{"id":1428,"date":"2008-05-11T23:04:58","date_gmt":"2008-05-11T21:04:58","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=1428"},"modified":"2015-05-20T21:45:54","modified_gmt":"2015-05-20T20:45:54","slug":"predigt-der-turmbau-von-babel-und-pfingsten-genesis-11-11-mai-2008-pfingstsonntag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=1428","title":{"rendered":"Predigt: Der Turmbau von Babel und Pfingsten (Genesis 11) 11. Mai 2008, Pfingstsonntag"},"content":{"rendered":"<p>Predigttext 1. Mose 11 <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/babel.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1429\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=1429\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/babel.jpg?fit=350%2C264&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"350,264\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"babel\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/babel.jpg?fit=350%2C264&amp;ssl=1\" class=\"alignright size-medium wp-image-1429\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/babel-300x226.jpg?resize=300%2C226\" alt=\"babel\" width=\"300\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/babel.jpg?resize=300%2C226&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/babel.jpg?resize=150%2C113&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/babel.jpg?resize=198%2C150&amp;ssl=1 198w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/babel.jpg?w=350&amp;ssl=1 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>&#8211; Der Turmbau von Babel:<\/p>\n<p><em>1 Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. 2 Als sie nun nach Osten zogen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst. 3 Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen! \u2013 und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als M\u00f6rtel 4 und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in alle L\u00e4nder. 5 Da fuhr der HERR hernieder, dass er s\u00e4he die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten.\u00a0 6 Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden k\u00f6nnen von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. 7 Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe!\u00a0 8 So zerstreute sie der HERR von dort in alle L\u00e4nder, dass sie aufh\u00f6ren mussten, die Stadt zu bauen.<br \/>\n9 Daher hei\u00dft ihr Name Babel, weil der HERR daselbst verwirrt hat aller L\u00e4nder Sprache und sie von dort zerstreut hat in alle L\u00e4nder.<\/em><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Gott &#8211; der ewige Bremser<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nGott ist der ewige &#8230; Bremser. Aber wirklich! Unser Predigttext scheint es einmal wieder unter Beweis zu stellen: Die Menschen wollen etwas erreichen; zugegebenerma\u00dfen mit diesem Turm-Projekt ein sehr sehr ehrgeiziges Ziel. Und was passiert: Gott funkt ihnen dazwischen.<\/p>\n<p>Irgendetwas, was da passiert, ist ihm nicht recht; er schaut eine Zeitlang zu, er schaut es sich genauer an. Und er zieht die Konsequenzen: \u201eWohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe! So zerstreute sie der Herr von dort in alle L\u00e4nder, dass sie aufh\u00f6ren mussten, die Stadt zu bauen.\u201d<br \/>\nDamit war das Projekt \u201eTurm bis zum Himmel bauen\u201d gestorben.<\/p>\n<p>Gott als der ewige Bremser, der den Menschen scheinbar\u00a0 nicht den Fortschritt und die Erfolge g\u00f6nnt. Oder ist da etwas anderes mit im Spiel?<\/p>\n<p>Da steht in der alten Erz\u00e4hlung ein Satz, der macht mich nachdenklich: Gott stellt fest: \u201eDies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden k\u00f6nnen von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun.\u201d<\/p>\n<p>Da h\u00f6re ich das Motto \u201ew\u00e4hret den Anf\u00e4ngen\u201d heraus: Wenn die Menschen hier, gleich am Anfang ihrer Menschheits-Geschichte den Eindruck gewinnen alles zu k \u00f6nnen und d\u00fcrfen, dann gibt es sp\u00e4ter kein zur\u00fcck mehr. Dann werden sie alle Grenzen \u00fcberrennen, die man ihnen setzt. Und ich h\u00f6re etwas wie Angst, vor dem, was dann passieren k\u00f6nnte.<br \/>\nEin Gott, der Angst hat? Nunja, vielleicht so eine Angst, wie sie Eltern empfinden, wenn sie sp\u00fcren, dass in der Entwicklung ihrer Kinder etwas anders kommt, als sie es erhofft haben. Wenn sie merken, mein Sohn, meine Tochter l\u00e4sst sich von mir kaum noch etwas sagen. Er entgleitet mir. Die Angst der Eltern um das eigene Kind.<br \/>\nDie Angst Gottes um die Menschen, seine Kinder, denen er diese Welt gegeben hat.<\/p>\n<p>Die Geschichte von Babylon wird damit zum p\u00e4dagogischen Projekt! Als Erziehungsma\u00dfnahme Gottes gegen\u00fcber den Menschen. Ein Gott der rechtzeitig Grenzen setzt, bevor die Menschheit aus dem Ruder l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Gott, der ewige Bremser: Der in Babylon den Menschen ein Signal gibt: Nicht alles ist m\u00f6glich &#8211; wir Menschen m\u00fcssen mit Grenzen leben. Mit Grenzen, die Gott uns setzt. Oder auch Grenzen, an die wir sto\u00dfen, weil sie einfach da sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Immer h\u00f6her? &#8211; Das Stopp kommt manchmal ganz von alleine<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Als es den Menschen gut ging und sie sich verstanden, sagten sie: Wohlauf, lasst uns unser Geld nehmen, und daraus etwas machen. Und sie nahmen ihre Habseligkeiten und machten daraus Aktienfonds und Investments. Sie sch\u00fctteten ihr Geld in Immobilienspekulationen und Hedge-Fonds.<\/p>\n<p>Als sie sahen, dass ihr Turm und ihre Habe immer h\u00f6her wurde, sprachen sie: Wohlan, lasst uns diesen Turm immer h\u00f6her bauen &#8211; dass seine Spitze bis in den Himmel reiche. Und sie investierten noch verwegener und weltumspannender als je zuvor. Und \u00fcber allem schwebte der L\u00e4rm von Computern, B\u00f6rsengeschrei und Registrierkassen.<\/p>\n<p>Da fuhr der Herr hernieder, dass er s\u00e4he den Turm, den die Menschenkinder bauten. Und er sah, dass einige, die an diesem Turm bauten, ihre Taschen immer mehr f\u00fcllten. Sie schienen mehr zu haben als sie je brauchen k\u00f6nnten, oder jemals in ihren Leben ausgeben k\u00f6nnten.\u00a0 Und er sah andere, deren Taschen wurden immer leerer, die hatten bald gar nichts mehr und sahen neidisch zu denen hoch, die oben an der Spitze des Turmes mit immer gr\u00f6\u00dferen Summen handelten.<\/p>\n<p>Da sprach der Herr: Diesmal muss ich ihre Sprache nicht verwirren. Sie verstehen sich bereits jetzt nicht mehr. Die Kluft zwischen denen, die oben und denen, die unten sind, wird immer gr\u00f6\u00dfer. Ihre Handlungen werden immer verwirrter und hektischer. Sie haben ihre gemeinsame Sprache und ihre gemeinsame Gesinnung bereits verloren. Wir brauchen sie nicht in verschiedene L\u00e4nder zerstreuen. Sie sind jetzt bereits dabei, sich selbst ihr Ende zu bereiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Pfingsten: Der Bremser-Gott gibt Gas<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nwechseln wir von Babylon nach Jerusalem am Pfingstfest: Da habe ich folgendes geh\u00f6rt:<\/p>\n<p>Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde best\u00fcrzt; denn ein jeder h\u00f6rte sie in seiner eigenen Sprache reden. Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galil\u00e4a?\u00a0 Wie h\u00f6ren wir denn jeder seine eigene Muttersprache? Wir h\u00f6ren sie in unsern Sprachen von den gro\u00dfen Taten Gottes reden.<\/p>\n<p>F\u00fcr einem Moment war der Fluch der babylonischen Sprachverwirrung aufgehoben. Jeder verstand den anderen.<\/p>\n<p>Ein Signal?<\/p>\n<p>Und doch stellt sich sofort sie alte Frage wie bei ratlosen Eltern:<br \/>\nSie entsetzten sich aber alle und wurden ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?<\/p>\n<p>Was will das werden, wenn die J\u00fcnger Jesu pl\u00f6tzlich Grenzen \u00fcberschreiten? Und sie werden Grenzen \u00fcberschreiten:<\/p>\n<p>&#8211; Die Grenze nach Syrien, die Grenzen des r\u00f6mischen Reiches &#8211; in alle Welt werden sie die Botschaft von der Auferstehung von Jesus Christus tragen.<\/p>\n<p>&#8211; Die Grenzen der Obrigkeit, die sie aufhalten will: Kein Gef\u00e4ngnisaufenthalt konnte den Missionar Paulus stoppen. Tausende von Christen nahmen den Tod in der Arena von Rom auf sich, weil ihnen ihr Glaube wichtiger war als ihr \u00dcberleben.<\/p>\n<p>&#8211; Die Grenzen der Kirche: Ein M\u00f6nch mit Namen Martin predigte die Liebe und Vergebungsbereitschaft Gottes in einer zur Heilsanstalt verkrusteten Kirche und riskierte ein europaweites kirchliches Erdbeben.<\/p>\n<p>&#8211; Und sie \u00fcberschreiten die Grenzen des eigenen Egoismus: Tausende von Menschen opfern ihre Freizeit, verzichten auf eintr\u00e4gliche Nebenjobs, und engagieren sich ehrenamtlich\u00a0 in kirchlichen oder karitativen Organisationen &#8211; und pr\u00e4gen damit das Gesicht unserer Gesellschaft.<\/p>\n<p>Sie entsetzten sich aber alle und wurden ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?<\/p>\n<p>Diesmal fragen sich das die Menschen &#8211; nicht Gott.<\/p>\n<p>Pfingsten hei\u00dft: Der Bremser-Gott gibt Gas. Er stattet seine Gemeinde mit dem Heiligen Geist aus und sie bricht auf. Um diese Welt zu gestalten. Nicht um T\u00fcrme zu errichten, sondern um das Reich Gottes zu bauen. Gott traut uns &#8211; Jahrtausende nach Babylon &#8211; wieder etwas zu. Er traut uns zu, dass wir losziehen und die richtigen Grenzen \u00fcberschreiten. Die Frage \u201eWas will das werden?\u201d m\u00fcssen wir uns immer wieder stellen, wenn wir uns als Christen in einer sich immer schneller ver\u00e4ndernden Welt bewegen.<\/p>\n<p>Das ist nicht einfach:<\/p>\n<p>&#8211; Welche Grenzen sollen wir \u00fcberschreiten, welche Geb\u00e4ude errichten?<\/p>\n<p>&#8211; Und wo sind die falschen Grenz\u00fcberschreitungen, wo bauen wir die babylonischen T\u00fcrme, mit denen wir uns selbst ins Ungl\u00fcck st\u00fcrzen?<\/p>\n<p>Manchmal m\u00fcssen wir da lange gr\u00fcbeln, beten, Bibel lesen und hoffen, dass uns die richtigen Gedanken kommen . Wenn das gelingt, d\u00fcrfen wir das als Wirken des Heiligen Geistes deuten &#8211; der uns seit dem Pfingstfest damals begleitet und lenkt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigttext 1. Mose 11 &#8211; Der Turmbau von Babel: 1 Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. 2 Als sie nun nach Osten zogen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst. 3 Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen! \u2013 und\u2026 <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=1428\">ich will weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"Predigt: Der Turmbau von Babel und Pfingsten (Genesis 11) 11. Mai 2008, Pfingstsonntag","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[28],"tags":[499,500,501,297],"class_list":["post-1428","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigten-2007-2009","tag-babylon","tag-gen","tag-genesis","tag-pfingsten"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4BNB2-n2","jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1428","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1428"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1428\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1430,"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1428\/revisions\/1430"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1428"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1428"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pastors-home.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1428"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}