{"id":1341,"date":"2009-12-31T22:20:41","date_gmt":"2009-12-31T21:20:41","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=1341"},"modified":"2017-10-24T18:33:54","modified_gmt":"2017-10-24T17:33:54","slug":"predigt-christus-spricht-euer-herz-erschrecke-nicht-glaubt-an-gott-und-glaubt-an-mich-johannes-141-31-dezember-2009-jahreslosung-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=1341","title":{"rendered":"Predigt:  Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich.\u201d (Johannes 14,1) 31. Dezember 2009,  Jahreslosung 2010"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Das Unbekannte l\u00e4sst mich erschauern<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Es gibt Krimis &#8211; die setzen Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr Jahrzehnte. Die alten Schwarzwei\u00dffilme nach den Drehb\u00fcchern von Edgar Wallace zum Beispiel. Es ist ja bis heute ein Genuss, diese alten Streifen anzusehen.<br \/>\nPerfekt ist dort das Spiel mit der Spannung &#8211; immer wieder gibt es diese Szenen: Es ist Nacht, man sieht nur einen Ausschnitt eines kaum beleuchteten Zimmers, ein Vorhang bewegt sich leicht und verr\u00e4terisch im Windzug. Eine T\u00fcr f\u00e4llt irgendwo ins Schloss &#8211; man h\u00f6rt das Knarzen einer Diele &#8211; aber man erkennt kaum etwas. Aber man sp\u00fcrt f\u00f6rmlich die Gefahr , wird bei Zusehen kurzatmiger, richtet sich vom Sofa auf, man muss ja auf dem Sprung sein, wenn jetzt &#8230;. ja wenn jetzt &#8230;<!--more--><\/p>\n<p>Das ist die Kunst dieser Filme, wenn die Nerven zum zerrei\u00dfen gespannt sind, weil man wei\u00df, dass etwas passiert, obwohl man ja deutlich vor Augen hat, dass eigentlich nichts passiert! Ein Vorhang wackelt, eine Eule hat geschrien, eine Kerze wurde aufgeweht.<br \/>\nZu wissen: Es kommt sicher etwas\u00a0 &#8211; aber nicht den Hauch einer Ahnung zu haben, was da kommt: Freund oder Feind? Rettung oder Verderben?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nder Jahreswechsel hat mit so einem Krimi eine gewisse \u00c4hnlichkeit:<br \/>\nWir wissen ja wirklich nicht, was kommt. Nat\u00fcrlich haben wir Routine mit Silvester und Neujahr &#8211; das neue Jahr steht nicht unerwartet nach dem 31 Dezember vor der T\u00fcre &#8211; aber was sich hinter dieser T\u00fcre verbirgt ist ein Geheimnis. Ist das neue Jahr letztlich mein Freund oder mein Feind?<br \/>\nVor einem Jahr gingen wir Gollh\u00f6fer sehr n\u00fcchtern ins neue Jahr 2009. Der Tod von Kurt P. hat viele geschockt und nachdenklich gemacht. Meine Silvesterpredigt kam nicht drum herum, diese Situation und die wirtschaftliche Lage der Nation aufzugreifen. \u201e2009 &#8211; mehr als nur schlechte Aussichten\u201d, das war die \u00dcberschrift damals. Aber dass es dann so kommen sollte, dass einige weitere tragische Ereignisse das ganze Dorf in ein sehr nachdenkliches Jahr 2009 st\u00fcrzen w\u00fcrde, so etwas war nicht zu erahnen.<br \/>\nWas wird da kommen, im neuen Jahr 2010. Gehts aufw\u00e4rts, oder kommt da nochmal was nach? Wir wissens nicht, und weil wir gemerkt haben, was alles kommen kann, beginnt Mancher das neue Jahr vielleicht mit etwas gr\u00f6\u00dferer Skepsis als bisher.<\/p>\n<p><strong><em>Die Jahreslosung<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Jahreslosung f\u00fcr das Jahr 2010 ist ein Satz, den Jesus seinen J\u00fcngern sagte, als auch sie sp\u00fcrten: Das kommt was, es ver\u00e4ndert sich etwas.\u00a0 Hie und da ein Schatten, ein bewegter Vorhang, das Gef\u00fchl: \u201eDa braut sich etwas zusammen, rund um unseren Herrn. Was kommt da nur auf uns zu?\u201d<br \/>\nIn mehreren Reden bereitet Jesus seine Nachfolger auf das vor, was nach Karfreitag und Ostern kommen wird. Er beschreibt nicht genau was kommt, aber sie merken, es ist eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung, und es klingt nicht so, als w\u00e4re alles ganz einfach, zu bew\u00e4ltigen, was uns da erwartet.<br \/>\nEuer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich. Mehrfach f\u00e4llt dieser Satz in Jesu Reden in jener Zeit. Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich.<br \/>\nMir kommt es ein St\u00fcck weit vor, als wenn Jesus versuchen w\u00fcrde, den Blickwinkel der J\u00fcnger zu ver\u00e4ndern: Weg von dem Unheimlich-Unbekannten der Zukunft, hin zu dem, den sie schon lange kennen; n\u00e4mlich den Herrn, der Sie begleitet.<\/p>\n<p><strong><em>\u201eGlaubt an mich\u201d hei\u00df<\/em><\/strong><strong><em>t: Vertraut mir.<\/em><\/strong><br \/>\nGlauben &#8211; ja dieses Wort spielt uns ja bisweilen einen Streich, weil wir\u0301s so gerne vereinfacht verwenden. Wenn mal wieder ein Sch\u00fcler mich fragt \u201eHerr Seidel, glauben sie wirklich an Gott?\u201d, dann will der oft genug einfach wissen, ob ich denn denke, dass es diesen Gott wirklich gibt. &#8211; Vielleicht tut er sich momentan ein bisschen schwer damit.<br \/>\nAber mit dieser Bedeutung haben wir das Wort \u201eglauben\u201d ja gerade mal ein bisschen angeschnitten. Denn an Gott als h\u00f6heres Sch\u00f6pferwesen zu glauben ist meines Erachtens ja wirklich kein besonderes Kunstst\u00fcck. Viel herausfordernder wirds, wenn wir den Begriff in seiner grundlegenden Bedeutung nehmen &#8211; und so m\u00fcssen wir auch Jesus hier verstehen:<br \/>\nGlaubt an Gott und glaubt an mich &#8211; es geht nicht ums glauben, dass es Gott Vater und Sohn gibt. Die Frage ist, dass ich mich mit meinem Leben an ihnen orientiere &#8211; ihnen vertraue &#8211; davon ausgehe, dass Sie f\u00fcr mich da sind und ich mich mit ihnen verbunden wei\u00df.<\/p>\n<p>Glauben als das grunds\u00e4tzlich Festhalten an Gott &#8211; auch gegen die eigenen Zweifel und Unsicherheiten.Lass dich nicht von den wackelnden Vorh\u00e4ngen der Weltgeschichte irre machen, erzittere nicht beim jeden \u00c4chzen deiner \u00e4lter werdenden Knochen &#8211; schau mit Vertrauen in die Zukunft und mach dich nicht verr\u00fcckt. Vertraue auf Gottes Hilfe. &#8211; So k\u00f6nnte man diese Jahreslosung f\u00fcr 2010 auch \u00fcbersetzen.<\/p>\n<p><strong><em>Sicherheit<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Aber kann man sich auf so eine Zusage so richtig verlassen? Wir wissen ja auch um Dinge, die wir nicht verstehen und Erfahrungen, bei denen wir vergeblich danach suchen, die Handschrift eines \u201elieben Gottes\u201d zu entdecken.<br \/>\nVor einer Woche, am Heiligen Abend, haben die KiGo-Kinder im Krippenspiel ein Lied gesungen, das mich ein bisschen nachdenklich gemacht hat. \u201eIch bin sicher an der Hand des Vaters, ich bin sicher in Gottes Hand. Bei Gott ist alles sicher, weil er h\u00e4lt, was er verspricht ..\u201d So lautete der Refrain.<br \/>\nIch bin sicher &#8230; &#8211; kann man das so einfach singen? Wir wissen ja, wie wenig im Leben wirklich sicher ist. Dass es schnell unerwartet aufw\u00e4rts oder abw\u00e4rts gehen kann. Vieles im Leben erscheint f\u00fcr uns unvorhersehbar.<br \/>\nKann man da Kinder singen lassen \u201eIch bin sicher an der Hand des Vaters?\u201d<br \/>\nMuss man da nicht auch in gewisser Hinsicht einschr\u00e4nken: Ja, das bedeutet aber nicht, dass dir im Leben alles gelingt und du vor allen Umgemach verschon bleibst? &#8211; Vielleicht als korrigierenden Vers?<\/p>\n<p>Aber ich hab mir dann \u00fcberlegt: Wie machst du es denn mit deinen eigenen Kindern, wenn du sie bei der Hand nimmst und mit ihnen unterwegs bist? Wenn da ein Hund kommt, oder die Autos recht rasant vorbeifahren?<br \/>\nDa sage ich ja auch nicht: \u201eDu, ich muss dir sagen, dass ich zwar da bin, aber gegen bestimmte Einfl\u00fcsse kann ich auch nichts machen, also verlasse dich nicht zu sehr auf mich! Es kann trotzdem was schlimmes passieren.\u201d Meine Maria w\u00fcrde mich anschauen und \u00fcberhaupt nicht verstehen, was ich will.<br \/>\nEs geht ihr nicht um eine abstrakte Sicherheit vor irgendwelchen unvermeidlich hereinbrechenden Ereignissen &#8211; sondern sie will, dass ich da bin, dass ich sie nicht loslasse und ihr damit Geborgenheit und Vertrauen in die aktuelle Situation vermittle. Sie wei\u00df, ich bin da, ich werde f\u00fcr die da sein, sie besch\u00fctzen, wie es nur irgend geht, aber ich bin auch da, um die in den Arm zu nehmen und zu tr\u00f6sten, wenn sie auf die Nase gefallen ist.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nVertrauen in Leben, Vertrauen in ein neues Jahr w\u00e4chst da, wo ich mich gut aufgehoben f\u00fchle, wo ich jemanden habe, bei dem ich sp\u00fcre: Er ist f\u00fcr mich da, in allen Lebenslagen. Das verleiht Ruhe und Sicherheit &#8211; auch wenn man wei\u00df, dass im Leben nie etwas \u201esicher\u201d ist. In w\u00fcnsche Ihnen, ein gutes Jahr an der Hand Gottes &#8211; dass sie selber erleben, was Jesus meint, wenn er sagt: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Unbekannte l\u00e4sst mich erschauern Es gibt Krimis &#8211; die setzen Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr Jahrzehnte. Die alten Schwarzwei\u00dffilme nach den Drehb\u00fcchern von Edgar Wallace zum Beispiel. Es ist ja bis heute ein Genuss, diese alten Streifen anzusehen. Perfekt ist dort das Spiel mit der Spannung &#8211; immer wieder gibt es diese\u2026 <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=1341\">ich will weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"Predigt:  Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich.\u201d (Johannes 14,1) 31. 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