{"id":1796,"date":"2000-12-24T23:14:39","date_gmt":"2000-12-24T22:14:39","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=1796"},"modified":"2018-11-27T19:04:48","modified_gmt":"2018-11-27T18:04:48","slug":"predigt-weihnachten-das-verpackte-geschenk-symbol-friedenslicht-aus-bethlehem-24-dezember-2000-heiliger-abend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=1796","title":{"rendered":"Predigt: Weihnachten, das verpackte Geschenk (Symbol: Friedenslicht aus Bethlehem) 24. Dezember 2000, Heiliger Abend"},"content":{"rendered":"<p align=\"LEFT\"><span style=\"color: #ff0000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><span style=\"color: #000000;\"><i>Anmerkung: Auf dem Altar steht ein Weihnachtsp\u00e4ckchen &#8211; darin (f\u00fcr die Gemeinde noch nicht zu sehen): Ein Kerze, mit dem <a href=\"http:\/\/www.friedenslicht.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Friedenslicht <\/a>aus Bethlehem.<\/i><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>ich sage ihnen zun\u00e4chst etwas, was Sie 100% schon wissen: Das was hier auf dem Altar steht, ist ein Weihnachtsgeschenk. Deutlich zu erkennen: Es ist bunt verpackt, eine Schleife ist drum herum. Ein Geschenkanh\u00e4nger dabei.<br \/>\nJa, es gibt kaum ein Geschenk, das ohne Verpackung daherkommt. Naja, vielleicht ist das ja auch notwendig: Wenn jemand mit einem Buch in der Hand bei mir aufkreuzt, dann frage ich vielleicht: \u201eAch, was liest du denn zur Zeit? &#8211; Harry Potter?\u201c &#8211; \u201eNein, ich wollte dir das Buch schenken.\u201c &#8211; Achso, ja danke,&#8230; &#8211; Solche Peinlichkeiten vermeidet eine Geschenkverpackung. Da wei\u00df man sofort: Das da drin ist ein Geschenk.<\/p>\n<p>&#8211; Aber was ist da drin?? Das wei\u00df man ja meistens nicht so genau. Und das macht\u00b4s ja auch so spannend; gerade f\u00fcr die Kinder &#8211; vorausgesetzt, sie rei\u00dfen nicht gleich mit einem Ratsch die ganze Verpackung weg: Da wird gef\u00fchlt, gesch\u00e4tzt, gesch\u00fcttelt, gedr\u00fcckt: Was ist da blo\u00df drin?<!--more--><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"color: #ff0000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><span style=\"color: #000000;\">Manchmal kann man es ja erahnen: Quadratisch und flach: Da liegt eine CD nahe. Wenn ein Quaderf\u00f6rmiges Geschenk beim Klopfen fast wie morsches Holz klingt, dann ist es wohl ein Buch. Ist das P\u00e4ckchen eher handtellergro\u00df und hat oben einen Stummel, k\u00f6nnte ein Handy drin sein.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Ja, bei manchem Geschenk erkennt man schon von au\u00dfen, was es ist. Aber vielleicht ist es ihnen schon mal passiert: Sie waren sich sicher: Ich wei\u00df, was drin ist, &#8211; f\u00fchle es &#8211; ganz klar &#8230; und dann steckt doch was anderes drin.<\/p>\n<p>Bei Weihnachten &#8211; dem Fest, das wir heute, morgen und \u00fcbermorgen feiern &#8211; da kann man sich auch versch\u00e4tzen. Denn das Fest ist ganz ganz festlich verpackt:<br \/>\nBaum, Kerzen, Festbraten, Pl\u00e4tzchenduft, Besuche, gl\u00e4nzende Kinderaugen, &#8230; das alles ist uns bekannt als wunderbare Verpackung von Weihnachten. Ich w\u00fcrde meinen: Das sind die Schleifchen, Schn\u00f6rkel und Anh\u00e4nger an Weihnachten. &#8211; Herrlich, irgendwie unverzichtbar, aber nicht das eigentliche &#8212; &#8211; das wissen Sie ja: Es geht um das Jesuskind:<br \/>\n<i>\u201eNat\u00fcrlich. Kenn ich schon!\u201c <\/i>sagen Sie?<\/p>\n<p>Moment: Wenn Sie an das Jesuskind in der Krippe denken, dann haben Sie das Geschenk, um das es Weihnachten eigentlich geht,schon in der Hand &#8211; aber: sie haben die Verpackung noch nicht ge\u00f6ffnet. &#8211; Sie sehen da erst die Au\u00dfenseite des Geschenks von Weihnachten.<br \/>\nDie Frage ist: was steckt dahinter; was ist das besondere an diesem Kind.<\/p>\n<p>\u201eWas ist das besondere an diesem Mann\u201c &#8211; das haben sich auch die Menschen gefragt die damals Jesus begegnet sind. \u201eDen kennen wir doch\u201c haben sie gesagt: Der kommt aus Nazareth, Josef und Maria hei\u00dfen seine Eltern. Seine Mutter hat ihn damals unterwegs in Bethlehem geboren.<br \/>\n\u201eDen kennen wir doch!\u201c &#8211; Das haben die Leute wohl \u00f6fter gesagt. Vielleicht gerade deshalb, weil sie gesp\u00fcrt haben: Jesus ist doch irgendwie anders.<br \/>\nIm Predigttext von heute finden wir ein Wort Jesu. Seine Antwort darauf, dass so viele sagten: \u201eden kennen wir doch\u201c: &#8211; Im 7. Kapitel des Johannesevangeliums steht:<\/p>\n<p><i><b>Da rief Jesus, der im Tempel lehrte: Ihr kennt mich und wi\u00dft, woher ich bin. Aber nicht von mir selbst aus bin ich gekommen, sondern es ist ein Wahrhaftiger, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennt. Ich aber kenne ihn; denn ich bin von ihm, und er hat mich gesandt.<\/b><\/i><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde; eine nebul\u00f6se Antwort?<br \/>\n\u201eIhr kennt mich und wi\u00dft, woher ich bin\u201c: Ja, das wissen sie: Jesus kennt man. Das ist eben die Au\u00dfenseite, die Verpackung. Aber da steckt mehr dahinter. Nicht von sich selbst aus ist Jesus losgezogen durch Israel. Er ist von Gott gesandt. An dieser Stelle wird es deutlich: Der wahre Inhalt des Geschenks besteht darin: \u201e<i>Jesus ist der von Gott gesandte Sohn<\/i>\u201c.<\/p>\n<p>Das anr\u00fchrende Kind in der Krippe, der wundert\u00e4tige Mann Jesus aus Nazareth: Das sieht man von au\u00dfen. Und nur manchmal haben seine Zeitgenossen erkennen k\u00f6nnen, wer dieser Jesus wirklich war:<br \/>\n&#8211; Bei der Geburt, die Hirten auf dem Feld: Die haben es von den Engeln erfahren: \u201eF\u00fcrchtet euch nicht, euch ist heute der Heiland geboren!\u201c<br \/>\n&#8211; Die Leute, denen Jesus das sagte, was im Predigttext steht: \u201eDer wahrhaftige Gott hat mich gesandt.\u201c<br \/>\n&#8211; Und der r\u00f6mische Zenturio, dem es bei Jesu Tod unterm Kreuz, wie ein Blitz ins Hirn f\u00e4hrt: Und der pl\u00f6tzlich sagt: \u201eWahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen\u201c.<\/p>\n<p>DAS ist das eigentliche &#8211; das ist das besondere. In diesem Kind kommt Gott zu uns Menschen. In diesem Menschen Jesus zeigt sich Gott, wie er ist, und was er von uns und f\u00fcr uns will:<br \/>\n~ Wo Jesus Menschen heilt, sehen wir den Gott, der mit uns Menschen Gutes vor hat. Der unser Leben vollenden will. Er will unser Heil, nicht unser Ungl\u00fcck.<br \/>\n~ Mit dem Jesus, der in einem Stall geboren wird, der sich mit Z\u00f6llnern und S\u00fcndern an einen Tisch setzt, sehen wir den Gott, der sich gerade dem Schwachen, dem nicht Perfekten zuwendet. Bei ihm muss man nicht perfekt sein.<br \/>\n~ Aber da ist auch dieser Jesus, der den Menschen unmissverst\u00e4ndlich sagt, dass es richtige und falsche Wege gibt. Der uns an Gottes Gebote erinnert, der das Liebesgebot sogar auf seine Feinde anwendet.<br \/>\nDas Jesuskind &#8211; der junge Mann aus Nazareth: Mit ihm kommt Gott zu uns Menschen. In dieser menschlichen Verpackung, bei der so viele sagten \u201ekenne ich schon\u201c &#8211; in der handelt Gott. &#8211; Zeigt uns seine Liebe, heilt und segnet.<br \/>\nUnd er sagt uns, dass er der Weg zum Licht ist &#8211; fordert uns heraus, in seine Richtung zu gehen.<\/p>\n<p><i>&#8212; Pause mit Musik , die Beleuchtung der Kirche wird heruntergedimmt, das P\u00e4ckchen auf dem Altar wird ge\u00f6ffnet &#8211; Pfarrer nimmt die Kerze in beide H\u00e4nde &#8212; <\/i><\/p>\n<p>Weihnachten, Gott kommt in unsere dunkle Welt.<br \/>\nEr kommt in das Elend eines Paares, das nicht einmal einen richtigen Platz hat, um ihr Kind auf die Welt zu bringen. &#8211; Und gerade da, in diese Situation, die wir doch eigentlich als gottverlassen bezeichnen &#8211; genau dahin kommt Gott. Macht es hell: Sagt uns: Ich bin bei euch &#8211; es gibt sie nicht mehr &#8211; die gottverlassene Welt &#8211; er ist ja da.<\/p>\n<p>In diesem Stall von Bethlehem ist das Licht der Welt aufgeflackert.<br \/>\nJesus sagt: \u201eIch bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt wird nicht mehr wandeln in der Finsternis.\u201c<br \/>\nEr kann unser Leben erhellen: Wo wir auf ihn hoffen; uns ihm anvertrauen.<\/p>\n<p>Bethlehem vor drei Wochen: Eine Stadt, zerrissen durch die Spannungen zwischen Israelis und Moslems. Ein Dorf, in dem es wirklich d\u00fcster aussieht. Da z\u00fcndete ein Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem ein Licht an. Als Zeichen gegen Dunkelheit und Hass, als Symbol f\u00fcr Gottes Liebe.<\/p>\n<p>Dieses Licht wurde weitergetragen; \u00fcber \u00d6sterreich kam es auch zu uns. Vor einer Woche haben auch wir in Herzogenaurach unsere Kerzen an dieser Flamme entz\u00fcndet.<\/p>\n<p>Dieses Licht aus Bethlehem ist f\u00fcr mich ein wichtiges Symbol:<br \/>\nMit ihm kommt mir das Geschehen im Stall von Bethlehem noch einmal n\u00e4her: Sinnlich erfahrbar &#8211; \u00fcber Zeit und Raum hinweg: Christus ist auch jetzt in Herzogenaurach, unser Licht, unsere Hoffnung.<\/p>\n<p>Nicht nur an diesen sch\u00f6nen Festtagen. sondern gerade da, wo es nicht festlich und idyllisch ist, kann mir Jesus Christus das Licht meines Lebens sein.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anmerkung: Auf dem Altar steht ein Weihnachtsp\u00e4ckchen &#8211; darin (f\u00fcr die Gemeinde noch nicht zu sehen): Ein Kerze, mit dem Friedenslicht aus Bethlehem. Liebe Gemeinde, ich sage ihnen zun\u00e4chst etwas, was Sie 100% schon wissen: Das was hier auf dem Altar steht, ist ein Weihnachtsgeschenk. 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