{"id":16,"date":"2014-05-04T13:07:25","date_gmt":"2014-05-04T12:07:25","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=16"},"modified":"2017-10-24T07:42:11","modified_gmt":"2017-10-24T06:42:11","slug":"predigt-nie-ohne-hirte-hebr-13-20f-4-mai-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=16","title":{"rendered":"Predigt: Nie ohne Hirte! (Hebr 13, 20f.) 4. Mai 2014"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/schaf_heb2014.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"17\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=17\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/schaf_heb2014.jpg?fit=251%2C550&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"251,550\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"schaf_heb2014\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/schaf_heb2014.jpg?fit=251%2C550&amp;ssl=1\" class=\"alignright size-medium wp-image-17\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/schaf_heb2014-136x300.jpg?resize=136%2C300\" alt=\"schaf_heb2014\" width=\"136\" height=\"300\" \/><\/a><span style=\"color: #800080;\">Am Ende des Hebr\u00e4erbriefs geht es um Jesus als den \u201cgro\u00dfen Hirten\u201d. Ist der Hirte so etwas wie ein Chef? Oder steckt da viel mehr dahinter?<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><b><i>Predigttext: Hebr\u00e4er 13, 20-21<\/i><\/b><\/p>\n<p><i>[20] Der Gott des Friedens aber, der den gro\u00dfen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgef\u00fchrt hat durch das Blut des ewigen Bundes, [21] der mache euch t\u00fcchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gef\u00e4llt, durch Jesus Christus, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.<\/i><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nwenn man mal einen richtig langen Brief geschrieben hat, einen, bei dem alle m\u00f6glichen Themen, die mal zu bereden waren, auf den Tisch gekommen sind, dann muss man sich \u00fcberlegen, wie man denn nun den Brief schlie\u00dft.<!--more--><br \/>\n\u201eIch muss jetzt Schluss machen\u201d &#8211; das ist kein sch\u00f6ner Abschluss. Eher ist es sinnvoll, nochmal auf das zur\u00fcckzukommen, was das zentrale Anliegen ist, was uns verbindet, und dem Leser alles Gute zu w\u00fcnschen. Unser Predigttext macht genau das. Denn wir haben es hier mit den letzten Zeilen des Briefes an die Hebr\u00e4er zu tun.<br \/>\nEr ist wohl der geheimnisvollste Brief unserer Bibel. Denn wir wissen nicht, wer ihn verfasst hat, genauso wenig wissen wir, f\u00fcr wen er geschrieben wurde. Alles was wir haben, ist die Tatsache, dass dieser Brief f\u00fcr viele christliche Gemeinden so wichtig war, dass sie ihn aufgehoben und immer wieder \u00f6ffentlich vorgelesen, abgeschrieben und verbreitet haben. &#8211; So dass er schlie\u00dflich Teil unserer Bibel wurde.<\/p>\n<p><b><i>Jesus als der gro\u00dfe Hirte<\/i><\/b><\/p>\n<p>Von Jesus als dem gro\u00dfen Hirten ist da die Rede.<br \/>\nDer Hirte ist der Chef der Schafherde. Wobei beim Begriff \u201eChef\u201d nat\u00fcrlich allerlei Gedanken kommen. Denn mit Chefs haben wir ja durchaus zwiesp\u00e4ltige Erfahrungen. Es gibt Chefs, die sind kompetent, menschlich, fordern und f\u00f6rdern &#8211; aber wir erleben auch, dass Chefs eher die Karikatur einer F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit sind. Da kommen sie frisch von der Universit\u00e4t mit ihrem Betriebswirtschaftsabschluss, und sollen der Abteilung der Firma sagen, wo es lang geht. Aber: Sie haben eigentlich keine Ahnung von dem, was hier eigentlich los ist. Die waren nie an der Werkbank gestanden und haben gesp\u00fcrt, wie es ist, k\u00f6rperlich an seine Grenzen zu kommen. Die haben sich noch nie mit einer Kollegin herumgestritten, die es immer schafft, ihre Arbeit anderen aufzuhalsen, elegant ihre Fehler anderen in die Schuhe zu schieben und dann, wenns hoch her geht, fr\u00fchmorgens anzurufen und sich krankzumelden. Nat\u00fcrlich mit Attest. Die Kolleginnen sind sauer und hilflos- aber der neue Chef belehrt die Teamleiterin: \u201eSie m\u00fcssen ihr Team besser in Griff bekommen, sie m\u00fcssen gemeinsam Ziele definieren &#8230; bla bla bla\u201d &#8211; der hat doch von nichts eine Ahnung &#8211; aber nennt sich Chef.<\/p>\n<p>Nein &#8211; so einen Chef, so einen Hirten, der nur salbungsvolle Worte von sich gibt, aber nicht wei\u00df, was es hei\u00dft, da \u201eunten\u201d tagt\u00e4glich seinen Mann oder seine Frau zu stehen, so einen kann keiner gebrauchen.<\/p>\n<p>Jesus, der gro\u00dfe Hirte, er kam auch von oben &#8211; und zugleich kam er auch von unten. Geboren in einem Stall, aufgewachsen als Kind einer armen Handwerkerfamilie. Er hat 40 Tage in der W\u00fcste ohne Essen durchgestanden. Er wei\u00df, wie es ist, hunderte von Menschen mit seinen Reden zu begeistern &#8211; und er wei\u00df auch, wie es ist, wenn die gleichen Leute eine Woche sp\u00e4ter schreien \u201ekreuzige ihn\u201d. Er hat es sich angetan, aus 12 ungebildeten Handwerkern unterschiedlichster Herkunft eine Mannschaft zu formen, hat dort Verrat und Versagen erlebt. Er kennt Vertrauen und Todesangst, geboren werden und Sterben.<br \/>\nDas macht ihn zu einem Hirten, der das Leben seiner Schafe kennt wie kein anderer; der wei\u00df wovon er redet, und der versteht, wovon wir reden, wenn wir mit unseren kleinen und gro\u00dfen Sorgen zu ihm kommen. &#8211; Das macht den gro\u00dfen Hirten aus.<\/p>\n<p><b><i>Bin ich Schaf?<\/i><\/b><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu unserem Bibeltext: <i>Der Gott des Friedens aber, der den gro\u00dfen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgef\u00fchrt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch t\u00fcchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gef\u00e4llt, durch Jesus Christus.<\/i><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\ndieser Hirte hat einen Auftrag. Durch diesen Hirten Jesus Christus will Gott uns f\u00e4hig machen, Gutes zu tun und Gottes Willen zu erf\u00fcllen. Um noch ein bisschen im Bild des Chefs zu bleiben: Es gibt Arbeitsauftr\u00e4ge, um die ist man nicht zu beneiden. Uns Menschen dazu zu bringen, das Gute zu tun, so zu handeln, wie Gott es richtig findet. Wie soll denn das gehen?\u00a0 Das hat doch noch nie geklappt. Da fehlt mir eigentlich wirklich eine bahnbrechende Idee.<\/p>\n<p>Aber Moment: Das ist ja auch nicht mein Job! Ich bin Schaf, nicht der gro\u00dfe Hirte. Das sollte man nicht verwechseln. Ich als Schaf bin oft genug \u00fcberfordert mit mir selber! Wei\u00df oft, was wohl das Richtige und Gute ist, aber so ganz bekomme ich es dann doch nicht hin. Scheitere oft nicht nur an den \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nden, sondern auch an mir selber. K\u00e4mpfe mit den eigenen Schw\u00e4chen und Fehlern, sp\u00fcre, dass ich S\u00fcnder bin. &#8211; Und bin mir entsprechend selber manchmal fremd und ein R\u00e4tsel.<\/p>\n<p>Und dann lese ich hier: \u00dcberlasse es dem Chef! Du hast doch einen Hirten. Der ist es gewohnt, mit Schafen umzugehen, die zwar meistens sch\u00f6n bei der Herde bleiben, aber dann zwischendurch pl\u00f6tzlich unvermutet durchbrennen. Und dann zieht er los, l\u00e4sst die anderen neunundneunzig auf der Albachwiese stehen und sucht genau das eine, das ihm abhanden gekommen ist.<\/p>\n<p>Er ist es gewohnt &#8211; unsere Buntheit &#8211; die wei\u00dfen und die schwarzen Schafe. Er versteht, wie wir Schafe ticken. Mit seinem Heiligen Geist ist er in uns selber wirksam. Bewegt uns hin zu ihm, bewirkt Ver\u00e4nderung. Und unsere Aufgabe ist es eigentlich nur, diesem Hirten zu folgen, und vieles andere entsteht beim Nachfolgen dieses Hirten von ganz alleine.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Hirte Jesus Christus &#8211; das ist viel mehr als nur ein kompetenter Chef.<br \/>\nDa merke ich, dass wir das alte Bild des Hirten nicht einfach mit einem modernen Symbol wie \u201eChef\u201d ersetzen k\u00f6nnen. Der Hirte und seine Schafe &#8211; die geh\u00f6ren zusammen; die kann man nicht auseinander dividieren. Wie sonst kann man sich sonst vorstellen, dass dieser Hirte sogar sein Leben f\u00fcr seine Schafe einsetzt.<\/p>\n<p><b><i>Die Freiheit der Schafe<\/i><\/b><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\noft genug haben wir ja hier um Wilhelmsdorf und Brunn herum Schafherden auf den Wiesen oder an den H\u00e4ngen stehen. Und immer wieder ist mir das einen Blick wert. Irgendwie fasziniert dieses beschauliche Bild. In aller Ruhe da sein &#8211; grasen &#8211; sich umsehen &#8211; gut beh\u00fctet &#8211; es sind ja der Hirte und sein Sch\u00e4ferhund in der N\u00e4he.<br \/>\nBeh\u00fctet sein. Das Wort kommt nicht ohne Grund vom Bild des h\u00fctenden Schafhirten.<br \/>\nBeh\u00fctet lebt es sich gut. Und ich bin froh, mich als Kind Gottes beh\u00fctet zu f\u00fchlen.<br \/>\nWas das wert ist, sp\u00fcre ich dann, wenn ich mal wieder einen Krimi schaue &#8211; oder \u201eAktenzeichen xy\u201d. Da zeigen sie noch, dass der Familienpapa vergessen hat, die Kellert\u00fcre zuzuschlie\u00dfen. Und jetzt am sp\u00e4ten Abend geht er die dunkle Treppe in den Keller runter, um noch etwas zum Trinken zu holen. \u201emach doch das Licht an!\u201d m\u00f6chte ich ihm zurufen, denn ich ahne ja schon, dass da unten Gefahr lauert. Oder wenn im Krimi die Kassiererin mit den Tageseinnahmen die d\u00fcstere Gasse zu Bank l\u00e4uft &#8211; da sitze auch dann angespannt auf dem Sofa, innerlich darauf eingerichtet, dass im n\u00e4chsten Moment der T\u00e4ter aus einer Nische springt.<\/p>\n<p>Stellen Sie sich vor, sie w\u00fcrden so leben! Immer auf dem Sprung, jeder Schritt wird gepr\u00fcft, \u00fcberall lauert die Gefahr! Jeden Moment k\u00f6nnte etwas passieren. Ein Auto Sie anfahren, ein Blumentopf Ihnen auf den Kopf fallen, eine t\u00f6dliche Krankheit von Ihrem K\u00f6rper Besitz ergreifen. Wenn wir uns diese abstrakten, theoretischen Gefahren laufend bewusst machen, w\u00fcrde unser Leben unertr\u00e4glich. Wir k\u00e4men nicht mehr zu leben, vor lauter Sorge und Angst.<\/p>\n<p>Und dann schaue ich zu den Schafen: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.<br \/>\nAuch wenn ich wei\u00df, dass mir immer etwas zusto\u00dfen kann &#8211; habe ich doch Vertrauen zu meinem Hirten, in mein Leben. Er als Hirte hat mein Leben in der Hand, ihm will ich vertrauen, dass nichts geschieht, wovon er nichts wei\u00df.<\/p>\n<p>Dieser Hirte hat einmal gesagt:<br \/>\n<i>Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet. Wer ist unter euch, der seines Lebens L\u00e4nge eine Spanne zusetzen k\u00f6nnte, wie sehr er sich auch darum sorgt. Darum sorgt nicht f\u00fcr morgen, denn der morgige Tag wird f\u00fcr das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat. (<\/i>Mt 6, 25.26.35)<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nauch wenn unser Predigttext vorhin etwas kompliziert geklungen hat. Der unbekannte Verfasser hat seinen Brieflesern eigentlich eine sehr einfache Botschaft mitgegeben: Vertraut euch diesem Hirten Jesus an, folgt ihm nach &#8211; etwas besseres kann euch n\u00e4mlich nicht passieren.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Ende des Hebr\u00e4erbriefs geht es um Jesus als den \u201cgro\u00dfen Hirten\u201d. 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