Predigt: Um Hilfe rufen und sich trösten lassen (Jesaja 51,9-16) 14. Januar 2007

Predigt zur Jesaja-Verheißung mit Seitenblicken auf das aktuelle Stück des Gollhöfer Theatervereins “Auch Drachen sind nur Menschen”.

Unser Predigttext für den heutigen Sonntag steht beim Propheten Jesaja, im 51. Kapitel:
Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des HERRN! Wach auf, wie vor alters zu Anbeginn der Welt! Warst du es nicht, der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat?
Warst du es nicht, der das Meer austrocknete, die Wasser der großen Tiefe, der den Grund des Meeres zum Wege machte, daß die Erlösten hindurchgingen?
So werden die Erlösten des HERRN heimkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen. ich will weiterlesen

Predigt: Es ist ein Ros entsprungen (Jesaja 11 mit einem Bild von Barbara Helfer) 25. Dezember 2006, Erster Weihnachtsfeiertag

Liebe Gemeinde,Rosentsprungen

Mutter und Kind in der Rose

ein Bild, gemalt von der Künstlerin Barabara Helfer, haben Sie in der Hand. Und wahrscheinlich nehmen Sie zwei Dinge gleichzeitig wahr: Eine Rose, in rot-gelbem Farbton … und zugleich diese angedeutete Frau mit dem Kopftuch. Sie ist leicht vornüber gebeugt, und im Halbrund vor ihrer Brust scheint der Kopf eines Kindes sichtbar zu sein.
Es ist fast wie ein Vexierbild – bei dem mal das Eine, mal das Andere erkennbar wird und sich in den Vordergrund schiebt. ich will weiterlesen

Schwerter zu Pflugscharen … auch im globalen Sandkasten (Jesaja 2, 1-5) 17. Juli 2005

Hinweis: Eine aktuellere Predigt zu Jesaja 2,1-5 aus dem Jahr 2019 gibt es hier:

https://www.pastors-home.de/?p=3894

Liebe Gemeinde unser Predigttext zum heutiges Sonntag steht beim Propheten Jesaja im 2. Kapitel:
Dies ist’s, was Jesaja, der Sohn des Amoz, geschaut hat über Juda und Jerusalem:
2  Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen,
3 und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns auf den Berg des HERRN gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn  von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem.
4 Und  er wird richten unter den Heiden und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.
5 Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, laßt uns wandeln im Licht des HERRN!

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Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet (Jesaja 49, 15+16) 24. Oktober 2004, Silberne Konfirmation

Liebe Festgemeinde, Liebe silberne Konfirmanden

Gestern Abend saßen viele von Ihnen der Gastwirtschaft zusammen zum Klassentreffen. Ich stelle mir das schon ganz schön interessant vor: “ Ja, wohin hat es denn dich verschlagen?“ wird gefragt. Und da gibt es natürlich alles mögliche zu erzählen – gerade dann, wenn man sich viele Jahre nicht mehr gesehen hat.
Und je später der Abend, um so interessanter werden die Geschichten … ich will weiterlesen

Predigt: Aufbruch ist mehr als „Kopf hoch“ (Jesaja 40, 26-31) 7. April 2002

Predigt zur  Erinnerung an die Zerstörung des Dorfes am 6. April 1945

Liebe Gemeinde,
Unser heutiger Predigttext steht beim Propheten Jesaja im 40. Kapitel.

26 Hebet eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und  ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, daß nicht eins von ihnen fehlt.
27 Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst: »Mein Weg ist dem HERRN verborgen, und mein Recht geht vor meinem Gott vorüber«?
28 Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der HERR, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich.
29 Er gibt dem Müden Kraft, und Stärke genug dem Unvermögenden.
30 Männer werden müde und matt, und Jünglinge straucheln und fallen;
31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln  wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden.
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Predigt zum Karfreitag 2002: Schwäche ist eine Stärke höherer Ordnung (Jesaja 52, 1-12) 29. März 2002

Liebe Gemeinde,

Wie wird es wohl den Jüngern Jesu ergangen sein – nachdem ihr Herr gekreuzigt worden war? Ich stelle mir da zum Beispiel Matthäus vor. Er war Zolleinnehmer gewesen bis er Jesus begegnet ist. Diese Begegnung hat sein Leben völlig verändert: Er hat seinen sehr lukrativen aber auch anrüchigen Job aufgegeben und ist mit Jesus durch das Land Israel gezogen.
Er hat erlebt, wie Jesus handelte, wie er Kranke heilte, wie er anders mit den Menschen umging als die Schriftgelehrten, und wie überzeugend er seine Botschaft vom kommenden Reich Gottes verkündigte. In Matthäus reifte die Erkenntnis: Jesus muss der Messias sein.

Und er hat mitbekommen, wie sich eine Gegnerschaft gegen Jesus bildete, wie immer deutlicher wurde, dass diese Botschaft manche begeisterte und andere ihr ganz ablehnend gegenüberstanden.
Dann die Woche vor der Kreuzigung. Alles war sehr schnell gegangen… Jesus scheint es gespürt zu haben, was da auf ihm zukam, denn er redete immer wieder von seinem kommenden Leiden. Dann das letzte Mahl am Donnerstag, gleich darauf die Festnahme und am Morgen danach die Kreuzigung.
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Predigt zur Jahreslosung 2002: Ja, Gott ist meine Rettung (Jesaja 12,2) 20. Januar 2002

Liebe Gemeinde,

heute möchte ich mit Ihnen zusammen die Jahreslosung betrachten.
Bei dem Propheten Jesaja steht sie im 12. Kapitel, Vers 2.
Ja, Gott ist meine Rettung, ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.

Angenehm und fromm klingt sie in meinen Ohren. Und seit langem ist es eine Jahreslosung, die einem so richtig persönlich entgegen kommt, weil sie nämlich ein „Ich“ hat. Es ist eben keine allgemeine Aussage, wie „in Christus liegen verborgenen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis“. In diesem Jahr hat die Jahreslosung ein „ich“.
Und darin besteht auch ein bisschen die Herausforderung dieser Losung. Denn sie ist ja eine „Ich-Aussage“. Und vielleicht kann die nicht jeder und jede unterschreiben. Es tut niemandem weh, wenn man sagt, das in Christus Weisheit ist. Aber traut sich auch jeder zu sagen: „Gott ist meine Rettung, ihm will ich vertrauen und niemals verzagen“??
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Predigt zur Kirchweih: Gott passt in kein Exil (Jesaja 66, 1-2) 28.10.2001

Liebe Gemeinde,

Olivenhändler Ben Schmuli war zufrieden. Die Geschäfte des Mannes aus Tekoa, südlich von Jerusalem gingen gut. Als Händler mit einem kleinen Marktstand hatte er angefangen, dann hatte er einen eigenen Laden. Später landete er den großen Wurf: Er erweiterte sein Sortiment: So verkaufte er nicht nur Oliven, sondern Ben Schmuli handelte auch mit Olivenöl und Olivenbaum-Setzlingen.
Die Idee mit den Setzlingen hatte sich als eine Goldgrube erwiesen. Denn oft hatten die Bauern nicht das Geld, um die wertvollen kleinen Setzlinge zu bezahlen. So kaufen sie bei ihm auf Kredit. Wenn die Bauern dann im Herbst ihre Olivenernte an Ben Schmuli verkaufen wollten, hatte er eine wunderbare Verhandlungsposition: Schießlich waren die armen Schlucker wegen der Schulden von ihm abhängig. Ben Schmuli nahms gelassen: denn schließlich muss in den Zeiten knapper Kassen jeder sehen, wo er bleibt. ich will weiterlesen

Predigt: Für dich solls Gottes Worte regnen… (Jesaja 55, 10-12) 18. Februar 2001

Jesaja 55, 10-12:
Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und läßt wachsen, daß sie gibt Samen, zu säen, und Brot, zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.
Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden.

Liebe Gemeinde,

Heute scheinen sie sich mal wieder ganz besonders einig zu sein: die Evangelien-Lesung von vorhin und der Predigttext aus dem Alten Testament – beide sprechen vom Gotteswort und von der Landwirtschaft. Das ist mir recht, an meinem letzten Gottesdienst hier in Herzogenaurach, bevor ich zum Land-Pfarrer werde. ich will weiterlesen

Predigt: …alles nur innerlich? (Jesaja 51, 9-16) 28. Januar 2001

Jesaja 51, 9-16:
Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des HERRN! Wach auf, wie vor alters zu Anbeginn der Welt! Warst du es nicht, der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat? Warst du es nicht, der das Meer austrocknete, die Wasser der großen Tiefe, der den Grund des Meeres zum Wege machte, daß die Erlösten hindurchgingen?
So werden die Erlösten des HERRN heimkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen.

Liebe Gemeinde,

wach auf, wach auf! Komm, mach doch etwas! Ich brauche dich.
Das ruft Jesaja seinem Gott zu – stellvertretend für die ganze israelitische Gemeinde. Ein Notruf.
Denn das Volk steckt in der Bredouille: Kriegsopfer sind sie… von den Eroberern, den Babyloniern, vom Kriegsschauplatz Jerusalem weg verschleppt in die Ferne an den Euphrat, an den Stadtrand von Babylon. Lange hatten sie in Zelten gehaust, nach einiger Zeit haben Sie dann primitive Hütten gebaut. Mittlerweile hat so mancher schon ein Häuschen sich hingestellt. Aber dennoch: sie sind immer noch Gefangene, Verschleppte,… fern der Heimat… mit den furchtbaren Erinnerungen an die blutige Eroberung ihrer geliebten Stadt Jerusalem. Die Babylonier sind ihre Herren, haben Macht und lassen das die Israeliten auch spüren. ich will weiterlesen