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Die Sprache der Dinge
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Andacht zum Thema “Die Sprache der Dinge”

 

Begrüßung

Einführung in die Stille

- Ich nehme wahr, wie ich sitze, ich stelle die Füße bequem auf den Boden, ich richte meinen Rücken auf.

- Ich lasse die Schultern locker hängen und bewege den Kopf leicht hin und her.

- Ich nehme die Haltung meiner Hände wahr.

- Ich achte nun auf meinen Atem, ich atme ruhig ein und aus, ich lasse den Atem tief in mich hineinfließen und langsam wieder hinausströmen.

- Ich spüre den Rhythmus meines Atems nach und bin für kurze Zeit ganz bei mir.

- Lied 697 Meine Hoffnung und meine Freude

-Thema „Die Macht unserer Sprache“

~ Wir Menschen sind wortgewaltig. Wir reden viel.

~ Worte können viel bewirken / zu guten wie zum schlechten

~ Unsere Worte haben mehr Macht, als wir manchmal glauben:

 ~ damals als Adam den Tieren die Namen geben durfte, hat das begonnen

~ unsere Worte können Dinge auf den Punkt bringen! Sie haben eine definitorische Kraft

 ~ sie sind präzise, legen fest und lassen oft wenig Spielraum zur Deutung

~ ich kann lange über den Lebenswandel einer jungen Frau mir Gedanken machen

 ~ kann ich mir Sorgen machen , mich ärgern .. Aber es bleibt im Ungefähren

 ~ sobald ich die Sprache nehme, sie Flittchen nennen, spüre ich und andere die Macht der Sprache

 

Gedicht von Rilke

Rainer Maria Rilke hat das einmal in ein Gedicht gefasst:

 

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.

Sie sprechen alles so deutlich aus;

und dieses heisst Hund und jenes heisst Haus,

und hier ist Beginn, und das Ende ist dort.

 

Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott.

sie wissen alles, was wird und was war;

kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;

ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

 

Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.

Die Dinge singen hör ich so gern.

Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.

Ihr bringt mir alle die Dinge um.

 

 Musik: Naidoo: Die Dinge singen hör ich so gern

(Das Lied hat den Text von Rilke sehr eindruckvoll vertont)

Überleitung zur Meditation der Dinge; “Dinge” verteilen

“Die Dinge singen hör ich so gern.” - Was das heißen kann, möchte ich mit ihnen ein bisschen näher kommen:

~ Wir haben “Dinge” .....

~ schauen sie sich an, was es hier so gibt ... und suchen sie sich ein “Ding” aus, einfach etwas, was sie interessant, lustig oder zu ihnen passend finden

# 2 Schalen gehen im Kreis, in denen unterschiedlichste Dinge bereitliegen, von verrsoteten Schlüssel über Streichhölzern, Murmeln, Kerzenstummeln bis zur Diskette.

 

- Meditation - Text, der zum Entdecken anleitet

Nehmen sie sich nun Zeit, diesem Ding ein bisschen näher zu kommen, zu entdecken, was sie da eigentlich haben

Entdekcen, sie, aber vermeiden sie es einmal, ihre Beobachtungen für sich in Worre zu fassen

# welche Farben sind zu entdecken?

# Oberfläche ...rauh, weich, glatt, hart - achten sie auf das Gefühl von Wärme und Kälte

# gibts einen Geruch oder einen Klang?

# Lassen sie ihr Gefühl und ihre Phantasie zu Wort kommen

# kann man diesem Ding etwas schönes abgewinnen?... es Wert schätzen

# entdecken sie, das Besondere an diesem Ding

# hat das Ding eine Geschichte? — was mag es erlebt haben,

viellicht sieht man sogar Spuren von Erlebten/ Erlittenen an diesem Ding

Nehmen sie sich nun 2 Minuten Zeit und überlegen sie sich eine schöne Geschichte, bei der dieses Ding dabei war.

Es muss nicht wahr oder realistisch sein. Schenken sie sich eine schöne kurze Geschichte, bei der dieses Ding in irgendeiner Form eine Rolle spielt.

... es wäre schön, wenn sie bereit wären, später ihren Nachbarn diese schöne Geschichte zu erzählen

 

Geschichte an seinen Nachbarn weitergeben

Gebet:

Ich möchte ein kurzes gebet sprechen und dann eine Zeit der Stille lassen, in der sie ihr eigenes Gebete für sich selbst in der Stille formulieren können.

Und als zeigen der Hoffung auf unseren Gott, der unsere gebete erhört, lade ich Sie ein, eine Kerze anzuzünden.

 

Herr inmitten der Wörter,

die uns umgeben

uns einengen

uns festlegen

oder Angst einflößen,

 

hast du uns dein Wort gegeben.

Das Wort deiner Liebe und Zuwendung.

Das Wort der Vergebung und der Hoffnung.

 

Wir wollen uns an deinem Wort festhalten.

Auf dein Wort bauen.

Dir vertrauen.

 

– Stille zum Kerzen anzünden --

 

Vaterunser

Segen

 Musik zum Abschied:

-

Der Ablauf

- Musik: Enigma - Celtic dream

- Begrüßung

- Entspannungsübung

- Lied 697 Meine Hoffnung und meine Freude

- Einführung: Die Macht unserer Sprache

- Rilke-Gedicht

- Musik: Xavier Naidoo: Die Dinge singen hör ich so gern

- Meditation der verteilten “Dinge” dazu Musik Shabala - Chakabeo

 - Gebet, Kerzen dazu entzünden

- Vaterunser

- Segen

- Musik zum Abschied: Chicane Low sun

 

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