{"id":2145,"date":"2014-10-04T12:23:38","date_gmt":"2014-10-04T11:23:38","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=2145"},"modified":"2017-10-24T07:38:26","modified_gmt":"2017-10-24T06:38:26","slug":"predigt-wenn-das-leben-ein-bekenntnis-wird-hebraeer-13-15-16-erntedankfest-2014-5-oktober-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=2145","title":{"rendered":"Predigt: Wenn das Leben ein Bekenntnis wird (Hebr\u00e4er 13, 15-16) Erntedankfest 2014, 5. Oktober 2014"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/erntedank14.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"2146\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=2146\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/erntedank14.jpg?fit=599%2C350&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"599,350\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"erntedank14\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/erntedank14.jpg?fit=599%2C350&amp;ssl=1\" class=\"alignright size-medium wp-image-2146\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/erntedank14-300x175.jpg?resize=300%2C175\" alt=\"erntedank14\" width=\"300\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/erntedank14.jpg?resize=300%2C175&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/erntedank14.jpg?resize=400%2C234&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/erntedank14.jpg?resize=150%2C88&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/erntedank14.jpg?resize=250%2C146&amp;ssl=1 250w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/erntedank14.jpg?w=599&amp;ssl=1 599w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Hebr. 13, 15-16: Zwei S\u00e4tze mit zwei Themen<br \/>\nEs geht um die Bereitschaft mit anderen zu teilen und seinen Glauben zu bekennen. Und um die Beobachtung, dass so ein Erntedankaltar ohne jede gro\u00dfartige Erkl\u00e4rung bereits ein Bekenntnis des Glaubens ist. Warum sollte das mit unserem Leben anders sein?<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nzum Erntedankfest werden selbst die unscheinbarsten Dorfkirchen zu pr\u00e4chtigen K\u00f6niginnen. Farbenfroh und pr\u00e4chtig liegen die Fr\u00fcchte da: Kartoffeln, Tomaten und \u00c4pfel, Getreide, Weintrauben und die gro\u00dfen K\u00fcrbisse. Das alles haben Sie, die Wilhelmsdorfer \/ Brunner Gemeindeglieder, hier hergebracht, in die Kirche als ein Dankesch\u00f6n Gott gegen\u00fcber. Und dann haben es viele kreative H\u00e4nde mit Liebe zum Detail hier so drapiert, dass unser Altarraum, ja die ganze Kirche ein kleines Kunstwerk geworden ist.<!--more--><\/p>\n<p>Das ist ja schon ein wunderbarer Start f\u00fcr unsere neuen Pr\u00e4paranden: Zu sehen, dass Kirche nicht immer das gleiche langweilige rechteckige Ding im Dorf ist, sondern dass da sich etwas bewegt, dass hier Leute zu Gange sind, Zeit und Kreativit\u00e4t investieren und etwas richtig sch\u00f6n machen<\/p>\n<p>Unser Predigttext von heute greift &#8211; das wundert am Erntedankfest jetzt nicht sonderlich &#8211; den Gedanken des sich Freuens und des Dankens auf &#8211; aber irgendwie klingt es doch ein bisschen anders.<br \/>\nIch lese aus dem Ende der Hebr\u00e4erbriefes, aus dem 13. Kapitel:<\/p>\n<p><strong><em>15 So lasst uns nun durch ihn (Jesus Christus) Gott allezeit\u00a0 das Lobopfer darbringen, das ist die\u00a0 Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.<\/em><\/strong><br \/>\n<strong><em>16 Gutes zu tun und mit andern zu teilen, vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, das klingt doch ganz sch\u00f6n. Gott loben und danken, Gutes tun, mit Anderen teilen, das passt wunderbar zum Erntedankfest. Das machen wir ja heute auch in diesem Gottesdienst.<\/p>\n<p>Und doch &#8230; ist da irgendwie etwas komisch &#8230; irgendwie klingt der Text nicht ganz so locker-flockig geschmeidig, wie das, was der Pfarrer vorher gesagt hat!<\/p>\n<p><strong><em>OPFER<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Liegt es vielleicht an dem Begriff \u201eOpfer\u201d, den wir da in zwei S\u00e4tzen zweimal h\u00f6ren? Vom \u201eLobopfer\u201d und \u201eTeilen als Opfer\u201d ist die Rede.<\/p>\n<p>Opfer klingt komisch. In der Schule ist das inzwischen schon ein Schimpfwort geworden. \u201eEy, du bist voll das Opfer\u201d &#8211; das bedeutet nicht viel weniger als du bist der Verlierer, der Depp vom Dienst.<br \/>\nAuch sonst scheuen wir das Wort.<\/p>\n<p>Offen gesagt: Wir wollen nicht opfern, sondern lieber spenden. \u201eSpende\u201d, das klingt viel positiver; nicht nur wegen der Spendenquittung. Der Spender ist der souver\u00e4ne, gro\u00dfz\u00fcgige Geldgeber. Und als Pfarrer freue ich mich von Herzen, wenn wir Menschen haben, die zum Spenden bereit sind, zum Teilen, zum Unterst\u00fctzen&#8230;..<br \/>\n&#8230; wobei ich manchmal denke, dass das, was ich gelegentlich bei einem Geburtstagsbesuch bekomme, eher auch ein Opfer ist. Eben mehr als ein gro\u00dfz\u00fcgiger F\u00fcnfziger, den man aus dem Geldbeutel zieht, sondern ein F\u00fcnfziger, der bei einer bescheidenen Rente auch richtig viel Geld ist, der, wenn er im Umschlag mit der Aufschrift \u201ef\u00fcr die Kirche\u201d verschwindet, m\u00f6glicherweise auch finanzielle Folgen f\u00fcr den Rest des Monats hat.<\/p>\n<p>Opfer geht tiefer als Spende.<br \/>\nOpfer kann auch mal weh tun.<br \/>\nOpfer bedeutet: Ich gebe etwas von dem zur\u00fcck, was mich habe.<\/p>\n<p>Das hat nicht unbedingt etwas mit Geld zu tun. Oft sprechen wir ja auch davon, dass jemand seine Zeit f\u00fcr eine gute Sache opfert. F\u00fcr einen Verein, in dem er sich engagiert, f\u00fcr den Posaunenchor, Frauenchor, f\u00fcr die Kirchengemeinde oder den Kindergarten. Oder auch dort, wo jemand \u201eaufopferungsvoll\u201d einen Angeh\u00f6rigen pflegt.<br \/>\nDa bringen Menschen Opfer. Sie geben von ihrer Zeit, ihrer Kraft, ihrem Geld etwas ab.<\/p>\n<p>Ohne dass sie dazu verpflichtet w\u00e4ren &#8211; sie tun es eigentlich aus freien St\u00fccken. Aber manchmal merkt man: Wo jemand Opfer bringt, da h\u00e4ngt halt oft auch das Herz dran. Diese Liebe zur Sache, dieses Einssein mit dem, worum es da geht, macht uns ja oft erst f\u00e4hig, Opfer zu bringen, sich selbst zugunsten einer Sache zur\u00fcckzunehmen und pers\u00f6nliche Einschr\u00e4nkungen hinzunehmen.<\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte ja jetzt jammern, dass heute im Zeitalter von Individualismus und Unverbindlichkeit die Bereitschaft zum Opfer, zum Engagement zur\u00fcckgeht. Nicht umsonst klagen viele gesellschaftliche Gruppen vom Sportverein bis zur Feuerwehr, dass immer weniger Menschen bereit sind, Zeit f\u00fcr solche T\u00e4tigkeiten zu opfern.<br \/>\nAber anscheinend wars schon zu biblischem Zeiten notwendig, die Menschen daran zu erinnern. Schlie\u00dflich lese ich hier \u201eGutes zu tun und mit andern zu teilen, vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.\u201d &#8211;<br \/>\nSo m\u00f6chte ich diesen Satz als Erinnerung einfach an Sie weitergeben &#8211; auch wenn ich wei\u00df, dass wir hier in der Kirche naturgem\u00e4\u00df eher die Menschen sitzen haben, die diesen Satz schon seit Jahren und Jahrzehnten mit Leben f\u00fcllen.<\/p>\n<p><strong><em>LOBEN UND BEKENNEN<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nunser Predigttext hat ja noch einen zweiten Satz:<br \/>\nSo lasst uns nun durch Jesus Christus Gott allezeit\u00a0 das Lobopfer darbringen, das ist die\u00a0 Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.<\/p>\n<p>Gott loben, ihn bekennen. Das ist ja das Wunderbare an Erntedank: Dass wir es an diesem Tag schaffen, ohne ein einziges W\u00f6rtchen, ohne den Mund \u00fcberhaupt aufzumachen, Gott zu loben und zu bekennen, dass wir ihn anerkennen als Sch\u00f6pfer und Spender von allem, was wir zum Leben brauchen.<br \/>\nDa muss man sich einfach unsere Kirche ansehen &#8211; und alles ist klar! Das, was wir hier sehen, ist ein Bekenntnis! Hier sind Menschen, die sind sich bewusst, dass nicht alles nur an ihrem Flei\u00df und Geschick h\u00e4ngt. Hier leben Leute, die wissen, dass sie sich &#8211; und das, was sie haben &#8211; ihrem Gott verdanken.<\/p>\n<p>Ich denke, das ist heute das Gleiche, wie mit dem Engagement: Ich brauche Ihnen das doch gar nicht erz\u00e4hlen, dass wir nicht alles aus eigener Kraft schaffen k\u00f6nnen, das Saat und Ernte ein Geschenk Gottes ist, dass wir dankbar sein k\u00f6nnen dar\u00fcber, dass wir eben nicht selber die Geber unseres Dasein sind.<br \/>\nDass wir einen Gott haben, den wir immer darum bitten k\u00f6nnen, uns zu begleiten und zu helfen. Das alles wissen Sie, sp\u00fcren das selber in sich, dass vieles h\u00e4tte anders kommen k\u00f6nnen, dass vieles nicht unsere eigene Leistung ist. Darum sage ich da gar nichts weiter dazu.<\/p>\n<p>Aber das zu bekennen &#8211; das mit seinen Leben f\u00fcr Andere sichtbar machen, das ist die Kunst des Lebens als Christ. Wir k\u00f6nnen anderen davon weitererz\u00e4hlen, erkl\u00e4ren, versuchen zu \u00fcberzeugen. Das ist ein Weg; ein ganz wichtiger noch dazu.<br \/>\nEin anderer Weg des Bekennens ist der, den man sich hier an unserer Kirche abschauen kann.<br \/>\nMan schaut hin, keiner erkl\u00e4rt etwas, und doch ist das Staunen und die Bewunderung gro\u00df. Und man wei\u00df genau, worum es hier geht.<\/p>\n<p>Ob wir das auch mit unserem Leben hinbekommen?<br \/>\nDa schaut einer hin:<br \/>\nEr sieht, dass du \u00f6fter mal in die Kirche gehst.<br \/>\nEr bekommt mit, dass du vor dem Essen betest.<br \/>\nEr sp\u00fcrt, dass du mit deinen Erfolgen anders umgehst, als Menschen, die meinen sie allein w\u00e4ren die Helden nd Macher der Welt<br \/>\nEr erlebt, wie du nach Niederlagen aus dem Glauben wieder Kraft sch\u00f6pfst.<br \/>\nEr ahnt, dass das mit diesem Gott, den er f\u00fcr sich schon l\u00e4ngst zu den Akten gelegt hat, schon etwas ziemlich Gro\u00dfes sein muss.<\/p>\n<p>Einfach und offen als Christ leben &#8211; seinen Glauben nicht verstecken. Darin steckt ein gro\u00dfes Potential.<br \/>\nLoben und bekennen &#8211; das ist nicht nur Thema am Erntedank &#8211; das ist eigentlich ein Thema f\u00fcrs ganze Leben.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p>HINWEIS: Eine weitere Predigt zum selben Bibeltext finden sie hier: <a href=\"http:\/\/pastors-home.de\/?p=1683\">Von Opfern und Spenden (5. Oktober 2002)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hebr. 13, 15-16: Zwei S\u00e4tze mit zwei Themen Es geht um die Bereitschaft mit anderen zu teilen und seinen Glauben zu bekennen. Und um die Beobachtung, dass so ein Erntedankaltar ohne jede gro\u00dfartige Erkl\u00e4rung bereits ein Bekenntnis des Glaubens ist. 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