{"id":1836,"date":"1998-09-27T00:11:05","date_gmt":"1998-09-26T23:11:05","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=1836"},"modified":"2021-10-11T12:01:48","modified_gmt":"2021-10-11T10:01:48","slug":"predigt-bekennen-aber-mit-schmackes-2-timotheus-1-7-10-27-september-1998","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=1836","title":{"rendered":"Predigt: Bekennen, aber mit Schmackes! (2. Timotheus 1, 7-10) 27. September 1998"},"content":{"rendered":"<p><em>2. Timotheus 1, 7-10:<\/em><br>\n<em> Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe, und der Besonnenheit. Darum sch\u00e4me dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit mir f\u00fcr das Evangelium in der Kraft Gottes. Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschlu\u00df und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt, jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unverg\u00e4ngliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium. <img decoding=\"async\" title=\"Read More...\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" alt=\"\" data-wp-more=\"\" data-mce-resize=\"false\" data-mce-placeholder=\"1\"><\/em><!--more--><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br>\n\u201esch\u00e4me dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn\u201d schreibt der Apostel an seinen Mitarbeiter Timotheus. Er h\u00e4tte auch sagen k\u00f6nnen: \u201eEs braucht dir nicht peinlich sein, wenn Du \u00fcber Deinen Glauben, &#8211; \u00fcber Jesus Christus sprichst\u201d.<br>\nWir k\u00f6nnen daraus schlie\u00dfen: Dem engen Paulus-Mitarbeiter Timotheus war nicht immer ganz wohl dabei, wenn er von seinem Glauben an Jesus reden sollte. Und uns gehts heute auch nicht viel anders: Es f\u00e4llt vielen Christen nicht leicht, mit anderen Menschen \u00fcber ihren Glauben zu sprechen.<\/p>\n<p>In unserer Gesellschaft ist der christliche Glaube nichts Selbstverst\u00e4ndliches mehr. Kirche ist f\u00fcr Viele eine soziale Einrichtung, die irgendwie Gutes tut. Und sagt man solchen Leuten, da\u00df Kirche eine Gemeinschaft von Menschen ist, die der gemeinsame Glaube verbindet, dann kann man gelegentlich h\u00f6ren: \u201eJaja, sch\u00f6n, sch\u00f6n. Aber das ist ja deine Privatsache\u201d. Und was mache ich dann? Dann la\u00df ich meinen Glauben eben meine Privatsache sein.<\/p>\n<p>Vielleicht bin ich ja auch ganz froh, wenn Keiner nach meinem Glauben fragt. Wenn keiner genau wissen will, was das hei\u00dft, wenn wir im Glaubensbekenntnis zusammen sprechen: \u201eich glaube an Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, &#8230; gekreuzigt und auferstanden..\u201d.<br>\nViele Inhalte unseres christlichen Glaubens sind nicht auf Anhieb einsichtig. Gerade kritisch denkende Menschen haben da ihre Probleme. Da mu\u00df ich damit rechnen, da\u00df jemand erstaunt fragt: \u201ewas, und du glaubst das alles? &#8211; h\u00e4tt ich gar nicht von dir gedacht.\u201d<\/p>\n<p>Da \u00fcberlege ich es mir vieleicht schon zweimal, bevor ich mich vor Arbeitskollegen oder im weiteren Freundeskreis als Christ zu erkennen gebe.<br>\nEine Christenverfolgung gibt es bei uns nicht. Wer sich zu Jesus Christus bekennt, wird allenfalls f\u00fcr naiv und weltfremd gehalten. Anders siehts zum Beispiel in Indien aus: Reverend Dass aus Indien, der dort ein Waisenhaus leitet, ist momentan in Herzogenaurach zu Gast. Er hat in verschiedenen Kreisen von seiner Arbeit berichtet. Und er kann davon berichten, da\u00df Christen in Indien einen schweren Stand haben. Seit sich die politische Lage dort ver\u00e4ndert hat, werden Christen zunehmend diskriminiert. Wer sich als Christ zu erkennen gibt, findet nur schwer einen Arbeitsplatz. Und es gibt auch gewaltsame \u00dcbergriffe auf Christen beziehungsweise auf Kirchen. Und \u00e4hnliche Berichte kennen wir auch aus vielen L\u00e4ndern in Fernost.<br>\nIn Deutschland kennen wir so eine Verfolgung nicht. Und daf\u00fcr k\u00f6nnen wir dankbar sein, und umso mehr sollten wir f\u00fcr solche verfolgten Christen beten.<\/p>\n<p>Dennoch: Es f\u00e4llt mir, und sicher vielen von Ihnen, nicht leicht, sich als Christ zu \u201eouten\u201d. Wenn ich sage, da\u00df mir mein Glaube, Gott, Jesus Christus, der Gottesdienst, der Hauskreis, wichtig sind, dann k\u00f6nnte einiges auf mich zukommen: H\u00e4lt man mich dann f\u00fcr einen frommen Idealisten von vorgestern ohne Sinn f\u00fcr Realit\u00e4t? Oder macht mein Gegen\u00fcber mich dann pl\u00f6tzlich mitverantwortlich f\u00fcr die Kreuzz\u00fcge, Hexenwahn und andere dunkle Kapitel der Kirchengeschichte?<br>\nOder fragt der Andere mich dann \u00fcber etwas aus der Bibel, und dann steh ich da und hab keine Antwort, weil ich doch auch nicht alles verstanden habe; selber noch Fragen habe?<\/p>\n<p>Wer so nachdenkt, der bekommt ein verzagtes Hasenherz: Hat Skrupel, \u00fcber seinen eigenen Glauben zu reden. So wie der junge Timotheus, eigentlich ja Pfarrer, Prediger von Beruf. Er wei\u00df nicht, ob er offensiv vom Glauben reden, f\u00fcr ihn werben soll.<br>\nDie Antwort die unser Predigttext darauf gibt, macht angesichts aller dieser Schwierigkeiten dem Timotheus und uns Mut:<br>\nDenn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe, und der Besonnenheit. Darum sch\u00e4me dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit mir f\u00fcr das Evangelium in der Kraft Gottes.<br>\nEs braucht uns nicht peinlich zu sein, von unserem Glauben zu reden, ihn zu bekennen. Wir brauchen keine Angst vor unangenehmen Situationen haben. Und das aus eben 2 Gr\u00fcnden:<br>\nDer Heilige Geist, Gott in uns, will uns nicht \u00e4ngstlich werden lassen, sondern er will uns Kraft, Liebe und Besonnenheit verleihen. Das ist eine wichtige Zusage: Gott sagt: Ich la\u00df dich nicht allein. Du brauchst dich nicht auf deine eigene Redegewandtheit verlassen. Ich bin bei Dir, will Dir die richtigen Worte geben. Denke an Pfingsten: Da wurden aus den unbeholfenen und verzagten J\u00fcngern pl\u00f6tzlich machtvolle Prediger.<br>\nWir k\u00f6nnen festhalten: Wir sind nicht allein auf uns gestellt, wenns drum geht, von Jesus Zeugnis zu geben. Wir k\u00f6nnen auf Gottes Hilfe hoffen. Und das kann uns Mut machen, zum Gespr\u00e4ch, zum Bekennen unserer Hoffnung.<\/p>\n<p>Zum zweiten: Das Evangelium von Jesus Christus ist nicht allein ein Evangelium der St\u00e4rke, sondern auch der Schw\u00e4che: Jesus ist an einem Kreuz gestorben. Die Todesart der gescheitern Existenzen von Verbrechern. Das sah aus wie das kl\u00e4gliche Scheitern eines selbsternannten Heilands. In Wahrheit aber war es ein zentrales Ereignis der heilvollen Geschichte Gottes mit uns Menschen. Gottes Handeln vollzieht sich eben oft unsichtbar, in der Verkleidung des Schwachen, des Kleinen, des Mi\u00dflungenen. Denken wir an die Gleichnisse, die Jesus erz\u00e4hlt hat: Der verborgene Schatz im Acker, die zuf\u00e4llig entdeckte Perle oder das winzige Senfkorn, das zu einem gro\u00dfen Baum heranw\u00e4chst.<br>\nDarum darf mein Reden vom Glauben, mein Bekennen auch ein schwaches Reden sein. Ich mu\u00df in einer Diskussion \u00fcber den Glauben nicht den Sieg davontragen. Wer jemand meinen Glauben an Jesus Christus f\u00fcr unlogisch, f\u00fcr unvern\u00fcnftig h\u00e4lt, dann werde ich ihn kaum vom Gegenteil \u00fcberzeugen k\u00f6nnen. Aber ich kann diesem Menschen sagen, was ich glaube, und warum mir Gott wichtig ist.<br>\nUnd das sollte ich auch tun. Und das kann auf ganz verschiedene Weisen geschehen.<\/p>\n<p>Sicher: es gibt Menschen, denen liegt ihr frommes Herz auf der Zunge. Mit gro\u00dfer Selbstverst\u00e4ndlichkeit sprechen sie andere zur Zeit oder auch zur Unzeit auf Ihr Verh\u00e4ltnis zu Gott an. Es ist sch\u00f6n, da\u00df manche Menschen dieses Talent haben. Aber viele andere Christen tun sich da schwer. Ich denke: Es ist schon viel, wenn ich einem Gespr\u00e4ch \u00fcber den Glauben nicht aus dem Weg gehe.<\/p>\n<p>Denn: Wer als Christ lebt, der tut das nicht inkognito. Irgendwann fragt mich jemand:<br>\nAch, du gehst am Sonntag in die Kirche?<br>\nOder: Warum betest du vor dem Essen?<br>\nOder ein frommer Aufkleber am Auto wird zum Thema unter Kollegen.<br>\nEs kann auch ein Kalender mit Bibelspr\u00fcchen sein, der dazu f\u00fchrt da\u00df man \u00fcber die Bibel ins Gespr\u00e4ch kommt.<br>\nWir sehen: Es sind oft die Kleinigkeiten, die allein schon Zeugnis vom eigenen Glauben geben. Die andere nach unserem Verh\u00e4ltnis zu Gott und Kirche fragen lassen. Und dann sollte ich auch &#8211; wie der Apostel formuliert &#8211; mich nicht sch\u00e4men, dazu zu stehen; Also nicht den R\u00fcckzug antreten und geschickt das Thema wechseln, weil es mir unangenehm ist.<\/p>\n<p>Der Bibeltext ermutigt mich, offen \u00fcber meine Beziehung zu Gott zu reden.<br>\nAber er will mich nicht unter Druck setzen. Da ist kein Zwang zum Bekenntnis. Darum brauche auch ich mich nicht in Zugzwang bringen. Nicht am Sonntag abend planen: \u201eAm Montag mu\u00df unbedingt mit einem Kollegen ein Gespr\u00e4ch \u00fcber den Glauben her.\u201d Damit setzte ich mich unter einen frommen Leistungsdruck, der dann nicht mehr christlich ist. Gottes Liebe gilt mir, unabh\u00e4ngig davon, ob ich ein toller Bekennertyp bin, oder eher zu den Stillen, den Zur\u00fcckhaltenden im Lande geh\u00f6re.<br>\nAber ich darf mir Mut machen lassen. Ich habe die Zusage, da\u00df Gottes Geist mir die Kraft, die Liebe und die Besonnenheit dazu schenken will.<\/p>\n<p>Kraft, Liebe, Besonnenheit. Diese drei Geschenke Gottes geh\u00f6ren nicht blo\u00df in den Kontext des Bekennens. Sie sind \u00fcberhaupt Gottes Geschenke an uns Menschen, die wir aus ihm leben. Das hei\u00dft: Wenn wir mit anderen Leuten \u00fcber Gott reden, sie f\u00fcr den Glauben gewinnen wollen, dann machen wir das doch nicht blo\u00df daf\u00fcr, damit die Kirche nicht ausstirbt, und die Pfarrer ein paar neue Sch\u00e4fchen haben. Das ist ja nicht der eigentliche Sinn der Sache.<\/p>\n<p>Nein. Es gibt was viel wichtigeres: Wenn jemand neu den Glauben f\u00fcr sich entdeckt. Wenn er eine Beziehung zu Gott bekommt. Dann wird er von Gott beschenkt. Und Gottes Geist wirkt auch in ihm dann diese Kraft, diese Liebe und Besonnenheit.<\/p>\n<p>Jetzt kann man fragen: Kraft, Liebe, Besonnenheit, das ist ja keine spezifisch christliche Erfindung. Auch ohne Gott gibts Leute, die haben Kraft, die k\u00f6nnen lieben, die sind besonnen. Wozu dann der ganze Aufwand? Ich w\u00fcrde sagen: Wenn wir diese drei &#8211; ich sag mal Tugenden &#8211; bekommen, dann haben sie ein ganz besonders Profil:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu Beispiel die \u201eKraft\u201d: Klar, es geht hier nicht um die rein physische Power, mit der ich eine M\u00fclltonne hochhebe. Es geht allgemein um die Kraft, etwas zu leisten, etwas zu bewegen, oder auch gegen Widerst\u00e4nde durchzuhalten, Belastungen zu \u00fcberstehen. Das meine ich hier mit Kraft. Und ein Mensch, der lebt, verbraucht diese Kraft. Wird mit der Zeit auch schw\u00e4cher. Manche langsamer, manche schneller. Und da ist es dann wichtig, da\u00df man wieder Kraft sch\u00f6pfen kann. Da\u00df man auftanken kann.<\/p>\n<p>Beide Begriffe \u201esch\u00f6pfen\u201d und \u201eauftanken\u201d sagen es schon: Das kann ich nicht aus mir selber. Wenn ich ausgepumpt bin, ist es sinnlos, aus mir selber noch was sch\u00f6pfen zu wollen. Da sehe ich auch Psycho-Methoden wie \u201epositives Denken\u201d kritisch: Wenn ich noch Kraftreserven habe, k\u00f6nnen die ja funktionieren. Aber wenn ich wirklich ausgepowert bin, woher soll ich dann dann meine Kraft hernehmen? In mir ist ja nix mehr.Da ist dann Gottes Kraft gefragt. Ein Gott, der eben nicht blo\u00df eine Idee, ein gedachtes h\u00f6heres Wesen ist, sondern der Sch\u00f6pfer der Welt. Quelle aller Kraft, der mir Kraft schenken kann. &#8211; von au\u00dfen &#8211; nicht aus mir selber.<\/p>\n<p>Das ist viel wert: Ein Gott, zu dem ich in den Belastungen meines Lebens kommen kann. Den ich um seine Hilfe, seine Kraft bitten kann.<br>\nKommen wir zum n\u00e4chsten Geschenk Gottes: Die Liebe zum N\u00e4chsten. Eine Liebe, die auch den lieb hat, den eigentlich nicht liebenswert ist. Das ist das Besondere an der Liebe, die von Gott kommt.<br>\nEr liebt uns Menschen, auch wenn wir S\u00fcnder sind. Auch wenn wir immer wieder gegen seinen Willen handeln: Er liebt uns doch. Das haben wir in der Bibel schriftlich. Und weil ich mich von Gott geliebt, und von ihm mit Kraft versorgt f\u00fchle, brauch ich keine Angst haben, da\u00df ich zu kurz komme. Dann kann ich mich um andere k\u00fcmmern, f\u00fcr andere dasein. Aus der Liebe, die mir von Gott zukommt, kann ich Liebe an andere weitergeben. Auch an solche, die unsere Liebe nicht verdient haben. Denn wir haben Gottes Liebe auch nicht verdient, wir haben sie geschenkt bekommen. Darum k\u00f6nnen wir sie vorbehaltlos weiterschenken, ohne Pr\u00fcfung, obs der andere verdient hat.<br>\nDas macht unseren Glauben auch f\u00fcr viele Menschen attraktiv. Viele sind \u00fcberrascht davon, da\u00df manche Christen unvoreigenommen auf andere zugehen, gerade auch auf soziale Randgruppen, die kaum einer mag. Nicht nur der sympathische Nachbar, auch die Nervens\u00e4ge von nebenan m\u00f6chte angenommen werden. Und auch die Familie aus dem Freundeskreis, m\u00f6chte unsere Liebe nicht entzogen bekommen, nur weil der Familienvater arbeitslos geworden ist, und deshalb manche Gespr\u00e4che komplizierter werden.<br>\nWer h\u00f6rt, wie kirchenferne Menschen zum Glauben gefunden haben, der bekommt den Eindruck: Oft war die Herzlichkeit der Christen ein wichtiger Faktor, den christlichen Glauben mal aus der N\u00e4he zu betrachten. Die Liebe, daran sollten wir immer denken, ist eines dieser drei Geschenke Gottes. Die wir von ihm erhalten, und dann weitergeben k\u00f6nnen. Wie wir die Kraft nicht aus uns selber sch\u00f6pfen k\u00f6nnen, erwartet von Gott von uns nicht, andere zu lieben, ohne da\u00df er uns diese Liebe auch schenkt.<br>\nEbenso stehts um die Besonnenheit, das letzte dieser drei Geschenke Gottes an uns: Besonnenheit, das hei\u00dft: Das rechte Ma\u00df zu finden. Auch in schwierigen Situationen nicht den Kopf zu verlieren, nicht in blinden Aktionismus zu verfallen, blo\u00df damit man irgendwas tut.<br>\nBesonnenheit kann hei\u00dfen: Situationen n\u00fcchtern zu betrachten, und sich bewu\u00dft sein, da\u00df letztlich Alles in Gottes Hand liegt. Ich finde, es entlastet mich, zu wissen, da\u00df nicht alles an mir, an uns Menschen h\u00e4ngt. Die Bibel gibt immer wieder Zeugnis davon, da\u00df das Schicksal der Welt, das Schicksal der V\u00f6lker in Gottes Hand liegt.Auch die eigene Zukunft darf ich in Gottes Hand wissen. Klar: als Mensch bin ich keine Marionette, die von Gott gesteuert durchs Leben stakst. Ich habe habe gro\u00dfe Freiheiten zu Handeln. Zum Guten und zum Schlechten. Ich kann meine Zukunft planen. Ich kann mir auch selber Steine in den Weg legen, und auch wieder wegr\u00e4umen.<br>\n\u00dcber allen diesen Freiheiten darf ich daran glauben, da\u00df Gott Gutes mit mir vorhat. Schaun wir noch ein letztes mal auf unseren Predigttext: Diesmal in einer neueren \u00dcbersetzung (Hoffnung f\u00fcr alle:)Er hat uns gerettet, und er selbst, der Heilige Gott hat uns zu seinem Dienst berufen.<br>\nNicht etwa, weil wir das verdient h\u00e4tten, sondern aus Gnade, und weil es von Anfang an Gottes Absicht war. Denn noch ehe diese Welt bestand, war es Gottes Plan, uns in seinem Sohn Jesus Christus seine erbarmende Liebe zu schenken.<br>\nDas ist jetzt Wirklichkeit geworden, denn unser Retter Jesus Christus ist gekommen. Das ist das Evangelium: Er hat dem Tod die Macht genommen und das Leben &#8211; unverg\u00e4nglich und ewig &#8211; ans Licht gebracht.<\/p>\n<p>Das ist Gottes Plan mit uns Menschen. Er will uns wahres, unverg\u00e4ngliches Leben schenken.<br>\nAndere haben uns davon erz\u00e4hlt. Und im Glauben haben wir dieses Geschenk Gottes angenommen. Und wenn wir von unserem Glauben weitererz\u00e4hlen, k\u00f6nnen auch andere Menschen diese Gabe Gottes f\u00fcr sich annehmen.<br>\nDarum soll Timotheus &#8211; darum sollen wir &#8211; weitersagen, von dem, was unserem Leben Hoffnung gibt!<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Timotheus 1, 7-10: Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe, und der Besonnenheit. 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