{"id":1007,"date":"2002-05-11T14:48:32","date_gmt":"2002-05-11T12:48:32","guid":{"rendered":"http:\/\/pastors-home.de\/?p=1007"},"modified":"2014-05-11T19:48:51","modified_gmt":"2014-05-11T17:48:51","slug":"der-begehrte-mitarbeiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pastors-home.de\/?p=1007","title":{"rendered":"Der begehrte Mitarbeiter"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Unsere Ehrenamtlichen sind ein wertvoller Schatz unserer Kirche. Nur lassen wir Pfarrer sie es nicht immer unmittelbar sp\u00fcren.<br \/>\nErleben Sie in 6 Akten die Odyssee eines Neuzugezogenen, der sich gerne ehrenamtlich engagieren w\u00fcrde.<\/p><\/blockquote>\n<p><b>1. Akt &#8211; Der Besuch<\/b><\/p>\n<p><i>Szene: Das Pfarramtsb\u00fc<\/i><i>ro &#8211; Sekret<\/i><i>\u00e4<\/i><i>rin Wusel wurstelt in den Akten. Herr Frisch kommt herein.<br \/>\nPersonen: Herr Frisch, ein neuzugezogener B\u00fcrger und Sekret\u00e4rin Wusel <\/i><\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Gr\u00fc\u00df Gott. Bin ich hier richtig im Pfarramt?<\/p>\n<p>Wusel\u00a0 Ja. Das ist sogar ein Pfarrer- und Pfarrerinnen-Amt: Wir haben n\u00e4mlich auch eine Pfarrerin. Die Frau F\u00fchlig. Und \u00fcberhaupt haben wir hier ganz viele Leute, die hier arbeiten.\u00a0 &#8211; Aber: Die Arbeit ist hier ja auch unheimlich viel. Manchmal wei\u00df ich ja gar nicht, wo ich zuerst hinlangen soll. Als Pfarramtsekret\u00e4rin mu\u00df man ja auch immer hinter den Pfarrern herr\u00e4umen &#8211; so aktenm\u00e4\u00dfig mein\u0301 ich. Die ham keine Ordnung, keine Disziplin, furchtbar&#8230;<!--more--><\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> <i>(unterbricht sie sch\u00fc<\/i><i>chtern) <\/i>\u00c4hm ich bin neu hier in Herzogenaurach und w\u00fcrde gern in ihrer Gemeinde etwas mitarbeiten&#8230;<\/p>\n<p><i>Wusel<\/i>\u00a0 <i>(euphorisch, streckt ihm beide Arme zum Willkommensgru\u00df<\/i><i> entgegen) <\/i>Na das ist ja wunderbar! Ist ja herrlich.\u00a0 Da haben sie eine gute Idee gehabt, bei uns etwas mitzuarbeiten. Es ist auch nicht so furchtbar viel zu tun. Und die Pfarrer, die machen ja alles so gut und wohlorganisiert: Die haben das hier auch voll im Griff. <i>(W\u00fc<\/i><i>hlt mit verkl<\/i><i>\u00e4<\/i><i>rtem Blick in einem Stapel Zettel auf der Ablage).<br \/>\n<\/i>Am besten, sie sprechen mal mit dem Pfarramtsf\u00fchrer. Pfarrer Willi Emsig. Er ist grade da. Ich geh blo\u00df noch kurz zu ihm rein, er mu\u00df noch ein paar Dokumente unterschreiben.\u00a0 <i>(Greift sich einige Mappen bis ein Mega-Stapel draus wird. Will abgehen, entdeckt, da<\/i><i>\u00df<\/i><i> FR unschl<\/i><i>\u00fc<\/i><i>ssig rumsteht)<\/i>. Achja, \u00e4hm, setzen Sie sich doch derweil, wollen Sie einen Kaffee?<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Ja gerne&#8230;<\/p>\n<p><i>Wusel <\/i> <i>(Gibt ihm eine Tasse, \u00fc<\/i><i>berbetont freundlich)<\/i>\u00a0 Milch? Zucker? Soll ichs ihnen umr\u00fchren? <i>(Geht mit Akten weg, ruft jubilierend bis triumphierend )\u00a0 <\/i>Herr Pfarrer Emsig: Raten sie mal, wer da drau\u00dfen steht? Ein neuer Mitarbeiter &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>2. Akt &#8211; Das Handy &#8211; Der Neuzugezogenenbesuchsdienst<\/b><\/p>\n<p>Szene: Frisch sitzt an seinem Platz. Pfarrer Dr. Kurt <i>Schneidig<\/i> kommt mit Siebenmeilenstiefelschritt auf die B\u00fchne. <i>Schneidig<\/i> spricht zun\u00e4chst immer kurz und kommandoartig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Schneidig<\/i> Guten Tag.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Guten Morgen, Herr Pfarrer&#8230;<\/p>\n<p><i>Schneidig<\/i> Schneidig;\u00a0 Schneidig mein Name: Pfarrer Dr. Kurt Schneidig. Die Frau Wusel ist wohl nicht da. Ich wollte die Liste mit den Neuzugezogenen abholen.\u00a0 <i>(Blickt sich auf dem Schreibtisch um, entdeckt die Liste und nimmt sie) <\/i>Ah, da ist sie ja. Die Liste mit den neuen Gemeindemitgliedern. Sch\u00f6n sch\u00f6n. <i>(Blickt auf Frisch)<\/i> Sie sind auch neu hier! Oder?<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Naja. Ich wohne schon einige Monate hier.<\/p>\n<p><i>Schneidig<\/i> So So. Und was wollen Sie hier?<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Ich habe gedacht, ich k\u00f6nnte in der Kirchengemeinde ein bi\u00dfchen mitarbeiten. Da h\u00e4tt ich halt Lust dazu &#8230;<\/p>\n<p><i>Schneidig<\/i> <i>(wird pl\u00f6<\/i><i>tzlich butterweich, nix mehr mit \u201eschneidig\u201c, aber: er weiterhin technokratisch<\/i>) Oooh, das ist ja sehr erfreulich. Junge Mitarbeiter k\u00f6nnen wir immer gebrauchen. Will sagen: Wir geben ihnen gerne die M\u00f6glichkeit, sich nach ihren F\u00e4higkeiten einzubringen. Wo wollen sie denn mitmachen?<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Das wei\u00df ich noch nicht so genau. Darum hab will ich ja jetzt mal den Pfarrer Emsig fragen, was ich &#8230;<\/p>\n<p><i>Schneidig<\/i> <i>(f\u00e4<\/i><i>llt ihm ins Wort, legt Hand auf FRs Schulter, leicht herrschaftlich\/bekehrend) <\/i>Oh, da w\u00fc\u00dfte ich was! W\u00e4re der Besuchsdienst was f\u00fcr sie? Da besuchen sie neuzugezogene Gemeindemitglieder, begr\u00fc\u00dfen sie im Namen der Kirchengemeinde.\u00a0 Eine ganz wichtige Arbeit.\u00a0 <i>(Nimmt Hand weg von Schulter, hebt sie mit belehrend ausgestreckten Zeigefinger)<\/i><\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Naja, wenn Sie meinen&#8230;<\/p>\n<p><i>Schneidig<\/i> Denken Sie daran, wie wichtig es ist, den neuen B\u00fcrgern und B\u00fcrgerinnen zu signalisieren: \u201eHerzlich willkommen in unserer Kirchengemeinde. Sie sind zwar neu hier, aber keine Angst, wir sind ja schon da\u201c <i>(letzter Satzteil tr\u00f6<\/i><i>stend)<\/i><\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Das leuchtet mir schon ein.<\/p>\n<p><i>Schneidig<\/i> <i>(mit stolzgeschwellter Brust)<\/i> Wir sind \u00fcbrigens der zweitschnellste Besuchsdienst im Dekanat Erlangen. Wir stehen im Schnitt schon 4,25 Tage nach dem Einzug auf der Matte. In Einzelf\u00e4llen schon am zweiten Tag nach dem Wohnungsbezug. Nur Kairlindach ist noch schneller.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Aber mit etwas Managment k\u00f6nnte man das vielleicht noch steigern..<\/p>\n<p><i>Schneidig<\/i> <i>(irritiert) <\/i> Wie meinen sie das?<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Wenn man die Mitarbeiter besser vernetzt k\u00f6nnte das noch schneller gehen: Es ist doch altmodisch, hier solche Zettel abzuholen: Fax, email, Internet, Handy! Da geht die Post ab, sag ich ihnen. Da h\u00e4ngen wir Kairlindach locker ab!<\/p>\n<p><i>Schneidig<\/i> Grandios! Mitarbeiter mit innovativen Ideen! Herrlich. Dann k\u00f6nnen wir auch endlich den Neuzugezogenen-Besuchs-Notfall-Dienst einrichten.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Einen was?<\/p>\n<p><i>Schneidig<\/i> Na einen Neuzugezogenen-Besuchs-Notfall-Dienst!F\u00fcr unerwartete Umz\u00fcge an Wochenenden und Feiertagen. Stellen sie sich vor: Da ist jemand pl\u00f6tzlich umgezogen.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> H\u00e4??<\/p>\n<p><i>Schneidig<\/i> <i>(mit heftiger Mimik und Gestik) <\/i>Passen sie auf: Sie wohnen in Augsburg, sind da am Freitag abend ins Bett gegangen. Und dann wachen sie auf und merken: Holla, ich bin ja in Herzogenaurach &#8230; da bin ich wohl umgezogen&#8230;. &#8211; Und kein Pfarramt hat ge\u00f6ffnet. Niemand von der Kirche besucht sie. &#8211; Schreckliches Schicksal, passiert aber immer wieder.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Und wenn man einen Neuzugezogenen-Besuchs-Notfall-Dienst mit einem Handy hat, dann kann man da sofort den n\u00e4chstgelegenen Mitarbeiter anrufen?!<\/p>\n<p><i>Schneidig<\/i> Ich sehe: Sie haben erkannt, worauf es ankommt in der Gemeindemitarbeit.<i> (Sch\u00fc<\/i><i>ttelt ihm die Hand)<\/i> Ich werde sofort die n\u00f6tigen Schritte veranlassen: Morgen bin ich bei ihnen mit Handy, Faxger\u00e4t und Internet-Anschlu\u00df.\u00a0 Aber ich mu\u00df jetzt weiter, der Mediamarkt macht n\u00e4mlich in einer Viertelstunde zu.<\/p>\n<p>Also bis morgen, Herr &#8230; \u00e4h, Dings&#8230; <i>(st<\/i><i>\u00fc<\/i><i>rmt raus)<\/i><\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> \u00c4m, Frisch, hei\u00df ich..\u00a0  Ich wei\u00df doch noch gar nicht, ob ich da mitmachen will!  <i>(Pause, nachdenklich) <\/i>Aber das mit dem Mobiltelefon, dem Handy, das w\u00e4r schon ein Angebot&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Lied<\/b>\u00a0 (Rabe: kein\u00a0 Schwein ruft mich an)<\/p>\n<p>Gruppe A\u00a0\u00a0 <i>(gefrustet)<\/i><\/p>\n<p>Kein Schwein ruft mich an<br \/>\nkeine Sau interessiert sich f\u00fcr mich<br \/>\nseit ich im Lohof wohn, ist es fast wie Hohn,<br \/>\nschweigt das Telefon.<\/p>\n<p>Gruppe B\u00a0 <i>(eine zeigt auf Handy am Hosenbund)<\/i><\/p>\n<p>Ich hab hier\u0301n Handy dran<br \/>\ndenn mein Pfarrer interessiert sich f\u00fcr mich<br \/>\nh\u00f6r das Klingeln hier, der Pfarrer spricht zu mir<br \/>\nseine Liebe gilt nur mir.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>3. Akt &#8211; Die Kursflut<\/b><\/p>\n<p>Szene: Pfrin <i>F\u00fc<\/i><i>hlig<\/i> kommt herein. Sie tr\u00e4gt einen Stapel Kisten, der ihr die Sicht nimmt. Jongliert damit herum, ist in summa guter Dinge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>F\u00fc<\/i><i>hlig<\/i> <i>(eher gedankenversunken) <\/i>Endlich sind sie gekommen, die neuen Bastelmaterialien f\u00fcr den Kindergottesdienst und\u00a0 den Mutter-Kind-Kreis. Ist ja furchtbar, wenn einen das Zeug ausgeht. Letzte Woche mu\u00dften wir schon improvisieren: Da sind wir dann ins Atlantis, um Johannes, der T\u00e4ufer nachzuspielen&#8230;<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Und danach in die Saunainsel &#8211; f\u00fcr die Geschichte von Sodom und Gomorrah.?<\/p>\n<p><i>F\u00fc<\/i><i>hlig<\/i> <i>(erschrickt f\u00fc<\/i><i>rchterlich, l<\/i><i>\u00e4\u00df<\/i><i>t die Kartons fallen) <\/i> Huch, wer sind denn Sie &#8211; und wo ist Frau Wusel?<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Die Frau Wusel ist beim Herrn Pfarrer drin. Und ich bin nur zu Besuch da.<\/p>\n<p><i>F\u00fc<\/i><i>hlig<\/i> Zu Besuch?<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> War blo\u00df ein Sp\u00e4\u00dfle. Ich hei\u00dfe Anton Frisch und w\u00fcrde gerne ein bi\u00dfchen in ihrer Gemeinde mitarbeiten.<\/p>\n<p><i>F\u00fc<\/i><i>hlig<\/i> Freut mich; Pfarrerin Tamara F\u00fchlig. Sch\u00f6n: endlich mal ein Mann, der mitarbeitet. In der Kirche sind wir Frauen ja fast unter uns.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Aber hier gibts doch lauter Pfarrer..<\/p>\n<p><i>F\u00fc<\/i><i>hlig<\/i> Ich sagte \u201eM\u00e4nner\u201c!\u00a0 Nicht so Machos. Wir brauchen selbstbewu\u00dfte und selbstreflexive M\u00e4nner mit ganzheitlicher Pers\u00f6nlichkeit. Wie wollen sie sonst den Kindern in der Gemeinde ein intaktes, ausgewogenes Rollenverst\u00e4ndnis vermitteln?<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Was soll ich vermitteln?<\/p>\n<p><i>F\u00fc<\/i><i>hlig<\/i> Na, wenn sie jetzt in der Kindergottesdienst-Vorbereitungsgruppe anfangen, dann sollten sie sich eben \u00fcber ihr eigenes Verst\u00e4ndnis als Mann bewu\u00dft werden. <i>(umschl\u00e4<\/i><i>ngelt ihn)<\/i><\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Ich wei\u00df doch noch gar nicht, ob ich &#8230;<\/p>\n<p><i>F\u00fc<\/i><i>hlig<\/i> Na\u00fcrlich wissen sie bis jetzt noch wenig \u00fcber solche Dinge. Aber keine Angst: Es gibts da ganz tolle Selbsterfahrungs-Kurse f\u00fcr M\u00e4nner. Da schicken wir sie hin, ein Wochenende lang, und dann sind sie ein ganz neuer Mensch.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Naja, eigentlich wollte ich blo\u00df irgendwie mitarbeiten&#8230;<\/p>\n<p><i>F\u00fc<\/i><i>hlig<\/i> Jaja, auch da kann ich ihnen ihre \u00c4ngste nehmen: Wir werden sie nat\u00fcrlich intensiv betreuen. Das sind wir unseren Mitarbeitern schuldig. Gerade f\u00fcr Kindergottesdienst bieten wir ihnen ganz hervorragende Fortbildungen an:  <i>(bl\u00e4<\/i><i>ttert in ihren Notizbuch)<\/i> Wenn sie sich schnell entscheiden, dann k\u00f6nnen sie Ende Januar zu einem Wochenende wegfahren: \u201eBiblische Figuren zeichnen\u201c &#8211; Ein K\u00fcnstler-Schnellkurs in der Toskana. Oder Im Fr\u00fchjahr: \u201eBibliodrama\u201c &#8211; Texte ganzheitlich erleben: Eine Intensiv-Schulung auf Mallorca.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Sapperlott, das klingt ja toll. F\u00fcr \u201eGotteslohn\u201c arbeiten hab ich mir immer ganz anders vorgestellt<\/p>\n<p><i>F\u00fc<\/i><i>hlig<\/i> Jaja, wir bieten unseren Mitarbeitern schon was! Wenn sie vielleicht zus\u00e4tzlich noch in der Teenager-Arbeit mitmachen, dann k\u00f6nnte ich ihnen noch einen Platz in unserem Spezial-Workshop reservieren: \u201eBiblische T\u00e4nze im interkulturellen Dialog\u201c &#8211; eine Woche lang intensive K\u00f6rpererfahrung in Brasilien; mit Exkursion zum Karneval in Rio.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Ist das nicht furchtbar teuer?<\/p>\n<p><i>F\u00fc<\/i><i>hlig<\/i> Klar, es ist nicht ganz billig. Aber wenn Sie zu uns kommen, dann l\u00e4\u00dft sich ihre Kirchengemeinde nicht lumpen. Schlie\u00dflich sollen ihnen durch diese Fortbildungsma\u00dfnahme keine Kosten entstehen.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Das ist ja fast wie Urlaub!<\/p>\n<p><i>F\u00fc<\/i><i>hlig<\/i> Achja, f\u00fcr so eine Fortbildung mu\u00df ihnen ihr Arbeitgeber nat\u00fcrlich Sonderurlaub geben. Ich w\u00fcrde mich also freuen sie im Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen-Kreis willkommen zu hei\u00dfen.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Danke f\u00fcr Ihr Angebot, ich werde mich dann bei ihnen demn\u00e4chst melden; Frau F\u00fchlig; da f\u00fchlich mich ja richtig motiviert.<\/p>\n<p><i>F\u00fc<\/i><i>hlig<\/i> Ja, das ist ja sch\u00f6n, auf Wiedersehn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Lied\u00a0 <\/b><i>(Heino: Blau bl\u00fc<\/i><i>ht der Enzian)<\/i><\/p>\n<p>Ja ja so sch\u00f6n sch\u00f6n sch\u00f6n ist auf der Fortbildung<br \/>\nwenn beim Kamingl\u00fchn, wir uns wiedersehn,<br \/>\nmit einem Kin-der-got-tes-dienstkurs fing es an<br \/>\nden ich immer [immer immer kostenlos] wiederholen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>4. Akt &#8211; Terminschwierigkeiten<\/b><\/p>\n<p><i>Szene: Frau M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov kommt herein. In ihren Terminplaner (Din A5) vertieft.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Guten Tag.<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i>\u00a0 \u00c4h, guten Morgen. Warten sie auf jemanden?<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Ja<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> Ist ja furchtbar! Warten, das ist ja reine Zeitverschwendung.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Ach, ist nicht so schlimm&#8230;<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> Doch, das ist schlimm! Wie sie ja wissen, bin ich ja eine hochbesch\u00e4ftigte Frau und da mu\u00df..<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Oh, tut mir leid, ich kenn sie aber gar nicht!<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> Na allerhand .. Dabei bin ich ja 70 Stunden pro Woche im Auftrag des Herrn unterwegs&#8230;. allein brutto, ohne Fahrzeiten!<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Das ist ja allerhand, Frau Dings&#8230;.<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> Anna-Theresa M\u00fcmmelmann-Zilinskanov; ich bin die Religionsp\u00e4dagogin hier. Ich mach hier eigentlich alles.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Da bin ich ja bei ihnen richtig, ich m\u00f6chte n\u00e4mlich in der Gemeinde hier ein bi\u00dfchen mitarbeiten.<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> Klasse! Wie viel Stunden pro Woche?<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Pah &#8230; das wei\u00df ich nicht, Frau M\u00fcmmelmov-Zilinskamnann .. \u00c4h Frau ..\u00e4h Dings<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> Naja, ich setze mich gerne mal mit Ihnen zusammen, um ihnen ein paar Vorschl\u00e4ge zu machen. Gute Mitarbeit will ja gut geplant sein. Ich sag immer: Wer gut plant, der gut religionsp\u00e4dagogisiert! Darum hab ich mir auch einen erstklassiges Zeitplansystem zugelegt: \u201eTempus-turbo\u201c hei\u00dft das. <i>(H\u00e4<\/i><i>lt stolz ihren Planer hoch)<\/i><i> Damit hat man sofort alle Termine unter Kontrolle. Alle Aufgaben gut organisiert und alle sonstigen Aktivit\u00e4ten bestens koordiniert und alles \u00dcberfl\u00fcssige storniert.<\/i><\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Respekt respekt!<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> <i>(geschmeichelt, r\u00fc<\/i><i>ckt neben FR hin, damit er auch einen Blick in ihr Wunderwerk werfen kann)<\/i> Sehen sie: das ist das Tageskalendarium, hier die Wochen- und Monats\u00fcbersicht, und da die To-do-Listen.\u00a0 Hier sind die Formulare f\u00fcr Gespr\u00e4chsnotitzen, f\u00fcr Fax-Vorlagen, f\u00fcr Protokolle, f\u00fcr Erpresserbriefe.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> <i>(zeigt auf den Timer)<\/i> Interessant, interessant.Und was ist da hier Frau Religionsp\u00e4do&#8230;gagino..<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> Das ist ganz praktisch: Gibts auch nur in der de-Luxe-Auf\u00fchrung dieses Zeitplaners. Das ist der\u00a0 eingebaute Klopapier-Spender: Je 5 Blatt einzeln hygienisch verschwei\u00dft. Spart enorm viel Zeit.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Verstehe.Auf wann legen wir dann unsere Besprechung? Vielleicht auf Wochenende?<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> <i>(bl\u00e4<\/i><i>ttert) <\/i>Leider nein: Da bin ich auf einem Religionsp\u00e4gagoginnen-Konvent, Fortbildung, sie wissen..<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Und irgendwann am Montag?<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> Nein. Am Vormittag trifft sich der Dekanats-Religionsp\u00e4dagogen-Ausschu\u00df. Und am Nachmittag trifft sich der Vorstand des Kuratoriums \u201eBibel und Kind\u201c &#8211; eine wichtige \u00fcberregionale Einrichtung.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Und am Abend?<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> Da ist Religionsp\u00e4dagoginnen-Stammtisch. Da bin ich Schriftf\u00fchrerin.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Dienstag?<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> Morgens Dienstbesprechung, Nachmittag Lehrerversammlung und am Abend halte ich in Erlangen einen Vortrag: Umgang mit Jugendlichen\u00a0 in der Pr\u00e4adoleszenz.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Mittwoch?<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> In der Fr\u00fche leite ich den integrativen Jugend-Ausschu\u00df im Prodekanat West; mittags ein Dienstessen mit dem Leiter der Religionsp\u00e4dagogischen Materialstelle in Bayreuth. Nachmittags Fortbildung in Erlangen \u00fcber Einsatz von Terminplanern in der Gemeindearbeit, und am Abend ist Kirchenvorstand.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Vielleicht gehts irgendwann man direkt im Anschlu\u00df an einen Jugendkreis&#8230;<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> <i>(v\u00f6<\/i><i>llig entgeistert)<\/i> Jugendkreis??<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Oder nach dem Kindergottesdienst?<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> <i>(noch entgeisterter) <\/i>Kindergottesdienst?<\/p>\n<p><i>Herr Frisch <\/i>Naja, irgendwann werden Sie doch hier in der Kirchengemeide auftauchen?<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> <i>(k\u00fc<\/i><i>hl; am<\/i><i>\u00fc<\/i><i>siert)<\/i> Wozu? Wir haben doch ehrenamtliche Mitarbeiter!!<i> (Blickt gesch\u00e4<\/i><i>ftig in Ihren Planer) <\/i>Aber tut mir leid, ich mu\u00df weiter, in N\u00fcrnberg ist heute der Jahresempfang des Kreisdekans f\u00fcr Religionsp\u00e4dagoginnen. Und wenn man da zu sp\u00e4t kommmt..<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Jaja, dann gibt \u00c4rger<\/p>\n<p><i>M\u00fc<\/i><i>mmelmann-Zilinskanov<\/i> &#8212; nein, dann ist das beste vom Buffet schon weggegessen .. Also tsch\u00fc\u00dfchen &#8230;. <i>(geht)<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Lied<\/b> (Die Prinzen: Alles nur geklaut)<\/p>\n<p>Gruppe A\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gruppe B<\/p>\n<p>Die Termine sind verbaut\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (oweh oweh)<br \/>\ndas sind wirklich alles meine\u00a0\u00a0\u00a0 (oweh)<br \/>\nder ganze Tag der ist versaut\u00a0\u00a0\u00a0 (oweh oweh)<br \/>\nich tu viel mehr als ich hier scheine\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (soso)<br \/>\ndas ist nur geplant, nur verschoben, terminiert und fest verbaut<br \/>\nentschuldigung, Gott hat\u0301s mir doch erlaubt..\u00a0 (entschuldigung, hats Gott dir echt erlaubt?)<\/p>\n<p><b>5. Akt &#8211; Das Auto &#8211; Gemeindebriefaustr\u00e4<\/b><b>ger<\/b><\/p>\n<p>Szene: <i>Herr Frisch<\/i> sitzt allein da. Pfr Emilio <i>Locker<\/i> kommt herein.<\/p>\n<p><i>Locker<\/i> Gr\u00fc\u00df Gott.  <i>(Zu sich selber)<\/i>: Na gibts was Neues in meinem Fach, n\u00f6\u00f6.  <i>(Zu FR)<\/i> Ja, und sie warten so vor sich hin? Wollen\u0301s wohl eine Taufe anmelden?<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> N\u00f6, getauft bin ich schon. Ich wollte in ihrer Gemeinde ein bi\u00dfchen mitarbeiten, und m\u00f6chte drum mit dem Pfarrer Emsig mal sprechen und &#8230;..<\/p>\n<p><i>Locker<\/i> <i>(F\u00e4<\/i><i>llt ihm ins Wort) <\/i>Das ist ja wunderbar. Ich such ja schon lange jemanden, der die Gemeindebriefe mit austr\u00e4gt. Das sind ja immer sooo vieeeele. Und da suche ich schon l\u00e4nger eine qualifizierte Kraft.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Hmm&#8230;<\/p>\n<p><i>Locker<\/i> <i>(beschwichtigend) <\/i>Das ist auch nicht schwierig&#8230; Die Gemeindebriefe sind ja auch ganz leicht, und im Format auch ganz handlich. Es ist also wirklich eine ganz sch\u00f6ne Arbeit. Und sie kommen immer an die frische Luft.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Das klingt ja ganz nett. Ich kann mich da halt immer etwas schlecht entscheiden&#8230; Die Rumlauferei und das Rumtragen der Papierstapel. Das geht ja bestimmt aufs Kreuz&#8230; ich hab halt kein Auto.<\/p>\n<p><i>Locker<\/i> <i>(gr\u00fc<\/i><i>belnd) <\/i>Hmmm. Sie haben kein Auto&#8230;<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Genau&#8230;<\/p>\n<p><i>Locker<\/i> Hmmmm&#8230;..<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> <i>(seufzend) <\/i>Tja&#8230;<\/p>\n<p><i>Locker<\/i> Was machen wir denn da?<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> <i>(zuckt mit den Schultern)<\/i><\/p>\n<p><i>Locker<\/i> <i>(nachdenklich) <\/i>Wissen sie. Die im Landeskirchenrat sagen, wir m\u00fcssen die Arbeit der Ehrenamtlichen st\u00e4rken. Etwas f\u00fcr deren Motivation tun.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Vielleicht auch f\u00fcr deren Mobilisation?<\/p>\n<p><i>Locker<\/i> Ja.. <i>(nickt mit dem Kopf wie der ber\u00fc<\/i><i>hmte Hotablage-Dackel)<\/i> Wenn ich das so betrachte &#8230;und \u00fcberlege <i>(aus der Bewegung wird ein horizontales Kopfwippen)<\/i> &#8230; Ich denke &#8230; das werden wir schon hinkriegen.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> <i>(nickt jetzt auch dackelartig) <\/i>Ein Kombi w\u00e4re da wohl ganz sinnvoll.<\/p>\n<p><i>Locker<\/i> <i>(dauerhaftes leichtes Nicken)<\/i>Da haben sie wohl recht, da w\u00fcrde mehr reinpassen &#8230;<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Naja, f\u00fcr den Sommer w\u00fcrde eine Klimaanlage gute Dienste leisten&#8230;<\/p>\n<p><i>Locker<\/i> Aber ein Gebrauchtwagen darfs schon sein?<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Naja, wenns nicht anders geht.<\/p>\n<p><i>Frau Wusel kommt in den Raum<\/i><\/p>\n<p><i>Wusel<\/i> Hallo, Herr Pfarrer Locker!<\/p>\n<p><i>Locker<\/i> Hallo Frau Wusel<\/p>\n<p><i>Wusel<\/i> Herr Frisch, sie k\u00f6nnen jetzt reinkommen! <i>(Zu LO hin:) <\/i>Der Herr m\u00f6chte n\u00e4mlich dem Herrn Emsig seine Mitarbeit anbieten&#8230; gell?<\/p>\n<p><b><i>\u00a0(sie wartet am B\u00fc<\/i><\/b><b><i>hnenrand)<\/i><\/b><\/p>\n<p><i>Locker<\/i> <i>(hektisch) <\/i>Herr Frisch! Wenn sie f\u00fcr mich Gemeindebriefaustr\u00e4ger werden, dann kriegen sie ihr Auto. Sogar mit Klimaanlage. Wir kriegen das Kind schon geschaukelt. Auf der n\u00e4chsten Kirchenvorstandssitzung werde ich das halt beantragen. Hauptsache, die werden bei mir Mitarbeiter, gell? F\u00fcr mich! <i>(zeigt mit beiden H\u00e4<\/i><i>nden auf seine eigene Brust)<\/i><\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Ja, gut, klingt attraktiv &#8211; ich werde es mir ernsthaft \u00fcberlegen..<\/p>\n<p><i>Locker<\/i> Rufen sie mich einfach mal an, meine Telefonnummer steht hinten im Gemeindebrief. <i>(Dr\u00fc<\/i><i>ckt ihm einen Gemeindebrief in die Hand)<\/i><\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Ja kein Problem, ich hab ja in K\u00fcrze ein Handy&#8230;.<\/p>\n<p><i>Locker<\/i> Auf wiedersehn <i>(geht)<\/i><\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Ade.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Lied: <\/b><b>(<\/b>Maffay: \u00dcber sieben Br\u00fccken mu\u00dft du gehn)<\/p>\n<p>\u00dcber sieben Br\u00fccken mu\u00dft du gehn<br \/>\nsieben dunkle Gassen \u00fcberstehn<br \/>\nsiebenmal bei\u00dft ein Hund dich ins Bein,<br \/>\nes macht Spa\u00df, Gemeindegr\u00fc\u00dfe zu verteil\u0301n.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>6. Akt &#8211; Ekstase<\/b><\/p>\n<p>Szene: Am B\u00fchnenrand steht der Stuhl und Tisch des Pfarramtsf\u00fchrers Emsig samt <i>Emsig<\/i> selbst. Frisch geht zu Emsig , der kommt ihm mit freudig ausgestreckten Armen entgegen. Frau WU l\u00e4\u00dft sich inzwischen an ihrem Schribtisch nieder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Emsig<\/i> Herzlich willkommen Herr Frisch! Ich freu mich ja so, da\u00df sie den Weg in unsere Gemeinde gefunden haben. Dort wo das Wort des Herrn lauter gepredigt wird und Menschen miteinander die Nachfolge des Herrn \u00fcben.<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Die Freude ist ganz meinerseits. <i> (beide gehen zu EMs Schreibtisch)<\/i><\/p>\n<p><i>Emsig<\/i> <i>(Setzt sich) <\/i>Ja, Herr Frisch, tut mir leid, da\u00df sie solange warten mu\u00dften. Aber einige wichtige Unterlagen wollten noch fertig gemacht werden. Naja, au\u00dferdem\u00a0 hat die Frau Wusel meine Herztableten irgendwo verlegt gehabt..die mu\u00dften wir noch suchen &#8230;<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Sind sie krank? <i>(schaut dabei im Gemeindebrief herum, kriegt EMs Antwort nicht so recht mit)<\/i><\/p>\n<p><i>Emsig<\/i> Nein, alles nicht so wild: Aber die Gemeindearbeit ist halt schwierig und entbehrungsreich. Jaja&#8230; ein entsagungsvolles Leben, ohne Luxus und Komfort &#8230; ganz in der Nachfolge Jesu. Wissen\u0301s ich halts mit L\u00f6he: \u201eMein Lohn ist, da\u00df ich arbeiten darf\u201c!<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Jaja&#8230; <i>(blickt in Gemeindebrief)<\/i><\/p>\n<p><i>Emsig<\/i> Ja, Herr Frisch, sie m\u00f6chten mitarbeiten, was h\u00e4tten sie sich den so vorgestellt?<\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> <i>(jetzt wieder bei der Sache) <\/i>Ja ich h\u00e4tte da an folgendes gedacht: Ein Handy, ein Faxger\u00e4t, Internet-Anschlu\u00df, einen Terminplaner mit Krokodilsleder, eine 2-W\u00f6chige Reise nach Rio de Janeiro, und halt einen Dienstwagen, mit Klimaanlage, m\u00f6glichst in rot und dunkelgr\u00fcn &#8230;.<\/p>\n<p><i>Emsig<\/i> <i>(Er f\u00e4<\/i><i>llt aus allen Wolken, ringt nach Luft, fa<\/i><i>\u00df<\/i><i>t sich ans Herz, kippt schlie<\/i><i>\u00df<\/i><i>lich vorn<\/i><i>\u00fc<\/i><i>ber auf die Tischplatte)<\/i><\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> Herr Emsig? Ist das zuviel verlangt?? Wenn das sie erschreckt hat: Der Terminplaner .. da k\u00f6nnen wir auch ein billigeres Leder nehmen &#8230;\u00a0 Herr Emsig&#8230;\u00a0 <i> (Er eilt zu Frau WU) <\/i> Frau Wusel, ein Telefon! Es ist dringend!<\/p>\n<p><i>Wusel <\/i> <i>(Mit einer betont langsamen Ruhe) <\/i>Moment. Lieber Herr Frisch, ich freu mich \u00fcber ihr Engagement. Aber: Ein Telefonat kostet 12 Pfennige. Und in der Kirche, da m\u00fcssen wir immer sparen. <i>(sch\u00fc<\/i><i>ttelt belehrend den Kopf) Nicht so das Geld rauswerfen.<\/i><\/p>\n<p><i>Herr Frisch<\/i> <i>(Bricht ebenfalls \u00fc<\/i><i>ber den Schreibtisch zusammen.<\/i>)<\/p>\n<p><b>Lied <\/b> (Mey: \u00dcber den Wolken)<\/p>\n<p>Mitarbeitersein ist fein<br \/>\nh\u00f6r ich die Nachbarin schw\u00e4rmen<br \/>\nwie ein Pfeil zieht sie vorbei<br \/>\ntut zum Gemeindesaal ausschw\u00e4rmen<br \/>\ndenn die Gemeinde dort echt lebt<br \/>\nja da tut sich toll was regen<br \/>\nund selbst mache Oma fegt<br \/>\nder Kirche entgegen.<\/p>\n<p>In Herzi-aurach<br \/>\nsoll\u0301n die Leute ganz schrecklich nett sein<br \/>\nalle Arbeit, alle Sorgen sagt man<br \/>\nw\u00e4r man als Pfarrer ganz schnell los und dann<br \/>\ntu ich was mir gro\u00df und wichtig erscheint<br \/>\nh\u00e4tt Null Stre\u00df das w\u00e4r fein.<\/p>\n<p>Da dr\u00fcber denk ich sehr oft nach<br \/>\nseh die Mitarbeiter machen<br \/>\nja sie werkeln Tach f\u00fcr Tach<br \/>\nmachen die allertollsten Sachen<br \/>\nMeine Augen haben schon<br \/>\nden echten \u00dcberblick verloren<br \/>\nMensch die machen das ganz toll<br \/>\nmir schlackern die Ohren.<\/p>\n<p>Refr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Ehrenamtlichen sind ein wertvoller Schatz unserer Kirche. Nur lassen wir Pfarrer sie es nicht immer unmittelbar sp\u00fcren. Erleben Sie in 6 Akten die Odyssee eines Neuzugezogenen, der sich gerne ehrenamtlich engagieren w\u00fcrde. 1. Akt &#8211; Der Besuch Szene: Das Pfarramtsb\u00fcro &#8211; Sekret\u00e4rin Wusel wurstelt in den Akten. 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