{"id":2647,"date":"2016-04-14T16:57:58","date_gmt":"2016-04-14T15:57:58","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=2647"},"modified":"2017-10-24T07:31:01","modified_gmt":"2017-10-24T06:31:01","slug":"predigt-andere-laender-andere-sitten-und-immer-wieder-gottes-fingerabdruecke-themenpredigt-17-april-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=2647","title":{"rendered":"Predigt: Andere L\u00e4nder, andere Sitten &#8211; und immer wieder Gottes Fingerabdr\u00fccke (Themenpredigt) 17. April 2016"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><span style=\"color: #ff0000;\">Mal<img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"2649\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=2649\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/anderelaender.jpg?fit=1200%2C838&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1200,838\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"anderelaender\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/anderelaender.jpg?fit=880%2C614&amp;ssl=1\" class=\"alignright size-medium wp-image-2649\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/anderelaender-300x210.jpg?resize=300%2C210\" alt=\"anderelaender\" width=\"300\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/anderelaender.jpg?resize=300%2C210&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/anderelaender.jpg?resize=1024%2C715&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/anderelaender.jpg?resize=768%2C536&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/anderelaender.jpg?resize=400%2C279&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/anderelaender.jpg?resize=150%2C105&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/anderelaender.jpg?resize=215%2C150&amp;ssl=1 215w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/anderelaender.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/> etwas ganz Anderes: Ich stelle eigent\u00fcmliche Gebr\u00e4uche aus f\u00fcnf L\u00e4ndern vor, und gehe auf die Spurensuche nach Gottes Fingerabdr\u00fccken: Was steht also theologisch dahinter, wenn die Niederl\u00e4nder alle G\u00e4ste eines Geburtstagsfeier begl\u00fcckw\u00fcnschen? Eine Entdeckunsreise von den Niederlanden nach Japan, \u00fcber Tansania nach Spanien und Schweden.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Liebe Gemeinde<br \/>\nin der Lesung haben wir vorhin von Paulus geh\u00f6rt, der den Leuten in Athen von Gott erz\u00e4hlt hat, indem er sie auf ihre eigenen Erfahrungen mit der Sch\u00f6pfung, und mit den Fragen ihres eigenen Daseins gestuppst hat. Sie sollten entdecken, wo in ihrem Leben Gottes Fingerabdr\u00fccke zu finden sind:<br \/>\n\u201e<em>Damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl f\u00fchlen und finden k\u00f6nnten; und f\u00fcrwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns.\u00a0 Denn in ihm leben, weben und sind wir<\/em>\u201c (Apg 17, 27-28)<br \/>\nIch habe mir gedacht, wie w\u00e4re es, wenn man heute einen Blick auf die L\u00e4nder unserer Erde wirft, und da einmal ein paar Fingerabdr\u00fccke Gottes entdeckt? Und zwar einmal da, wo wir es gar nicht erwarten, n\u00e4mlich im Alltag, in den manchmal eigent\u00fcmlichen Sitten und Gebr\u00e4uchen mancher V\u00f6lker auf unserem Globus.<\/p>\n<p><em><strong>Niederlande<\/strong><\/em><br \/>\nBeginnen wir einfach einmal bei den Niederl\u00e4ndern. Wenn du da auf einen Geburtstag gehst, dann gratulierst du da nicht nur dem Geburtstagskind zum 40. Geburtstag, sondern auch den G\u00e4sten: \u201eHerzlichen Gl\u00fcckwunsch zu deinem Ehemann, zu deinem Bruder, zu deinem wunderbaren Schwager, der heute 40 Jahre alt wird.\u201c Also man macht da die ganze Runde durch die Geburtstagsg\u00e4ste und gratuliert ihnen dazu, dass sie diesen Menschen als Freund oder Verwandten haben.<br \/>\nUnd Sie ahnen schon: Was zun\u00e4chst lustig bis verr\u00fcckt klingt, dr\u00fcckt eigentlich eine ganz besondere Wertsch\u00e4tzung dieses einen Menschen aus. <!--more--><br \/>\nWenn ich also zu deiner Schwester sage: \u201eM\u00e4del, was kannst du froh sein, dass du diesen Bruder hast &#8230; da hast du es wirklich richtig gut erwischt!\u201c , dann bekommt die Geburt eines Menschen eine ganz besondere Qualit\u00e4t: Er ist dann nicht einfach so zuf\u00e4llig und \u00fcberfl\u00fcssig auf diese Erde geplumpst. Nein, er ist ein ganz besonderes und spezielles Geschenk f\u00fcr seine Eltern, seine Freunde &#8230;. ein Geschenk f\u00fcr diese Welt.<br \/>\nWenn ich mir das selber sage, f\u00fchlt sich richtig gut an! Sich selber bewusst zu machen, dass Gott sich etwas dabei gedacht hat, dass ich hier auf dieser Erde bin; dass ich genau in diesem Dorf, bei diesen Menschen gelandet bin. Da sp\u00fcre ich die W\u00fcrde, die ich als Gesch\u00f6pf\u00a0 Gottes habe. Und ich denke an die Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung in der Bibel: \u201e<em>Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.<\/em>\u201c (Gen 2,15)<br \/>\nIch bin f\u00fcr etwas gut auf dieser Welt &#8211; ok &#8211; manchmal muss man da ganz sch\u00f6n lange suchen, bis man seinen Platz auf dieser Welt findet, die Aufgabe, f\u00fcr die man da ist. Und manchmal machen wir wohl auch den Fehler, dass wir nach den spektakul\u00e4ren Dingen Ausschau halten &#8211; und lange vergeblich suchen. Denn vielleicht sind es ja auch gerade die kleinen Aufgaben, bei denen ich ein Geschenk f\u00fcr diese Welt bin.<br \/>\n&#8211; Soweit der Erste Fingerabdruck Gottes in den Niederlanden &#8211;<\/p>\n<p><strong><em>Japan<\/em><\/strong><br \/>\nWerfen wir einen Blick in die weite Ferne &#8211; nach Japan. Ich habe geh\u00f6rt, dass man in Japan, bei einem Besuch genau darauf auchten muss, wie weit sich der Gastgeber vor einem verbeugt. Denn es geh\u00f6rt zum guten Ton, dass der Gast sich ein bisschen tiefer zur\u00fcckverbeugt. Alles andere w\u00fcrde man als arogant und dem\u00fctigend empfinden.<br \/>\nEs scheint eine typisch japanische Tugend zu sein, genau darauf zu achten, dass man in seinem Verhalten den anderen nicht kr\u00e4nkt oder verletzt. Das kann sogar soweit gehen, dass ein Sportler beim Sieg \u00fcber seinen Gegner nicht triumphierend jubelt, sondern sich eher im Stillen freut, schlie\u00dflich m\u00f6chte er R\u00fccksicht auf die Gef\u00fchle des Unterlegenen nehmen.<br \/>\nEigentlich ist diese Perspektive nicht ausschlie\u00dflich im fernen Osten zu finden.<br \/>\nDa ist mir eingefallen, dass schon der Apostel Paulus gesagt hat: \u201e<em>in Demut achte einer den andern h\u00f6her als sich selbst<\/em>&#8220; Das w\u00fcrde ja fast schon als Regel f\u00fcr dieses japanische Verbeugungs-Ritual durchgehen.<br \/>\n&#8222;Ein jeder achte den anderen h\u00f6her als dich selbst.&#8220;\u00a0 Das ist eine sch\u00f6ne Grundhaltung f\u00fcr das menschliche Miteinander. &#8211; Die k\u00f6nnte man noch ausbauen:<br \/>\nErachte dein Gegen\u00fcber auch schlauer als dich selbst und glaube nicht, dass du immer alles besser w\u00fcsstest.<br \/>\nErachte den Anderen verletzlicher als dich selbst und gehe mit deinen Worten entsprechend vorsichtig um, damit du ihm nicht weh tust.<\/p>\n<p>Diese Liste lie\u00dfe sich noch beliebig verl\u00e4ngern. Und damit k\u00f6nnten wir uns auch immer mehr \u00fcberfordern &#8211; so dass wir dann sagen: Das schaffe ich sowieso nicht. Darum nur diese drei.<br \/>\nWenn ich allein diese drei Kleinigkeiten im Hinterkopf behalten w\u00fcrde: Den anderen h\u00f6her, schlauer und verletzlicher als mich selbst einzusch\u00e4tzen, ich glaube, da m\u00fcsste oft genug das, was ich tagt\u00e4glich rede und schreibe, ganz anders aussehen \u2026.<\/p>\n<p><strong><em>Tansania<\/em><\/strong><br \/>\nWechseln von Asien zu einen weiteren Kontinent: Afrika! Ich kann mich noch erinnern, als ich vor vielen Jahren in Tansania mit dem dortigen Pfarrer in seiner Gemeinde unterwegs war, da mussten wir immer erst mal einige hundert Meter durch die Wildnis laufen, bis wir\u00a0 beim n\u00e4chsten Haus waren. Und wenn wir dann in der Lichtung ankamen, in der das Haus stand, rief er lauf \u201ehodi\u201c Das hei\u00dft nichts anderes als &#8222;klingeling&#8220;.\u00a0 Denn es gibt da in der Regel keine T\u00fcrklingel. Also ruft man schon von weitem &#8222;hodi&#8220; &#8211; so wei\u00df der andere, dass jemand kommt, und ist nicht erschreckt, weil ich pl\u00f6tzlich im Hauseingang auftauche<br \/>\nWas auch wichtig ist: Ich gehe erst ins Haus, wenn der andere mit &#8222;karibuni&#8220; antwortet. Dann wei\u00df ich: Es passt dem Anderen, ich bin willkommen. Ansonsten geht man einfach wieder!<br \/>\nEine sch\u00f6ne, r\u00fccksichtsvolle Tradition.<br \/>\nDas gef\u00e4llt mir besser, als wenn Menschen aus Gewohnheit schon anfangen an der T\u00fcre Sturm zu klingeln, wenn man nicht bereits nach 15 Sekunden ge\u00f6ffnet hat.<br \/>\nAuch sch\u00f6ner, als wenn Leute\u00a0 abends um 10 auf meinem Handy anrufen, ohne nachzufragen, ob sie nicht vielleicht gerade st\u00f6ren k\u00f6nnten.<br \/>\nDa ist die moderne Technik mit klingeln, und anrufen und mailen, und whattsappen schon verf\u00fchrerisch, einfach jeden nach Belieben zu jedem Zeitpunkt zu belagern.<\/p>\n<p>&#8222;Hodi&#8220; &#8211; das ist das afrikanische Zauberwort: Vorsichtig nachfragen, ob es denn gerade passt dass ich vorbeischaue, ob es ok ist, dass ich jetzt mit einer etwas l\u00e4ngeren Geschichte komme, die ich unbedingt weitererz\u00e4hlen will.<br \/>\nSo ein bisschen &#8222;Hodi&#8220; &#8211; statt selbstverst\u00e4ndlich selbstbewusst in das Leben des Anderen hineinzugr\u00e4tschen.<br \/>\nEin bisschen mehr Hodi &#8211; das w\u00fcrde uns wirklich gut tun.<\/p>\n<p><strong><em>Spanien<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Kehren wir zur\u00fcck auf unseren Kontinent nach Europa, und zur n\u00e4chsten Eigent\u00fcmlichkeit eines Landes: Wenn jemand in Spanien niest, sagen die anderen Menschen nicht &#8222;Gesundheit&#8220;, sondern &#8222;Jes\u00fas&#8220;. Also Jesus! Warum sie den Namen von Jesus rufen, dazu gibt es verschiedene Theorien. Eine geht davon aus, dass man im Mittelalter bef\u00fcrchtet hat, dass beim heftigen Niesen und den anschlie\u00dfenden Luftholen, etwas B\u00f6ses in den Menschen eindringen k\u00f6nnte, darum spricht man zur Abwehr den Namen Gottes aus. Aber das ist nur eine Vermutung.<br \/>\nUnterm Strich geht es nat\u00fcrlich darum, dass man dem Verschnupften w\u00fcnscht, dass Gott ihn wieder gesund werden l\u00e4sst.<br \/>\nGott zu bitten, dass jemand gesund wird &#8211; das ist ja nicht mehr so gefragt. Weil wir es ja gewohnt sind, dass die Medizin so ziemlich alles wieder hinbiegen kann. Erst wenn auch die \u00c4rzte hilflos mit den Schultern zucken, hei\u00dft es: Da hilft nur noch beten &#8211; eben dann, wenn gef\u00fchlt alles zu sp\u00e4t ist.<br \/>\nWarum eigentlich nicht eher?\u00a0 Da k\u00f6nnten wir uns von den Spaniern mit ihrem Jes\u00fas-Ruf beim Niesen etwas abschauen: Ganz allt\u00e4glich auch Gott um Gesundheit zu bitten.<br \/>\nAchtung: Luther hat in seiner Auslegung zum Vaterunser gesagt, dass zum t\u00e4glichen Brot auch die eigene Gesundheit geh\u00f6rt, genauso wie Essen, Trinken, gute Freunde und eine gute Regierung.<br \/>\nAlso die spanische Vorstellung, dass mich jedes Niesen daran erinnert: \u201eDanke deinem Gott f\u00fcr deine Gesundheit, beziehungsweise bitte ihn um Gesundheit\u201c, das finde ich schon faszinierend! Auf der anderen Seite f\u00e4llt mir ein: Wie oft sagen wir Deutschen \u201eGott sei Dank\u201c &#8230;. und wie oft machen wir uns wirklich dabei bewusst, dass wir damit Gott f\u00fcr etwas danken? Manchmal wird es halt zur blo\u00dfen Redewendung &#8211; und wir m\u00fcssen uns immer wieder selbst daran erinnern, was sie eigentlich bedeutet.<\/p>\n<p><strong><em>Schweden<\/em><\/strong><br \/>\nLiebe Gemeinde, der letzte Blick geht nach Schweden. Ich habe gelesen: In Schweden ist es ganz normal, dass man im Haus keine Schuhe tr\u00e4gt. Wenn man als Gast oder auch als Handwerker jemanden besucht, zieht man meine Schuhe aus, und schleicht auf Socken durch die Wohnung.<br \/>\nIch wei\u00df gar nicht, ob es da ausschlie\u00dflich um Sauberkeit geht.<br \/>\nAuch so als Pfarrer lasse ich meistens meine Schuhe an, wenn ich zu Besuch komme. Bei Familien mit kleinen Kindern, bei Taufgespr\u00e4ch ziehe ich sie eigentlich immer aus, weil ich da nicht den Stra\u00dfenstaub reintragen will, wo die Kinder krabbeln.<br \/>\nEhrlich gesagt: Es f\u00fchlt sich f\u00fcr mich als Gast auch wirklich ganz anders an, wenn ich ohne Schuhe auf dem Sofa sitze. Da f\u00fchle ich mich viel gegenw\u00e4rtiger und heimischer, als wenn ich noch meine Wanderschuhe anhabe.<br \/>\nDer direkte Kontakt mit dem Boden, der macht etwas mit uns Menschen. Wir sind da anders da; vielleicht intensiver?<br \/>\nWir kennen alle die Geschichte von Mose, der den brennenden Dornbusch entdeckt, in dem ihm Gott begegnet. Und der sagt als erstes: <em>Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen F\u00fc\u00dfen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!<\/em> (Ex 3,5) Da, wo ich stehe und Gott begegne, da brauche ich eigentlich direkten Bodenkontakt.<br \/>\nOb Muslime deshalb in Moscheen die Schuhe ausziehen? Um sich mit dem Gotteshaus verbundener zu f\u00fchlen? Mir w\u00fcrde es einleuchten.<\/p>\n<p>In unseren oft furchtbar kalten Kirchen kann ich mir nicht vorstellen, auf Socken herumzulaufen. Aber es w\u00e4re mal interessant das auszuprobieren! Vielleicht mal zur Kirchweih?\u00a0 Und doch will ich dran denken:\u00a0 Ein bisschen ist es in der Kirche, wie wenn ich zu Gott ins Wohnzimmer komme &#8211; um ihn zu begegnen von ihm Neues zu h\u00f6ren und ihm meine Sorgen zu sagen.<br \/>\nAuch wenn Gott \u00fcberall ist: Die Kirche ist f\u00fcr mich dann doch seine Wohnung und was ganz besonderes.<br \/>\nOb ich dazu die Schuhe ausziehe mag vielleicht egal sein. Aber dass wir uns bewusst machen: Wenn wir hier sind, in unserer Kirche dann sind wir in besonderer Weise bei Gott zu Besuch.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde soweit unser heutiger Blick auf die verschiedenen Eigenheiten der V\u00f6lker dieser Erde, in denen wir immer wieder Gottes Fingerabdr\u00fccke entdecken k\u00f6nnen:<br \/>\nMit den Schweden entdecken wir, die Kirche als Wohnzimmer Gottes.<br \/>\nDie Spanier erinnern uns daran, mit Gott \u00fcber unsere Gesundheit zu sprechen.<br \/>\nTansania und Japan mahnen uns zur R\u00fccksicht auf einander, und das wir einander h\u00f6her sch\u00e4tzen als uns selbst.<br \/>\nUnd aus den Niederlanden nehmen wir den Gedanken mit, dass jeder einzelne von uns ein Geschenk f\u00fcr diese Welt ist.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mal etwas ganz Anderes: Ich stelle eigent\u00fcmliche Gebr\u00e4uche aus f\u00fcnf L\u00e4ndern vor, und gehe auf die Spurensuche nach Gottes Fingerabdr\u00fccken: Was steht also theologisch dahinter, wenn die Niederl\u00e4nder alle G\u00e4ste eines Geburtstagsfeier begl\u00fcckw\u00fcnschen? 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