{"id":1540,"date":"2006-03-04T21:27:22","date_gmt":"2006-03-04T20:27:22","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=1540"},"modified":"2017-10-24T19:02:08","modified_gmt":"2017-10-24T18:02:08","slug":"predigt-wo-ziehst-du-deine-grenzen-1-mose-13-1-12-4-maerz-2006-jahrestag-der-siebnervereinigung-uffenheim-feldgeschworenenvereinigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=1540","title":{"rendered":"Predigt: Wo ziehst du deine Grenzen? (1. Mose 13, 1-12), 4. M\u00e4rz 2006, Jahrestag der Siebnervereinigung Uffenheim (Feldgeschworenenvereinigung)"},"content":{"rendered":"<p>Predigttext:<br \/>\nSo zog Abram herauf aus \u00c4gypten mit seiner Frau und mit allem, was er hatte, und Lot auch mit ihm, ins S\u00fcdland.2 Abram aber war sehr reich an Vieh, Silber und Gold. 3 Und er zog immer weiter vom S\u00fcdland bis nach Bethel, an die St\u00e4tte, wo zuerst sein Zelt war, zwischen Bethel und Ai, 4 eben an den Ort, wo er fr\u00fcher den Altar errichtet hatte. Dort\u00a0 rief er den Namen des HERRN an. 5 Lot aber, der mit Abram zog, hatte auch Schafe und Rinder und Zelte. 6 Und das Land konnte es nicht ertragen, da\u00df sie beieinander wohnten; denn ihre Habe war gro\u00df, und sie konnten nicht beieinander wohnen.7 Und es war immer Zank zwischen den Hirten von Abrams Vieh und den Hirten von Lots Vieh. Es wohnten auch zu der Zeit die Kanaaniter und Perisiter im Lande. 8 Da sprach Abram zu Lot: La\u00df doch nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Br\u00fcder. 9 Steht dir nicht alles Land offen? Trenne dich doch von mir! Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten, oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken. 10 Da hob Lot seine Augen auf und besah die ganze Gegend am Jordan. Denn ehe der HERR Sodom und Gomorra vernichtete, war sie wasserreich, bis man nach Zoar kommt,\u00a0 wie der Garten des HERRN, gleichwie \u00c4gyptenland. 11 Da erw\u00e4hlte sich Lot die ganze Gegend am Jordan und zog nach Osten. Also trennte sich ein Bruder von dem andern, 12 so da\u00df Abram wohnte im Lande Kanaan und Lot in den St\u00e4dten am unteren Jordan. Und Lot zog mit seinen Zelten bis nach Sodom.<!--more--><\/p>\n<p>Liebe Siebenergemeinde,<\/p>\n<p><strong><em>Abraham und Lot in Kanaan<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Abraham und Lot, die beiden Urv\u00e4ter des Alten Testaments, hatten einiges hinter sich. Aus seiner Heimat Ur im heutigen Irak war Abraham aufgebrochen, um sich in der Ferne eine neue Existenz aufzubauen.<\/p>\n<p>Eine mutiges Unternehmen, in der damaligen Zeit sicher lebensgef\u00e4hrlich &#8211; aber er wagte es. Er war sich sicher: \u201cGott hat mich losgeschickt, er wird mich auch segnen und begleiten\u201d. So kommt er mit seiner Familie, seiner Frau, seinem Neffen Lot, seinen Knechten und M\u00e4gden und dem Vieh auf Umwegen und durch riskante Situationen schlie\u00dflich in das Land, in das er sich berufen sieht.<\/p>\n<p>Auf der Hochebene, zwischen Mittelmeer und Jordan; etwa 20 Kilometer n\u00f6rdlich des heutigen Jerusalem &#8211; dort lassen sie sich nieder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist das Gl\u00fcck des Auswanderers: Den Blick schweifen zu lassen \u00fcber T\u00e4ler und H\u00f6hen, die Weite des Landes zu erleben. Den Zauber des Neuanfangs auszukosten.<\/p>\n<p>Aber das alles h\u00e4lt nicht lange vor. Der karge Boden gibt nicht so viel her, wie sie sich erhofft hatten. So gab es immer wieder Streitigkeiten zwischen den Hirten des Abraham und den Hirten, die die Herden des Lot h\u00fcteten. Wer hat das Recht, seine Tiere auf eine frische Wiese zu schicken? Abraham, als der \u00c4ltere, der Wohlhabendere? Oder Lot, als der derjenige, der engagiert mit Eifer und viel Ehrgeiz gro\u00dfe Zuchterfolge feierte, aber daf\u00fcr auch optimales Futter ben\u00f6tigte?<\/p>\n<p>Jeder wollte Recht haben &#8211; zwischen den Hirten der beiden war es schon zu wilden Schl\u00e4gereien gekommen. Und auch zwischen beiden Clanchefs &#8211; Abraham und Lot &#8211; war das Klima eisig geworden. Man sprach weniger miteinander als sonst.<\/p>\n<p>So wie k\u00fcrzlich: Wie im Vorbeigehen hatte Lot seinem Onkel Abraham diesen Satz wie einen feuchten Lappen hingeschmissen \u201cJa eigentlich hatte ich schon seit letzter Woche geplant, an der Oase bei Ai meine L\u00e4mmer unterzubringen, heute sollte es losgehen &#8211; jetzt sagen meine Hirten, dass deine Leute sich dort eingerichtet haben. Fr\u00fcher h\u00e4tten wir sowas miteinander geplant &#8230; naja&#8230; aber du hast es anscheinend nicht mehr n\u00f6tig&#8230;..\u201d<\/p>\n<p><strong><em>Der Konflikt in Abraham<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Solche S\u00e4tze lassen Abraham nicht mehr schlafen. Er sp\u00fcrt, dass hier ein Krieg im Entstehen ist. Ein Nervenkrieg zweier M\u00e4nner, die mit gro\u00dfen Hoffnungen hier angefangen haben und nun sp\u00fcren, dass es miteinander nicht mehr geht.<\/p>\n<p>Abraham hat lange \u00fcberlegt, wie es weitergehen kann. Letztlich sieht er nur einen Weg: \u201cWir m\u00fcssen uns trennen; das Weidegebiet untereinander aufteilen. Jeder wird dann sehen m\u00fcssen, wie er damit zurecht kommt.\u00a0 Wir m\u00fcssen zwischen uns eine Grenze ziehen. Nur so werden wir Frieden schaffen.\u201d<\/p>\n<p>Liebe Siebener,<\/p>\n<p>dieses Man\u00f6ver des Abraham klingt so einfach &#8211; aber das war es beileibe nicht. Denn die Frage war: Wer bekommt welche H\u00e4lfte des Landes?<\/p>\n<p>Da gibt es den steinigen, trockenen Westen, \u00fcber den der Wind hei\u00df hinwegpfeift. Und da ist der Hang zum Jordantal hinab, \u00fcber mehrere Kilometer zieht er sich hin, mit vielen gr\u00fcnen, saftigen Fl\u00e4chen, die sogar einen erfolgreichen Ackerbau versprechen. Wer bekommt welchen Abschnitt?<\/p>\n<p>In der Nacht, bevor Abraham dem Lot die Grenzziehung vorgeschlagen hat, wird er viel dar\u00fcber nachgedacht haben. Lot wird sicher nicht bereit sein freiwillig, den trockenen Westen zu nehmen. Denn er scheint unter der momentanen Situation nicht so sehr zu leiden wie sein Onkel Abraham.<\/p>\n<p>Es bleiben ihm nur zwei Optionen:<\/p>\n<p>Entweder so weitermachen wie bisher, oder um des Friedens willen bereit zu sein, das unattraktive Land im Westen zu nehmen.<\/p>\n<p>Und Abraham ringt sich zu einer Entscheidung durch: Er ist bereit, eine Trennung zu vollziehen und zu verlieren, um Frieden wieder herzustellen.<\/p>\n<p>Womit Abraham in dieser alten Geschichte k\u00e4mpft, das durchleben auch heute viele Menschen: Die Frage: Bin ich bereit, um des Friedens willen eine Grenze zwischen mir und dem Anderen zu ziehen. Uund bin ich bereit nachzugeben, aus einer Auseinandersetzung als Verlierer herauszugehen?<\/p>\n<p><strong><em>Nachgeben &#8211; Ein schwieriger Weg<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Bei Abraham wirkt das so souver\u00e4n. Er bietet dem Lot an, auszuw\u00e4hlen, welches St\u00fcck Land er m\u00f6chte. Der entscheidet sich nat\u00fcrlich f\u00fcr das offensichtlich attraktivere &#8211; und die Sache scheint ausgestanden.<\/p>\n<p>Aber in unsere Erfahrung sieht das ganz anders aus. Es tut weh, wenn man als \u201cVerlierer\u201d den Boxring verl\u00e4sst. Man ist entt\u00e4uscht, f\u00fchlt sich gedem\u00fctigt, sinnt manchmal auf Rache &#8211; zumindest im Kleinen.<\/p>\n<p>Anscheinend sind wir Menschen auf \u201cgewinnen\u201d programmiert. Vielleicht hat das etwas mit der Evolutionstheorie Darwins zu tun; der Vermutung, dass nur der Durchsetzungsstarke auch wirklich eine Zukunft hat. &#8211; Gibt es darum so viele menschliche Platzhirsche, die sich ihr Revier niemals streitig machen lassen wollen?<\/p>\n<p>Der Kl\u00fcgere gibt nach &#8211; sagt das Sprichwort.<\/p>\n<p>Warum sollte er nachgeben?<\/p>\n<p>Weil er erkannt hat, dass es Wichtigeres und Wertvolleres gibt als das Gewinnen!<\/p>\n<p>~ Wo einer aufgeh\u00f6rt hat immer wieder zur\u00fcckzuschlagen, hat er Schlimmeres verhindert.<\/p>\n<p>~ Wo man sich daran erinnert, dass K\u00f6nig Pyrrhus einst die R\u00f6mer besiegte, dabei aber fast sein gesamtes Heer aufrieb; und mit nur wenigen geschundenen \u00dcberlebenden zur\u00fcckkehrte &#8211; ein Sieger, der mehr verloren hat als mancher Verlierer.<\/p>\n<p>~ Wo einer erkennt, dass der Frieden im Haus und auf dem Hof ein unsch\u00e4tzbares Gut und Geschenk ist.<\/p>\n<p>~ Wo sich einer erinnert, wie er einst mit aller Kraft f\u00fcr etwas gek\u00e4mpft hat, weil er sich im Recht sah &#8230; und erst sp\u00e4ter erkannt hat, dass er sich v\u00f6llig verrannt hatte. Wer das erlebt, lernt skeptisch gegen\u00fcber sich selbst zu sein.<\/p>\n<p><strong><em>Nachgeben als gesegneter Weg<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Abraham und Lot &#8211; der Eine ist bereit um des Friedens willen nachzugeben, der Andere sucht sich das Filetst\u00fcckchen aus.<\/p>\n<p>Wer Sieger oder Verlierer ist- das erkennt man manchmal erst auf den zweiten Blick! Denn die Gegend, in die Lot zieht und in der er sich ausbreitet offenbart in den folgenden Jahren ihre Gefahren. Einmal wird Lot von einem fremden durchziehenden Soldatenheer verschleppt. Nur durch eine wagemutige Aktion Abrahams wird er gerettet und kommt mit dem Leben davon. Sp\u00e4ter wird sein Land ein Raub der Flammen, als die St\u00e4dte Sodom und Gomorra durch einen Feuerregen zerst\u00f6rt werden. Seine Frau bleibt bei der Flucht als Salzs\u00e4ule auf der Strecke. Schlie\u00dflich sitzt Lot wieder bei Abraham auf den Hochebene im Westen, ohne Hab und Gut.<\/p>\n<p>Unsere Bibel erz\u00e4hlt das ohne einen Hauch von Schadenfreude. &#8211; Ganz n\u00fcchtern. Und auch Abraham kennt dieses Gef\u00fchl hier nicht. Damals, als sie sich getrennt hatten, hat Abraham gewusst, was er wollte: \u201cFrieden\u201d &#8211; und er kannte den Preis daf\u00fcr: Die Bereitschaft das trockene Land im Westen zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Er hat auch als scheinbarer Verlierer f\u00fcr sich gewonnen &#8211; n\u00e4mlich den Frieden. Darum gab es keine offene Rechnung; kein Rachegef\u00fchl und keine Schadenfreude.<\/p>\n<p><strong><em>Jesus als Prototyp des siegenden Verlierers?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Von diesem Punkt aus ist es nur noch ein kleiner Schritt zu Jesus, der diese Haltung bis zum Letzten gelebt hat. Seine Bergpredigt ist davon durchzogen.<\/p>\n<p>Selig sind die Sanftm\u00fctigen; denn sie werden das Erdreich besitzen &#8211; sagt er in einer Welt in der man schon damals den Eindruck hatte, dass es die Skrupellosen sind, die sich die Welt unter den Nagel rei\u00dfen.<\/p>\n<p>Selig sind die\u00a0 Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder hei\u00dfen &#8211; spricht er obwohl sich ein kriegsf\u00fchrender Kaiser wie ein Gott verehren l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schl\u00e4gt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel &#8211; das sagt er zu Menschen, die in dieser Situation normalerweise schon auf dem Weg zum Rechtsanwalt w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Und doch nicht &#8230;<\/p>\n<p>So langsam k\u00f6nnte man den Eindruck haben: Mit dem kann man ja alles machen, den nimmt ja alles hin [Pause] &#8230; wenn da nicht dieser handfeste Skandal w\u00e4re, den wir ihm mit unserem soften Jesusbild gar nicht mehr zutrauen:<\/p>\n<p>Im Vorhof des Tempels ist das passiert: Da sitzen in aller Ruhe, so wie seit Jahrzehnten, die Geldwechsler und Opfertierh\u00e4ndler und gehen ihren Gesch\u00e4ften nach. Und in diese Idylle f\u00e4hrt Jesus wie ein Tornado hinein, schreit, tobt, schl\u00e4gt und hinterl\u00e4sst eine Spur der Verw\u00fcstung. Er scheint sich zu vergessen. Alles was der durchschnittliche Bildungsb\u00fcrger an Jesus mag, ist da wie weggeblasen.\u00a0 Keine Sanftmut, keine Friedfertigkeit, keine linke Backe.<\/p>\n<p>&#8211; Was ist da blo\u00df passiert?<\/p>\n<p><strong><em>Die Idee mit der Grenze<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>ich glaube, das war kein zuf\u00e4lliger Ausraster. Da gibt es einen ganz bestimmten Grund. Ich m\u00f6chte das mit dem Bild einer Grenze ausdr\u00fccken &#8211; denn da sind sie als Siebener ja Spezialisten. &#8211; Und ich hoffe, sie sehen dr\u00fcber hinweg, wenn ich das jetzt recht laienhaft erkl\u00e4re.<\/p>\n<p>Drau\u00dfen auf der Flur ist eine Grundst\u00fccksgrenze zun\u00e4chst mal f\u00fcr mich als Normalb\u00fcrger unsichtbar.Genau wissen kann ich es erst, wenn ich meine Grenzsteine aufdecke und nachsehe. &#8211; Dann ist klar, wo die Grenze ist, wieweit ich ackern kann &#8230; und ab wo Schluss ist.<\/p>\n<p>Ich denke, wir Menschen haben auch Grenzen in uns selber: \u201cIch lasse mir ja so einiges gefallen; aber das hat ja alles seine Grenzen\u201d, und dabei hebt einer warnend den Zeigefinger. \u201cWenn mir einer zu weit geht; dann aber&#8230;.bekommt er\u0301s mit mir zu tun\u201d. -Diese Grenze haben wir.<\/p>\n<p>Jetzt frage ich mich: Wie finde ich denn da die Grenzsteine? Ich vermute, da liegt so einiges in mir herum, wo man dran sto\u00dfen k\u00f6nnte, und es f\u00fcr eine Grenze halten k\u00f6nnte. Ich denke: Da wird so mancher innerer Granitbrocken mit der Aufschrift \u201cEitelkeit\u201d oder \u201cSelbstbewusstsein\u201d oder \u201cAngst\u201d mit einem echten Grenzstein verwechselt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Abraham in seinem Konflikt mit Lot das war ein Brocken \u201cRecht des \u00c4lteren\u201d im Weg, genauso wie sein Stein \u201cRecht auf optimale Lebensbedingungen\u201d.\u00a0 Aber die waren f\u00fcr ihn keine Grenzsteine. Die haben keine Grenze markiert, die er nicht h\u00e4tte \u00fcberschreiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Er hat nachgesehen, wo seine echte innere Grenze ist, und hat gemerkt: meine innere Grenze war da noch lange nicht \u00fcberschritten.Darum konnte er ohne inneren Gesichtsverlust nachgeben, konnte er auch einmal verlieren. Da f\u00e4llt ihm kein Zacken aus der Krone.<\/p>\n<p>Und bei Jesus sehe ich das auch so. Viele Anfeindungen hat er hingenommen, als wenn nichts w\u00e4re. Sein \u201cEgo\u201d selbst sein Leben war f\u00fcr ihn nicht die Grenze. Wobei ich glaube, dass er am Gr\u00fcndonnerstagsbend im Garten Gethsemane noch einmal innerlich ganz intensiv nachgraben musste, ob es denn wirklich kein echter Grenzstein ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr ihn war die Heiligkeit Gottes ein echter Grenzstein &#8211; darum diese Szene im Tempelhof. Da wurde f\u00fcr ihn die Grenze verletzt. &#8211; Da ist er losmarschiert und hat den Menschen die Grenzen augzeziegt.<\/p>\n<p><em><strong>Und wo liegen deine Grenzen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>wir sitzen hier als normale Christenmenschen; nicht als Jesus.<\/p>\n<p>Unsere Grenzen liegen wahrscheinlich nochmal woanders.<\/p>\n<p>Aber es ist wichtig, dass wir diese Grenzen finden und respektieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vielleicht fangen Sie beim n\u00e4chsten Konflikt in sich einmal zu graben an, um zu entdecken, wo wirklich ihre echten Grenzen liegen, \u00fcber die es nicht dr\u00fcbergeht. Und um zu entdecken, wo einfach Steine liegen, die uns einengen, aber keine echten Grenzen markieren. Manchmal ist es wirklich der eigene Stolz. Es ist befreiend, solche Nicht-Grenzen\u00a0 zu \u00fcberschreiten und damit so manchen Weg zum Frieden zu gehen.<\/p>\n<p>Aber auch das geh\u00f6rt dazu: Zu entdecken, wo die echten Grenzen sind, die wir um Gottes willen nicht \u00fcberschreiten sollten.<\/p>\n<p>Manchmal muss man dazu so eine Art inneres Siebenergeheimnis ausbuddeln. Die Dinge zu finden, die mich als Menschen und Christen ausmachen.<\/p>\n<p>Der eine findet da vielleicht seine Taufe, oder das Versprechen, das er bei der Konfirmation gegeben hat. Der Andere wird entdecken, wie das \u201cja\u201d bei der eigenen Trauung damals teil dieses Geheimnisses ist.\u00a0 Mag sein: Die Liebe zu seiner Heimat, die Treue zu seinem Gott.<\/p>\n<p>Ich denke, wir k\u00f6nnen von Abraham und Jesus an dieser Stelle etwas ganz Einfaches und zugleich sehr Schwieriges lernen.<\/p>\n<p>Wen man wei\u00df, was das Siebnergeheimnis der eigenen Seele ist, der hat die gro\u00dfe Chance die eigenen echten Grenzen tapfer zu verteidigen und die eigenen unechten Grenzen auch mutig zu \u00fcbertreten.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigttext: So zog Abram herauf aus \u00c4gypten mit seiner Frau und mit allem, was er hatte, und Lot auch mit ihm, ins S\u00fcdland.2 Abram aber war sehr reich an Vieh, Silber und Gold. 3 Und er zog immer weiter vom S\u00fcdland bis nach Bethel, an die St\u00e4tte, wo zuerst sein\u2026 <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=1540\">ich will weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"Predigt: Wo ziehst du deine Grenzen? 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