{"id":3508,"date":"2018-08-07T20:25:56","date_gmt":"2018-08-07T18:25:56","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=3508"},"modified":"2018-10-31T11:43:09","modified_gmt":"2018-10-31T10:43:09","slug":"symbolpredigt-christsein-als-giesskanne-des-lebendigen-wassers-johannes-4-5-15-22-juli-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=3508","title":{"rendered":"Symbolpredigt: Christsein als Gie\u00dfkanne des lebendigen Wassers (Johannes 4, 5-15) 22. Juli 2018"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><span style=\"color: #0000ff;\"><a href=\"http:\/\/pastors-home.de\/?attachment_id=1524\" rel=\"attachment wp-att-1524\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1524\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=1524\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/giesskannenjpg.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"300,225\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"giesskannenjpg\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/giesskannenjpg.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1\" class=\"alignright size-full wp-image-1524\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/giesskannenjpg.jpg?resize=300%2C225\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/giesskannenjpg.jpg?w=300&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/giesskannenjpg.jpg?resize=150%2C113&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/giesskannenjpg.jpg?resize=200%2C150&amp;ssl=1 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Gie\u00dfkanne als Symbol des Christseins &#8211; wir erhalten Wasser des Lebens und geben es weiter. Als Angelpunkt dient das Gespr\u00e4ch Gesu mit der Frau am Jakobsbrunnen.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\neine Gie\u00dfkanne &#8211; was soll denn die in der Kirche? Gab es die eigentlich schon in der Bibel?<br \/>\nNunja &#8211; von Gie\u00dfkannen ist nirgends die Rede, zumindest nicht aus Plastik. Aber dass die Menschen zum Brunnen, zur Zisterne oder zur Wassertonne gelaufen sind, um Wasser f\u00fcr sich, f\u00fcr ihre Tiere und Pflanzen zu holen, davon ist immer wieder die Rede.<\/p>\n<p>Zum Beispiel in der Begebenheit, von der das Johannesevangelium schreibt:<\/p>\n<p><em>Da kam Jesus in eine Stadt Samariens, die hei\u00dft Sychar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Josef gegeben hatte.<\/em><br \/>\n<em>6 Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus m\u00fcde war von der Reise, setzte er sich an den Brunnen; es war um die sechste Stunde.<\/em><br \/>\n<em>7 Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu sch\u00f6pfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken!<\/em><br \/>\n<em>8 Denn seine J\u00fcnger waren in die Stadt gegangen, um Speise zu kaufen.<\/em><br \/>\n<em>9 Da spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie, du, ein Jude, erbittest etwas zu trinken von mir, einer samaritischen Frau? Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern. \u2013<\/em><br \/>\n<em>10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du b\u00e4test ihn, und er g\u00e4be dir lebendiges Wasser.<\/em><br \/>\n<em>11 Spricht zu ihm die Frau: Herr, du hast doch nichts, womit du sch\u00f6pfen k\u00f6nntest, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn lebendiges Wasser?<\/em><br \/>\n<em>12 Bist du etwa mehr als unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? Und er hat daraus getrunken und seine S\u00f6hne und sein Vieh.<\/em><br \/>\n<em>13 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder d\u00fcrsten;<\/em><br \/>\n<em>14 wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht d\u00fcrsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.<\/em><br \/>\n<em>15 Spricht die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nicht d\u00fcrstet und ich nicht herkommen muss, um zu sch\u00f6pfen!<br \/>\n(Joh 4, 5-15)<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nda reden die beiden \u00fcber das Wasser im Brunnen, und eh man sich versieht entsteht ein Gespr\u00e4ch \u00fcber die Bedeutung von Wasser und dar\u00fcber, dass f\u00fcr Jesus Wasser auch ein Symbol f\u00fcr viel mehr ist:<!--more--><br \/>\nEr sagt: \u201ewer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht d\u00fcrsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.\u201d<\/p>\n<p>Sie merken &#8211; da haben wir sofort die Jahreslosung f\u00fcr 2018 im Ohr: Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. (Offenbarung 21,6).<\/p>\n<p>Unser Glaube, seine Kraft, das ist etwas, wie Wasser. Lebensspendend, erfrischend &#8211; aber dummerweise fl\u00fcssig!<\/p>\n<p><em><strong>Christsein als Gie\u00dfkanne<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Und ich stelle mir vor, wie diese Frau da steht: die Tonkanne mit Brunnenwasser balanciert sie auf dem Kopf. Aber das, was Jesus da anbietet &#8230; wo soll dieses lebendige Wasser hin? Wie soll sie das transportieren?<br \/>\nDas geht nur mit dem Gef\u00e4\u00df des eigenen Lebens.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft: Die selbst ist die Kanne &#8211; sie als Person! Ich habe nur dann etwas von diesem Glauben, wenn er in mir ist. Wenn ich Jesus vertraue und von ihm Leben und Erf\u00fcllung erwarte.<br \/>\nDie Begegnung mit Jesus hat f\u00fcr diese Frau nur dann einen Sinn gehabt, wenn sie ihr Leben entsprechend ver\u00e4ndert, ihr Leben zur Gie\u00dfkanne macht, in der das lebendige Wasser pl\u00e4tschert, das ihren Durst nach Gl\u00fcck stillt.<\/p>\n<p>Gott ist bereit, uns Menschen viel zu schenken.<br \/>\nDa reden wir Pfarrer von Hoffnung, die der Glaube schenkt;<br \/>\nvon Erwartung des ewigen Lebens,<br \/>\nvon Kraft aus der H\u00f6he, vom Licht, das es auch in den Tiefen unserer Verzweiflung noch hell macht;<br \/>\nvon der Fr\u00f6hlichkeit der Kinder Gottes.<br \/>\nDas alles w\u00e4re vergeblich, wenn SIE es nicht heimtragen und damit ihre Beete des Alltags bew\u00e4ssern.<\/p>\n<p>Mit meinen eigenen Leben trage ich das alles mit nach Hause. Mit meinem Herzen und meinem Handeln.<\/p>\n<p><strong><em>\u00c4sthetik einer Gie\u00dfkanne<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wie kann das aussehen? Das Glaubens-Gie\u00dfkannen-Leben?<br \/>\nIch habe daheim ganz unterschiedliche Gie\u00dfkannnen. Da gibt es unser neuestes Modell; eine rosafarbene aus der Baywa: Knallige Farbe, und gut in Schuss. Eine weitere ist ein Kindermodell in gr\u00fcn, langweilige Farbe, aber funktionsgerecht. Und der Abschuss ist der blaue Gie\u00dfer hier. Der Dreck au\u00dfen geht schon gar nicht mehr ab; und was noch schlimmer ist, oben an der Einf\u00fcll\u00f6ffnung ist seit l\u00e4ngeren das Plastik gesplittert. Voll peinlich, diese Kanne &#8211; aber sie tut noch immer tadellos ihren Dienst! Die Optik ist wirklich bescheiden; aber wir behalten sie, weil sie genau das leistet, was sie soll: Wasser vom Wasserfass zu den Blumen zu bef\u00f6rdern.<br \/>\nUnd hier habe ich noch eine ganz schicke Kanne &#8230; im Haus sind wir damit unterwegs. Wie so oft im Leben: Stylisch, aber besonders weit kommt man damit nicht.<\/p>\n<p>Unterm Strich, liebe Gemeinde, muss ich bilanzieren: Mit den meisten von denen kann man keinen Staat machen. Aber: Zum Wassertragen sind sie spitze!<br \/>\nDen Bogen zum Christsein zu schlagen f\u00e4llt uns hier sicher nicht schwer. Das Image vom Christsein ist nicht gerade das prickelndste. Versuchen sie mal im Sommerlaub im Strandhotel damit anzugeben, dass sie in der Kirchengemeinde im Posaunenchor spielen, Gemeindebrief austragen oder jeden Abend f\u00fcr ihr Dorf beten &#8230;<\/p>\n<p>Das Christsein ist nicht spektakul\u00e4r. Dann kommt noch die Tatsache, dass auch wir so manche Macken und Schmutzflecken haben. Hie und da sind wir auch ein bisschen aufgearbeitet. Da ist nicht alles ideal.<br \/>\nGenau uns mit unseren Schw\u00e4chen sagt Jesus: Ihr seid mit eurem Glauben Salz dieser Erde, ihr seid das Licht der Welt! Ihr seid Transportmittel f\u00fcr lebendiges Wasser, und damit seid ihr unglaublich wichtig.<br \/>\nIch habe noch nicht geh\u00f6rt, dass eine Gie\u00dfkanne einen Orden bekommen h\u00e4tte, aber ich glaube, dass viele G\u00e4rten ohne Gie\u00dfkanne eine W\u00fcste w\u00e4ren.<\/p>\n<p><strong><em>Glaube im Durch-Fluss<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ein ganz anderer Punkt: Warum sind die meisten Gie\u00dfkannen wohl gr\u00fcn? Ich habe eine Vermutung: Damit es nicht so auff\u00e4llt, wie schnell die Dinger innen mit gr\u00fcnen Algen bewachsen sind, wenn man die Kannen bei warmen Wetter l\u00e4nger bef\u00fcllt stehen l\u00e4sst. Das geht bei den aktuellen Temperaturen rasend schnell. Mir ist das bei einem durchsichtigen Eimer vor ein paar Tagen aufgefallen. 4 Tage stehen lassen, und man kann das Gie\u00dfwasser als Waldmeistersirup verkaufen.<\/p>\n<p>Tja, die Gie\u00dfkanne ist ein Transportmittel; kein dauerhaftes Aufbewahrungs-Beh\u00e4ltnis.<br \/>\nAuch der Glaube muss im Fluss sein, will weitergegeben werden, soll auf den Beeten meines Lebens ausgebracht werden.<br \/>\nEs ist ja nicht so, dass meine Lebens-Gie\u00dfkanne mit der Taufe oder der Konfirmation mit \u201cGlaube\u201d angef\u00fcllt wird und dann ein Leben lang alles geritzt ist.<\/p>\n<p>Der \u201cGie\u00dfer\u201d hat seinen Namen nicht umsonst. Gegossen soll werden!<br \/>\n&#8211; Die Hoffnung die der Glaube bringt, soll auf die k\u00fcmmernden Pfl\u00e4nzchen meines Leben gegossen werden.<br \/>\n&#8211; Die Regeln, die Gott uns als Christen mitgibt, sollen dort ausgebracht werden, wo mancher Wildwuchs zu wuchern beginnt und Schaden anrichten k\u00f6nnte.<br \/>\n&#8211; Die Liebe, die uns geschenkt wird, k\u00f6nnen wir auf unsere Familien und auf Menschen, die Hilfe brauchen, herabregnen lassen.<br \/>\n&#8211; Das Vertrauen, das aus Gottes Versprechen flie\u00dft, sollten wir auch darauf gie\u00dfen, wo manches einst ges\u00e4t ist, aber noch nichts zu sehen ist.<\/p>\n<p>Gar keine Frage, wer so viel gie\u00dft, der braucht Nachschub. Eine Quelle, die ihn mit frischem Wasser versorgt. Ich m\u00f6chte dazu an den etwas r\u00e4tselhaften Satz erinnern, den Jesus zu der Frau am Jakobsbrunnen gesagt hat:<br \/>\nWer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht d\u00fcrsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.<\/p>\n<p>Aus diesen Worten h\u00f6re ich ein Zweifaches heraus: Zum einen das Versprechen, dass man im Glauben eine Quelle hat, die sozusagen von selbst das wieder auff\u00fcllt, was man nach au\u00dfen weitergegeben hat. Zugleich aber auch die klare Ansage, dass das Wasser von Jesus kommt. Jesus gibt mir das Wasser, das wiederum selber zu Quelle wird.<\/p>\n<p>Das klingt an sich unlogisch, aber es deckt sich wohl mit dem, was viele menschliche Gie\u00dfkannen erleben: Sie sp\u00fcren &#8211; gerade in kritischen Zeiten &#8211; wie der Glaube eine Kraftquelle ist, die ihnen weiterhilft, wo sie es selber nicht vermutet h\u00e4tten. Zugleich sp\u00fcren sie, dass das wohl nur deshalb geht, weil eben Gott dahinter steckt.<br \/>\nBeim Glauben in vieles im Fluss &#8211; von der Quelle hin zu denen, die es brauchen. Wie bei der Gie\u00dfkanne eben auch.<\/p>\n<p><em><strong>Gib Laut!<\/strong><\/em><br \/>\nIch komme nun zum letzten Punkt. Und dazu muss ich einmal kr\u00e4ftig Luft holen. (Es folgt ein r\u00f6hrender \u201cTrompetensto\u00df\u201d aus der zum Blasinstrument missbrauchten Gie\u00dfkanne mit der Melodie \u201cEin feste Burg ist unser Gott\u201d) Ja, auch dazu kann man die Gie\u00dfkanne benutzen. Um mal Laut zu geben und nicht nur leise zu treten. Man darf es auch mal h\u00f6ren, dass mir mein Glaube wichtig ist. Ein gewisses christliches Selbstbewusstsein ist wahrscheinlich angebracht.<br \/>\nNicht, weil wir gar so sch\u00f6ne Gie\u00dfkannen w\u00e4ren, aber weil das, was wir transportieren k\u00f6nnen, wirklich etwas ganz Einmaliges ist.<\/p>\n<p>Eine Gie\u00dfkanne ist ein Verteilungs-Instrument.<br \/>\nGlaube will bekannt, laut ausgesprochen werden.<br \/>\nAndere soll auch etwas von unserem Glauben mitbekommen.<\/p>\n<p>Ja, wir sollten unsere Gie\u00dfkannen nicht verstecken &#8211; unser Leben als Christen auch sichtbar oder h\u00f6rbar werden lassen. Damit auch Andere etwas davon merken, welche Sch\u00e4tze der Glaube f\u00fcr uns Menschen birgt.<br \/>\nAmen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gie\u00dfkanne als Symbol des Christseins &#8211; wir erhalten Wasser des Lebens und geben es weiter. 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