Predigt: Wenn Rechtfertigung eine Beziehung prägt (Galater 3, 1-5) Pfingstsonntag, 19. Mai 2002

Liebe Gemeinde,

ich möchte Ihnen von einer jungen Liebe erzählen: das frisch verheiratete Paar nenne ich einfach einmal Sabine und Martin. Beide haben sich vorgenommenen, ein Leben lang zusammen zu bleiben und den anderen liebevoll zu begegnen und dem anderen niemals weh tun zu wollen. „Wir wollen nichts falsch machen.“
Es lief über einige Monate ganz hervorragend – ein echtes Traumpaar – kein Streit, kein böses Wort, alles wunderbar. Bis dieser Tag kam, an dem Martin etwas schlecht gelaunt von der Arbeit heim kam. Sabine hatte Geschnetzeltes mit Reis gekocht. Martin sagte nicht, was ihn den Tag über geärgert hatte, er wollte seine Liebste nicht damit belasten. Stattdessen  stocherte er lustlos im Abendessen herum. Sabine fragte „was ist los?“. Aber als Antwort kam nur ein kurzes Knurren.
Am nächsten Morgen, als Martin ins Büro gegangen war, setzte sich Sabine an den Küchentisch und schlug ein kleines Heftchen auf. „Kein Geschnetzeltes mit Reis kochen, das mag Martin nicht“, das war der erste Eintrag in ihr Merkheft für eine gute Ehe..
Ja – Sabine meinte es sehr sehr gut mit ihrem Mann. Auf keinen Fall wollte sie ihn ärgern oder verletzten. Alles wollte sie so tun wie es ihm gefällt. ich will weiterlesen

Predigt: Glaube, du bist ein Schatz (Epheser 4, 11-16 ) Pfingstmontag – 12. Juni 2000

Liebe Gemeinde,
unser Predigttext für heute steht im Brief des Paulus an die Epheser:
11 Und der Herr hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer,
12 damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden,
13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi,
14 damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen.
15 Laßt uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus,
16 von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hängt durch alle Gelenke, wodurch jedes Glied das andere unterstützt nach dem Maß seiner Kraft und macht, daß der Leib wächst und sich selbst aufbaut in der Liebe.

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