{"id":2705,"date":"2016-06-19T08:57:00","date_gmt":"2016-06-19T07:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=2705"},"modified":"2017-02-13T08:58:11","modified_gmt":"2017-02-13T07:58:11","slug":"predigt-vom-wachstum-bis-zur-ernte-predigt-zu-den-neuen-gruenen-paramenten-der-wilhelmsdorfer-kirche-19-juni-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=2705","title":{"rendered":"Predigt: Vom Wachstum bis zur Ernte (Predigt zu den neuen gr\u00fcnen Paramenten der Wilhelmsdorfer Kirche) 19. Juni 2016"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><span style=\"color: #008000;\">Nun <a href=\"http:\/\/pastors-home.de\/?attachment_id=2711\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"2711\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=2711\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1b-1.jpg?fit=900%2C631&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"900,631\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"paramentgruen1b\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1b-1.jpg?fit=880%2C617&amp;ssl=1\" class=\"alignright wp-image-2711 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1b-1-150x150.jpg?resize=150%2C150\" alt=\"paramentgruen1b\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1b-1.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1b-1.jpg?zoom=2&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1b-1.jpg?zoom=3&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>haben wir nach dem violetten Parament auch das gr\u00fcne erneuert. Auch hier hat uns die K\u00fcnsterlin Andrea Thema beraten und den Antwurf dann umgesetzt. Die Ansprache wurde von verschienden Sprechern vorgetragen, der mittlere Teil stammt aus der Feder unseres Vikars Jonas Mo\u00dfdorf<\/span>.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Die wachsende Saat<\/strong><\/p>\n<p>Und Jesus\u00a0 sprach: <em>Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft\u00a0 und schl\u00e4ft und aufsteht, Nacht und Tag; und der Same geht auf und w\u00e4chst &#8211; er wei\u00df nicht wie.\u00a0 Denn von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die \u00c4hre, danach den vollen Weizen in der \u00c4hre.\u00a0 Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.<\/em>(Mk 4, 26-29)<br \/>\nAn dieses kurze Gleichnis hat mich das Motiv unseres Paraments spontan erinnert. Das Weizenkorn, das einfach w\u00e4chst. Ganz von alleine geht es auf, durchbricht die Erdschicht \u00fcber dem Samenkorn und entwickelt sich weiter, vom zarten Spross bis hin zum langen Halm mit beeindruckender \u00c4hre, die sich im Sommerwind biegt. In Streifen \u2013 gr\u00fcn rot gelb braun &#8211; \u00a0zieht sich das Motiv nach oben, ein bisschen erinnert es mich an die Rillen im Getreidehalm, in den Farben erkenne ich das satte Gr\u00fcn der frisch aufgehenden Saat und das Goldgelb des reifen Ackers.<!--more--><\/p>\n<p>\u201c<em>Der Weizen wachset mit Gewalt, dar\u00fcber jauchzet jung und alt<\/em>\u201d so beginnt der siebte Vers von \u201cgeh aus mein Herz\u201d. Wachstum ist eine Macht, eine grundlegene Bewegung, die Gott in unsere Welt hineingepflanzt hat. Nicht nur die Pflanzen wachsen, auch wir Menschen. Unser K\u00f6rper w\u00e4chst knapp zwei Jahrzehnte. Aber auch der innere Mensch, Geist und Seele solle wachsen und reifen.<br \/>\nManches mal muss ich erkennen, dieses Wachsen geht von ganz von alleine. Wachstum, das Reifen eines Menschen braucht Zeit, braucht den passenden Moment. Das kann man nicht so einfach beschleunigen; da waren die Erfinder des Turbo-Abiturs in 8 Jahren nicht die Ersten, die das erkennen mussten. Schon in vielen Kinderg\u00e4rten h\u00e4ngt das afrikanische Sprichwort: \u201cDas Gras w\u00e4chst nicht schneller, wenn man daran zieht\u201d.<\/p>\n<p>Die lange Trinitatiszeit von Juni bis November ist die festlose Zeit. Wir lassen den schnellen Rhythmus von Weihnachten &#8211; Passion &#8211; Ostern \u2013 Himmelfahrt \u2013 Pfingsten hinter uns. Es ist ja so viel gewesen, so viel gefeiert, so viel geh\u00f6rt, so viel ges\u00e4t. Nun ist Zeit zum Abwarten, zum Wachsen,\u2013 Zeit zum Reifen.<\/p>\n<p>Ich atme durch, komme endlich mal wieder zu mir selbst.<br \/>\nNeue Erkenntnisse bl\u00fchen auf.<br \/>\nGute Ideen reifen und nehmen Formen an. Wenn man ihnen Zeit l\u00e4sst \u2013 und nicht schon die unreifen Gedfankenfr\u00fcchte pfl\u00fcckt und damit Schnapsideen erntet.<br \/>\nReich Gottes w\u00e4chst. Die Botschaft seiner Liebe nistet sich ein in meinem Herzen \u2026 in vielen Herzen \u2026 uns ver\u00e4ndert das Gesicht unserer Welt.<\/p>\n<p><em>Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft\u00a0 und schl\u00e4ft und aufsteht, Nacht und Tag; und der Same geht auf und w\u00e4chst &#8211; er wei\u00df nicht wie.\u00a0 Denn von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die \u00c4hre, danach den vollen Weizen in der \u00c4hre.\u00a0 Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da<\/em>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Ernte\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em>Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er alsbald die Sichel hin, denn die Ernte ist da<\/em>. Ich sehe im Motiv unseres Paraments eine Garbe nach der Ernte. Das volle und reife Korn wird von den eifrigen Erntehelfern geschnitten und gesammelt. Jesus selbst kam aus einer Gegend, die haupts\u00e4chlich von einfachen Menschen bewohnt war \u2013 Fischer, Handwerker und sicher auch Bauern waren unter seinen Ersten Zuh\u00f6rern. So verdeutlicht er am Bild der Ernte, an diesem einfachen Bild, die schwierigsten Tatsachen des menschlichen Lebens.<\/p>\n<p>Ihnen widmen wir uns besonders in den Tagen am Ende des Kirchenjahres, durch die uns dieses Parament ab jetzt auch begleiten wird. An ihnen blicken wir auf das, was wir gerne verdr\u00e4ngen m\u00f6gen, auf unsere Endlichkeit.\u00a0 Wie das Korn nach seinem Wachstum geschnitten wird, so wird auch unser Wachstum ein Ende nehmen. Daf\u00fcr kann die Rede von der Ernte stehen. So hei\u00dft es ja schon in einem Volkslied:<a href=\"http:\/\/pastors-home.de\/?attachment_id=2709\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"2709\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=2709\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1c.jpg?fit=1000%2C583&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1000,583\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"paramentgruen1c\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1c.jpg?fit=880%2C513&amp;ssl=1\" class=\"alignright wp-image-2709 \" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1c-300x175.jpg?resize=363%2C212\" alt=\"paramentgruen1c\" width=\"363\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1c.jpg?resize=300%2C175&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1c.jpg?resize=768%2C448&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1c.jpg?resize=400%2C233&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1c.jpg?resize=150%2C87&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1c.jpg?resize=250%2C146&amp;ssl=1 250w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1c.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 363px) 100vw, 363px\" \/><\/a><br \/>\nEs ist ein Schnitter, der hei\u00dft Tod,<br \/>\nHat Gewalt vom h\u00f6chsten Gott,<br \/>\nHeut wetzt er das Messer,<br \/>\nEs schneidt schon viel besser,<br \/>\nBald wird er drein schneiden,<br \/>\nWir m\u00fcssens nur leiden. H\u00fct dich sch\u00f6ns Bl\u00fcmelein!<\/p>\n<p>An unsere Endlichkeit erinnert zu werden ist zun\u00e4chst eine schwere \u00dcbung und doch lehrt sie uns, unser Leben im hier und jetzt auf andere Weise zu sch\u00e4tzen. Wer wei\u00df, dass seine Zeit begrenzt ist, der geht anders durch sein Leben \u2013 bewusster, respektvoller. Wer wei\u00df, dass das Leben ein Geschenk auf Zeit ist, der wird sein Leben und das der Anderen ganz anders wertsch\u00e4tzen. So kann uns die Weizengarbe daran erinnern, dass unsere Zeit ein Geschenk aus Gottes Hand ist, das er eines Tages von uns zur\u00fcckfordern wird.<\/p>\n<p>Die Ernte hat aber noch einen anderen Aspekt, denn das Gerntete geht ja nicht verloren. Nein es wird sorgsam zusammengesammelt und dann eingebracht. So l\u00e4sst Gott unser Leben auch nicht auf dem Feld verdorren, sondern wird seine Ernte einbringen und uns so zu sich f\u00fchren. So ist der Blick auf die Endlichkeit am Ende des Kirchenjahres immer zugleich ein Blick auf die Ewigkeit, die uns Gott versprochen hat. So lesen wir beim Evangelisten Matth\u00e4us: \u201eLasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in B\u00fcndel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune. \u201c<\/p>\n<p>Alles was Gut und Wertvoll ist an unserem Leben wird nicht verloren gehen, sondern seinen Platz bei Gott finden, der es uns geschenkt hat. So schlie\u00dft auch das Volkslied vom Schnitter optimistisch:<br \/>\nTrutz! Tod, komm her, ich f\u00fcrcht dich nicht,<br \/>\nTrutz, eil daher in einem Schnitt.<br \/>\nWenn Sichel mich letzet,<br \/>\nSo werd ich versetzet in den himmlischen Garten, drauf will ich wohl warten.<br \/>\nFreu dich sch\u00f6ns Bl\u00fcmelein.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der enge Weg\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <a href=\"http:\/\/pastors-home.de\/?attachment_id=2710\" rel=\"attachment wp-att-2710\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"2710\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=2710\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1a-1.jpg?fit=900%2C872&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"900,872\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"paramentgruen1a\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1a-1.jpg?fit=880%2C853&amp;ssl=1\" class=\"alignright size-medium wp-image-2710\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1a-1-300x291.jpg?resize=300%2C291\" alt=\"paramentgruen1a\" width=\"300\" height=\"291\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1a-1.jpg?resize=300%2C291&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1a-1.jpg?resize=768%2C744&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1a-1.jpg?resize=310%2C300&amp;ssl=1 310w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1a-1.jpg?resize=150%2C145&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1a-1.jpg?resize=155%2C150&amp;ssl=1 155w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/paramentgruen1a-1.jpg?w=900&amp;ssl=1 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Aber vielleicht sehen Sie beim Betrachten dieses Motives etwas ganz anderes? Kunst ist ja immer offen f\u00fcr ganz unterschiedliche Interpretationen. So kann man sich beim Blick auf diese Streifen auch in einen engen Weg hinein versetzt f\u00fchlen. Links und rechts ziehen sich die W\u00e4nde hoch; weit \u00fcber meinen Kopf\u00a0 hinaus. Gr\u00fcn, rot und braun sind diese W\u00e4nde. Erst weiter vorne, da werden die hohen W\u00e4nde heller und bekommen einen gelben Fabton. Ich gehe einen dunkeln Gang entlang ins Licht. Auch wenn ich ein Ende dieses engen Weges noch nicht erkennen kann.<\/p>\n<p><em>\u201cUnd ob ich schon wanderte im finsteren Tale, f\u00fcrchte ich kein Ungl\u00fcck, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab tr\u00f6sten mich.\u201d <\/em>Ein Satz, der Mut macht. Ein Satz der schon vielen Menschen in der Krise geholfen hat. Er hat ihnen Kraft verliehen und Hoffnung gemacht. Manchmal hat er mehr bewirkt, als es Medikamente vermochten.<br \/>\nDer Blick vom Dunkel hin zum Licht nimmt mir auch die diffuse Angst vor dem was kommt. Ich wei\u00df zwar nicht, was im Leben noch auf mich wartet. Ich habe nicht einmal eine Ahnung, vor welche Herausforderungen ich gestellt werde und welche Wege mir bevorstehen. Aber ich will hoffen, dass auch die dunklen T\u00e4ler meines Lebens diese Farben wiederspiegeln, die ich hier sehe.<br \/>\nDas Gr\u00fcn des Wachstums und der Hoffnung.<br \/>\nDas Rot das Blutes Jesu, der mich erl\u00f6st hat.<br \/>\nUnd das Gelb des Lichtes, der aufgehenden Sonne.<\/p>\n<p>Da entdecke ich, dass dieser Weg nicht einfach so da ist. Er ist eingebettet in das satte Gr\u00fcn dieses Lodenstoffs. Gr\u00fcn Satt: \u201c<em>Er weidet mich auf einer gr\u00fcnen Aue und f\u00fchret mich zum frischen Wasser<\/em>\u201d.<br \/>\nDas ist die Grundlage, auf der alles andere geschieht: Unser Herr als der Gute Hirte, der es gut mit mir meint, der dem Mangel meines Lebens abhilft.<\/p>\n<p>Es ist nicht leicht, die dunklen T\u00e4ler des eigenen Lebens mit dieser gr\u00fcnen Aue zusammenzudenken. Oben an der Kanzel ragt dieser Weg nach unten aus dem Gr\u00fcn des Paraments heraus. Er h\u00e4ngt \u00fcber. So als w\u00e4re der Weg zu lang und zu schwer f\u00fcr das gr\u00fcne Quadrat.<br \/>\nEs geht nicht immer alles eins zu eins auf. Ich kann nicht immer alles als gute F\u00fcgung Gottes verstehen. Manches ragt heraus, bleibt widerst\u00e4ndig, passt einfach nicht in unsere Vorstellung von Gott hinein. Aus diese Erfahrung geh\u00f6rt zu unserem Glauben.<\/p>\n<p>Und doch: Es bleibt das Gr\u00fcn der Hoffnung. Das Gr\u00fcn, des Wachtums. Auch Wachstum unseres Verstehens von Gott. So dass wir einmal im Blick auf unser Leben auch die Worte des Psalms aus vollem Herzen nachsprechen k\u00f6nnen:<br \/>\n<em>Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auch einer gr\u00fcnen Aue und f\u00fchret mich zum frischen Wasser.<br \/>\nUnd ob ich schon wanderte im finsteren Tale, f\u00fcrchte ich kein Ungl\u00fcck, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab tr\u00f6sten mich.<\/em><\/p>\n<p>Amen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun haben wir nach dem violetten Parament auch das gr\u00fcne erneuert. Auch hier hat uns die K\u00fcnsterlin Andrea Thema beraten und den Antwurf dann umgesetzt. Die Ansprache wurde von verschienden Sprechern vorgetragen, der mittlere Teil stammt aus der Feder unseres Vikars Jonas Mo\u00dfdorf. Die wachsende Saat Und Jesus\u00a0 sprach: Mit\u2026 <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=2705\">ich will weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2711,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"Predigt zum neuen gr\u00fcnen Parament der Wilhelmsdorfer Kirche, 19. 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