwas gibt, was da ist, aber was wir einfach noch nicht sehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wir haben auch besondere und sch\u00f6ne Gr\u00e4ber entdeckt. Sch\u00f6n fanden sie es, wenn die Gestaltung au\u00dfergew\u00f6hnlich war, oder auch, wenn die verwendeten Materialien besonders nat\u00fcrlich erschienen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend unsere Konfirmanden sich umsehen und austauschen, kommen einige Angeh\u00f6rige zu \u201eihren\u201d Gr\u00e4bern. Denken an ihre Verstorbenen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ob ein Grab besonders sch\u00f6n ist, was soll da diese Frage, hier liegt ein Mensch, der mir wichtig war. Mit dem ich mein Leben geteilt habe, den ich geliebt habe und immer noch lieb habe.<br>\nDas z\u00e4hlt.<br>\nDas macht das Grab zu etwas Besonderen &#8211; so wie einer unserer Konfis mit gro\u00dfer Selbstverst\u00e4ndlichkeit uns das Grab seiner Gro\u00dfeltern als \u201ebesonderes\u201d Grab vorgestellt hat. Eben, weil dort Oma und Opa liegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gr\u00e4ber sind Teil unseres Lebens &#8211; dort nehmen wir Abschied. Und dort werden wir einmal selber unsern Platz finden.<br>\nSo ist der Lauf der Zeit \u2026 so wird es immer sein \u2026 oder doch nicht?<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Jesaja <\/strong><\/em><br><em>Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird.<\/em><br>Jesaja schaut weit nach vorne. <br>Ein neuer Himmel, eine neue Erde &#8211; alles wird einmal anders! <br>Das ist seine Verhei\u00dfung.<br>Unser Kommen und Gehen &#8211; der Schmerz \u00fcber den Abschied &#8211; die Tr\u00e4nen am Grab &#8211; das soll nicht alles gewesen sein.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Freuet euch und seid fr\u00f6hlich immerdar \u00fcber das, was ich schaffe. Denn siehe, ich erschaffe Jerusalem zur Wonne und sein Volk zur Freude,<br>und ich will fr\u00f6hlich sein \u00fcber Jerusalem und mich freuen \u00fcber mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr h\u00f6ren die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Keine sch\u00f6nen Gr\u00e4ber<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Grab kann auch sch\u00f6n sein, weil ein gewisser Frieden dar\u00fcber ruht.<br>Wenn nicht nur \u201ehier ruht in Frieden\u201d eingemei\u00dfelt ist, sondern man selbst davor in Ruhe stehen kann. <br>Wenn man mit dem Unab\u00e4nderlichen seinen Frieden gemacht hat.<br>Wenn man sagen kann: &#8222;Es ist gut so.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber immer wieder stehen wir an Gr\u00e4bern, wo dieser Satz nicht stimmen kann. <br>\nWo ein Unfall einen jungen Vater aus dem Leben rei\u00dft.<br>\nWo der Krebs einer Familie einen Kampf aufzwingt, den man doch nicht gewinnen kann.<br>\nWo Leben abrupt endet, ohne dass man einander Wichtiges sagen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Vergeblich fragen wir nach dem Warum.<br>\nSuchen nach Gott, der doch irgendwie eigentlich der gute und liebe Gott sein m\u00fcsste. <br>\nDa wird mir mein Gott zu einem gro\u00dfen R\u00e4tsel &#8211; zu einem Fremden, gerade, wenn ich seine N\u00e4he am meisten br\u00e4uchte.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Jesaja<\/strong><\/em><br><em>Sie sollen nicht umsonst arbeiten und keine Kinder f\u00fcr einen fr\u00fchen Tod zeugen; denn sie sind das Geschlecht der Gesegneten des HERRN, und ihre Nachkommen sind bei ihnen.<br>Und es soll geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich h\u00f6ren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jesajas Worte malen ein Bild. <br>\nEin Bild von einer Welt nach dieser Welt. <br>\nIn ihr spiegeln sich meine W\u00fcnsche und Hoffnungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Leben, das gelingt.<br>\nDavon, dass der Tod nicht wie ein Blitz in ein Leben einschl\u00e4gt und alles zerst\u00f6rt.<br>\nVon einem Gott, der antwortet. Der uns verstehen l\u00e4sst, warum das alles so gekommen ist. Und einem Gott, der Gebete erh\u00f6rt. <br>\nGott und Mensch miteinander vertraut &#8211; ohne zu fremdeln &#8211; ohne offene Fragen &#8211; niemand muss mehr ein Klagelied anstimmen. <\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Bilder der Konfirmanden<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jesaja malt mit Worten<br>\nUnsere Konfirmanden haben am Freitag mit Stiften gemalt, mit Schere und Klebstoff gestaltet: Wie sie sich das vorstellen, was uns da erwartet, wenn unser Herz einmal nicht mehr schl\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder hat da sein Bild.<br>\nEin helle leichte Welt, umrahmt von Engeln. <br>\nVerschlungene Wege unter der Sonne Gottes.<br>\nEin gr\u00fcnender Garten, mit B\u00e4umen und V\u00f6geln.<br>\nEine endlose Weite im strahlenden Licht.<br>\nEine helles Grau, von dem keiner wei\u00df, was genau gespielt wird.<br>\nEin Ort, wo das Gute vom B\u00f6sen getrennt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>So viele verschiedene Bilder.<br>\nUnd sicher haben unsere Erwartungen auch viel mit unseren eigenen Erfahrungen, Fragen und Sorgen zu tun.<br>\nDa ist viel Platz f\u00fcr Interpretation &#8211; wohl auch deshalb, weil kein menschliches Auge diese Welt je gesehen hat.<br>\nUnd: Wenn diese neue Welt, sich uns so einfach erschlie\u00dfen w\u00fcrde, und nicht kategorial \u00fcberfordern w\u00fcrde, w\u00e4re sie dann ja wohl doch etwas mickrig &#8211; zu klein f\u00fcr unseren lebendigen Gott<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Jesaja<\/strong><\/em><br><em>Wolf und Lamm sollen beieinander weiden; der L\u00f6we wird Stroh fressen wie das Rind, aber die Schlange muss Erde fressen. Man wird weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jesajas Beschreibungen versuchen mit ganz menschlichen Worten diese Welt zu beschreiben, in die unsere Verstorbenen vorausgegangen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie ich es drehe und wende: <br>\nIrgendwie hat sie ihre Anziehungskraft.<br>\nIrgendetwas in mit sagt: Dort ist es gut. <br>\nVielleicht ist es ein tiefes Wissen, welches Gott seinen Gesch\u00f6pfen von jeher eingepflanzt hat.<br>\nDas Wissen um die Endlichkeit unseres Lebens und dieser Welt &#8211; und ein Gef\u00fchl daf\u00fcr, dass da vorne in der Zukunft mehr liegt als hinter uns ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Zukunft, die es uns ein bisschen leichter macht, wenn unser Herz mal wieder recht schmerzhaft mit dem zu k\u00e4mpfen hat was uns aus der Vergangenheit nachgeht.<br><em>Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Amen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich gehe mit Konfirmanden \u00fcber den Friedhof und wir erahnen, wie unterschiedlich die Menschen ihren Abschied von geliebten Menschen betrachten. 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