{"id":3225,"date":"2017-12-17T08:50:09","date_gmt":"2017-12-17T07:50:09","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=3225"},"modified":"2021-10-11T12:01:44","modified_gmt":"2021-10-11T10:01:44","slug":"predigt-zur-taufe-von-lena-alles-ist-moeglich-dem-der-da-glaubt-markus-9-17-27-3-advent-17-dezember-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=3225","title":{"rendered":"Predigt zur Taufe von Lena: Alles ist m\u00f6glich dem, der da glaubt (Markus 9, 17-27 ) 3. Advent, 17. Dezember 2017"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-image-fill has-background\" style=\"background-color:#ecd1a5\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\" style=\"background-image:url(https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171030_114459-1024x768.jpg);background-position:70% 64%\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"880\" height=\"660\" data-attachment-id=\"3227\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=3227\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171030_114459-scaled.jpg?fit=2560%2C1920&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"2560,1920\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;1.7&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;SM-G950F&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1509363899&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.2&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;64&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.02&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"20171030_114459\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171030_114459-scaled.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171030_114459-scaled.jpg?fit=880%2C660&amp;ssl=1\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171030_114459.jpg?resize=880%2C660&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3227 size-full\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171030_114459-scaled.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171030_114459-scaled.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171030_114459-scaled.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171030_114459-scaled.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171030_114459-scaled.jpg?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171030_114459-scaled.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171030_114459-scaled.jpg?resize=150%2C113&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171030_114459-scaled.jpg?resize=200%2C150&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171030_114459-scaled.jpg?w=1760&amp;ssl=1 1760w\" sizes=\"auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-normal-font-size\">Wie &#8222;gro\u00df&#8220; muss der Glaube sein, damit &#8222;alles m\u00f6glich&#8220; ist? Bei der Predigt zu Lenas Taufe geht es um Potentiale, Vertrauen und eine T\u00fcr zu Gottes Welt, die einen Spalt breit offen steht. Diese Predigt ist im Hauptgottesdienst gehalten worden und kann mit leichten Ver\u00e4nderungen auch im normalen Gottesdienst verwendet werden.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong><em>Predigttext: Mk 9, 17-27<\/em> <\/strong><\/p>\n<p><em>Einer aber aus der Menge antwortete: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist.<\/em><br \/><em>18 Und wo er ihn erwischt, rei\u00dft er ihn zu Boden; und er hat Schaum vor dem Mund und knirscht mit den Z\u00e4hnen und wird starr. Und ich habe mit deinen J\u00fcngern geredet, dass sie ihn austreiben sollen, und sie konnten&#8217;s nicht.<\/em><br \/><em>19 Er antwortete ihnen aber und sprach: O du ungl\u00e4ubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir!<\/em><br \/><em>20 Und sie brachten ihn zu ihm. Und sogleich, als ihn der Geist sah, riss er ihn hin und her. Und er fiel auf die Erde, w\u00e4lzte sich und hatte Schaum vor dem Mund.<\/em><br \/><em>21 Und Jesus fragte seinen Vater: Wie lange ist&#8217;s, dass ihm das widerf\u00e4hrt? Er sprach: Von Kind auf.<\/em><br \/><em>22 Und oft hat er ihn ins Feuer und ins Wasser geworfen, dass er ihn umbr\u00e4chte. Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!<\/em><br \/><em>23 Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst! Alle Dinge sind m\u00f6glich dem, der da glaubt.<\/em><br \/><em>24 Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!<\/em><br \/><em>25 Als nun Jesus sah, dass die Menge zusammenlief, bedrohte er den unreinen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir: Fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn hinein!<\/em><br \/><em>26 Da schrie er und riss ihn heftig hin und her und fuhr aus. Und er lag da wie tot, sodass alle sagten: Er ist tot.<\/em><br \/><em>27 Jesus aber ergriff seine Hand und richtete ihn auf, und er stand auf<\/em><\/p>\n<p>Liebe Tauffamilie, liebe Gemeinde,<br \/>\u201ealles ist m\u00f6glich, dem, der da glaubt\u201d, sagt Jesus dem Vater des kranken Jungen, und tats\u00e4chlich ist es auch so: Ein Wunder geschieht! Da kann man nur begeistert sein und sich freuen, dass sich etwas zum Besseren wendet, obwohl man es nie f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte.<\/p>\n<p><strong><em>DER TRAUM VOM \u201eALLES IST M\u00d6GLICH\u201d<\/em><\/strong><\/p>\n<p>\u201eAlles ist m\u00f6glich, dem, der da glaubt\u201d, der Taufspruch von Lena, den Sie sich ausgew\u00e4hlt haben, ist einer, der grunds\u00e4tzlich Hoffnung verbreitet, der irgendwie die Morgensonne warm aufgehen l\u00e4sst und meine Welt als eine sehen l\u00e4sst, in der alles m\u00f6glich ist &#8211; eine Welt voller M\u00f6glichkeiten, voller Wege, die man gehen kann. Eine Welt, in der es bei meinem Pl\u00e4nen, W\u00fcnschen und Hoffnungen keine Stopp-Schilder oder Sackgassen gibt. Das w\u00e4re doch wunderbar!<\/p>\n<p>Aber oft genug liegt zwischen diesem Traum und dem, was aktuell ist, so einiges im Wege:<br \/>&#8211; Ein kopfsch\u00fcttelndes \u201edas geht nicht\u201d<br \/>&#8211; So eine wegwerfende Handbewegung, gefolgt von \u201edas schaffst du nicht\u201d<br \/>&#8211; Der Seufzer \u201edas klappt doch nie\u201d<br \/>&#8211; Die n\u00fcchterne Feststellung \u201edaf\u00fcr fehlen uns leider die Mittel oder F\u00e4higkeiten.\u201d<!--more--><\/p>\n<p>So viel liegt da zwischen uns und unseren Hoffnungen.<br \/>Wenn man das alles beseitigen konnte&#8230;. &#8211; wie mit einer gro\u00dfen Schaufel alles das wegr\u00e4umen! Bahn frei! Wenn das alles uns nicht mehr aufhalten und ausbremsen w\u00fcrde, das w\u00e4re ein Traum!<\/p>\n<p>\u201e<em>Alles ist m\u00f6glich, dem der da glaubt<\/em>\u201d! Ja&#8230; \u201edem, der da glaubt\u201d &#8230; da sehe ich in meiner Phantasie einen vorbildlichen Menschen mit unersch\u00fctterlichem Glauben und der F\u00e4higkeit, dadurch Berge zu versetzen &#8211; das w\u00e4re ja wirklich gro\u00dfartig. &#8230;. Zumindest dann, wenn man sich vorstellen kann, dass einem die Sandalen des Glaubens-Superhelden nicht zu gro\u00df sind.<\/p>\n<p><em><strong>ROLLE DES GLAUBENS<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Bevor ich jetzt weiter unqualifiziert ins Schw\u00e4rmen verfalle. Kommen wir einmal zur\u00fcck auf den Boden der Tatsachen:<\/p>\n<p>Auf der einen Seite haben wir viele W\u00fcnsche, auf der anderen Seite machen wir die Erfahrung, dass nicht alles klappt wie erhofft.<br \/>Woran liegts? Jesus sagt doch: \u201e<em>alles ist m\u00f6glich, dem, der da glaubt<\/em>\u201d.<br \/>Glauben wir zu wenig? Wer zu wenig glaubt, hat Pech?<\/p>\n<p>Schauen wir doch auf diese Heilungs-Geschichte um Lenas Taufspruch herum:<br \/>Denn die funktioniert n\u00e4mlich anders: Der Vater des Kindes ist ja gerade nicht der Glaubens-Held, der \u00fcber jeden Zweifel erhaben ist. Eigentlich ist er v\u00f6llig ver-zweifelt, ein H\u00e4ufchen Elend, das sich \u00fcber seinen Sohn riesige Sorgen macht. Da ist auch nur begrenzt Hoffnung: \u201e<em>Hab doch Erbarmen mit uns! Hilf uns, wenn du kannst<\/em>!\u201d &#8211; \u201e<em>Wenn du kannst<\/em>\u201d sagt er, das ist ja nicht gerade Ausdruck des allertiefsten Vertrauens. Nachher h\u00f6ren wir ihn sagen. \u201e<em>Ich vertraue dir ja &#8211; hilf mir doch gegen meinen Zweifel<\/em>\u201d<\/p>\n<p>Und es gelingt! Der Junge wird geheilt, obwohl auf den ersten Blick der Glaube des Vaters ein d\u00fcnnes F\u00e4dchen war.<br \/>Geht es etwa gar nicht um \u201eviel&#8220; oder \u201ewenig&#8220; Glauben?<br \/>Sondern um die grunds\u00e4tzliche Frage:<br \/>&#8211; Worauf stehe ich?<br \/>&#8211; Was ist das Fundament meines Lebens?<br \/>&#8211; Auf wen will ich mich verlassen?<\/p>\n<p>Glaube hei\u00dft: Ich baue mein Leben auf Gott, wei\u00df mich in seiner Hand und erwarte, dass letztlich von ihm kommt, was ich zum Leben brauche.<\/p>\n<p>Wer glaubt hat darum eine offene T\u00fcr in seinem Leben, durch die Gott in sein Leben tritt und es ver\u00e4ndern kann.<br \/>Wo ein Mensch diese offene T\u00fcr f\u00fcr Gott hat, durch die der Allm\u00e4chtige eintreten darf, da sind dann auch alle Dinge m\u00f6glich. &#8211;<br \/>Da muss mein Glaube gar nichts weiter aufzuweisen haben, als dass ich mich an diesem Gott festhalte.<br \/>Wo Gott im Spiel ist, da ist eben nichts unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Glaube ist also ein Festhalten an Gottes M\u00f6glichkeiten &#8230; nicht an meinen eigenen Potentialen&#8230; auch nicht an meiner Glaubens-St\u00e4rke oder meinen Glaubens-Zweifeln.<\/p>\n<p>Am Anfang der Geschichte erz\u00e4hlt der Vater ja auch, dass die J\u00fcnger Jesu es auch schon versucht haben, aber mit ihren Heilungsversuchen gescheitert sind.<br \/>Wollten sie im Vertrauen auf eigene Vollmacht den Jungen heilen? Immerhin sind sie ja Jesu ausgew\u00e4hlte J\u00fcngerschar. Haben sie vergessen: Nicht die Glaubenshelden vollbringen die Heilung, das Wunder, sondern Gott selber.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich bedeutet das unterm Strich: Es ist wirklich alles m\u00f6glich &#8211; auch Undenkbares, was meine Hoffnungen \u00fcbersteigt.<br \/>Ich kann es nicht machen &#8211; aber ich kann es erhoffen und meinen Teil dazu tun, dass ich diesen Spalt des Glaubens in meiner Lebenst\u00fcre nicht verschlie\u00dfe.<\/p>\n<p><em><strong>WAS L\u00c4SST DU DIR SAGEN?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Aber da ist noch etwas anderes:<br \/>Vielleicht ist dieser recht vollmundige Satz \u201e<em>Alles ist m\u00f6glich dem, der da glaubt<\/em>\u201d genau das passende Gegengift gegen die vielen S\u00e4tze, die uns immer wieder die Energie und den Mut rauben:<br \/>&#8211; Das kannst du noch nicht<br \/>&#8211; Da habe ich meine Bedenken<br \/>&#8211; Mute dir nicht zu viel zu<br \/>&#8211; Das glaubst du doch selber nicht<br \/>&#8211; Vergiss es!<br \/>Das sind die Worte, die uns oft aufgeben lassen, bevor wir \u00fcberhaupt etwas versucht haben. So, dass wir es dann wirklich nicht mehr hinbekommen.<br \/>Jesus ist hier eine Mutmacher! Er sagt:<br \/>&#8211; Es geht doch!<br \/>&#8211; Versuche es.<br \/>&#8211; Habe Vertrauen zu Gott und zu dir selbst.<br \/>&#8211; Lass dich nicht entmutigen<\/p>\n<p>Das ist doch das, was Lena &#8211; was eigentlich jeder Mensch &#8211; immer wieder braucht: Ermutigung und Best\u00e4tigung. Dass man Vertrauen lernt in die eigenen F\u00e4higkeiten und in die Hilfe Gottes. Das ist auch eine Wichtige Aufgabe f\u00fcr Sie als Eltern und Paten. Dieses doppelte Vertrauen immer wieder in Spiel zu bringen: Du kannst das, und Gott ist auf deiner Seite!<\/p>\n<p>Und das kann man dann ganz unterschiedlich erleben:<br \/>Manchmal schaffst du Gro\u00dfes von ganz alleine &#8211; und Gott schaut zu, und ist stolz darauf, dass er sich so geschaffen hat.<br \/>Manchmal kommst du an deine Grenzen, k\u00e4mpfst und machst, und am Ende hast du das Gef\u00fchl: Ich hab\u00b4s geschafft &#8230; aber irgendwie muss da wohl Gott seine Finger im Spiel gehabt haben.<br \/>Und manchmal hast du eigentlich schon fast kapituliert, weil die eigenen Kr\u00e4fte nie reichen und alles gegen dich steht &#8211; und dann gelingt es doch &#8211; ganz unerwartet, dass man eigentlich nur das Wort \u201eWunder\u201d verwenden kann.<\/p>\n<p>So &#8230; oder so &#8230; oder so &#8230; <em>Alle Dinge sind m\u00f6glich dem, der da glaubt<\/em>.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie &#8222;gro\u00df&#8220; muss der Glaube sein, damit &#8222;alles m\u00f6glich&#8220; ist? 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