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Der neue Trend in der Seelsorge: Der Angstmach-Seelsorger

 

Als Seelsorger bekommt man auch mal Schäfchen zu Gesicht, die sich noch ganz wohl fühlen und meinen: Nö, Seelsorge - wozu denn?
Die ultimative Antwort darauf ist unser "Angstmach-Seelsoger".

S: Sind sie schon länger hier im Krankenhaus?
P: Nö. Bin gestern erst gekommen..
S: Da ist es sicher schwer, sich hier einzugewöhnen...
P: Nö. Bin einfach rein. Hab mich hergelegt, und da bin ich...
S: Ja .... Aber ihre Seele, die ist noch ein bischen daheim?
P: Achwo. Ich hab die gleich mitgenommen. Was soll ich die allein daheim rumliegen lassen? Meinen Kopf nehm ich ja auch mit, stellen sie sich vor: Sogar mein Herz hab ich mitgenommen.
S: Sind...Sie wegen Ihrem Herzen da?
P: Quatsch. Einen Pickel hab ich am Arsch. - Halt eine Zyste. Die wird mir rausgeschnippelt.
S: Eine Operation also.
P: Ja, ne richtige Operation.
S: Ich spüre eine gewisse Unsicherheit .... vieleicht auch ein wenig Angst.
P: Wenns Angst haben, dann müssens zum Pfarrer gehn. Ich hab keine Angst.
S: Eine Operation ist ja auch immer mit Risiken verbunden. Sie lassen sich ja da auf etwas Ihnen Unbekanntes ein..
P: So a Gschmarri. Das ist ja bloß ein kleiner Schnitt.
S: Das ist ein kleiner Schnitt für Sie, aber ein großer Schnitt für ihren Allerwertesten. Wer weiß, was da alles so passieren kann.
P: Ja was denn.
S: Stellen Sie sich vor, er schneidet zu tief. Was dann geschieht. (heftig mit den Händen herumfuhrwerkend) Da durchtrennt er Nerven und Muskelstränge. Darmwände und Kochenhäute werden aufgeschlitzt wie das Dach des Cabrios vom Chefarzt. Blut wird spritzen.
P: Wirklich?
S: Oder Ihre Patientenakten werden vertauscht: Sie wachen auf, und plötzlich ist ihr rechtes Bein amputiert.. oder ihr linkes, oder gar ... ne!
P: Ohn nein!
S: Oder beim Transport in den OP-Saal kommen sie ins falsche Auto. Wenns dumm geht, landen Sie dann in der Kantine... Und da ist man nicht zimperlich.
P: Weh mir elenden Menschen. Wie Gras bin ich, der Seelsorger fegt über mich hinweg, uns schon bin ich durch den Wind..
S: Sei,.getrost mein Bruder. Der Herr hat dein Flehen gehört, um Dich in deiner höchsten Not zu retten. So blicke auf, und siehe, dein Retter naht.
Ach, darf ich mich vorstellen: Vikar Dümpfelmoser, mach hier grad mein Seelsorge- Praktikum.


 

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