{"id":1357,"date":"2009-07-19T22:48:12","date_gmt":"2009-07-19T20:48:12","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=1357"},"modified":"2022-05-14T00:37:25","modified_gmt":"2022-05-13T22:37:25","slug":"predigt-beim-grillen-gehts-um-mehr-als-ums-sattwerden-symbolpredigt-19-juli-2009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=1357","title":{"rendered":"Symbolpredigt: Beim Grillen gehts um mehr als ums Sattwerden (Symbol. Grill) 19. Juli 2009"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Gemeinde,<a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/grillen.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1358\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=1358\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/grillen.jpg?fit=400%2C267&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"400,267\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon EOS 1000D&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1248004005&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;38&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;100&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0015625&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"grillen\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/grillen.jpg?fit=400%2C267&amp;ssl=1\" class=\"alignright size-medium wp-image-1358\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/grillen-300x200.jpg?resize=300%2C200\" alt=\"grillen\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/grillen.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/grillen.jpg?resize=150%2C100&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/grillen.jpg?resize=224%2C150&amp;ssl=1 224w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/grillen.jpg?w=400&amp;ssl=1 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>der Sommer hat schon seinen besonderen Reiz, wenn am Wochenende &#8211; und das Wetter passt &#8211; der Duft von Gegrilltem durch die Stra\u00dfen Gollhofens zieht. Meine Nase nimmt das innerhalb von Sekunden ganz pr\u00e4zise wahr: Irgendwo in der N\u00e4he wird gegrillt!<br \/>\n\u201eHmmm, lecker\u201d, reagiert mein Gehirn fast reflexartig: \u201cMensch, eigentlich k\u00f6nnten wir auch mal wieder grillen &#8230;. der Sommer ist doch sowieso recht kurz, man sollte die Abende wirklich nutzen\u201d, und ich fange an zu \u00fcberlegen, ob wir noch gen\u00fcgend Holzkohle daheim haben.<!--more--><\/p>\n<p><em><strong>Der Duft er\u00f6ffnet Welten der Erinnerung<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Grillen &#8211; eigentlich k\u00f6nnte man seine Bratwurst auch in der Pfanne braten &#8211; aber Grillen ist eben etwas besonderes , irgendwie eine Welt f\u00fcr sich.Allein der Geruch des Grillens l\u00f6st in meinem Kopf ganz viele Bilder aus. Ich sehe uns in Pfarrhof mit Grill und Salatbuffet &#8230; ja die Bilder reichen\u00a0 bis zur\u00fcck in meine eigene Kindheit, als wir am Wochenende im Schrebergarten mit Nachbarn und Freunden zusammen gegrillt haben.<br \/>\nDer Duft des Grillens ist eines der gro \u00dfen Geheimnisse des Brutzelns. Wen wunderts, dass man in Amerika f\u00fcr 4 Dollar sogar ein Duftspray mit Grillaroma kaufen kann.<br \/>\nWissenschaftler haben herausgefunden, dass bei uns Menschen tats\u00e4chlich viele Erinnerungen allein \u00fcber unseren Geruchssinn hervorgerufen werden k\u00f6nnen &#8211; ganz besonders dann, wenn damit auch Gef\u00fchle verbunden sind.<\/p>\n<p>Der Geruch von Fleisch \u00fcber dem Feuer &#8211; \u00fcber 50 mal ist in unserer Bibel davon die Rede. Von den lieblichen Geruch, der von einem Opferaltar aufsteigt, wenn \u00fcber dem Feuer ein Opfertier dargebracht wird.\u00a0 Ein Geruch, mit dem Gott geehrt wird, und den Gott liebt.<\/p>\n<p>Im Vierten Buch Mose zum Beispiel wird beschrieben, dass man das erstgeborene Tier seiner Herde aus Dank Gott gegen\u00fcber sp\u00e4ter nicht verkaufen darf, sondern als ein Dankopfer Gott darbringen soll: \u201eAber die Erstgeburt eines Rindes, eines Schafes oder einer Ziege sollst du nicht ausl\u00f6sen lassen; denn sie sind heilig. Ihr Blut sollst du an den Altar gie\u00dfen und ihr Fett sollst du in Rauch aufgehen lassen als Feueropfer f\u00fcr den Herrn zum lieblichen Geruch.\u201d (4. Mose 18,17)<br \/>\nDer liebliche Geruch, der zu Gott aufsteigt. Ein Geruch, den er grunds\u00e4tzlich mag, ihn aber zugleich verabscheut, wenn dieser Duft von einem Opfer kommt, das halbherzig oder mit unehrlicher Absicht dargebracht wird. So finden wir es an vielen Stellen der Moseb\u00fccher.<\/p>\n<p>Ein riechender Gott, mir das vorzustellen, f\u00e4llt mir schwer &#8230; Aber vielleicht zielt das alles, was da geschrieben steht, nicht so sehr auf Gottes Nase, sondern auf die menschliche:<br \/>\nDass sich den Menschen dieser Geruch des Opfers einpr\u00e4gt, der Duft von ger\u00f6steten Fleisch\u00a0 und von dampfenden Weihrauch. So, wie sich bei mir reflexartig beim Grillduft der Gedanke ans Brutzeln und Feiern einstellt, so hat damals in den Menschen Israels der Duft des Opfers die Erinnerung an die Dankgottesdienste\u00a0 und Feiern im Tempel Jerusalems wachgerufen. Sie sehen bei diesem Geruch innere Bilder, sehen sich selber, in den Vorh\u00f6fen des Heiligtums von Jerusalems. Singend, betend, mit den kleinen neugeborenen\u00a0 Baby, f\u00fcr das sie Gott danken wollen. Stunden der Gemeinschaft mit hundert anderen Juden, die auch von weither mit einem sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlten Opfertier kamen, um es ihrem Gott darzubringen.<\/p>\n<p>Innere Bilder, die wichtig sind. Im Judentum, das seit 2000 Jahren keine Opfer mehr zelebriert, gibt es bis heute die Praxis der Duft-B\u00fcchse. Am Abend des Sabbat, des Feiertags, l\u00e4sst man in der Familie eine kleine Dose mit wohlriechenden Kr\u00e4utern herumgehen: Jeder schnuppert noch einmal daran, um sich an den angenehmen Duft des Sabbat zu erinnern.<\/p>\n<p><em><strong>Im Rauch des Opfers spiegelt sich die G\u00fcte Gottes<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nda wird mir deutlich, wie sparsam wir in unserer lutherischen Tradition mit solchen sinnlichen Reizen umgehen. Unsere katholischen Geschwister wissen, wie der Sonntag riecht: nach Weihrauch! Ein Jude erinnert sich an die Kr\u00e4uterdose. Aber bei uns, wonach riecht der Sonntag? .. nach Schweinebraten &#8230; nach Grillen am Sonntagabend?<br \/>\nDas ist ja das Dilemma: Die wirklich beeindruckenden D\u00fcfte des Sonntags erinnern uns nicht an Gott oder an Kirche, sondern ans ganz gew\u00f6hnliche Essen.<\/p>\n<p>Dabei ist der Weg gar nicht so weit:<br \/>\nDas Mahlopfer, eines der vielen Opferformen, die man in Israel darbrachte, war ein fr\u00f6hliches Fest mit Essen und Trinken. Das geopferte Tier wurde zerteilt, das Blut wurde an den Altar gesprengt, ein Teil des Fleisches wurde dem Priester \u00fcberlassen, und der Rest wurde in fr\u00f6hlicher Runde im Tempelhof verspeist. Und \u00fcber allem der Geruch des brutzelnden Fleischs an Spie\u00dfen oder in Pfannen. Ein Duft, mit einer eigenen Botschaft: Hier sind Menschen zusammen, um Gott f\u00fcr etwas zu danken. F\u00fcr ihr Leben, f\u00fcr ein gutes Jahr, f\u00fcr die Rettung aus einer schwierigen Situation &#8230; ein Duft, an den man gerne zur\u00fcckdachte. Nicht, weils lecker schmeckte, sondern weil man an Gottes G\u00fcte und Liebe erinnert wurde.<\/p>\n<p>Ein bisschen was hat das von Grillen gehabt, wie wir es heute kennen. Aber es hatte eben eine viel tiefere, religi\u00f6se Dimension als nur das Anbraten von W\u00fcrsten.<\/p>\n<p><strong><em>Grillen &#8211; eine Reise in vergangene Zeiten<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nich bin irgendwie hin- und hergerissen: Auf der einen Seite sehe ich, dass zwischen den Opferritualen im Alten Israel und unseren Grillparties Welten dazwischenliegen. Und ein Professor an der Uni w\u00fcrde mir best\u00e4tigen, dass die nichts miteinander zu tun haben. &#8211; Aber zugleich sehe ich, Analogien, \u00c4hnlichkeiten, die mich mehr und mehr nachdenklich machen, je l\u00e4nger ich dar\u00fcber gr\u00fcble.<\/p>\n<p>Immerhin katapultiert uns das Grillen in mancher Hinsicht um Jahrhunderte zur\u00fcck. Da, wo wir heute mit einem schnellen Griff am Elektroherd in drei Minuten eine hei\u00dfe Bratpfanne zur Verf\u00fcgung haben, m\u00fcht sich der Familienvater mindestens eine dreiviertel Stunde ab bis mit viel Pusten und F\u00e4cheln eine halbwegs brauchbare Glut entsteht. &#8211; Halt so wie unsere Vorfahren einst am Eingang ihrer H\u00f6hle.<br \/>\nWo wir gewohnt sind, Tiefk \u00fchlpizzas mit nach DIN-Norm standardisierten Geschmack pr\u00e4zise 20 Minuten bei 185 Grad zu garen, ist das Steak auf dem Grill nach dem Zufallsprinzip noch blutig, gar, trockengegrillt oder angekokelt. Aber gegessen wirds mit deutlich gr \u00f6\u00dferem Vergn\u00fcgen als die Einheitspizza.<br \/>\nWo einst der Priester die Fleischst\u00fccke im Empfang nahm, um sie auf dem Opferaltar zu platzieren, w\u00e4hrend das Volk in respektvollen Abstand an einer kleinen Mauer wartete&#8230; da gibts auch heute Grillmeister, die niemals die Lufthoheit \u00fcber ihren Edelstahlrost hergeben und ihre Grillgabel w\u00fcrdevoll wie ein Zepter halten.<\/p>\n<p>Vielleicht ist es dieser unbewusste archaische Zug, diese Reise in vergangene Zeiten, die den besonderen Charme des Grillens ausmacht. Grillen ist ein bisschen wie damals, als jede Fleischmahlzeit noch ein Fest war, weil man es sich nur ganz selten leisten konnte, eines seiner Tiere zu schlachten.<\/p>\n<p><strong><em>Was oder wen zelebrieren wir beim Grillen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wenn Grillen so ein Fest ist, dann frage ich mich, was wir da eigentlich feiern. Denn wenn wir nur um des Grillens willen grillen, dann h\u00e4ngt es uns wahrscheinlich irgendwann vom Hals raus. So ergeht es ja manchen, der zur Zeit pro Wochenende zwei bis drei Grillfeste von allen m\u00f6glichen Vereinen, Schulen oder Freunden besuchen muss. Irgendwann kann man dann kein Steak mehr sehen.<\/p>\n<p>Wenn wir uns bewusst machen, wie uralt manche Traditionslinien unseres Grillens sind, warum nicht daran ankn\u00fcpfen? Wir brauchen keine Opfer darbringen &#8211; aber was spricht dagegen, beim Grillen einen dankbaren Blick auf unser Essen und Leben zu werfen? Ein schlichtes Steak auf dem Grill &#8211;\u00a0 im Kontrast zu Analogk\u00e4se, Geschmacksverst\u00e4rker und\u00a0 probiotischen Krimskrams. Wie gut, dass es das noch gibt! Zu sehen, dass wir auch ohne Induktionsherd und Mikrowelle satt werden. Sich zu freuen, dass Nachbarn und Freunde kommen, mit Salaten und leckeren Kleinigkeiten, die mit Liebe gemacht sind. Sch\u00e4tzen wir das? Dass wir miteinander feiern k\u00f6nnen und wir auch einander das Feiern g\u00f6nnen. Dass wir nicht zerstritten einander anzeigen, weil der Nachbar l\u00e4nger als bis 22 Uhr im Garten drau\u00dfensitzt.Das sind beileibe keine Selbstverst \u00e4ndlichkeiten. Das ist viel wert, darum darf man daf\u00fcr auch einmal danke sagen.<\/p>\n<p><strong><em>Lieblicher Duft oder Geruchsbel\u00e4<\/em><\/strong><strong><em>stigun<\/em><\/strong>g?<\/p>\n<p>Ist es ein lieblicherDuft, der von unserem Grill aufsteigt, oder Geruchsbel\u00e4stigung. Gerichte entscheiden heutzutage recht uneinheitlich.<br \/>\nNicht anders wars im Alten Testament: Ob Gott das Opfer als Wohlgeruch ansah oder verschm\u00e4hte, lag nicht am Grillgut, sondern an der inneren Haltung, der Menschen, die das Opfer darbrachten.<\/p>\n<p>Ob unser Grillen ein Fest ist, das Menschen und Gott gef\u00e4llt, liegt an uns.<br \/>\nWir entscheiden uns: Genie\u00dfen wir die Gaben unserer Sch\u00f6pfung oder kommen wir blo\u00df zum exzessiven Fressen uns Saufen zusammen?<br \/>\nSchaffen wir beim Grillen Gemeinschaft? Wird auch mal einer eingeladen, der nicht damit rechne, aber sich umso mehr freut; oder bleiben wir immer unter uns?<br \/>\nReden wir miteinander \u00fcber uns und unsere Sorgen und Freuden, h\u00f6ren einander zu. Oder sind die Fehler und Schw\u00e4chen derer, die heute abend nicht da sind und nicht widersprechen k\u00f6nnen, das spannendere Thema?<\/p>\n<p>Liebe Gollh\u00f6fer,<br \/>\nbevor nun eine Moralpredigt draus wird, komme ich lieber zum Ende. Und lege dieses Abenteuer Grillen mit seiner langen und facettenreichen Geschichte in ihre H\u00e4nde. Sie k\u00f6nnen, und sie werden was draus machen.<\/p>\n<p>Nicht nur, weil ich es ihnen zutraue, sondern auch weil der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als alle Vernunft, ihre Herzen und Sinne in Jesus Christus bewahrt.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000080; text-decoration: underline;\">Lesungen zum Gottesdienst (mit Einleitungen):<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Lesung: Evangelium (Joh 21, 1-13)<\/b><\/p>\n<p>In der Bibel gibt es eine Stelle, an der Jesus grillt. Ein Treffen mit seinen J\u00fcngern, er hat schon alles vorbereitet, noch bevor sie kamen: Ein Kohlenfeuer, darauf mehrere Fische. Diese Begegnung ist im Johannesevangelium \u00fcberliefert. Nach seiner Auferstehung war Jesus den J\u00fcngern bereits einmal erschienen. Aber wenige Tage sp\u00e4ter kam es zu einer erneuten Begegnung am See Tiberias, die im 21. Kapitel beschrieben wird: Einige Z\u00fcge der Geschichte erinnern auch an den Fischzug des Petrus, aber h\u00f6ren se selbst:<\/p>\n<p>Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael aus Kana in Galil\u00e4a und die S\u00f6hne des Zebed\u00e4us und zwei andere seiner J\u00fcnger. 3 Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich will fischen gehen. Sie sprechen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts. 4 Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber [a]die J\u00fcnger wussten nicht, dass es Jesus war. 5 Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. 6 Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten&#8217;s nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische. 7 Da spricht der J\u00fcnger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus h\u00f6rte, dass es der Herr war, g\u00fcrtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich ins Wasser. 8 Die andern J\u00fcnger aber kamen mit dem Boot, denn sie waren nicht fern vom Land, nur etwa zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen. 9 Als sie nun ans Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer und Fische darauf und Brot. 10 Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt! 11 Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz an Land, voll gro\u00dfer Fische, hundertdreiundf\u00fcnfzig. Und obwohl es so viele waren, zerriss doch das Netz nicht. 12 Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den J\u00fcngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. 13 Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt&#8217;s ihnen, desgleichen auch die Fische.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Lesung: Altes Testament (Lev 17, 11-20 i.A.)<\/b><\/p>\n<p>Eine Grillparty war den Israeliten unbekannt. Die Zubereitung von Fleisch \u00fcber dem Feuer war im Alten Israel vor allem eine Angelegenheit des Opfers auf dem Altar. Bereits am Berg Sinai hatte das Volk die Regeln der verschiedenen Arten des Opfers von Gott erhalten.\u00a0 Bei manchen dieser Opfer wurde das Fleisch des Opfertieres auf dem Feuer des Altars zubereitet und anschlie\u00dfend gegessen. Ich lese aus dem 3. Buch Mose, dem 17 Kapitel die Vorschriften zum Dankopfer:<\/p>\n<p>Und dies ist das Gesetz des Dankopfers, das man dem HERRN opfert. 12 Wollen sie es als Lobopfer darbringen, so sollen sie au\u00dfer dem Schlachtopfer unges\u00e4uerte Kuchen opfern, mit \u00d6l vermengt, und unges\u00e4uerte Fladen, mit \u00d6l bestrichen, und feinstes Mehl, durchger\u00fchrt, als Kuchen mit \u00d6l vermengt. 13 Sie sollen aber solche Opfergabe darbringen nebst Kuchen von ges\u00e4uertem Brot zu ihrem Lob- und Dankopfer, 14 und zwar sollen sie je ein Teil als Opfergabe f\u00fcr den HERRN darbringen; es soll dem Priester geh\u00f6ren, der das Blut des Dankopfers sprengt. 15 Und das Fleisch ihres Lob- und Dankopfers soll an demselben Tage gegessen werden, an dem es geopfert wird, und soll nichts \u00fcbrig gelassen werden bis zum Morgen. 17 Aber was vom geopferten Fleisch am dritten Tage noch \u00fcbrig ist, soll mit Feuer verbrannt werden. (&#8230;) Jeder, der rein ist, darf vom Opferfleisch essen. 20 Wer aber essen wird von dem Fleisch des Dankopfers, das dem HERRN geh\u00f6rt, und hat eine Unreinheit an sich, der wird ausgerottet werden aus seinem Volk.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Gemeinde, der Sommer hat schon seinen besonderen Reiz, wenn am Wochenende &#8211; und das Wetter passt &#8211; der Duft von Gegrilltem durch die Stra\u00dfen Gollhofens zieht. 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