{"id":2190,"date":"2014-12-14T16:45:22","date_gmt":"2014-12-14T15:45:22","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=2190"},"modified":"2014-12-11T16:56:53","modified_gmt":"2014-12-11T15:56:53","slug":"radioandachten-auf-charivari-986-im-dezember-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=2190","title":{"rendered":"Radioandachten auf Charivari 98,6 im Dezember 2014"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-playlist wp-audio-playlist wp-playlist-light\">\n\t\t\t<div class=\"wp-playlist-current-item\"><\/div>\n\t\t<audio controls=\"controls\" preload=\"none\" width=\"858\"\n\t\t\t><\/audio>\n\t<div class=\"wp-playlist-next\"><\/div>\n\t<div class=\"wp-playlist-prev\"><\/div>\n\t<noscript>\n\t<ol>\n\t\t<li><a href='https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Montag-Seidel-Spielen-wie-im-Paradies.mp3'>Montag - Spielen wie im Paradies<\/a><\/li><li><a href='https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Dienstag-Seidel-Macht-hoch-die-T\u00fcr.mp3'>Dienstag - Macht hoch die T\u00fcr<\/a><\/li><li><a href='https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Mittwoch-Seidel-Pl\u00e4tzchenbacken.mp3'>Mittwoch - Pl\u00e4tzchenbacken<\/a><\/li><li><a href='https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Donnerstag-Seidel-Lebkuchenaff\u00e4re.mp3'>Donnerstag - Lebkuchenaff\u00e4re<\/a><\/li><li><a href='https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Freitag-Seidel-Halbzeit.mp3'>Freitag - Halbzeit<\/a><\/li><li><a href='https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Samstag-Seidel-Zur\u00fcck-zur-Quelle.mp3'>Samstag - Zur\u00fcck zur Quelle<\/a><\/li>\t<\/ol>\n\t<\/noscript>\n\t<script type=\"application\/json\" class=\"wp-playlist-script\">{\"type\":\"audio\",\"tracklist\":true,\"tracknumbers\":true,\"images\":false,\"artists\":false,\"tracks\":[{\"src\":\"https:\/\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Montag-Seidel-Spielen-wie-im-Paradies.mp3\",\"type\":\"audio\/mpeg\",\"title\":\"Montag - 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Ist das nicht ein bisschen komisch, ist er nicht ein bisschen zu alt daf\u00fcr?<br \/>\nEinen Moment habe ich wirklich gestutzt. Aber dann ist mir eingefallen: Ich kenne doch auch erwachsene M\u00e4nner um die 50, die spielen immer noch mit ihrer Eisenbahn. Klar, die ist elektrisch, oft schon computergesteuert , ist ein ziemlich teurer Spa\u00dfY. und doch spielen sie Eisenbahn; werden vertieft in dieses Spielzeug doch wieder zu kleinen Jungs, so wie der Kamerad mit der Holzeisenbahn.<!--more--><br \/>\nIch glaube, im Spielen ist uns Menschen ein bisschen was von dem geblieben, was uns einst als Paradies geschenkt war. Einfach da sein, ganz bei der Sache \u2011 Ich spiele und ich bin einfach ich.<br \/>\nDas hat etwas von der Unber\u00fchrtheit des Paradieses.<br \/>\nKeiner sagt mir, dass ich stark sein m\u00fcsste und mich selbst optimieren, weil ich sonst im Wettbewerb um Jobs, Anerkennung und die sch\u00f6nsten Frauen nicht bestehen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>`Wie du bist, habe ich dich geschaffen,@ sagt mir mein Sch\u00f6pfergott, `und so, wie ich dich geschaffen habe, ist es gut \u2011 und jetzt geh auch mal raus zum Spielen \u2011 auch wenn Mite vierzig und Pfarrer bist!<br \/>\nStimmt, eigentlich h\u00e4tte ich mit zu dem Jungen und seiner Eisenbahn setzen sollen.<br \/>\nEinen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dienstag: Macht hoch die T<\/strong><strong>\u00fc<\/strong><strong>r<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen,<br \/>\nMacht hoch die T\u00fcr, die Tor macht weit \u2011 das ist f\u00fcr mich das Lied, das den Advent zum Advent macht.<br \/>\n`Last Christmas@ ist f\u00fcr mich billiges Gschmarri dagegen &#8211; das wird auch nicht besser wenn ich f\u00fcnf mal am Tag h\u00f6ren muss.<br \/>\nMacht hoch die T\u00fcr &#8211; das kommt nichts dagegen an!<br \/>\nVielleicht liegts daran, dass ich schon als Kind wusste: Wenn das Lied gesungen wird, dann dauert es nicht mehr lang bis Weihnachten.<br \/>\nNur das Ende des ersten Verses hat mich als kleinen Jungem immer etwas irritiert. Das singt man `Gelobet sei mein Gott, mein Sch\u00f6pfer reich von Rat&#8220;.<br \/>\nUnd ich habe damals mit 5 oder 6 Jahren beim Wort &#8222;Sch\u00f6pfer&#8220; immer an einen Suppensch\u00f6pfer gedacht \u2011 an so seine Suppenkelle.<br \/>\nIst Gott ein Suppensch\u00f6pfer? \u2011 das war f\u00fcr mich schon eine komische Vorstellung. Klar, da ist was anderes gemeint. Eigentlich ist das gar nicht so verkehrt:<br \/>\nDer Suppensch\u00f6pfer, mit hei\u00dfer Br\u00fche, randvoll. Ein paar Nudeln h\u00e4ngen \u00fcber den Rand. Das tut gut \u2011 etwas Warmes braucht der Mensch. Nicht nur im eisigen Advent.<\/p>\n<p>Gott zu vertrauen \u2011 das hat auch was von einem Sch\u00f6pfer voll Nudelsuppe. Es w\u00e4rmt mich innerlich auf: Das Gef\u00fchl, dass da einer ist, der es gut mit mir meint, der mich besch\u00fctzt, der zu mir h\u00e4lt \u2011 auch wenn drau\u00dfen ein ganz anderer kalter Wind bl\u00e4st. Gott als mein Sch\u00f6pfer &#8211; so oder so: Eine Vorstellung die mir irgendwie gef\u00e4llt.<br \/>\nEinen sch\u00f6nen Tag w\u00fcnsche ich ihnen.<\/p>\n<p><strong>Mittwoch Pl<\/strong><strong>\u00e4<\/strong><strong>tzchenbacken<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen, backen Sie ihre Pl\u00e4tzchen noch selber?<br \/>\nDas ist ja mittlerweile echt unsinnig: Die gibt=s beim Discounter ja so g\u00fcnstig, da rentiert sich das ja gar nicht mehr.<br \/>\nUnd die Sauerei in der K\u00fcche &#8230; alles pappt, dann f\u00e4llt beim Ausstechen was runter, das h\u00e4ngt dann an den Schuhen. Und die Ausstecher, da hat man ja auch nur ein paar F\u00f6rmchen &#8230; die Pl\u00e4tzchen im Laden sind da erheblich vielf\u00e4ltiger. Und die Zuckerstreusel, und was man sonst draufmacht: Da gibts ja immer nur so Riesenpackungen, die man in 10 Jahren nicht aufbraucht.<br \/>\nVom Backen, den verbrannten und zerbrochenen Exemplaren will ich gar nicht reden.<br \/>\nIch sags ihnen: In dem Jahr hat meine Frau entschieden: Wir packens wieder mit dem backen! Mit der ganzen Familie.<br \/>\nDa ganze Haus duftet danach, die Kinder machen mit und naschen Teig und Pl\u00e4tzchen. Ich komme auch vorbei und krieg ein Versucherle.<br \/>\nDas ist Advent!<br \/>\nWir sp\u00fcren: Es geht nicht um Konsum, um Effizienz oder Schn\u00e4ppchenpreise. Es geht um eine besondere Zeit, wo man sich auf das und diejenigen besinnt, die einem wichtig sind.<br \/>\nWenn Gott \u00fcberlegt h\u00e4tte, ob es sich rentiert, Jesus auf die Welt zu schicken, dann w\u00e4re Weihnachten vielleicht auch ausgefallen.<br \/>\nEinen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Donnerstag: Die Lebkuchen\u2011Aff<\/strong><strong>\u00e4<\/strong><strong>re<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen<br \/>\nStellen Sie sich vor, jetzt hat der Fregger seine Klassenlehrerein auch noch mit Lekbuchen bestochen! Die Mutter eines Mitsch\u00fclers ist beim Erz\u00e4hlen kaum zu bremsen. Schon seit der ersten Schulwoche ist der Kerl rotzfrech, macht seine Hausaufgaben nicht und schreibt blo\u00df Vierer, F\u00fcnfer und Sechser!<br \/>\nUnd jetzt schenkt er der Lehrerin eine mordsm\u00e4\u00dfig gro\u00dfe T\u00fcte mit Lebkuchen. `Hab ich selber gebacken hat er auch noch gesagt. Wer wei\u00df obs stimmt \u2011 Jetzt hofft er wohl, dass sie ein Auge zudr\u00fcckt! \u2011 Also ich h\u00e4tte ihm die T\u00fcte auf dem Kopf gehaun.<\/p>\n<p>Ich sags ihnen: Sowas ist mir als Schulpfarrer wirklich mal passiert. Und ich habe die Lebkuchen ohne mit der Wimper zu zucken genommen: Egal ob das wie Bestechung aussieht oder nicht: Ich habe gemerkt, zum ersten mal ist der kleine Kerl richtig stolz auf das, was er geleistet hat: Selber mit der Mama Lebkuchen gebacken und jetzt in der Schule verteilt!<br \/>\nAuch wenn er in der Schule Probleme hatte und machte: An diesem Tag konnte er zeigen: Ich gebe mir M\u00fche, ich will ja einer von den Guten sein \u2011 auch wenns manchmal anders aussieht.<br \/>\nDen Problemkindern eine Chance geben: Das ist nicht nur eine Aufgabe der Lehrer und Lehrerinnen \u2011 auch Sie, die anderen Eltern sollten Sich freuen, wenn sich bei den schwierigen Kandidaten mal etwas zum guten wendet.<br \/>\nEinen fr\u00f6hlichen Tag w\u00fcnsche ich Ihnen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Freitag: Halbzeit auf dem Weg nach Weihnachten<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen,<br \/>\njaaaa es ist der 12. Dezember !<br \/>\nHalbzeit!<br \/>\nGenau: Heute haben wir mit der Nummer 12 die erste H\u00e4lfte der T\u00fcrchen im Adventskalender ge\u00f6ffnet.<br \/>\nAls Kind war das f\u00fcr mich immer eine wichtiger Meilenstein: Die H\u00e4lfte des Wegs bis zum Heiligen Abend ist geschafft!<br \/>\nEs wird immer spannender, immer weihnachtlicher!<br \/>\nUnd was hei\u00dft das f\u00fcr uns als Erwachsene?<br \/>\nManche krempeln jetzt die \u00c4rmel zum Endspurt hoch: Noch noch 12 Tage, zwei Wochenden zum Einkaufen, zum Backen und Vorbereiten. Jetzt aber los!<br \/>\nAber ob es dadurch in der zweiten Halbzeit weihnachtlicher wird? Oder wird doch alles nur stressiger \u2011 und ich werde immer aufgescheuchter und fahriger?<br \/>\nWas z\u00e4hlt, w\u00e4re jetzt nicht Endspurt, sondern einen Gang langsamer machen, abends nicht auf Amazon rumsuchen, sondern eine Kerze anz\u00fcnden. Nicht \u00fcber der Planung f\u00fcr die ausgefeilteste Weihnachtsfeier br\u00fcten, sondern mal dasitzen und nichts machen m\u00fcssen.<br \/>\nDann haben wir Advent.<br \/>\nDann k\u00f6nnen wir sp\u00fcren: Weihnachten kommt von ganz alleine \u2011 jeden Tag ein bisschen n\u00e4her \u2011 und wir m\u00fcssen eigentlich gar nichts daf\u00fcr tun!<br \/>\nEinen guten Tag w\u00fcnsche ich Ihnen.<\/p>\n<p><strong>Samstag: Zur<\/strong><strong>\u00fc<\/strong><strong>ck zur Quelle<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen,<br \/>\nwillkommen zum dritten Adventswochenende.<br \/>\nWir feiern morgen den dritten Advent. Manche gehen da ja auch in die Kirche. Vieleicht geh\u00f6ren Sie grade nicht zu denen, die besonders oft da hingehen Y ich wei\u00df, man kann seinen Glauben ja auch im Alltag leben \u2011 ohne Gottesdienste.<br \/>\nUnd das ist auch nicht falsch.<br \/>\nAber doch ist da ein Unterschied &#8211; ob ich Glaube und Gott im Alltag oder im Gottesdienst erlebe.<br \/>\nVielleicht ist es so, wie bei Menschen, die an einem Fl\u00fcsschen ihren Alltag leben. Sie holen sich aus diesem Fluss Wasser zum Trinken, fangen Fische, waschen ihr Gesicht.<br \/>\nAber manchmal gehen einige von ihnen am besonderen Tagen den Weg stromaufw\u00e4rts bis an die Quelle des Flusses. Dort flie\u00dft dann zwar das gleiche Wasser, aber sie erleben noch etwas ganz anderes: Die Stille oben am Berg, der weite Blick \u00fcber das ganze Tal, das geheimnisvolle Gluckern der Quelle. Sie sp\u00fcren: hier kommt also alles her, was unser Leben erm\u00f6glichtY und wenn sie wieder herunterkommen, merkt man, dass sie heute wohl etwas Besonderes erlebt haben.<br \/>\nVielleicht haben sie einen Anderen Blick auf die Dinge oder f\u00fchlen sich durch das frische Wasser dort oben besonders gest\u00e4rkt oder sie zucken mit den Schultern: Wir k\u00f6nnen es euch auch nicht erkl\u00e4ren, geht doch selber einmal hoch an die Quelle und schaut, ob\u00b4s euch auch so gut tut.<\/p>\n<p>Ein sch\u00f6nes Wochenende w\u00fcnsche ich Ihnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag: Spielen wie im Paradies Guten Morgen k\u00fcrzlich habe ich im Wartezimmer meiner Haus\u00e4rztin einen Zw\u00f6lfj\u00e4hrigen mit der dort herumstehenden Holzeisenbahn spielen sehen. Holzeisenbahn mit zw\u00f6lf? Ist das nicht ein bisschen komisch, ist er nicht ein bisschen zu alt daf\u00fcr? Einen Moment habe ich wirklich gestutzt. 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