{"id":1272,"date":"2010-12-25T23:52:10","date_gmt":"2010-12-25T21:52:10","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=1272"},"modified":"2014-05-23T23:57:38","modified_gmt":"2014-05-23T21:57:38","slug":"predigt-die-offene-tuer-matthaeus-77-25-dezember-2010-weihnachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=1272","title":{"rendered":"Predigt: Die offene T\u00fcr (Matth\u00e4us 7,7)  25. Dezember 2010, Weihnachten"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><span style=\"color: #800080;\">Weihnachtspredigt<a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/tuerklopfer.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1273\" data-permalink=\"https:\/\/www.pastors-home.de\/?attachment_id=1273\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/tuerklopfer.jpg?fit=200%2C306&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"200,306\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"tuerklopfer\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/tuerklopfer.jpg?fit=200%2C306&amp;ssl=1\" class=\"alignright size-medium wp-image-1273\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/tuerklopfer-196x300.jpg?resize=196%2C300\" alt=\"tuerklopfer\" width=\"196\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/tuerklopfer.jpg?resize=196%2C300&amp;ssl=1 196w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/tuerklopfer.jpg?resize=98%2C150&amp;ssl=1 98w, https:\/\/i0.wp.com\/www.pastors-home.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/tuerklopfer.jpg?w=200&amp;ssl=1 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/><\/a> zum Motiv der Herbergssuche: Klopfet an, so wird euch aufgetan!<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><strong><em>Die Weihnachtszimmer-T\u00fc<\/em><\/strong><strong><em>re<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die T\u00fcre zum Wohnzimmer ist\u00a0 versperrt. Das ist sie normalerweise nie, ich wusste gar nicht, dass es f\u00fcr diese T\u00fcr \u00fcberhaupt einen Schl\u00fcssel gibt. Auch der Blick durchs Schl\u00fcsselloch ist buchst\u00e4blich aussichts-los: Offenbar hat da jemand\u00a0 auf der Innenseite des Zimmers\u00a0 einen Lappen \u00fcbers Schloss geh\u00e4ngt. Die T\u00fcr bleibt f\u00fcr mich verschlossen und un\u00fcberwindbar. Das kann einen ja fuchsig machen: Wenn man derart ausgesperrt ist, getrennt von dem , was da gerade Geheimnisvolles hinter dieser T\u00fcre geschieht &#8211; und man kommt da einfach nicht rein! Aber trotzdem bin ich damals in meiner Kinderzeit an dieser verschlossenen T\u00fcre nicht verzweifelt. Denn ich war mir sicher: Sie ist ja nur deshalb zu, damit sie sp\u00e4ter auch einmal wieder aufgeht. F\u00fcr meine Schwester Anita und mich. Und ich ahnte, dahinter verbirgt sich etwas Besonderes:\u00a0 Geschenke, ein Weihnachtsbaum und alles was f\u00fcr einen kleinen Jungen so zum Heiligen Abend dazugeh\u00f6rt.<br \/>\nSie wird aufgehen! Egal, wie verbarrikadiert sie gerade sein mag. Sie wird aufgehen, es ist nur eine Frage der Zeit.<!--more--><\/p>\n<p><strong><em>Matth\u00e4us 7,7<\/em><\/strong><\/p>\n<p>\u201eSie wird aufgehen\u201d, das sagte auch Jesus auf dem H\u00fcgel, auf dem er seine Bergpredigt hielt. \u201eBittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.\u201d Ein Satz ohne wenn und aber. Wenn du klopfst, dann wird sich dir eine T\u00fcr \u00f6ffnen. Habe Vertrauen, dass du nicht drau\u00dfen stehen gelassen wirst. Mut und Zuversicht dr\u00fccken seine Worte aus. Als h\u00e4tte es nie auch nur den Hauch eines Zweifels gegeben, dass sich verschlossene T\u00fcren auch \u00f6ffnen lie\u00dfen. &#8211; Wenn man nur beharrlich genug daran klopft. Dabei hatte gerade Jesu Mutter mit ihm im Bauch ja auch ganz andere Erfahrungen gemacht&#8230;.<\/p>\n<p><strong><em>Herbergssuche, T\u00fcrensuche<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Da hat man sie als hochschwangere Frau drau\u00dfen vor der T\u00fcre stehen lassen. Das geht ja schon mal gar nicht. Das ist der blanke Horror, wo wir heutzutage mit dem Auto am liebsten direkt in den Krei\u00dfsaal fahren w\u00fcrden, schleppt sich Maria von Herberge zu Herberge um halbwegs einen gesch\u00fctzten Ort f\u00fcr die Geburt ihres Kindes zu finden. Hilflos, ohne Rechtsanspruch, als Bittseller stehen Maria und Josef\u00a0 vor verschlossenen T\u00fcren. M\u00fcssen sich von oben bis unten mustern lassen. Werden taxiert: \u201eTu ich mir das an, die beiden auch noch hier unterzubringen. Meine Herberge ist voll, was sagen die anderen G\u00e4ste, wenn sie die ganze Nacht mit ihren Geburtswehen-geschrei die Leute wachh\u00e4lt? Und wenn etwas schiefgeht, wer holt und zahlt einen Arzt?\u201d<\/p>\n<p>Egal, ob die Wirte mitleidig-bedauernd den Kopf sch\u00fctteln oder das Paar\u00a0 arrogant wegscheuchen. Im Ergebnis ist es das gleiche: Die T\u00fcre bleibt zu. Hilflos und verzweifelt bleiben sie drau\u00dfen, weil eben alles Klopfen nichts geholfen hat. Hat Jesus diese Geschichte vergessen, als er da auf dem Berg stand und predigte?<br \/>\nSie bleiben immer wieder zu, diese T\u00fcren. Das wissen wir aus Erfahrung. Nicht jeder Wunsch geht in Erf\u00fcllung, nicht jeder Lebensweg f\u00fchrt genau dort lang, wo ich das gerne h\u00e4tte. Nicht jedes Gebet wird erh\u00f6rt, nicht jeder Plan gelingt. Da stehe ich dann dumm da, sp\u00fcre die Hilflosigkeit, merke, wie die Verzweiflung die Kraft aus meinem K\u00f6rper und aus meiner Seele saugt. Verschlossene T\u00fcren sind kein Spa\u00df, und je wichtiger mir gerade diese T\u00fcr war, umso mehr schmerzt es, wenn sie sich einfach nicht \u00f6ffnen l\u00e4sst.<br \/>\nEs ist zum wahnsinnig werden &#8211; und so mancher m\u00f6chte dann sein Ziel mit Gewalt erreichen &#8211; aber wir wissen: Die wirklich wichtigen T\u00fcren im Leben kann man nicht so einfach aufbrechen.<\/p>\n<p><strong><em>Klopfen, und nebenan geht eine T\u00fcre auf<\/em><\/strong><\/p>\n<p>\u201eSie wird aufgehen\u201d, sagt Jesus auf dem H\u00fcgel, bei seiner Bergpredigt. \u201eBittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.\u201d Aber hast du schon \u00fcberlegt, ob du vor der falschen T\u00fcre stehst?<br \/>\nNebenan, da war die T\u00fcre zum Stall von Bethlehem. Und die stand sperrangelweit offen. So hatten sich das Maria und Josef nicht vorgestellt. Der Stall war f\u00fcr sie eine Notl\u00f6sung, eine hygienische Katastrophe.<br \/>\nUnd doch: Genau das war der richtige Platz f\u00fcr dieses einmalige Kind, f\u00fcr das Ereignis, dass Gott Mensch wird. Kein anderer Ort w\u00e4re so symbolhaft, so pr\u00e4gend f\u00fcr das gewesen, was da kommen sollte.<\/p>\n<p>Die T\u00fcr stand offen, es war nur eine andere als die, auf die man gewartet hatte.<br \/>\nVielleicht verzweifle ich auch manchmal an verschlossenen T \u00fcren, klopfe mir die Finger wund, und bin so fixiert auf diesen einen Weg, dass ich nicht bemerke, wie sich nebenan ein Tor weit \u00f6ffnet. &#8211; \u201eDein Wille geschehe\u201d, so hat Jesus uns zu beten und zu hoffen gelehrt, und doch bin ich manchmal vernarrt in die eine Wunsch-T\u00fcre, dass ich ausblende, dass mein Gebet bereits erh\u00f6rt wurde, nur zeigt der Kompasspfeil in eine andere Richtung.<\/p>\n<p><strong><em>T\u00fcren, die ich lieber nicht \u00f6ffnen m\u00f6chte<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nklopfet an, so wird euch aufgetan. &#8211; Aber es gibt doch auch T\u00fcren, die will ich gar nicht aufmachen. T\u00fcren, da wei\u00df ich, dass ich klopfen muss, und m\u00f6chte am liebsten wegrennen, bevor der andere aufmacht. Oder ich hoffe, dass grade niemand nicht da ist, und die T\u00fcr verschlossen bleibt.<br \/>\nIch sehe den Sch\u00fcler, der zum Direktor geschickt wurde, und nur ganz leise an die T\u00fcre des Chefs klopft. Wie sehr er sich w\u00fcnscht, dass der da drinnen nicht h\u00f6rt und somit das erwartete Donnerwetter ausbleibt.<br \/>\nDa klingeln wir bei der furchtbar anstrengenden Tante, einer von diesem Weihnachts-Pflichtbesuchen, und es r\u00fchrt sich nichts. Ist sie weg? Die Minen der Kinder hellen sich auf. Kommen wir um Tantes Parf\u00fcmduft und Kaffeetafel herum? Und dann h\u00f6ren wir doch Schritte hinter der T\u00fcre uns sie ruft: \u201eJaha, ich komme&#8230;.!\u201d<\/p>\n<p>Du verabschiedest dich beim einem Freund. Zwei Stunden hat er dir erz\u00e4hlt von seinen Schwierigkeiten mit Ehefrau und Schwiegermutter, noch dazu die Probleme im Beruf. Du f\u00fchlst mit ihm mit, das Gespr\u00e4ch schlaucht auch dich; weil du auch keinen Rat hast, ihm nicht wirklich helfen kannst. Und nachdem du dich verabschiedet hast, schlie\u00dft sich die Haust\u00fcr. Und du drehst dich noch mal um, schnaufst einmal durch, und f\u00fchlst das Unbehagen, weil du merkst, welches Elend hinter dieser T\u00fcre herrscht.<\/p>\n<p>\u201eSie wird wieder aufgehen\u201d, h\u00f6re ich Jesus sagen<br \/>\n\u201eKlopfet an, so wird euch aufgetan\u201d &#8211; auch wenn du schon wei \u00dft, dass da nichts einfaches hinter dieser T\u00fcr auf dich wartet.<br \/>\n\u201eSuchet, so werdet ihr finden\u201d &#8211; einen Freund wirst du finden, und einen Ansatz f\u00fcr eine L\u00f6sung &#8230; zumindest f\u00fcr den n\u00e4chsten Schritt.<br \/>\n\u201eBittet, so wird euch gegeben\u201d &#8211; die Kraft, solchen T\u00fcren und Begegnungen nicht aus dem Weg zu gehen; der Mut und die Zuversicht, um auch dunkle T\u00e4ler zu durchwandern.<\/p>\n<p><strong><em>Gott macht seine T\u00fcre auf &#8230;<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Jesus Christus, er ist der Erfinder der offenen T\u00fcren. &#8211; Viel mehr als meine kleinen Beispiele es vermuten lassen. Er hat sie aufgerissen, die T\u00fcre zwischen Gottes Reich und unserer kleinen Welt. Das trennende Tor zwischen Gott und Mensch ist aufgesperrt.<\/p>\n<p>Darum ist er in unsere Welt hineingekommen, als kleines Kind in Bethlehem. Hat sich nicht von verschlossenen Gasthaust\u00fcren davon abhalten lassen hier bei uns zu wohnen.<br \/>\n&#8211; Die T\u00fcren, die zwischen verfeindeten Menschen verriegelt schienen, hat er aufgesperrt.<br \/>\n&#8211; Hat die Gartenzaunt \u00fcr die wir um unsere kleine Welt aufgebaut haben, ausgeh\u00e4ngt, hat gezeigt, dass jeder unser N\u00e4chster ist, wenn er unsere Hilfe braucht.<br \/>\n&#8211; Die schwere T\u00fcr, die Tod und Leben voneinander trennt, die hat er am Ostermorgen aus den Angeln gerissen.<\/p>\n<p>Darum, liebe Gemeinde, darum kann er sagen:<\/p>\n<p>\u201eklopfet an, so wird euch aufgetan\u201d, er kann T\u00fcren \u00f6ffnen, und er hat es verhei\u00dfen f\u00fcr uns zu tun.<br \/>\nVielleicht nicht gleich, vielleicht auch eine andere T\u00fcre als erwartet. Vielleicht wird hinter mancher T\u00fcr auch etwas anderes erscheinen, als wir es erwartet haben, und dann werden wir auf seine Hilfe hoffen.<\/p>\n<p>Dann bleibt uns nur noch eines: Selber die eigenen Finger in die Hand zu nehmen und tats\u00e4chlich mit dem Vertrauen eines Gotteskindes zu klopfen, sich von unserem himmlischen Vater etwas zu erbitten, mit Gottes Augen zu suchen, was in dieser Welt wirklich wichtig ist.\u00a0 Das m\u00fcssen wir dann schon selber in die G\u00e4nge bringen.<br \/>\nDenn nur wer sucht, der findet.<br \/>\nNur wer bittet, dem wird gegeben,<br \/>\nund dem Klopfenden, dem wird aufgetan.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weihnachtspredigt zum Motiv der Herbergssuche: Klopfet an, so wird euch aufgetan! Die Weihnachtszimmer-T\u00fcre Die T\u00fcre zum Wohnzimmer ist\u00a0 versperrt. Das ist sie normalerweise nie, ich wusste gar nicht, dass es f\u00fcr diese T\u00fcr \u00fcberhaupt einen Schl\u00fcssel gibt. 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