{"id":2452,"date":"2015-10-03T14:34:24","date_gmt":"2015-10-03T13:34:24","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=2452"},"modified":"2015-10-03T14:45:04","modified_gmt":"2015-10-03T13:45:04","slug":"predigt-geben-wirkt-doppelt-und-dreifach-2-korinther-9-6-15-erntedank-4-oktober-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=2452","title":{"rendered":"Predigt: Geben wirkt doppelt und dreifach (2. Korinther 9, 6-15) Erntedank, 4. Oktober 2015"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><span style=\"color: #003300;\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Erntedank2015.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"2455\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=2455\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Erntedank2015.jpg?fit=500%2C333&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"500,333\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Erntedank2015\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Erntedank2015.jpg?fit=500%2C333&amp;ssl=1\" class=\"alignright size-medium wp-image-2455\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Erntedank2015-300x200.jpg?resize=300%2C200\" alt=\"Erntedank2015\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Erntedank2015.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Erntedank2015.jpg?resize=400%2C266&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Erntedank2015.jpg?resize=150%2C100&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Erntedank2015.jpg?resize=225%2C150&amp;ssl=1 225w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Erntedank2015.jpg?w=500&amp;ssl=1 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/span><span style=\"color: #003300;\">Neben den Dank f\u00fcr die Ernte stellt der Predigttext den Aufruf zum fr\u00f6hlichen und gro\u00dfz\u00fcgigen Geben. Diese Predigt versucht die Facetten der Wirkung vom Teilen unt Weitergeben zu entfalten. In diesem Erntdenk-Gottesdienst wird auch der neue Pr\u00e4parandenkurs vorgestellt, darum werden die Pr\u00e4paranden extra angesprochen.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Liebe Pr\u00e4paranden, liebe Eltern, liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>es ist nicht zu \u00fcbersehen: Wir feiern heute das Erntedankfest. Die Frauen vom Obst- und Gartenbauverein in Weilhelmsdorf und die Entedank-Mannschaft in Brunn haben hier mit viel Kreativit\u00e4t die Kirche geschm\u00fcckt und die Gaben, die die Menschen hierhergebracht haben, sch\u00f6n zusammenkomponiert, dass es wunderbar aussieht.<br \/>\nWir feiern die Ernte, die relativ gut ausgefallen ist. Trotz mancher Verluste, die uns die anhaltende Trockenheit beschert hat. Es ist viel zusammengekommen an dem, was wir drau\u00dfen ernten konnten, was die Landwirtschaft produzieren konnte. Und auch die Fr\u00fcchte unserer t\u00e4glichen Arbeit, wollen wir heute nicht vergessen. Die Ergebnisse unserer M\u00fchen am Arbeitsplatz oder in der Schule. Heute schauen wir auf all das, was da so alles an Gutem im letzten Jahr zusammengekommen ist. &#8211; Und es ist viel, was unser Leben innerhalb von 12 Monaten anf\u00fcllt!<!--more--><br \/>\nHier in unserer Kirche sieht sie wundervoll pr\u00e4chtig aus, unsere Ernte des Jahres. Daheim lagert sie meist eher unscheinbar, aber doch in der Summe beachtlich:<br \/>\nVorr\u00e4te im Keller. Guthaben auf dem Konto oder ein gutgef\u00fclltes Sparschwein.<br \/>\nWieder ein paar neue Spiele, oder B\u00fccher im Regal; in der Tasche summt ein neues Smartphone. \u00dcbers Jahr sammelt sich so einiges an &#8230; was wir als Ernte unseres Lebens verstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Und was machst du jetzt damit?<br \/>\nZumindest geht das mir so, wenn ich \u00fcberlege, was ich so alles \u201egeerntet\u201c habe; und ich bin da jetzt ganz zufrieden. Aber da kommt heute einer und stellt mir eine komische Frage:<br \/>\n\u201eJa, sch\u00f6n! Und was machst du jetzt mit dem ganzen Zeug?\u201c &#8211; das fragt mich Gott.<br \/>\nWas, soll die Frage? Ich hab das jetzt halt, und freu mich dran.<br \/>\nJa, aber meinst du, dass du das alles brauchst?<br \/>\nKlar, was glaubst denn du, was ich so alles an Ideen und so habe. Ich kann eigentlich alles irgendwann brauchen.<br \/>\nDas schon, aber meistens liegt es bei dir nur herum.<br \/>\nJa und? Macht doch nix&#8230;<br \/>\nMoment! \u00dcberlege doch mal, wie das in der Kirche ist! Da l\u00e4sst du ja die Erntedankgaben ja auch nicht ewig liegen, nur weil du sie irgendwann vielleicht brauchen k\u00f6nntest. Da kommt in ein paar Tagen der Herr Matusiak und f\u00e4hrt das ganzen Dinge nach Neustadt zur Tafel. Und da wird das dann an die Menschen weitergegeben, die kein festes Einkommen haben und sich schwer tun, gen\u00fcgend zum Essen einzukaufen.<\/p>\n<p>Manchmal stellt Gott uns schon komische und unangenehme Fragen. Bin ich wirklich die Endstation f\u00fcr alles, was zu mir kommt? Oder bin ich doch eher gedacht als jemand, der etwas bekommt, es aber auch wieder weitergibt? Weil ich ja auch von dem lebe, was andere an mich weitergeben, von dem, was andere eben nicht f\u00fcr sich behalten.<br \/>\nUnser heutiger Predigttext in der Bibel besch\u00e4ftigt sich genau mit dieser Frage. Der Apostel Paulus schreibt da in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth eine Werbung f\u00fcr eine Geldsammlung. Er versucht, den Christen in Jerusalem zu helfen, die in Schwierigkeiten stecken, und so schreibt er einige grunds\u00e4tzliche Zeilen zu diesem Thema.<br \/>\nDiese m\u00f6chte ich vorlesen:<\/p>\n<p><em>6 Ich bin davon \u00fcberzeugt: Wer wenig s\u00e4t, der wird auch wenig ernten; wer aber viel s\u00e4t, der wird auch viel ernten.<\/em><br \/>\n<em> 7 So soll jeder f\u00fcr sich selbst entscheiden, wie viel er geben will, und zwar freiwillig und nicht aus Pflichtgef\u00fchl. Denn Gott liebt den, der fr\u00f6hlich gibt.<\/em><br \/>\n<em> 8 Er wird euch daf\u00fcr alles schenken, was ihr braucht, ja mehr als das. So werdet ihr nicht nur selbst genug haben, sondern auch noch anderen von eurem \u00dcberfluss weitergeben k\u00f6nnen.<\/em><br \/>\n<em> 9 Schon in der Heiligen Schrift hei\u00dft es ja von dem Mann, den Gott reich beschenkt hat: &#8222;Gro\u00dfz\u00fcgig schenkt er den Bed\u00fcrftigen, was sie brauchen; auf seine barmherzige Liebe kann man immer z\u00e4hlen.&#8220; (&#8230;)<\/em><br \/>\n<em> 11 Ihr werdet alles so reichlich haben, dass ihr unbesorgt weitergeben k\u00f6nnt. Wenn wir dann eure Gabe \u00fcberbringen, werden viele Menschen Gott daf\u00fcr danken.<\/em><br \/>\n<em> 12 Eure Gabe h\u00e4tte demnach zwei gute Auswirkungen: Sie w\u00e4re nicht nur eine Hilfe f\u00fcr die notleidenden Christen in Jerusalem, sie w\u00fcrde auch bewirken, dass viele Menschen Gott danken.<\/em><br \/>\n<em> 13 Durch eure Unterst\u00fctzung zeigt sich, wie sich euer Glaube bew\u00e4hrt. Dann werden die Beschenkten Gott loben, weil ihr euch so treu zur rettenden Botschaft von Christus bekennt und so bereitwillig mit ihnen und mit allen anderen teilt.<\/em><br \/>\n<em>(2. Korinther 9, 6-15; \u00dcbersetzung: Hoffnung f\u00fcr alle)<\/em><\/p>\n<p>Mein Geben wirkt doppelt und dreifach<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nman k\u00f6nnte sagen: \u201eNaja, das ist halt ein Bettelbrief\u201c &#8211; aber ich denke, das ist mehr. Da finde ich schon recht grundlegende Gedanken zum Geben, zum Spenden, zum Teilen. Denn Paulus zeigt ja auf, wie Geben doppelt und dreifach wirkt!<br \/>\nZum Ersten wirkt es nat\u00fcrlich bei dem, der etwas bekommt. Dem geht es besser. Weil er dann etwas vern\u00fcnftiges zum Essen oder Anziehen, weil er etwas mehr finanziellen Spielraum hat. Oder er profitiert davon, dass ich ihm meine Zeit, meine Zuwendung oder meine praktischen F\u00e4higkeiten geschenkt habe. Denn es geht ja beim \u201eGeben\u201c nicht nur um Geld und Lebensmittel; oft genug k\u00f6nnen wir sinnvollerweise auch ganz anders etwas von der Ernte des eigenen Lebens weitergeben.<\/p>\n<p>Geben wirkt doppelt, sagt Paulus. Er schreibt: \u201eEure Gabe h\u00e4tte demnach zwei gute Auswirkungen: Sie w\u00e4re nicht nur eine Hilfe f\u00fcr die notleidenden Christen in Jerusalem, sie w\u00fcrde auch bewirken, dass viele Menschen Gott danken.\u201c<br \/>\nIst das dankbare Gebet des Beschenkten wirklich so eine tolle Wirkung?<\/p>\n<p>Wechseln wir doch mal die Perspektive, dann erkennen wir es. Da ist eine alte Frau, die ist nicht mehr so fit, und macht sich Sorgen um ihren verfallenden Gartenzaun. Sie ist gesundheitlich so angeschlagen, dass sie da nichts machen kann. Das ist eine dumme Situation, die sie auch Gott in ihren Gebeten klagt. Irgendwann hat sie den Mut einen der Nachbarn zu fragen, und tats\u00e4chlich, ein paar Wochen sp\u00e4ter steht der Nachbar da, und repariert die schlimmsten Sch\u00e4den; schlie\u00dflich hat er irgendwie Mitleid mir der alten alleinstehenden Frau.<br \/>\nUnd sie erlebt, dass sie Gott um etwas gebeten hat &#8211; und es ist wahr geworden. In ihr w\u00e4chst Hoffnung und Zuversicht. Und unser Nachbar ahnt nichts davon, dass er auf wundersame Weise zu einem Werkzeug Gottes geworden ist. Hat Gott ihn dazu angestuppst; oder wars doch nur einfach so? Da geh\u00f6rt zu den Geheimnissen Gottes; der sich von uns eben nicht einfach so in die Karten schauen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Das offene Versprechen: Du gibst nicht umsonst<\/p>\n<p>Auch beim dritten Punkt gibt sich Gott geheimnisvoll. Paulus spielt in seinem Brief mehrfach darauf an: Wenn du etwas teilst, wirst du dadurch nicht weniger haben. Denn Gott schenkt dir, was du brauchst.<br \/>\nWer wenig s\u00e4t, der wird auch wenig ernten; wer aber viel s\u00e4t, der wird auch viel ernten. (&#8230;). Er wird euch daf\u00fcr alles schenken, was ihr braucht, ja mehr als das.<br \/>\nEr macht uns Mut: Dinge zu teilen, Sachen herzugeben, Geld zu spenden ohne Angst, dadurch selber zu kurz zu kommen. Weil Gott selbst sich um dich sorgt, dir gibt, was du brauchst.<br \/>\nSpannend wir dieser Gedanke, wenn es wirklich ans Eingemachte geht. Wenn ich nicht nur das gebe, was ohnehin \u00fcbrig ist, sondern auch das teile, was ich auch selber gut brauchen k\u00f6nnte.<br \/>\nDas Geld, das ich mir f\u00fcr einen Musicalbesuch in Hamburg zur\u00fcckgelegt habe, denen zu geben, die ums \u00dcberleben k\u00e4mpfen.<br \/>\nNicht nur die abgelegten Hosen in die Kleiderkammer f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge bringen, sondern eine von denen, die ich selber auch noch gut anziehen k\u00f6nnte.<br \/>\nMeine sowieso schon knappe Freizeit, einen meiner seltenen freien Samstagnachmittage einmal f\u00fcr ein gutes Projekt opfern.<\/p>\n<p>Das sind Gaben, die einem nicht so leicht fallen.<br \/>\nWobei wir Menschen da sehr unterschiedlich sind; unsere Schmerzgrenze f\u00fcr solche Opfer ist bei jedem anders ausgepr\u00e4gt; das hat auch viel damit zu tun, wie wir schon in unserer Kindheit gelernt haben, mit Eigentum umzugehen und beispielsweise mit Geschwistern zu teilen.<br \/>\nWer wenig s\u00e4t, der wird auch wenig ernten; wer aber viel s\u00e4t, der wird auch viel ernten. So soll jeder f\u00fcr sich selbst entscheiden, wie viel er geben will, und zwar freiwillig und nicht aus Pflichtgef\u00fchl. Denn Gott liebt den, der fr\u00f6hlich gibt. Er wird euch daf\u00fcr alles schenken, was ihr braucht, ja mehr als das.<\/p>\n<p>Wie Gott das schafft, dass ich etwas hergebe, und danach doch mehr habe als vorher? Das ist sein Geheimnis. Da findet er sehr unterschiedliche Wege. Da kann ich als Pfarrer nur ermuntern, auf Gott zu vertrauen, und seine eigenen Erfahrungen zu machen. Dass man da auch ein bisschen Mut braucht, it auch klar.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt geh\u00f6rt &#8211; das gilt auch f\u00fcr euch als Pr\u00e4paranden &#8211; grunds\u00e4tzlich zum<br \/>\nGlauben dazu: Dass jeder seine eigenen Erfahrungen mit dem Vertrauen auf Gott machen muss. Man kann viel lernen, Zusammenh\u00e4nge kapieren und Sachen auswendig im Hirn speichern.<br \/>\nAber Glauben wird erst da lebendig, wo man selber ausprobiert, wie das ist, wenn man sich auf Gott und auf das, was er uns sagt, verl\u00e4sst.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neben den Dank f\u00fcr die Ernte stellt der Predigttext den Aufruf zum fr\u00f6hlichen und gro\u00dfz\u00fcgigen Geben. Diese Predigt versucht die Facetten der Wirkung vom Teilen unt Weitergeben zu entfalten. In diesem Erntdenk-Gottesdienst wird auch der neue Pr\u00e4parandenkurs vorgestellt, darum werden die Pr\u00e4paranden extra angesprochen. 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