{"id":1546,"date":"2005-12-31T23:01:07","date_gmt":"2005-12-31T21:01:07","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=1546"},"modified":"2014-06-01T23:04:37","modified_gmt":"2014-06-01T21:04:37","slug":"predigt-gott-spricht-ich-lasse-dich-nicht-fallen-und-verlasse-dich-nicht-josua-15-a-31-dezember-2005-jahreslosung-von-2006","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=1546","title":{"rendered":"Predigt: Gott spricht: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht  (Josua 1,5 a) 31. Dezember 2005,  Jahreslosung von 2006"},"content":{"rendered":"<p>Josua<a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/jahreslos2006.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1547\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=1547\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/jahreslos2006.jpg?fit=212%2C450&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"212,450\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"jahreslos2006\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/jahreslos2006.jpg?fit=212%2C450&amp;ssl=1\" class=\"size-medium wp-image-1547 alignright\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/jahreslos2006-141x300.jpg?resize=141%2C300\" alt=\"jahreslos2006\" width=\"141\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/jahreslos2006.jpg?resize=141%2C300&amp;ssl=1 141w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/jahreslos2006.jpg?resize=71%2C150&amp;ssl=1 71w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/jahreslos2006.jpg?resize=70%2C150&amp;ssl=1 70w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/jahreslos2006.jpg?w=212&amp;ssl=1 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 141px) 100vw, 141px\" \/><\/a> f\u00fchlt sich wie ein K\u00f6nig wider Willen. \u00dcber Jahre hinweg hatte er als rechte Hand des Mose gewirkt, als es darum ging das Volk Israel aus \u00c4gypten ins gelobte Land zu f\u00fchren. Er war da, wo man ihn brauchte; f\u00fchrte aus, wozu man ihn beauftragte. Er genoss hohes Ansehen, und genoss auch seine wichtige Aufgabe. Jetzt nach dem jahrelangen Zug durch die W\u00fcsten und Steppen s\u00fcdlich und \u00f6stlich des Landes Kanaan war es endlich soweit: In wenigen Tagen sollte die Grenze zum gelobten Land, der Jordan, \u00fcberschritten werden. Jeder freute sich auf den gro\u00dfen Moment &#8211; nur Josua hing d\u00fcsteren Gedanken nach. <!--more--><\/p>\n<p>Er ahnte, was auf das Volk zukam: Ein m\u00fchsamer Kampf um einen Platz auf diesem wunderbaren Landstrich. Gewaltsame Zusammenst\u00f6\u00dfe mit den dort ans\u00e4ssigen St\u00e4mmen, die sein Volk Israel als unerw\u00fcnschte G\u00e4ste betrachten. Die Landnahme wird lange dauern. Er wird darum ringen m\u00fcssen, die Solidarit\u00e4t im Volk aufrecht zu erhalten, wenn die einen schon dabei sind, ihr erk\u00e4mpftes St\u00fcckchen Land zu bebauen, w\u00e4hrend die anderen noch auf der Suche nach einem freien Tal waren oder gar im blutigen Kampf gegen die Philister stehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das alles w\u00e4re ja noch zu bew\u00e4ltigen gewesen, wenn nicht gerade Mose gestorben w\u00e4re. Jetzt, an der Schwelle zu gelobten Land war er gestorben und hatte kurz zuvor ihn &#8211; seinen Helfer Josua &#8211; zum neuen F\u00fchrer ausgerufen.<\/p>\n<p>Nun stand Josua da und mit seinem ungeheuren Respekt vor dieser Aufgabe<\/p>\n<p>&#8211; alleine &#8211; \u00fcberfordert &#8211; verlassen &#8211; ratlos.\u00a0 Und er fragte sich: Kann ich das? Wird dieses Abenteuer gut gehen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>so, wie eben beschrieben, stelle ich mir den biblischen Josua vor, der an diesen heiklen Punkt der Reise des Volkes Israel so viel Verantwortung und damit auch Belastung \u00fcbertragen bekommt. Vielleicht kam Ihnen manches Gef\u00fchl des Josua auch bekannt vor.<\/p>\n<p>~ Vielleicht hatten Sie auch schon einmal den Eindruck, dass Probleme gerade dann auftauchen, wenn man sie am allerwenigsten gebrauchen kann.<\/p>\n<p>~ Oder das unangenehme Gef\u00fchl, dass man sich auf eine Herausforderung eingelassen hat, von der man nicht so genau wei\u00df, was daraus wird.<\/p>\n<p>~ Oder das Erlebnis, dass ein Mensch, der einem wichtig war, stirbt und man fragt, wie die eigene Welt es ohne ihn werden wird.<\/p>\n<p>~ M\u00f6glicherweise der Eindruck, dass auf einem schwerere Zeiten zukommen, die auch mit pers\u00f6nlichen Einschr\u00e4nkungen verbunden sind.<\/p>\n<p>~ Oder einfach diese schleichende Ungewissheit bei den klassischen Schwellensituationen. Wenn man sich beruflich ver\u00e4ndert, man heiratet, die Familie Zuwachs bekommt, oder wenn man einfach ein neues Jahr beginnt.<\/p>\n<p>Bei solchen schwierigen \u00dcberg\u00e4ngen kann man schnell die Krise bekommen, sich \u00fcberfordert und alleingelassen f\u00fchlen. Verlassen von Gott und Menschen &#8211; allein auf sich gestellt.<\/p>\n<p>Die Jahreslosung f\u00fcr das Jahr 2006, das sind die Worte, die Gott dem Josua in dieser heiklen Situation zuspricht:<b><i> Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht<\/i> <\/b><i>.(Josua 1,5)\u00a0 <\/i>Ein Wort, das eigentlich genau diametral dem Eindruck widerspricht, den Josua von seiner eigenen Situation gewonnen hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das ist so ein Moment, wo die frommen Worte, die man h\u00f6rt, scheinbar gar nicht passen: Mitten in der Krise spricht einer von Gottes Treue. Aber so ist es offenbar; dem Josua wird eine Wahrheit zugesagt, die er momentan nicht sp\u00fcrt &#8211; und weil er sie nicht sp\u00fcrt, muss man sie ihm sagen. &#8211; Wenn er sich sowieso von Gott getragen f\u00fchlen w\u00fcrde, m\u00fcsste man ihn das ja auch nicht extra mitteilen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>die Jahreslosung f\u00fcr 2006 ist eine Zusage, die man vor allem da braucht, wo man sich eher verlassen statt geliebt f\u00fchlt. Darum m\u00f6chte ich Ihnen diesen Spruch als Lesezeichen mitgeben &#8211; damit er in ihrer N\u00e4he griffbereit bleibt, wenn Sie ihn Sich selber einmal dringend sagen m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Der K\u00fcnstler Michael Blum hat eine Grafik dazu gestaltet. Sie wirkt recht modern und vielleicht tun Sie sich schwer, das als Gesamtbild wahrzunehmen.<\/p>\n<p>Muss auch nicht sein! Wie w\u00e4re es, wenn wir einfach einmal auf die einzelnen Symbole schauen, die hier zu sehen sind?<\/p>\n<p><i>Sonne und Mond<\/i><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte einmal rechts oben anfangen: Da ist ein Mond zu entdecken. Umgeben von einem Kreis und einigen Punkten &#8230; Sterne vielleicht. Etwas weiter links unten finde ich die Sonne, in die ist auch ein Kreis eingezeichnet.<\/p>\n<p>Da geht vieles im Kreis &#8230; tats\u00e4chlich sind die Kreisbahnen eine grundlegende Eigenschaft der Planeten und Gestirne. Immer wieder geht es im Kreis, in den immer wiederkehrenden Bahnen. Sie hat Gott auch zu Symbolen seiner verl\u00e4sslichen F\u00fcrsorge gemacht. Dem Noah sagte er nach der Flut: \u201c Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. Solange die Erde steht, soll nicht aufh\u00f6ren Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.\u201d<\/p>\n<p>Dieses Versprechen ist die Grundlage f\u00fcr diese neue Zusage \u201c<i> Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht<\/i>.\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Tropfen in der Schale<\/i><\/p>\n<p>Ein weiteres Symbol: Eine Schale am unteren Bildrand, sie f\u00e4ngt die Tropfen auf, die auf sie herabfallen. Ich bin mir nicht sicher, was f\u00fcr Tropfen das sind. Mir ist dazu Psalm 56 eingefallen: Darin klagt David seine Not und sagt: \u201cGott, sammle meine Tr\u00e4nen in deinen Krug; ohne Zweifel, du z\u00e4hlst sie.\u201d<\/p>\n<p>Es gibt bittere Zeiten, die wir auch nicht sch\u00f6nreden wollen. Aber wir haben einen Gott, der unsere Tr\u00e4nen ernst nimmt, der den Schmerz nicht kleinredet, sondern unsere Tr\u00e4nen sammelt &#8211; vielleicht, weil sie auch ihm weh tun.<\/p>\n<p><i>H\u00e4nde <\/i><\/p>\n<p>Links und rechts von diesen Tr\u00e4nen sehe ich zwei H\u00e4nde. H\u00e4nde die sich nach oben strecken, die sich etwas erwarten. Sie sind ein wenig gekr\u00fcmmt, so dass in die entstehende W\u00f6lbung auch etwas hineingelegt werden k\u00f6nnte. Ihnen gegen\u00fcber sehe ich die eine Hand Gottes mir dem goldenen Handteller. Freigiebig, ruhig mit lang ausgestreckten Fingern. Vielleicht geht von ihr der Segen aus, den die beiden unteren H\u00e4nde sehnlichst erwarten.<\/p>\n<p>Und wenn ich nun die Tr\u00e4nen-Tropfen genau ansehe, f\u00e4llt mir auf: Wenn ich die Tropfenform genau betrachte, bewegen sie sich nach oben? Sind die Tr\u00e4nen auf dem Weg in Gottes Hand, weil er sie z\u00e4hlt, nachdem sie in seinem Krug gesammelt wurden?<\/p>\n<p>\u201c<i> Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht<\/i>.\u201d &#8211; Das kann hei\u00dfen: Gott begleitet mich in meiner Traurigkeit, nimmt sich meiner Tr\u00e4nen an und f\u00fcllt meine H\u00e4nde mit seinem Segen.<\/p>\n<p><i>Das Kreuz<\/i><\/p>\n<p>Den Hintergrund f\u00fcr dieses Geschehen bildet ein helles Kreuz &#8211; nicht f\u00fcr jeden auf Anhieb erkennbar. Wie beim Maler der Hintergrund die notwendige Grundlage ist, so ist Jesus, der Mann am Kreuz, die Basis f\u00fcr das, was hier verhei\u00dfen wird.<\/p>\n<p>Vieles von dem, was gerade gesagt wurde, ist uralt &#8211; und redet von der Geschichte Gottes mit dem Volk Israel. Was haben wir heute damit zu tun?<\/p>\n<p>Jesus ist derjenige, der Gottes Liebe auch zu uns getragen hat.<\/p>\n<p>Er hat gezeigt, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt.<\/p>\n<p>Seine Auferstehung hat erwiesen, dass er zu Recht diese Liebe Gottes weitertr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Und als Getaufte sind wir in dieses Geschehen mit hineingenommen.<\/p>\n<p>Er ist f\u00fcr uns die Br\u00fccke &#8211; er hat uns ein Leben im Vertrauen auf Gott vorgelebt. Im Leben und im Sterben hat er ihm vertraut &#8211; und hat erfahren, dass damit sogar die Grenze des Todes zerbrochen werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p><i>\u201cich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.\u201d <\/i>F\u00fcr Josua am Ufer des Jordans war diese Zusage lebenswichtig und hat ihm erm\u00f6glicht, seinen Auftrag zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen, dass diese Zusage auch Ihnen an der Schwelle zum Jahr 2006 Mut macht, dieses Jahr mit allem Guten und Schweren zuversichtlich und mit Gottvertrauen anzugehen.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Josua f\u00fchlt sich wie ein K\u00f6nig wider Willen. \u00dcber Jahre hinweg hatte er als rechte Hand des Mose gewirkt, als es darum ging das Volk Israel aus \u00c4gypten ins gelobte Land zu f\u00fchren. Er war da, wo man ihn brauchte; f\u00fchrte aus, wozu man ihn beauftragte. 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